| | Guten Morgen 15’000 Franken sind gesammelt ‒ wir haben es fast geschafft! Damit wir einen genauen Blick ins Winterthurer Grundbuch werfen können, fehlen noch 5000. Willst du auch wissen, wem deine Stadt gehört? |
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| | Um Geld geht es auch heute. Jennifer Obi macht Finanzberatung. Und empfiehlt Transparenz. Das gefällt mir!
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| Seit über fünf Jahren arbeitet Jennifer Obi als diplomierte Finanzberaterin in Winterthur. Die 37-Jährige wohnt in Seen und fährt zu ihren Terminen mit dem Velo. (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| «Alles, was tabuisiert wird, ist nicht gut» – Jennifer Obi setzt auf Finanzbildung |
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| Als Finanzberaterin gibt Jennifer Obi täglich Tipps rund ums Geld. Mit «Money Monday» teilt sie ihr Wissen auch online. Im Gespräch erklärt sie, worauf es beim Sparen und Investieren ankommt. von Yvonne Samsarova |
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| «Wenn die Leute an einen Finanzberater denken, dann stellen sie sich einen Herren mit Krawatte vor und das bin ich offensichtlich nicht», sagt Jennifer Obi und lacht. Die Finanzbranche werde nach wie vor von Männern dominiert. Die 37-Jährige arbeitet seit fünf Jahren in einem Versicherungskonzern in Winterthur. «Beratung hat viel mit Vertrauen zu tun. Und Vertrauen ist geschlechtsneutral», so Jennifer Obi. Ein Thema liege Jennifer Obi besonders am Herzen: die finanzielle Vorsorge von Frauen. Deshalb hat sie den Event «Frauen sorgen vor» ins Leben gerufen, der einmal jährlich in Winterthur stattfindet. Am 1. Oktober wird er zum fünften Mal durchgeführt. Dort erklärt sie praxisnah Begriffe wie IK-Auszug, Koordinationsabzug, Überobligatorium oder BVG-Umwandlungssatz. Frühzeitig finanzielle Ziele setzenSeit zwölf Jahren beschäftigt sich Jennifer Obi beruflich mit Finanzen. Sie war bei verschiedenen Versicherungsanstalten und einer Bank tätig. Auch beim Kanton arbeitete sie, wo sie in der Arbeitslosenversicherung tätig war. Studiert hat sie Wirtschaftsrecht. Das Interesse an finanziellen Themen begleitet sie allerdings schon seit ihrer Kindheit. Vermutlich hätten ihre Eltern dazu beigetragen. «Zuhause wurde immer offen über Geld gesprochen. Ich wusste über das Einkommen meiner Eltern Bescheid», erzählt sie. Was sie allerdings erst später lernte, war, selbst Geld zur Seite zu legen. Das erste Mal bewusst sparte Jennifer Obi Anfang 20. Damals wohnte sie in einer Studentenwohnung und wollte ausziehen. Für eine grössere Wohnung brauchte sie erstmals eine Kaution. «Ich wollte mir das Geld für die Kaution zusammensparen», erzählt sie. Diese Erfahrung habe ihr gezeigt, wie wichtig es sei, sich frühzeitig finanzielle Ziele zu setzen. |
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| Jennifer Obi engagiert sich, um mehr Menschen für Finanzthemen zu sensibilisieren. Regelmässig bietet sie Kurse dazu an. (Bild: zvg) |
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| Teilzeitarbeit und berufliche Auszeiten«Es ist nach wie vor so, dass Männer mehr vorsorgen als Frauen», so Jennifer Obi. Sie kenne die Stolpersteine und wisse, wo Handlungsbedarf bestehe. Teilzeitarbeit oder berufliche Auszeiten hätten finanzielle Folgen, insbesondere für die Altersvorsorge. Dabei könnten Frauen auch in diesen Phasen vorsorgen. Bei längerer Aufgabe der Arbeitstätigkeit gehöre beispielsweise angespartes Altersguthaben angelegt. Dann gibt es auch die Säule 3b, die jede:r führen kann, da sie nicht