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Guten Morgen Albanistadt! Ab heute Abend verwandelt sich Winterthurs Zentrum für drei Tage in Festmeile, Chilbi und kulinarische Spielwiese. Für Vereine beginnt die Vorbereitung jedoch bereits Monate zuvor. |
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| Die Schausteller sind bereit, die Vereine bauen noch auf. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Albanifest: ein hartes Pflaster für Vereine |
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Fest der Vereine und Kulturen, so heisst es gleich unter dem Albanifest-Logo. Wir haben bei drei Vereinen, die seit langem dabei sind, nachgefragt, was es braucht, um am Fest Bestand zu haben. von Gioia Jöhri |
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Die drei Tage Festwirtschaft am Albanifest sind für viele teilnehmende Vereine die strengsten im Jahr. Immerhin müssen deren Mitglieder bis zu 200 Schichten füllen. Und für Auf- und Abbau bleibt wenig Zeit. Am Freitag rollen die Busse auf der Stadthausstrasse noch bis neun Uhr, aufgestellt werden darf erst danach. Und am Montagmorgen um fünf Uhr müssen alle Zelte abgebaut sein. Trotzdem sind die meisten der über 60 Vereine, die eine Festwirtschaft betreiben, jedes Jahr an ihren Stammplätzen bereit für den Ansturm. Denn wer einmal einen guten Platz ergattert hat, will diesen nicht so schnell wieder hergeben. Ein Urgestein an der Stadthausstrasse ist der Walliserverein, der seit 1989 ununterbrochen am Fest präsent ist. Trotz vielen aktiven Vereinsmitgliedern haben sie Mühe, die Schichten zu füllen. «Vor allem die nach Mitternacht sind schwierig. Da muss dann halt das OK vermehrt einspringen», sagt Steve Mazotti. Er ist, wie sein Vater vor ihm, langjähriger Festwirt. Das gute Helferessen im April helfe aber: «Da schnappen sich die meisten gleich wieder eine Schicht». |
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| Sind wir hier im Wallis oder in Winterthur? (Bild: Walliserverein Winterthur) |
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Im Walliserzelt fühlt es sich an, als wäre man tatsächlich im sonnigen Tal. Der Raclette-Käse sowie alle anderen Spezialitäten kommen aus der zweiten Heimat und sogar der Dialekt ist zu hören. «Wir haben viele Verwandte und Gäste, die extra aus dem Wallis anreisen», erklärt Steve Mazotti. Wird bei der angesagten Hitze denn überhaupt jemand das berühmte Raclette essen? «Sicher weniger, als wenn es kühl ist», sagt der Festwirt. Er habe deshalb auch «nur» 250 Kilogramm Käse bestellt. Zudem habe man auch kalte Walliserteller im Angebot. |
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| Steve Mazotti hofft trotz Hitze auf viele Raclettehungrige. (Bild: Walliserverein Winterthur) |
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Beim Verein der Griechen Winterthur hofft man, dass die Hitze die Lust auf Fleischspiessli und Wein nicht verdirbt. Sowieso merke man, dass die Leute seit einigen Jahren weniger Fleisch essen, sagt Vereinspräsidentin Giorgia Daima. Mit einer kurzen Unterbrechung vor einigen Jahren ist der Verein der Griechen seit den 1970er Jahren am Albanifest dabei: «Wir haben Freude daran, unser Essen und unsere Kultur zu zeigen», erzählt Giorgia Daima. Die jährliche Teilnahme habe den Verein zu einem der aktivsten griechischen Vereine der Schweiz gemacht. Das Festzelt in der Neustadtgasse komme gut an: «Viele suchen uns, weil sie das griechische Essen oder die Musik aus den Ferien kennen», erklärt Daima stolz. |
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| Die griechischen Spezialitäten sind beliebt. (Bild: Griechischer Verein Winterthur) |
