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Guten Morgen Die Geschichte von zwei sich prügelnden Fussballvereinen wäre definitiv Stoff für einen Winti-Rap ‒ wäre sie denn wahr. Trotzdem hast du dieses Wochenende die einmalige Gelegenheit, Hip-Hop von nicht weniger als acht lokalen Acts zu hören. Und schliesslich haben wir noch ein neues Feature für dich als Leser:in. Hier verrate ich aber noch nix!
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| Sie mischen am Samstag die Winti-Arena mit ihrem Hip-Hop-Open-Air auf (v.l.): Matteo Keller, Nuran Binder und Marco Wolfensberger. (Bild: Tizian Schöni) |
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«Räpzäp» bringt acht lokale Hip-Hop-Acts auf die Bühne |
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Zwischen Albanifest, Sommerhitze und WM-Public-Viewing trifft sich am Samstag die Winterthurer Hip-Hop-Szene. Drei junge Rapper mit Organisationstalent veranstalten «Vo Winti für Winti», ein Open Air mit beachtlichem Line-up. von Tizian Schöni |
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Es sind Namen, die weit über die Stadt hinaus bekannt sind. Die «Winterthurgauer» Phumaso & Smack schafften es mit ihren Alben viermal in die Charts, Franziska Schläpfer alias Big Zis ist seit 25 Jahren weit über die Szene hinaus bekannt. Und der erst 26-jährige Rapper Jamal war letztes Jahr Headliner der «Winti-Night» an den Musikfestwochen. Am Samstag kommen sie und weitere Acts in der Winti-Arena, dem WM-Public-Viewing auf dem Teuchelweiher, zusammen. «Wir haben einfach Whatsapps geschrieben», sagt Matteo Keller auf die Frage, wie sie dieses Line-up zusammengebracht hätten. Zusammen mit Marco Wolfensberger und Nuran Binder bildet der 24-Jährige «Räpzäp». Das als Verein organisierte Kollektiv tritt gemeinsam auf und organisiert immer wieder Events. Das Open Air auf dem Gelände des Public Viewing der Winti-Arena ist ihr bisher grösster Wurf. «Wir rechnen mit 300 bis 500 Besuchern, Kapazität hätten wir für bis 2000», sagt Marco. |
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| «Ich schribe Haikus / es Lache im Gsicht strahle / nur gueti Vibes us / s Läbe isch Kunst will es chunt kein drus.» Marco Wolfensberger (Wolfi) ‒ «Das Leben macht viel mehr Spass, wenn man es so betrachtet wie die Kunst ‒ nämlich mit den eigenen Augen.» |
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In Winterthur sei die Hip-Hop-Szene familiär. Das möchten die drei mit dem Open Air «Vo Winti für Winti» nach aussen tragen. «Wir wollen der Stadt zeigen: Hey, der Typ auf der Bühne ist euer Nachbar», sagt Nuran. Alle Acts sind aus der Stadt selbst oder haben einen Bezug dazu. Big Zis etwa hat über die Hausbesetzerszene zur Musik gefunden. |
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| «De Bueb im Spiegel macht so viel Fehler und ich kämpf mit ihm / doch hüt Site a Site, will mir zemme stärcher sind.» Nuran Binder (NJSM) ‒ «Das Lernen, sich selbst zu lieben, hat für mich stark über die Musik stattgefunden.» |
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«Er hat für mich gefreestylt, und ich fand das richtig geil», sagt Marco über Matteo. Die beiden lernten sich also schon über die Musik kennen. Irgendwann habe er dann die Idee gehabt, einen Online-Cypher durchzuführen. «Cypher» nennt sich ein gemeinsamer Auftritt mehrerer Künstler:innen, die nacheinander kurze Texte zeigen. Für den ersten «Webzäp» schickten rund 30 Rapper:innen kurze Videos ein ‒ einer von ihnen war Nuran. So stiess er zum Trio. |
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| «Lebenslänglich Liebi lebe, läbe lah und Liebi spreade.» Matteo Keller (Krosis) ‒ «Das ist meine Message, meine Philosophie. Die steht für sich selbst.» |
