Vier Fahrer, ein Lauf, keine zweite Chance. «Es braucht den perfekten Lauf – und das mehrmals hintereinander. Ein kleiner Fehler, und es ist vorbei.» Für die Olympischen Winterspiele hat er viele Trainingslager absolviert, diverse Stunden im Gym verbracht und sich mental darauf vorbereitet. Doch an diesem wolkigen Wintertag kommt es anders.
«Ich bin nicht der Beste am Start, also musste ich gut wegkommen und dranbleiben», sagt er. Zwar erwischte er den Start ordentlich, doch danach verpasste er entscheidende Elemente auf der Strecke. «Ich musste ins Risiko gehen, um überhaupt eine Chance zu haben», erklärt er. Vorne jedoch bedrängten sich die Fahrer kaum, niemand verlor entscheidend Tempo. «Ich war in Schlagdistanz und habe alles versucht – aber es ist einfach nicht aufgegangen.» Der Winterthurer scheitert im Viertelfinale und belegt Rang 15.
Koblet nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er auf sein Rennen zurückblickt. Die Enttäuschung ist spürbar. «Mit dem Einzelergebnis bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich habe gewusst, dass ich etwas riskieren muss, um überhaupt eine Chance zu haben, aber es ist einfach nicht aufgegangen.» Dabei war er mit einem klaren inneren Plan angetreten. Statt sich auf eine bestimmte Platzierung zu versteifen, wollte er seinen eigenen Weg umsetzen. «Der Plan ist, Olympia zu geniessen, alles aufzusaugen und, sobald der Wettkampf beginnt, wieder alles wie bei einem normalen Weltcup zu machen.»