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Guete Morge Winti Heute geht es um eine Monsterbaustelle: Die SBB haben mit den Vorarbeiten zu den Bauarbeiten für das Projekt «Mehrspur Zürich-Winterthur» gestartet. Wir zeigen, was das für dich bedeuten könnte.
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| An Baustellen entlang der Gleise, wie hier zwischen Töss und A1, müssen wir uns gewöhnen. (Bild: SBB) |
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Mehrspur Zürich-Winterthur: «ambitioniert aber realistisch» |
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Aufmerksame Pendler:innen könnten es bemerkt haben: Entlang der Strecke von Winterthur nach Zürich schiessen derzeit überall Baustellen aus dem Boden. Diese begleiten uns ab jetzt mindestens zehn Jahre lang. |
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Die Strecke Winterthur-Zürich ist eine der meistbefahrenen in der Schweiz und hat laut SBB ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Deshalb wird ausgebaut. Per Ende der 2030er Jahre wollen die SBB 30 Prozent mehr Fahrgäste transportieren. Dafür braucht es aber neue Wege, oder in diesem Fall «mehr Spuren» für den Zug: Mit dem Bau des «Brüttenertunnels» von Wallisellen bis Winterthur könnten Züge in Zukunft den bahntechnischen «Flaschenhals» in Effretikon umfahren. Zudem verkürzt der Tunnel die Fahrzeit von Zürich HB bis Winterthur von 20 auf 12 Minuten. Das Projekt «Mehrspur Zürich-Winterthur» ist eines der grössten Projekte in der Geschichte der SBB und kostet auch entsprechend viel: mindestens 3,3 Milliarden Franken, finanziert vom Bahninfrastrukturfonds von Bund und Kantonen. Auf mehr Platz im Zug müssen wir noch ein Weilchen warten. Gerade in Winterthur beschäftigen uns zuerst einmal die zahlreichen Baustellen bei den Gleisen, an der Töss oder beim geplanten Tunneleingang. Wir haben zusammengetragen, was dich erwartet. |
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Beim Salzhausplatz werden Rohre ausgetauscht. (Bild: SBB) |
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Güterbahnhof und Bauarbeiten beim Salzhaus Der Bahnhof Winterthur verändert sich im Rahmen des Mehrspur-Projektes nicht. Dieser Ausbau gehört in ein separates Projekt und wird noch diskutiert. Am Salzhausplatz haben aber bereits Bauarbeiten gestartet. Zur Entwässerung des Güterbahnhofes braucht es neue Rohre, die das Wasser neu in den darunterliegenden Eulachkanal leiten. Zusätzlich starten im April Bauarbeiten am «Depot West» bei der Wylandbrücke. |
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Ein Zug fährt in Zukunft von Töss her in einen Tunnel bei der Storchenbrücke. (Visualisierung: SBB) |
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Ein Tunnel bei der Storchenbrücke und eine neue Brücke Dammstrasse Damit die Züge in Zukunft besser aneinander vorbeikommen, bauen die SBB bei der Storchenbrücke einen kurzen Tunnel. Diese Bauarbeiten starten aber erst 2032. Der Tunnel hat auch einen Ausgang in Richtung Bahnhof Töss. Im Zuge dessen wollen die SBB deshalb auch die Stützmauern bei der Giesserstrasse ab 2027 erneuern. Die Brücke Dammstrasse über die Gleise wird ersetzt, in der Bauphase ab April 2027 gibt es eine provisorische Brücke für Fussgänger und Velos.