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Doch auch der griechische Verein kennt die Mühe beim Verteilen der Schichten. «Unsere Kinder und Enkelkinder haben nicht mehr den gleichen Bezug zu Griechenland wie meine Generation, die in die Schweiz ausgewandert ist», erklärt die Vereinspräsidentin. Der Nachwuchs sei deshalb meist lieber selbst unterwegs am Albanifest. «Dieses Jahr hat mir aber meine Enkelin viel geholfen bei der Vorbereitung, vielleicht hat sie später auch Freude an der Organisation der Festwirtschaft», sagt Giorgia Daima. |
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| Griechische Tanzgruppen aus dem ganzen Kanton werden anreisen. (Bild: Griechischer Verein Winterthur) |
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| «In den letzten Jahren hatten wir sehr viel Aufwand. Und haben doch nur knapp schwarze Zahlen geschrieben.» Dominic Bösch, OK-Präsident Winterthur Warriors |
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Die Winterthur Warriors versuchen es dieses Wochenende mit einem ganz neuen Konzept: «In den letzten Jahren hatten wir sehr viel Aufwand. Und haben doch nur knapp schwarze Zahlen geschrieben», erklärt Dominic Bösch. Er ist OK-Präsident des Warrior-Festbetriebs. Der American-Football-Verein will weg vom klassischen Festzelt hin zu einem offeneren Raum. «Es soll mehr so ein Open-Air-Feeling geben», sagt Bösch. Auf der Menükarte steht selbstgemachtes «Pulled Pork» und eine Cocktail-Mix-Maschine mischt selbständig Getränke in acht Sekunden. Die Warriors hoffen, dass das neue Konzept funktioniert. «Wenn nicht, dann wäre es das für uns wohl gewesen am Albanifest.» |
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| Die Profis der Winti Warriors letztes Wochenende auf der Schützenwiese. (Bild: Winterthur Warriors) |
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Die Warriors sind seit Böschs Kindheit am Albani. «Irgendwann Anfang der 2000er Jahre», meint er. Das Festzelt an der Stadthausstrasse sei auch immer ein guter Ort, um neue Vereinsmitglieder zu gewinnen. Am Sonntag findet bei den Warriors im Zelt sogar eine Live-Demonstration ihres Sports statt: «Ob gross oder klein, dick oder dünn, geschickt mit dem Ball oder nicht, im American Football gibt es für alle eine Position im Team», erklärt Bösch. |
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| Ob es im «Snow Dream» eine Abkühlung gibt, müsste am Albani getestet werden. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Alle drei Vereine hoffen, dass die Hitze die Besuchenden nicht abhalten werde. Wenn es heiss sei, mache das sowieso alles schon mühsamer, meint Steve Mazotti. «Für die Musiker beispielsweise ist es je heisser, desto strenger. Sie mussten auch schon nach einem Konzert schnell im Kühlwagen abkühlen», sagt er lachend. Das Albanifest-Komitee stellt zusammen mit der Feuerwehr Spritzanlagen zur Abkühlung bereit und rät zu viel Wasser und Sonnenschutz. Für die vielen freiwilligen Vereine wäre es ein Segen, wenn möglichst viele hitzebeständige Besuchende den Weg in die Festzelte finden würden. |
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| Du gehörst ins Museum. Ob neugierig, inspiriert oder in Entdeckungslaune: Die Zürcher Museen laden dich ein, Neues und Überraschendes zu erleben. Tauche ein in die Welt der Kunst, der Geschichte, der Wissenschaft oder des Designs. 60 Museen – so vielfältig wie die Menschen unserer Stadt. Entdecke spannende Geschichten, überraschende Perspektiven und Orte, die begeistern. |