an eine Erwerbstätigkeit geknüpft sei. Immer wieder höre Jennifer Obi Sätze wie: «Mein Mann arbeitet 100 Prozent, er kümmert sich.» Darauf würde sie sich nicht verlassen. Sie rät, das Thema Finanzen mit dem Partner offen anzusprechen. «Wenn eine Frau weniger oder gar nicht arbeitet, kann man vereinbaren, dass der Partner regelmässig Geld für ihre Vorsorge zur Seite legt», sagt Jennifer. Schliesslich könne sich eine Lebenssituation verändern. Umso wichtiger sei es, sich zu informieren und die eigene finanzielle Unabhängigkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Und wenn der Mann nicht bereit sei, die finanzielle Vorsorge der Familie gemeinsam zu planen, «dann ist er kein guter Partner», findet Jennifer Obi. |
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| | «Leg lieber wenig zur Seite, als gar nichts.» Jennifer Obi, Finanzberaterin |
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| Einen Rat gibt Jennifer Obi immer wieder: «Leg lieber wenig zur Seite, als gar nichts.» Eine verbreitete Vorstellung sei, dass man viel verdienen müsse, um Geld sparen zu können. Das stimme jedoch nicht. «Dein grösster Feind ist die Zeit: Sorge lieber heute vor, als morgen, denn es gibt ein Zu-spät», sagt Jennifer. 100 Franken hätten in fünf Jahren aufgrund der Inflation eine geringere Kaufkraft als heute, erklärt Jennifer Obi. Auf dem Konto sehe man zwar weiterhin dieselbe Summe, tatsächlich verliere das Geld aber an Wert. Für den Vermögensaufbau investiert Jennifer monatlich 200 Franken in Fonds, hält eine Namensaktie und zahlt jährlich in ihre Säule 3a ein. Finanzbildung auf Social Media Die Finanzberaterin ist sich sicher: «Alles, was tabuisiert wird, ist nicht gut.» Deshalb hat sie im vergangenen Jahr auch eine eigene Rubrik auf ihrem LinkedIn-Profil gestartet: «Money Monday». Darin veröffentlicht sie jeden Montag Finanztipps und lockert das Thema Geld und Vorsorge auf, indem sie Textbeiträge, Videos und Interviews einsetzt und ihre Community direkt anspricht. Zu ihren Interviewgästen gehörte auch der Stadtrat und Vorsteher des Departements Finanzen, Kaspar Bopp. In dem Interview erzählte er ihr beispielsweise, dass er regelmässig mit seinen drei Kindern über Geld spreche. Auch er findet: Finanzbildung sollte früh beginnen und ein selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts sein. Am Ende gehe es Jennifer vor allem darum, andere Menschen zu inspirieren und Frauen dazu zu bewegen, mehr in ihre finanzielle Vorsorge zu investieren. |
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| | Interessierte können sich bis zum 27.09.2026 unter ga.winterthur@swisslife.ch für den Event «Frauen sorgen vor» am 1. Oktober anmelden. |
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| | | | Saisoneröffnung im Theater Winterthur: Franz Kafkas «Die Verwandlung» kommt als neue Oper auf unsere Bühne! Erlebe ein ganz besonderes Zusammenspiel von Literatur, Musik und einer eindringlichen szenischen Welt. |
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| | | | Fritschi, der Retter?«Er kämpft wie ein Löwe», sagte der «TeleZüri»-Sprecher, als er Stefan Fritschi (FDP) in seinem Beitrag einführte. Der Stadtpräsident traf sich am Freitagmorgen mit einem Geschäftsleitungsmitglied von Zimmer Biomet, um ihm wegen des potenziellen Abbaus von knapp 600 Stellen am Standort Winterthur ins Gewissen zu reden. Geholfen hat es offenbar nur bedingt. Die Produktionskosten seien für den Weltkonzern in der Schweiz schlicht zu hoch. Fritschi will heute Abend im Parlament informieren, WNTI berichtet weiter im Parlamentsbrief. Tipp: Wenn du den Stadtpräsidenten heute selbst hören möchtest, komm um 16.15 Uhr zur öffentlichen Sitzung im Rathaus. |