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Der neue Bahnhof Töss soll Ende 2028 eingeweiht werden. (Visualisierung: SBB) |
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Bahnhof Töss wird modern und hindernisfrei Der Bahnhof Töss präsentiert sich heute ohne Unterführung zu den Gleisen und ist nicht stufenlos. Beides wird mit einem Umbau ab Ende 2026 gelöst: Es entstehen neue, höhere Perrons und eine Unterführung mit Rampe und Lift. Ein neues Gleis wird gebaut, das direkt in den Tunnel bei der Storchenbrücke mündet. Der Bahnhof Töss werde damit laut SBB nicht nur hindernisfrei, sondern auch für die vermehrte Durchfahrt von Güterzügen gerüstet. Die Vorarbeiten sind bereits gestartet und der neue Bahnhof geht voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb. Während der Bauarbeiten sind die Einschränkungen am Bahnhof gross: Ab November 2027 ist die bestehende Unterführung gesperrt und im Sommer 2028 verkehren neun Wochen lang überhaupt keine Züge. Die Stadt Winterthur plant, nach dem Abschluss der Bauarbeiten auch den Bahnhofsplatz inklusive Güterschuppen umzugestalten. |
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Den Zügen steht in Zukunft über der Töss neu auch eine Hochspur zur Verfügung. (Visualisierung: SBB) |
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Grosse Baustellen rund um die Auwiesenstrasse und an der Töss Für die Töss auf Höhe Neumühle sind die ruhigen Zeiten vorbei: Die SBB ersetzen eine ihrer bestehenden Zugbrücken und eine neue Brücke entsteht, damit die Züge sich besser kreuzen können. Ab April 2026 entsteht auf der Wiese zwischen Töss und Auwiesenstrasse ein Installationsplatz für die Bauarbeiten. Dafür wird sogar ein Haus an der Auwiesenstrasse 1 abgerissen und die Fläche von der SBB gemietet. Über die Töss wird eine provisorische Fussgängerbrücke erstellt, damit das Queren im Naherholungsgebiet immer möglich ist. Dies geschieht auf Wunsch und nach einer Einsprache der Tösslobby. Trotzdem kann es sein, dass die Wege unter den Brücken zwischenzeitlich gesperrt werden. |
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Blick von Winterthur Richtung Tunnelportal des Brüttenertunnels. (Visualisierung: SBB) |
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Verschiebung der Kempt und ein neues Tunnelportal Zwischen der Autobahn und der Töss breiten sich bereits jetzt die Vorarbeiten für die Baustelle des neuen Tunnelportals des Brüttenertunnels aus. Die Tunnelbohrmaschine kommt von Wallisellen her, das Tunnelportal beim Flüsschen Kempt erreicht sie aber frühestens 2031. Bereits gerodet wurde entlang der Kemptmündung in die Töss, denn das ganze Flüsschen wird verschoben und in diesem Zuge revitalisiert. Die SBB bauen in diesem Bereich so, dass ein zukünftiger Bahnhof Dättnau/Försterhaus nicht ausgeschlossen ist. Denn dies ist im städtischen Masterplan «Winterthur Süd» so angedacht und auch bei der Tösslobby schon lange auf der Pendenzenliste. Konkrete Pläne gibt es aber noch keine. Die SBB betonen, dass es ohne Nachtarbeit nicht gehen werde im zehnjährigen Bauprozess. Man tue aber alles, um die Lärmbelastung möglichst tief zu halten und die Anwesenden zeitig zu informieren. Wer alle Details des riesigen Bauvorhabens erfahren will, kann sich im Video zu den Bauschritten in Winterthur informieren.