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Diesen Sommer bot sich dank Marcos Job eine einzigartige Gelegenheit. Er arbeitet für die Eventcom GmbH, die das Public Viewing am Teuchelweiher organisiert. Die Firma stellt den dreien die gesamte Anlage, inklusive 75-Quadratmeter-Bildschirm, kostenlos zur Verfügung. Dass der Event genau aufs Albanifest fällt, ist Zufall. «Wir versuchen, es als Vorteil zu sehen», sagt Matteo. Dadurch, dass viele in der Stadt sind, erhoffen sie sich ein paar Hip-Hop-Fans mehr. Rappen und rechnenWolfi, NJSM und Krosis, so die Künstlernamen der drei, reimen auch selbst. WNTI hat sie für diesen Text nach ihren liebsten Zeilen gefragt (siehe Zitatboxen). Drei Künstler, die auch Organisationstalente sind ‒ das wirkt nur auf den ersten Blick ungewöhnlich. Matteo hat das KV gemacht, Marco studiert Betriebswirtschaft im Bachelor an der Uni, und Nuran, so erzählen die beiden, habe an ihrem ersten gemeinsamen Treffen gleich Protokoll geführt. Von Chaos ist aufseiten der Organisatoren keine Spur. Trotz guter Finanzplanung ‒ ohne die Unterstützung der Winti-Arena und zusätzlicher Sponsoren wäre der Anlass nicht machbar. Bestenfalls gebe es einen Batzen für den Verein. Erfahrungsgemäss werde aber eher eine schwarze Null herausschauen, meint Matteo. «Beim letzten Event sponserte mein Bruder noch spontan 1500 Franken, damit wir rauskamen ‒ Ehrenmove.» Auch Nuran findet: «Rap, das ist eher ein Kostenpunkt.» Von der Musik leben könnten auch die ganz grossen Namen in der Schweiz nur selten. |
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Wer die lokale Hip-Hop-Szene sehen, hören und unterstützen will, schaut am Samstag zwischen 16 und 22 Uhr in der Winti-Arena vorbei. Tickets gibt es mit dem Code voWNTIfürWinti ab 32 Franken im Vorverkauf. |
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| Seit heute online: Entdecke, was wir in deiner Nachbarschaft zu berichten haben. (GIF: WNTI) |
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WNTI-Geschichten als Karte entdecken |
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In eigener Sache: Ab heute sind unsere ortsbezogenen Texte über eine Karte auffindbar. von Tizian Schöni |
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«Ich bin im Oktober nach Winterthur gezogen und lerne die Stadt jetzt, je näher der Sommer kommt, immer mehr kennen.» Diese Zeilen schrieb uns Vera, eine Leserin, vor ziemlich genau einem Jahr. Durch den Wintibrief fühle sie sich nach einem Monat Lektüre schon viel mehr verwurzelt hier. «Und mein Blick schärft sich für die Details der Stadt.» Diese Rückmeldung hat uns besonders gefreut. Denn wir sind überzeugt, dass ein regionales Informationsangebot zur politischen Teilhabe, zur Vernetzung und zur Verwurzelung unserer Lesenden in der Stadt beiträgt. Dafür tun wir nun einen nächsten Schritt. Ab sofort findest du in unserem Archiv oder auf der Startseite eine interaktive Karte, in der wir alle Geschichten mit einem besonderen Bezug zu einem Ort verlinken. Zum Beispiel die grosse Reportage zum Coop am Bahnhof, die Biber-Sichtung in der Eulach oder die Leerkündigung im Endliker-Quartier. Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens kannst du ab sofort exklusiv Geschichten entdecken, die zum Beispiel in deinem Quartier oder der direkten Nachbarschaft entstanden sind. Zudem sind vergangene Texte für unsere Leser:innen zugänglicher. |
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| Nacht der Technik: Einen Blick in die Zukunft werfen An der Nacht der Technik am 3. Juli öffnet die ZHAW School of Engineering ihre Türen für Besuchende. Unter dem Motto «Create Future» präsentiert die interaktive Ausstellung verschiedene Roboter, ein selbstfahrendes Auto, innovative Ansätze für ein nachhaltiges Leben und vieles Weitere. Spannende Vorträge, Laborführungen, Experimente für Gross und Klein sowie ein unterhaltsames Rahmenprogramm runden den Abend ab. Die Nacht der Technik startet um 16.00 Uhr mit dem Frackumzug durch die Altstadt. |
