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| | Salü Winti!
Am Donnerstagmittag sorgte ein Brand in der Tiefgarage des Manor für Aufregung: Das Gebäude wurde evakuiert, Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Grossaufgebot aus. Ausserdem versuchte ich mein Glück bei einer anderen Art von Funkenflug; dem «zufälligen Dating» im Museum. |
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| Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich grossflächig ab. (Bild: Nick Eichmann) |
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| Gesamtes Manor-Gebäude wegen Brand in Tiefgarage evakuiert |
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| Ein Brand in der Tiefgarage des Manor in Winterthur hat einen Grosseinsatz ausgelöst. Sowohl das Einkaufszentrum als auch die Garage waren während mehrerer Stunden nicht zugänglich. |
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| Am Donnerstagvormittag führte ein Brand in der Tiefgarage des Manor in Winterthur zur Evakuierung des gesamten Gebäudes. Nachdem ein Auto mit Verbrennungsmotor in Brand geraten war, wurden die Tiefgarage und das Einkaufszentrum vorsorglich evakuiert, um gesundheitliche Risiken durch Rauchentwicklung zu vermeiden. Das Feuer konnte kurz vor Mittag gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Wegen des Einsatzes wurde die Bankstrasse vorübergehend gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung führte. Im Verlauf des Nachmittags konnten Einkaufszentrum, Bankstrasse und Tiefgarage wieder geöffnet werden. Die Stadtpolizei erhielt die Meldung um 10.35 Uhr, wie Polizeisprecher Michael Wirz auf Anfrage bestätigt. Einsatzkräfte rückten mit einem Grossaufgebot aus und begannen mit den Löscharbeiten. |
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| Entlüftungsfahrzeuge müssen den verrauchten Bereich entlüften, damit das Auto geborgen werden kann. (Bild: Nick Eichmann) |
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Wie die Polizei mitteilt, könnten Fahrzeuge durch den Brand beschädigt worden sein. Wer Schäden am eigenen Auto feststellt, soll vor der Weiterfahrt Kontakt mit der Versicherung aufnehmen. Zudem empfiehlt die Polizei, die Lüftung oder Klimaanlage im Fahrzeug vorerst nicht zu benutzen, da sich Russpartikel im Innenraum befinden könnten. Weitere Informationen zum Vorgehen finden Fahrzeughalterinnen und -halter in einem Schreiben, das bei den betroffenen Autos unter dem Scheibenwischer angebracht wurde. Die Höhe des Sachschadens sowie die genaue Brandursache werden derzeit untersucht. Die Ermittlungen führt der Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich. |
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| Über die Kunst, sich zu verlieben |
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| Keine App, kein Speed. Stattdessen ein Museumsbesuch mit Hoffnung auf eine zufällige Begegnung. Ein Start-up organisiert Treffpunkte für Singles bei kulturellen Veranstaltungen. Doch funktioniert Dating auf diese Weise wirklich? |
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| Am Mittwochabend heisst es im Fotomuseum: Warten, Augen offen halten und die Zeitschrift gut sichtbar platzieren. (Bild: Marit Langschwager) |
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| Die schwere Glastür fällt mit einem lauten Knall ins Schloss. Mein Blick wandert sofort zum Eingang. Ein Mann betritt den hallenden Raum des Fotomuseums. Ich mustere ihn von Kopf bis Fuss. Hat er eine Zeitschrift unter dem Arm – das vereinbarte Erkennungszeichen? Fehlanzeige. Enttäuscht wende ich mich wieder den Ausstellungsstücken zu. Doch eigentlich bin ich gar nicht wegen der Kunst hier. Ich bin hier, um jemanden kennenzulernen und zwar möglichst zufällig. Nicht ich habe dieses Museum als Treffpunkt gewählt, sondern das Start-up «MeetByChance».
