| | Guten Morgen Musig-Fans! Gehst du gerne auf Festivals? Ich persönlich definitiv. Vor allem auf kleine wie das Bambole Festival. Zum zwanzigsten Mal findet es dieses Jahr auf dem Radhof in Wülflingen statt. Allerdings auch zum letzten Mal. Ich habe mit zwei Gründer:innen darüber gesprochen. Zudem erfährst du heute, wo die Stiftung Abendrot neue Wohnungen baut.
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| Vom 30. Juli bis am 1. August gibt es auf dem Radhof noch ein letztes Bambole. (Bild: zvg.) |
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| «Das Bambole war im Kern immer ein verrauchtes Kellerfestival» |
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| Vom 30. Juli bis zum 1. August findet das Bambole-Festival zum letzten Mal statt. Von den acht Freunden, die es Mitte der 90er-Jahre ins Leben riefen, sind auch bei der letzten Ausgabe noch fast alle dabei. Ein Blick in die Vergangenheit. von Sebastian Galli |
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| 1996 schepperte zum ersten Mal Punk vom Radhof über den Hügel Richtung Wülflinger Dorfkern. Die kleine Bühne war selbstgebaut und Marcel Fehrs Eltern waren sich nicht sicher, was sie vom Gratis-Open-Air halten sollten, das ihr Sohn und seine Freunde auf ihrem Hof schmissen. Dass sie drei Jahrzehnte Zeit haben würden, um es herauszufinden, hätten sie damals wohl nicht erwartet. Denn aus jugendlicher Leichtigkeit entwickelte sich über 20 Festival-Ausgaben ein sommerliches Highlight der Winterthurer Kulturszene. Immer noch mit freiem Eintritt, immer noch voll Herzblut. Und diesen Sommer zum letzten Mal. |
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| Karen Fritschi, Marcel Fehr und Christian Saggese organisieren ihr letztes Bambole. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Das Festival habe ihn all die Jahre jung gehalten, sagt Gründer Marcel Fehr im Gasthof zum Widder über einem Bier. Hier hält das OK seit Jahren ihre Sitzungen ab. «Jetzt muss ich wohl doch noch erwachsen werden.» Neben Fehr sitzen Christian Saggese und Karen Fritschi. Zweitere ist sogar seit der zweiten Ausgabe dabei. Entsprechend gehe sie etwas wehmütig, aber auch mit viel Nostalgie in die letzte Ausgabe des Festivals. «Es ist ja nicht nur ein Festival, sondern auch ein alter Freundeskreis, den man jedes Mal wiedersieht.» Bereits letztes Jahr hatten sie angekündigt, dass 2026 das Bambole zum letzten Mal stattfinden würde. «Wir wollten uns gebührend verabschieden», sagt OK-Mitglied Christian Saggese. Deshalb sei auch immer klar gewesen, dass ein Ende mit Ansage kommen würde. «Wir wollten immer selbstbestimmt aufhören», sagt Fehr. «Exit für eine Kulturveranstaltung, so quasi.» |
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| | «Früher haben wir zusammen in WGs gewohnt, heute sind wir untereinander Göttis und Gottis.» Karen Fritschi, Mitorganisatorin Bambole Festival |
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| Dass nun der Zeitpunkt für dieses Ende ist, hat mehrere Gründe. Der grösste ist, dass sich nach 30 Jahren trotz aller Begeisterung Erschöpfung eingeschlichen hat. «Wenn du ein Festival organisierst, gehen deine Sommerferien drauf», sagt Fehr. «Das zieht sich irgendwann», ergänzt Fritschi. Denn das Bambole war in all seinen Jahren nicht nur für seine Besucher:innen gratis, auch die Arbeit des OK und der Helfer:innen war gratis. Aber auch die Leben der Organisatoren haben sich in der Zeit verändert. Karriere, Familie, Selbstfindung – die Prioritäten haben sich gewandelt. Es ziehe sich aber eine Linie durch die Geschichte des Bamboles, sagt Fritschi. «Früher haben wir zusammen in WGs gewohnt, heute sind wir untereinander Göttis und Gottis.» |
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| 1999 war die Bühne noch selbst gebaut, heute ist die gemietet. (Bild: zvg.) |
