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| | Guten Morgen vom Tössufer Wer am Wochenende oder frühmorgens an der Töss spaziert, sieht die Abfallberge. Wir begleiten Vorarbeiter Michael Riesen auf seiner Aufräum-Tour und stossen dabei auf allerhand kuriose Gegenstände.
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| Michael Riesen an seinem Arbeitsort, dem Tössufer. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Abfallberge an der Töss: «Die Leute sind einfach denkfaul» |
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| Strassenschilder, verkohlte undefinierbare Klumpen und Zigis begegnen dem Vorarbeiter Michael Riesen im Revier Töss täglich. Er erzählt, warum er trotzdem kein schlechtes Menschenbild hat. von Gioia Jöhri |
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| Gemütlich grillieren an der Töss ist seit Ende Juni verboten. Damit habe sich auch die Abfallmenge über den Sommer ein wenig reduziert, sagt Michael Riesen. «Aber gerade vor den Ferien nimmt es jeweils wieder zu, weil die Leute auf die Ferien plangen und ans Wasser wollen.» Die Töss um den Reitplatz sei abfalltechnisch ein Hotspot: «An Pfingsten war es schlimm, da haben wir zu zweit fünf Stunden aufgeräumt. Immer an Ostern und Pfingsten kommen bei gutem Wetter die ersten Abfallwellen», erklärt Michael. Seit der Corona-Pandemie habe das Abfallvolumen generell zugenommen, weil mehr Leute draussen an die Töss gehen, zum Grillieren oder Spazieren. |
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| Oft liegt der Abfall neben statt nur im Kübel. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Michael Riesen arbeitet seit zwei Jahren als Vorarbeiter im Revier Töss beim städtischen Tiefbauamt. Er fährt mit seinem orangen Elektro-Wagen durch die Strassen und nimmt mit, was andere liegen lassen. «Wir machen das jeden Werktag im Sommer», erklärt er. Weil am Wochenende viel gefeiert wird, schaut dann zusätzlich eine private Reinigungsfirma. Bereits auf dem Weg vom Werkhof Auwiesen an die Töss schaut Michael mit Adleraugen umher. «Man entwickelt mit der Zeit einen Blick für die versteckten Orte, wo immer wieder Abfall liegt», sagt er lachend. Bereits beim ersten Abfallkübel an der Töss zeigt sich, was seine Arbeit mühsam macht: Anstatt im Kübel liegt der Abfall überall verstreut darum herum. Manchmal treffe er auch auf Haushaltskehricht, der so illegal entsorgt werde. «Ganz mühsam ist es, wenn der Abfall in die Büsche geleert wird. Das bringen wir fast nicht mehr raus», sagt Michael. Auch verstreute Zigarettenstummel versuchen seine Kollegen und er aufzusammeln. Oft mangle es aber an Zeit. |
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| Manchmal entsorgen Leute so ihren Haushaltskehricht illegal. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Diese ist kurz bemessen. Normalerweise schafft Michael beide Tössufer vom Wehr bei der Eisenbahnbrücke Töss bis zur Brunibrugg in weit unter zwei Stunden, heute wird er jedoch von uns ausgebremst. Michael kennt jeden Winkel, jeden Badeplatz und jede versteckte Grillstelle an der Töss. Er hüpft immer wieder aus dem Auto, leert Kübel mit geübtem Griff und sammelt Kurioses auf. Heute sind es Ziegelsteine und ein kaputtes Schild des öffentlichen Verkehrs in Stockholm. Michael wundert sich über gar nichts mehr. «Ich denke, dass die Leute denkfaul sind und es nicht böswillig machen», sagt er. «Ich habe kein schlechtes Menschenbild.» Er habe schon früh gelernt, dass man den Menschen von seinem Handeln unterscheiden müsse. |
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| Michael Riesen wundert sich nicht mehr über seltsame Funde. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Während Michael dem Tössufer entlang fährt, grüsst er immer wieder: «Es sind um diese Zeit immer die gleichen Leute mit ihren Hunden unterwegs», sagt er. Auch er sei viel mit dem eigenen Hund draussen, aber dann eher «in der richtigen Natur». Das Tössufer sei für ihn keine richtige Natur. «Sonst wäre ich hier nicht am Aufräumen», gibt er zu bedenken. Michael sieht auf seiner Tour nicht nur Abfall, sondern beobachtet auch, wie sich beispielsweise die Töss verändert. «Trotz Hitzesommer hat die Töss erstaunlich wenig Algen. Erst die Kempt bringt dann sehr warmes Wasser und damit auch die Algen», stellt er fest. |
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| 90 mal pro Woche die gleiche Bewegung beim Kübelleeren, das merke man irgendwann schon in den Muskeln. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| | «Das Schönste und Schlechteste am Job ist, dass man immer draussen ist.» Michael Riesen, Vorarbeiter Revier Töss und stellvertretender Teamleiter |
