|
|
Hallo Velo Heute geht es wieder einmal um den Drahtesel. Das Thema ist alt, aber die Geschichte neu. Versprochen!
|
|
|
|
|
| Die Strecke wurde bereits getestet und für gut befunden. Die Zielgerade führt über die Feldstrasse. (Bild: Christian Egelmair) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Um diese enge Kurve musst du gehn |
|
|
Nervenkitzel, Tempo und Kurventechnik: Am 4. Juli findet mit dem Winticrit seit langem wieder ein sogenanntes Radkriterium in Winterthur statt – ein Velorennen der besonderen Art. Mitten in Veltheim. |
|
|
Zu den typischen Crit-Merkmalen gehören eine kurze Rundstrecke, eine festgelegte Zahl von Runden, enge Kurven und viel Nervenkitzel. Am Winticrit können Frauen und Männer in den jeweils eigenen Kategorien «Fixed Gear» oder «Road» antreten, als Profi oder Hobbyfahrer:in. «Roadies» fahren mit Rennrad, Fixies sind Bahnräder mit einem starren Gang und ohne Bremsen. Kinder fahren kostenlos und in zwei Kategorien – ohne Leistungsdruck und mit Medaillen für alle. Bei allen Kategorien gilt: Die erste Person, welche die Ziellinie überquert, ohne überrundet worden zu sein, gewinnt. Die Strecke von 850 Metern führt mitten durch Veltheim. |
|
|
|
Sandra Schmid auf ihrem Balkon in Veltheim. Sie selbst ist lieber ohne Wettkampf-Druck mit dem Gravel-Bike auf den Strassen unterwegs. (Bild: Maria Wyler) |
|
|
«Crits sind immer spannungsgeladen und actionreich, was sie besonders toll für Zuschauende macht», so Sandra Schmid. Sie ist Teil des vierköpfigen Winticrit-Teams. Ihre Kollegen Matthias Studer, Luca Formoso und Fabian Obrist sind wie Schmid begeisterte Velofahrer und waren mehrmals beim «Zuricrit» in der Limmatstadt dabei. «In der Veloszene sind die Wettkämpfe bekannt und beliebt. Es sind einfach auch immer coole Events», erzählt Schmid. Fabian habe die Idee gehabt, das Rennen nach Winti zu bringen, um den Radsport hier am Leben zu halten. Sie hätten verschiedene Strecken in Augenschein genommen und Veltheim sei schnell zum Favoriten geworden, weil der Stadtteil alle wichtigen Kriterien erfüllte: «Die Feldstrasse ist die perfekte Zielgerade und das Quartier hat viele spannende Kurven. Zudem mussten genügend Ersatz-Parkplätze organisierbar sein, der Verkehr muss problemlos umgeleitet werden können und die Ambulanz direkten Zugang haben.» Dass drei vom OK selbst in Veltheim wohnen, war ein schöner Zusatzpunkt. |
|
|
|
So schnell wie am Winticrit wird im Quartier eher selten um die Kurven gefahren. (Grafik Strecke: WNTI) |
|
|
Zur Organisation gehört auch das Gespräch mit den Anwohnenden. Im April veranstalteten die Vier ein Meet and Greet, um sich deren Fragen und Bedenken zu stellen. Schmid erzählt: «Ein kleiner Teil fand, dass Veltheim das eigentlich nicht unbedingt brauche. Wir hätten ja schon die Dorfete. Aber die Mehrheit findet es cool, vor allem auch für die Kinder.» |
|
|
|
|
|
Sind bereits angefixte Crit-Fans: Luca Formoso, Matthias Studer, Sandra Schmid und Fabian Obrist. (Bild: Christian Egelmair) |
|
|
Auf dem Ruhtalplatz neben der Zielgeraden wird es eine Festwirtschaft geben, unter anderem mit lokalen Caterings. Zwischen den Rennen sorgen sogenannte «Money Laps» für zusätzlich Spannung. Das sind Zwischensprints, bei denen Geldprämien zu holen sind. Auch ein Sanitäts-Zelt, Ärzt:innen und Sanitäter:innen sind organisiert, zudem drei Töfffahrer, die das Rennen begleiten. Als Speaker konnten die Organisator:innen den Blue Sport-Moderator Manuel Rothmund gewinnen. «Den grössten Teil der Helfer:innen vor Ort machen Vereine aus Winterthur und der Umgebung aus – offiziell ist es ein Event des RV Winterthur», so Schmid. |
|
|
|
Die Abbiegung von der Schützenstrasse auf die Neugutstrasse dürfte für Gänsehautmomente sorgen. (Bild: Maria Wyler) |
|
|
Derzeit hofft das OK noch auf mehr Anmeldungen von bekannten Profis. Diese hätten oft einen straffen Rennkalender und würden sich eher kurzfristig anmelden, so Schmid. Ein paar internationale Fahrer, etwa aus Italien, hätten sie schon auf der Liste. Matthias Studer, der früher selbst Elite-Rennen fuhr, kennt viele Profis und hat den einen oder die andere persönlich angefragt. Schmid weiss bereits, dass in der Road Open-Kategorie der Männer um die 60 Nasen miteinander starten werden. Auf die Frage, ob das denn nicht saugefährlich sei, sagt sie lachend: «Kommt halt darauf an, wie man fährt und auf eine gute Kurventechnik. Das macht es eben auch so actionreich für die Zuschauenden.» Für den Notfall seien die Kurven mit Matten «gepolstert», beruhigt sie. |