Seit eineinhalb Jahren versucht das Projekt, spontanen Begegnungen etwas nachzuhelfen und Singles zusammenzubringen. Für fünf Franken kann man eine Wochenübersicht kaufen und erfährt so, wo sich wann besonders viele Singles aufhalten könnten. Mittlerweile ist das Angebot in sieben Schweizer Städten verfügbar. In Winterthur gehören verschiedene Museen, aber auch Parks dazu. Initiator Urs Christen setzt bewusst auf solche Orte: «Optimal sind Veranstaltungsorte, an denen man sich frei bewegen kann», sagt er. Besonders geeignet seien Vernissagen, Museumsführungen oder Ausstellungen. Kooperationen mit Veranstalter:innen gibt es bewusst nicht: «Wir möchten frei sein, die Orte auszuwählen, die am besten passen.» |
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| | «Es ist kein klassisches Date. Oft braucht es mehrere Anläufe» Urs Christen, Gründer von «MeetByChance» |
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| | Hinter dem Start-up steht Urs Christen, der eigentlich als selbstständiger Unternehmer tätig ist. «MeetByChance» sei sein Herzensprojekt, sagt der 56-Jährige. Die Idee sei aus Gesprächen mit Freundinnen entstanden. «Viele Frauen haben mir gesagt: Eigentlich ist es viel romantischer, jemanden zufällig kennenzulernen – im Museum oder beim Einkaufen – statt über eine Dating-App.» Statt organisierter Treffen listet die Plattform kulturelle Veranstaltungen auf, die Singles besuchen können. Das Konzept richtet sich vor allem an Menschen, die Datingplattformen oder klassische Datingevents meiden. Viele hätten negative Erfahrungen mit Apps gemacht oder empfänden Speed-Dating als zu stressig. Der Unterschied zu klassischen Datingformaten sei bewusst: «Man geht einfach an eine Veranstaltung und schaut, ob man interessante Menschen trifft.» Dabei könne es durchaus sein, dass gar keine anderen Singles vor Ort seien. «Es geht darum, das zu tun, was man ohnehin gerne macht.» Jede und jeder soll selbst entscheiden können, ob und wie er eine Person anspricht. Ein Erkennungszeichen, etwa eine Zeitschrift, kann dabei helfen. Zusätzlich gibt es ein wöchentliches Codewort. Diese Woche lautet es: «Schon speziell, dass …». Wer über die Plattform möglichst schnell die grosse Liebe finden wolle, sei hier fehl am Platz, sagt Christen. «Es besteht immer das Risiko, dass man niemanden trifft.» Entscheidend sei Geduld: «Es ist kein klassisches Date. Oft braucht es mehrere Anläufe.» |
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| Urs Christen lebt in Zug und will Menschen im realen Leben miteinander verbinden. (Bild: zVg) |
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| Dass viele Menschen nach neuen Wegen suchen, jemanden kennenzulernen, überrascht kaum. Eine Studie der Universität Zürich zeigt: Wer als junger Mensch lange Single bleibt, fühlt sich mit der Zeit häufiger einsam und weniger zufrieden – besonders ausgeprägt in den späten Zwanzigern. Für die Untersuchung analysierten Forschende Daten von mehr als 17’000 jungen Erwachsenen. Besonders gut komme das Angebot bei Frauen an, sagt Christen. Rund 60 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer seien weiblich. Grundsätzlich richte sich das Konzept zwar an alle Altersgruppen, spreche aber vor allem Menschen ab etwa 40 Jahren an. Laut Christen haben sich inzwischen über 10’000 Personen auf der Plattform registriert. Diese Zahl sage jedoch wenig über die tatsächliche Nutzung aus: Manche bestellen nur einmal einen Wochenplan, andere nehmen regelmässig teil. Konkrete Verkaufszahlen nennt er nicht. Christen sagt lediglich, dass pro Woche mehrere hundert Wochenübersichten verkauft werden – verteilt auf derzeit sieben Städte. Finanziell steht das Projekt noch am Anfang. Die Einnahmen aus den Wochenplänen fliessen vor allem in Marketing, Website und Betrieb. |
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| Das Konzept richtet sich besonders an Menschen, die Datingplattformen oder klassische Events meiden. (Bild: Marit Langschwager) |
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| Ich wechsle in den nächsten Ausstellungsraum und hoffe weiterhin, jemanden kennenzulernen. Dann entdecke ich einen jungen Mann, der vor einer Fotografie stehen bleibt und sie aufmerksam betrachtet. In seiner Hand eine Zeitschrift. Mein Herz schlägt schneller – ist das mein Zeichen? Vorsichtig gehe ich ein paar Schritte näher. Etwas unbeholfen stelle ich mich neben ihn und tue so, als würde ich ebenfalls das Bild studieren. Ich zögere kurz, dann rutscht mir ein Satz heraus: «Schon speziell, dass man bei solchen Bildern oft gar nicht erkennt, wo der Fotograf gestanden hat.» Der Mann dreht sich zu mir. Sein Blick wirkt leicht irritiert. «Ja, stimmt», sagt er knapp und wendet sich wieder dem Bild zu. Die Konversation droht zu versanden. Also frage ich nach, ob er auch wegen «MeetByChance» hier sei. Er schaut mich fragend an. Davon habe er noch nie gehört. Damit ist klar: Dieser Versuch war wohl nichts. |