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| Kiwi Classics zeigt «Scarface» (1983). Die legendäre Gangster-Saga voller Macht, Gier und Zitaten fürs Leben – «Say hello to my little friend!» Mit Al Pacino, Michelle Pfeiffer und Steven Bauer. Mittwoch, 25. März 2026, Kiwi Center, Englisch ohne UT. |
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| | EVP spannt mit EDU zusammenDie EVP verlor bei den Wahlen einen Sitz im Stadtparlament und stellt neu noch drei Personen. Um eine Fraktion bilden zu können und damit auch in Kommissionen vertreten zu sein, hat sich die Partei entschieden, mit Simon Gonçalves von der EDU zusammenzuarbeiten. Damit bleibe man auch in der neuen Legislatur eine «eigenständige Kraft im politischen Zentrum», wie die EVP Winterthur mitteilt. Simon Gonçalves politisierte bisher zusammen mit der Mitte-Fraktion. |
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| | Brunchen im Stadtpark
Das ist ab Sommer in der «Nido» Buvette auf dem neuen Baumplatz im Stadtgarten möglich. Lab 17, die bereits das Bistro Max und das Versa Café betreiben, haben dafür den Zuschlag erhalten, wie die Stadt Winterthur schreibt. Lab 17 plant ein kleines regionales Angebot mit Brunchkarte am Wochenende. Die Eröffnung sei Anfang Mai geplant. (Bild: Stadt Winterthur) |
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Stadtrat und Buschauffeur:innen bewegen sich: Ab 1. Juni 2026 werde pro Mitarbeiter:in und Monat ein Ersatzdienst gestrichen, hiess es gestern vonseiten Stadtrat und Stadtbus. Dies habe man unabhängig davon beschlossen, ob die Gespräche mit der Gewerkschaft VPOD weitergehen oder nicht. Die Stadt schlägt für ein weiteres Gespräch den Dienstag, 24. März, vor. Dieses werde man wahrnehmen und bis dahin keinen weiteren Streik ansetzen, so Gewerkschaftssekretär Micha Amstad gestern im «Landboten». Falls ein weiteres Mal gestreikt würde, werde Stadtbus Winterthur den Busbetrieb vollständig einstellen, schrieb der Stadtrat weiter. Billiardcenter Borsalino zieht es weiter: Laut dem Landboten sucht sich das Borsalino eine sichere Zukunft im Einkaufszentrum Alte Druckerei in der Grüze. Am jetzigen Standort auf dem Maag-Areal habe man nur einen Mietvertrag bis Ende 2027, weil die Maag-Recycling AG bald mehr Platz brauchen könnte. Der Umzug sei noch nicht ganz definitiv, aber die Baubewilligung sei eingereicht. |
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«Selbsthilfe-Kolonie» wird 100 Jahre alt
 | 900 Stunden Arbeit am eigenen Haus Die «Selbsthilfe-Kolonie», auch «Eigenheim-Quartier» genannt, wird 100 Jahre alt. Der Name der Siedlung hinter dem Geiselweid ist dabei Programm: Ab Baustart 1925 halfen Handwerksfamilien an Feierabenden und Wochenenden beim Bau mit. Wer ein Haus kaufen wollte, konnte sich zehn Prozent des Kapitals durch Eigenleistung abarbeiten. Man erzählt sich, dass die Familien nicht wussten, welches der Häuser ihnen zugeteilt wird, sodass man nicht nur im eigenen Haus gute Arbeit leistet. Dieses Selbsthilfe-Konzept bleibt in der Schweiz einzigartig. Es ist aus grosser Not entstanden. Nach dem Ersten Weltkrieg spitzt sich die Wohnungsnot in Winterthur zu. Die Industrie braucht zwar Arbeitskräfte, doch Wohnraum finden sie keinen. Die Stadt gibt deshalb Land günstig an Architekten und Genossenschaften ab, damit neuer Wohnraum entsteht. Für die freien Flächen am Deutweg planen die Winterthurer Architekten Franz Scheibler und Adolf Kellermüller eine Siedlung nach Vorbild der Gartenstadt. Seit den 1980er Jahren steht die Siedlung unter Denkmalschutz. Die farbigen Häuser sind noch immer bei Familien beliebt, auch wenn die Grundrisse mit sechs mal sechs Metern heute klein erscheinen. Mehr Platz hat man heute aber trotzdem: Gebaut wurden die 118 Häuser für 600 bis 700 Menschen, heute leben laut Heimatschutz Winterthur schätzungsweise 250 bis 300 Menschen im Quartier. Mehr Informationen zur Siedlung gibt es im Winterthurer Glossar oder in der neuen Jubiläums-Broschüre des Heimatschutzes. |
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| Die Siedlung Eigenheim kurz nach ihrer Fertigstellung 1926. (Bild: Sammlung Winterthur) |
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Ich wünsche uns allen viel Durchhaltevermögen bei so einer langen Baustelle. Direkt betroffen sind zwar vor allem die Tössemer:innen und Anwohnende in Gleisnähe, aber Achtung: auch im Fahrplan kann es immer wieder kurzfristige Änderungen geben. Bis bald und hebs guet, Gioia |
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