|
|
|
|
| Miteinander am Flüchtlingstag am 20. Juni auf dem Kirchplatz in Winterthur Am 20. Juni findet auf dem Kirchplatz in Winterthur der Flüchtlingstag statt. Im Fokus steht das Miteinander von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Bei der Aktion «Beim Namen nennen» gedenken wir Menschen, die auf der Flucht gestorben sind; Besucher:innen schreiben ihre Namen und bringen sie am Mahnmal an. Ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Musik, Tanz und Gesprächen, eine Kunstinstallation in den Bäumen und zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten machen das Thema Flucht für die Besucherinnen und Besucher greifbar. |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| | Das KSW hat Geburtstag
Was hier zu sehen ist, ist keine Erweiterung für ein überfülltes KSW. Hier wird nicht gepflegt, operiert oder geboren – hier wird gefeiert. Aber erst am Sonntag. Nicht weniger als 150 Jahre wird das Winterthurer Spital alt und lädt deshalb zum gemeinsamen Zelebrieren ein. Die Feierlichkeiten dauern von 9 bis 17 Uhr und das ganze Programm inklusive Operationsroboter-Testen, REGA-Hüpfburg, Kino, Foodmeile und vielen spannenden Führungen und Einblicke in die verschiedenen Abteilungen findest du hier. (Bild: Maria Wyler) |
|
| | Barbara Günthard-Maier ist neue Präsidentin des Kaufmännischen Verbands: Die ehemalige Winterthurer Stadträtin wurde am 2. Juni gewählt, wie der Verband mitteilt. Sie löst Leticia Mato nach vier Amtsjahren ab. Günthard-Maier ist in Winterthur aufgewachsen und wechselte nach acht Jahren als Regierungsmitglied der Stadt Winterthur in die Kommunikationsabteilung des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, wo sie zuletzt die Verantwortung für die strategische Kommunikation trug. 25 Jahre Kafisatz: «Neue Lokale beleben Winterthurs Barszene» ‒ so der Titel eines Artikels im «Züritipp» von 2001. Inzwischen ist das dort vorgestellte «Coyote Ugly» geschlossen, im Roten Turm wird der Tresen schon das x-te Mal neu bespielt. Und sogar das Veranstaltungsmagazin selbst ist seit kurzem passé. Doch einer ist geblieben: der Kafisatz. Am 5. Juni ab 17 Uhr feiert das Lokal sein Jubiläum ‒ mit Foodständen, Sparklingbar und Popcorn. (tz) Dreikampf für Kinder: 60 Meter Sprinten, möglichst weit springen und einen Ball möglichst weit werfen sind die drei Disziplinen der «Winti Athletic Challenge». Sie findet am 10. Juni nachmittags auf dem Deutweg statt, wie die Leichtathletik-Vereinigung Winterthur in einer Mitteilung schreibt. Wer schnell ist, weit springt und wirft, qualifiziert sich fürs Kantonsfinal. (tz) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Über den Weg gelaufen
 | Zora aus dem Mattenbach Seit letztem September hat der FC Neuwiesen als erster Fussball-Plauschverein in Winterthur auch ein Frauenteam. Dank Zora. |
|
|
| Wie bist du zum Fussball gekommen? Bei uns im Dorf war man im Turnverein oder im FC. Mit zwölf haben ich und ein paar Kolleginnen mit Fussball angefangen. Ich spielte bis 26 im Club, dann sporadisch beim FC Neuwiesen, wo ich oft die einzige Frau war. Da hast du beschlossen, dass es ein Frauenteam braucht? Winti hat viele Frauen, die gerne spielen würden. Aber nicht alle wollen aktiv spielen – weil sie es sich nicht zutrauen oder sie nicht so viel Zeit investieren können. Die Männer-Überzahl in den gemischten Plauschgruppen schreckt viele ab. Wir spielen einfach anders, wenn wir unter uns sind. Wie anders? Selbstbewusster vielleicht. Nach dem Training mit den Männern war ich immer nudelfertig. Die körperlichen Unterschiede sind eine Realität und viele Männer, die nur hobbymässig spielen, sind trotzdem technisch sehr gut – was vielleicht damit zu tun hat, dass Jungs von klein auf im Fussballspiel gefördert werden. Du bist Königin von Winterthur. Was ist dein erster Erlass? Alle müssen einen Velohelm tragen und Velofahren mit Kopfhörern ist verboten. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Ich bin eine Befürworterin des Menschen-zu-ihrem-Glück-zwingen-Prinzips. Das mit dem Velohelm nehme ich mir seit Jahren vor und mach es dann doch nicht. Die Regel fänd ich also sinnvoll, egal ob für Kurvenraser oder gemächliche Schnarchtramplerinnen wie mich. Bis bald, deine Maria |
|
|
|