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| | | | Die perfekte App, um einfach zu reisen. Löse Tickets für unterwegs in der Stadt schnell und einfach ohne Fahrplan-Suche in der ZVV-App. Mit Echtzeit-Infos und Chat-Support bist du gut unterwegs. |
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| | | Stadt will weiter verhandelnEs tönt nicht, als hätten sich die Gewerkschaft des Personals der öffentlichen Dienste (VPOD) und Stadtbus gefunden. Am Dienstag vor einer Woche waren die Chauffeur:innen für einige Stunden in einen Warnstreik getreten, sie forderten eine Ausweitung der Nachtzuschläge und eine bessere Regelung der Ersatzdienste. Nach zwei Gesprächen schreibt die Stadt aber nicht von einer Einigung, sondern von einem weiteren Verhandlungstermin, der vorgeschlagen sei. Das genaue Datum nennt sie nicht. Seitens Stadt verhandelten der Vorsteher der technischen Betriebe, Stefan Fritschi (FDP), Stadtpräsident Michael Künzle (Mitte) und Finanzvorsteher Kaspar Bopp (SP), ausserdem eine Delegation von Stadtbus und Leiterin des Personalamts Caroline Gürber. (tz) |
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| | Intranet der Stadt 20 Prozent teurer als geplant528’000 Franken musste der Stadtrat an seiner letzten Sitzung zusätzlich bewilligen. Um so viel wurden die ursprünglich als gebunden erklärten 2,7 Millionen Franken für das neue Intranet der Stadt überschritten. Mehrkosten von 2350’000 Franken entstanden schon bei der Vergabe des Auftrags aufgrund einer höheren Kostenschätzung. 111’000 Franken ‒ der Jahreslohn einer Entwickler:in ‒ seien aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, der Einbindung der stadteigenen App oder der zusätzlichen internen Übernahme von Aufgaben entstanden. Weitere 174’000 Franken benötigten Anpassungen bei den Funktionalitäten des Telefonbuchs und den Arbeitsräumen, die ans Datenverwaltungssystem angeschlossen wurden. (tz) |
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| | «Wintiblog»-Betreiber wurde erneut straffällig: Weil er einen Basler als pädophil bezeichnet hat, verurteilte die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland Adrian W. per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 7200 Franken. Dies berichtete der «Landbote» gestern. Der bereits mehrmals verurteilte Betreiber des Instagram-Kanals «Szene ish Winti» habe zudem seinen Betreibungsregisterauszug gefälscht. (tz) Pfadi-Spieler wagt Schritt in deutsche Bundesliga: Der Handballspieler Niclas Mierzwa wird Pfadi Winterthur im Sommer 2026 verlassen und zum deutschen Spitzenklub Rhein-Neckar Löwen wechseln. Wie der Verein mitteilt, spielt Niclas Mierzwa seit der U13 im Jahr 2018 für Pfadi Winterthur, gewann mehrere Schweizer-Meister-Titel und Cup-Siege und vertrat Pfadi Winterthur in den U-Nationalteams. Neuer Jugendtreff für Dättnau? Die isolierte Siedlung Steig soll mit dem Dättnau über einen Weg und verschiedene öffentliche Nutzungen auf einer «Freizeitallmend» verbunden werden, im September 2025 legte die Stadt ihre Pläne auf. Im Zuge dessen habe sich der Quartierverein auch für die Schaffung eines Jugendtreffs auf der Freizeitallmend Lüchental ausgesprochen, wie «Euses Blättli» berichtet. (tz)
Popcorn-Stand in der Altstadt: Ab Samstag gibts den Kino-Snack auch auf offener Strasse zu kaufen. Wie die «Winterthurer Zeitung» berichtet, eröffnet der Winterthurer Oliver Stansa einen Popcornstand. «Olis finest Popcorn» wird ziemlich sicher einen Spagat schlagen müssen: Wie locke ich Kinder an, halte aber Tauben fern? (tz) |
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| Gemeinsam statt einsam
 | Gemeinsam statt einsam Wer neue Menschen kennenlernen möchte, muss nicht zwingend auf Dating-Apps setzen. Die Plattform «Gemeinsam-wo» sammelt Treffpunkte und Aktivitäten in Winterthur, bei denen Begegnungen im Mittelpunkt stehen – von gemeinschaftlichem Gärtnern über Sprach- und Spieltreffen bis zu offenen Quartierveranstaltungen. Ziel ist es, Menschen unkompliziert zusammenzubringen und neue Kontakte entstehen zu lassen. Die Plattform stellt verschiedene Angebote zusammen, die du je nach Interesse besuchen kannst. Die Nutzung ist kostenlos. |
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| | Egal, ob du nun die grosse Liebe findest oder einfach einen interessanten Menschen triffst: Manchmal beginnt eine Geschichte eben mit einem kurzen Blick und einem etwas unbeholfenen Gespräch vor einem Kunstwerk. Geniess das Wochenende und halte die Augen offen! Herzlichst Marit |
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