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| | Schlägerei nach Match? Wohl nur für die Medien
Normalerweise ist ein Aufstieg in die 2. Liga für Medien kein Grund zur Berichterstattung. Anders beim FC Oberwinterthur, der sich am Sonntag auswärts gegen Diessenhofen durchsetzte. Die sportliche Leistung stand allerdings nicht im Vordergrund. Denn ein Video zeigt, wie Spieler und Fans beider Mannschaften nach dem Spielende auf den Platz rennen. Von einem Polizeieinsatz, «Massenkeilerei» und einem «blutüberströmten Spieler» schrieben darauf die «Schaffhauser Nachrichten», später der «Blick». Aufgrund der reisserischen Texte sahen sich sowohl der FC Oberi als auch Diessenhofen zu einer Stellungnahme gezwungen. Beim Beschrieb der Ereignisse sind sich beide einig: Es habe zu keiner Zeit einen blutüberströmten oder schwerer verletzten Spieler gegeben. Und als die Polizei auf Platz gekommen sei, sei die Situation längst entschärft gewesen. Die Schuld für das unsportliche Gerangel nach dem Match weisen sich hingegen beide FC gegenseitig zu. Der Regionalverband wird die Sache nun anhand des Videos aufarbeiten. (Bild: Screenshot) |
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| | Weitere Kurz-NewsSo viele Touris wie noch nie: Rund 379’000 Logiernächte zählte das House of Winterthur 2025 ‒ das gab der Standortförderer im Rahmen seiner Mitteilung zur Generalversammlung bekannt. Vor einem Jahr waren es noch 372’000 gewesen. Als positiv streicht der Verein zudem ein Plus in der Rechnung und die Sicherung der finanziellen Unterstützung durch die Stadt heraus. Bibliothek Töss sucht Lesementor:innen: Du hast 45 Minuten pro Woche Zeit und liest gerne? Dann melde dich bei der Bibliothek Töss ‒ denn dort sind Erwachsene gesucht, die gemeinsam mit einem Schulkind ein Lesetandem bilden. Zuvor gibt es eine eintägige Ausbildung. 36 Grad und…: Winterthur werde von einer intensiven Hitzewelle «heimgesucht», hiess es gestern in einer Medienmitteilung der Stadt. Das Departement Sicherheit und Umwelt, aber auch jede:r bei klarem Verstand empfiehlt: Viel trinken, nichts Lebendes im Auto lassen und immer schön eincremen. Laut Meteo Schweiz bleiben die Temperaturen noch mindestens bis zum Sonntag bei über 35 Grad. |
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Fotojournalismus mit Augenzwinkern
 | Fotojournalismus mit einem Augenzwinkern Den Namen Andri Pol hast du vermutlich noch nie gehört und auch nur mit viel Glück einmal gelesen. Denn sein Name steht meist klein gedruckt am Rande eines Bildes. Wer jedoch schon einmal eine seiner Fotografien gesehen hat, erinnert sich besser an sie als an die Reportage, die sie bebildert. Pol fotografierte für das «Geo», für das Tagi-Magi, das «Zeit-Magazin» oder «National Geographic». Dieses Jahr wird er 65, weshalb ihm die Fotostiftung eine Ausstellung widmet. Vernissage ist am Freitag ab 18 Uhr, die Bilder sind bis Mitte Dezember zu sehen. |
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| Wenn die Kaffeemaschine streikt: Richard Kellogg, Senior Research Physicist am CMS-Experiment (Teilchendetektor), CERN. (Bild: Andri Pol / Fotostiftung Schweiz) |
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Wenn du noch mehr über «Räpzäp» wissen willst: Radio Stadtfilter hat elf Minuten mit Marco aus dem Trio aufgezeichnet. Oder noch besser: Du holst dir am Albanifest Zuckerwatte und schaust dann auf dem Teuchelweiher vorbei. Wir lesen uns! Tizian |
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