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| Michael macht seinen Job sehr gerne. «Das Schönste und Schlechteste am Job ist, dass man immer draussen ist», sagt er. Gerade die Arbeit im Wald gefalle ihm, am liebsten kontrolliere er abgelegene Bachläufe auf Abfall. «Ich komme mit meinem Fahrzeug an Orte, die nur Fussgänger erreichen.» Von den Menschen, die sich draussen im Wald oder am Wasser bewegen, würde Michael sich wünschen, dass sie «ihre Natur und ihr Naherholungsgebiet mit mehr Respekt behandeln würden». Und eines möchte er zum Schluss noch sagen: «Einweg-Grills kann ich einfach nicht verstehen. Ein Feuer mit Holz ist doch so viel schöner!» |
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| | | | Baustart für «Rocket» Anfang 2027
Die Bauarbeiten für das neu höchste Gebäude Winterthurs sollen Anfang 2027, also rund ein halbes Jahr früher als ursprünglich kommuniziert, beginnen. So geht es aus einem Newsletter der Eigentümerfirma Cham Swiss Properties hervor. Den Plan, einen Holz-Hybriden zu bauen, hatte das Unternehmen vor einem Jahr verworfen. (tz) |
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| | Überbauung heisst Tössfeld, obwohl sie nicht dort steht
Gleich neben dem Bahnhof Töss macht ein Schild auf eine neue Überbauung aufmerksam: «Tössfeld: nachhaltig wohnen im Stadtkreis vier». Zwar befindet sich das Bauprojekt an der Tössfeldstrasse, deshalb auch der Name, sagt die Immobilienfirma Keller aus Wallisellen auf Anfrage. Der Name könnte jedoch bei Tössemer:innen für Verwirrung sorgen, denn das «echte» Tössfeld ist ein eigenes Quartier und gehört weder zu Töss noch zum «Stadtkreis vier». (Bild: Tizian Schöni) |
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| | Stille Stunde in luftiger Höhe: Bereits seit fünf Jahren können Interessierte jeweils am Dienstag eine stille Stunde im Turmzimmer der Stadtkirche Winterthur verbringen. Das Angebot der Reformierten Kirche erfreut sich grosser Beliebtheit: Heute werden sogar Turmhüter:innen eingesetzt, die die Gäste in den Turm begleiten und wieder abholen, da der Aufwand für die Pfarrpersonen zu gross wurde. Eine stille Stunde an einem der fünf Dienstage im September kann hier kostenlos reserviert werden. Roger Albrecht verlässt Rieter-Konzernleitung: Wie Rieter mitteilte, verlässt Roger Albrecht die Firma nach elf Jahren, um einer neuen beruflichen Herausforderung nachzugehen. Albrecht leitete bei Rieter verschiedene Divisionen und wird die Konzernleitung bis im Frühling 2027 verlassen. Die Nachfolge werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Kultur für Menschen mit Demenz: Am Montag, 31. August, zwischen 9.30 und 10.30 Uhr haben Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die Möglichkeit, eine Probe des Musikkollegiums Winterthur im Stadthaus Winterthur mitzuerleben. Das Event wird organisiert von «Alzheimer Zürich». Geprobt wird Beethovens 6. Sinfonie «Pastorale». Eine Anmeldung ist erforderlich: entweder per E-Mail (info@alz-zuerich.ch) oder per Telefon (043 499 88 63). (mm) |
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| | Winti weiss...dass wir einen eigenen Kleinplaneten haben
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…dass wir einen eigenen Kleinplaneten haben Winterthur gibt es auf unserem Planeten (fast) nur einmal. In den USA gibt es zwar einen kleinen Ort mit Namen «Winterthur», ansonsten hat sich unser Stadtname nicht weit verbreitet. Ein aufmerksamer WNTI-Leser bemerkte jedoch, dass Winterthur einen eigenen Kleinplaneten hat. Der Asteroid mit der Nummer 43669 - übrigens eine Primzahl - wurde 2002 vom langjährigen Sternwarteleiter Markus Griesser entdeckt, während er die Position eines anderen Asteroiden messen wollte. Das «Minor Planet Center» bestätigte die Erstsichtung und erlaubte die Namensgebung nach dem Geburtsort des Entdeckers. In der Erklärung zum Namen wird Winterthur als «Charming Town» beschrieben. Nach der Bestätigung überreichte die Astronomische Gesellschaft Winterthur (AGW) dem damaligen Stadtpräsidenten Ernst Wohlwend einen Nussbaum mit der Nachricht, dass sich die Gemeindefläche mehr als verdoppelt habe, da der Kleinplanet grösser sei als die namensgebende Stadt selbst. Über die Jahre entdeckte Markus Griesser noch neun andere Asteroiden und benannte diese «Helvetia», «Wiesendangen» oder «Vitudurum». Wer nun vom Entdeckungs-Fieber infiziert wurde, kann sein Glück an einem Mittwochabend in der Sternwarte Eschenberg versuchen. Die letzte Erstsichtung eines Kleinplaneten ist jedoch 17 Jahre her. (lf) |
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| Sieht klein aus, ist aber grösser als die Fläche unseres Stadtgebietes: Der Asteroid «Winterthur» (Bild: AGW/Markus Griesser) |
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| | Winti im Weltall, Tössfeld am Bahnhof Töss: Ein Wintibrief voller überraschender Orte in unserer Stadt. Wenn du so einen überraschenden Ort kennst, freuen wir uns über Hinweise! Bis bald und hebs guet, Gioia |
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