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| | Mehr Fälle von häuslicher GewaltDer von der Stadtpolizei veröffentlichte Sicherheitsbericht zieht eine durchzogene Bilanz. Zwar ist Winterthur weiterhin die «sicherste Grosstadt der Schweiz» und Verkehrsunfälle sind leicht zurückgegangen. Doch ein herausforderndes Thema seien Fälle häuslicher Gewalt, die um 20 Prozent gestiegen seien, wie die Stadt schreibt. Die Fachstelle Häusliche Gewalt führt diese Entwicklung in erster Linie auf eine zunehmende Anzeigebereitschaft zurück. Die Anzahl schwerer Sexualdelikte sei 2025 gesunken, aber gleichzeitig von Jahr zu Jahr grossen Schwankungen ausgesetzt. |
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| | Verschmutzte Eulach bleibt Mysterium
Anfang Juni wurden der Polizei dreimal Beobachtungen einer seltsamen Verfärbung der Eulach in Oberwinterthur gemeldet. Daraufhin leitete die Polizei zusammen mit Spezialist:innen des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) Untersuchungen ein. Alle Grossbaustellen im Umkreis der Eulach wurden kontrolliert und die Wasserqualität nochmals untersucht. Beides habe jedoch keine Hinweise oder Auffälligkeiten ergeben, wie die Stadtpolizei auf Anfrage mitteilt. Auch der Zeugenaufruf habe noch nichts gebracht. Wer erneut eine Verschmutzung der Eulach feststellt, oder etwas zu den Verunreinigungen zwischen dem 1. und 10. Juni 2026 beobachtet hat, kann sich weiterhin bei der Stadtpolizei melden. (Bild: Stadtpolizei Winterthur) |
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| | Achtjähriger Junge klärt Diebstahl auf: Dank der genauen Beobachtung eines Kindes konnte die Stadtpolizei am Mittwoch einen mutmasslichen Dieb in der Altstadt festnehmen. Der Junge beobachtete einen Mann, der Geld aus einem Portemonnaie nahm und dieses anschliessend in einem Pflanzenkübel versteckte. Er konnte der Polizei den Mann genau beschreiben, was dazu führte, dass dieser kurz darauf in der Nähe kontrolliert werden konnte. Die Stadtpolizei ermittelt nun wegen Diebstahl, wie es in der Medienmitteilung heisst. Neuer städtischer Leiter Baubewilligungen: Benjamin Stadler wurde vom Stadtrat zum neuen Leiter des Amts für Baubewilligungen ernannt, wie die Stadt mitteilt. Er habe sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren bewiesen und bringe als diplomierter Architekt und Leiter des Bauinspektorats viel Erfahrung mit. Stadler übernimmt kein einfaches Amt. Wie der Landbote schreibt, seien über 60 Prozent der Baumeister unzufrieden mit dem Bewilligungsprozess. Und auch die Stadt sieht Handlungsbedarf. |
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Ruhige Orte am Albanifest
 | Ruhige Orte am Albanifest Wem es zwischendurch am Fest zu laut, zu gedrängt oder zu heiss wird, der findet in der Stadtkirche eine ruhige Oase. Die Kirche ist am Samstag- und Sonntagnachmittag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Und ausnahmsweise ist auch die Sakristei begehbar, denn dort befindet sich das Deckengemälde des heiligen Albanus. Der traditionelle oekomenische Albani-Gottesdienst im Vögeli-Park ist aufgrund der Hitze jedoch abgesagt. Eine andere ruhige Möglichkeit bietet sich am Sonntagmorgen im Festzelt des Turnverein Pflanzschule. Die Damenriege organisiert einen feinen Brunch für Frühaufsteher oder Nachtschwärmerinnen. Ein Geheimtipp für alle, die ein ruhiges Albanifest erleben möchten. |
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| Auch das Riesenrad könnte sich für eine kleine Auszeit eignen. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Ich finde es toll, wie viel die Freiwilligen der Vereine dieser Stadt am Albanifest leisten. Ein grosses Dankeschön! Ohne euch wäre das Albani nicht das Gleiche. Bis bald und hebs guet, Gioia |
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