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| | Weitere Kurz-NewsBrand in Mehrfamilienhaus: Am Sonntagmittag brannte in Seen der Keller eines Mehrfamilienhauses aus. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Obwohl die Feuerwehr das Feuer schnell unter Kontrolle habe bringen können, ist das Haus bis auf Weiteres unbewohnbar, wie es in einer Mitteilung der Stadtpolizei heisst. Klimatag mit 7000 Besuchenden: «Es gäbe bessere Massnahmen, um CO₂ zu sparen, als diese vier Klimatage», sagte Andreas Geering (Mitte) einmal im Parlament. Gestern durfte er den Anlass selbst eröffnen. «Klimaschutz ist auch Menschenschutz», sagte der Vorsteher des Departements Sicherheit und Umwelt laut Mitteilung der Stadt. Dass dafür die Technikumstrasse gesperrt wurde, kann ihm nicht geschmeckt haben. Vielleicht aber die Leckereien am Buffet geretteter Lebensmittel. Rychenberg wird für 87 Millionen modernisiert: Das Gymi Rychenberg soll ab Sommer 2027 umfassend saniert werden. Die denkmalgeschützten Gebäude aus den 60er-Jahren sollen Verbesserungen in den Bereichen Erdbebensicherheit, Brandschutz, Wärmedämmung und die Gebäudetechnik erhalten. Das teilte der Kanton am Freitag mit. Dank einer gestaffelten Sanierung können die rund 1300 Schüler:innen teilweise in den Räumen weiter unterrichtet werden, ausserdem soll es ein Provisorium geben. 2032 soll der Umbau abgeschlossen sein. Verantwortlich ist das Winterthurer Büro BDE Architekten. Schwiegertochter erwischt Telefonbetrüger: Am Donnerstag konnte die Kantonspolizei zwei Männer verhaften, die sich als Bankangestellte ausgegeben hatten. Sie hatten zuvor deren 85-jährige Schwiegermutter überredet, ihnen 80’000 Franken auszuhändigen. |
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| | 10 Jahre Kulturnacht
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| «Coucou liest Film» an der Kulturnacht 2025. (Bild: Sam Aebi/kurzfilmtagewin) |
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| 10-Jahr-Jubiläum der Kulturnacht
Am Freitag, dem 18. September, und am Samstag, dem 19. September, kommt es einmal mehr zum grossen Remixing! Zum zehnten Mal laden sich verschiedene Kulturaktant:innen gegenseitig ein und mischen Veranstaltungsformate und Locations auf eine funky Art und Weise. Beispiele gefällig? Das Amt für Kultur präsentiert im Kino Cameo Filme, in der Villa Sträuli sorgt das Casino Theater mit einem Poetry-Slam für Unterhaltung, im Kulturspeicher lanciert die Sammlung Winterthur eine Druckwerkstatt, die Kurzfilmtage organisieren gemeinsam mit dem Coucou eine Drehbuchlesung im Kunst Museum Winterthur. Dank diesem Remixing der Orte, Institutionen und Künstler:innen können die Besuchenden an bekannten Orten Ungewohntes und an unbekannten Orten Gewohntes entdecken. Die Kulturnacht kündigt den Winterthurer Kulturherbst an – gefolgt von der Jungkunst im Oktober und den Kurzfilmtagen im November. Am Anfang der dunkleren Jahreszeit erinnert sie uns daran, wie schön es ist, zusammenzukommen. |
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| | Mehr zur Kulturnacht liest du im aktuellen Coucou Kulturmagazin. Diese Rubrik wird durch das Kulturmarketing der Stadt Winterthur unterstützt. |
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| | Nach diesem Sommer kommt mir das graue Nass heute gerade recht. Endlich eine gute Gelegenheit für Kürbissuppe! Eine herbstliche Woche wünscht, Tizian |
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