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| Auch wenn dem Festival fast alle seiner Gründer:innen erhalten blieben, hat es in seiner Geschichte auch Wechsel gegeben. So stieg Gründer Fehr 2005 nach der zehnten Ausgabe aus, um mit seinem Motorrad auf ausgedehnte Reisen zu gehen. Darauf pausierte das Festival zwei Jahre lang. Fehr kehrte allerdings zurück – wieso? «Nach einer Weile vergisst man, wie streng so ein Festival sein kann», sagt er. «Und ich hatte es auch vermisst.» Neben alten Gesichtern, die wieder mitmachten, kamen aber auch immer wieder neue, motivierte Leute hinzu. Ebenso habe sich auch die Organisation des Festivals gewandelt. Ob schwarm-organisierte Freundesgruppe, Kollektiv oder eingetragener Verein – das Bambole hatte schon viele Formen. Laut Fritschi sei die diesjährige Version eine Rückkehr zu den Wurzeln. «Alles etwas unorganisiert und chaotischer als auch schon», sagt sie. «Aber mit so viel Erfahrung geht das trotzdem ganz gut.» |
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| Beim ersten Bambole war noch nicht klar, dass sich die Sarasins zum Markenzeichen entwickeln würden. (Bild: zvg.) |
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| Es ist auch die Hoffnung von Fehr, Fritschi und Saggese, dass genau diese Szene nun etwas Neues auf die Beine stellt. «Am besten Leute, die nicht gegen die fünfzig gehen», sagt Fehr. Punk, Rock und Metal – das Festival sei nie musikalischen Trends gefolgt. «Das Bambole war im Kern immer ein verrauchtes Kellerfestival», sagt Saggese. Damit Neues entstehen kann, brauche es zuerst immer eine Lücke, in der neue Ideen gedeihen können. Diese Lücke wollen die Organisatoren mit der Beerdigung ihres Festivals schaffen. «Jede Generation hat ihre eigenen Kulturkolchosen», sagt Fehr. Es sei an der Zeit, dass neue Leute Neues schafften. Ein Comeback, wie Fehr es bereits vor zwanzig Jahren tat, ist also ausgeschlossen? «Definitiv», antwortet er. «Nach diesem Bambole verschenken wir all unser Material und geben es weiter.» Nach einer kurzen Pause fügt er an: «Als Selbstschutz quasi.» Und seine Eltern? «Über die Jahre haben sie ihren Gefallen am Bambole gefunden», sagt Fehr. «Aber sie sind auch nicht böse, dass es nun vorbei ist.» |
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ahrerflucht nach Streifkollision | | Fahrerflucht nach Streifkollision Wie die Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt, kam es gestern an der Konradstrasse zu einer Streifkollision zwischen einem Lieferwagen und einem Roller. Nachdem beide Fahrer angehalten haben, um den Unfall zu regeln, habe sich der Rollerfahrer mitsamt dem Zündschlüssel des Lieferwagens aus dem Staub gemacht. Die Polizei sucht nun nach Zeug:innen. Der gesuchte Rollerlenker wird auf rund 30 Jahre geschätzt. Er war ohne Helm unterwegs, sprach gebrochenes Englisch und war mit einem schwarzen Motorroller unterwegs. |
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| | Tauschhaus kann bleiben: Wie MyBluePlanet in einer Mitteilung schreibt, wurde die Baubewilligung des Tauschladens an der Mühlebrücke um fünf Jahre verlängert. Der Laden wird vom Arbeitsintegrationsverein Grundschritt geführt. Im Tauschhaus können kleine Gegenstände wie Geschirr, Kleidung oder Kindersachen gebracht oder mitgenommen werden. Winti im Zumbafieber: Das kostenlose Sport- und Bewegungsangebot der Stadt «Active City» erreicht mit 2688 Teilnehmern an 137 Kursen einen neuen Rekord. Das zum sechsten Mal durchgeführte Programm wurde in verschiedenen Winterthurer Parks durchgeführt. Die beliebtesten Angebote waren Zumba, Linedance und Bootcamp und wurden überwiegend von Frauen besucht. Das Sportamt Winterthur wird das Angebot auch im kommenden Jahr wieder anbieten. (lf) Neues Quartier in Hegi geplant: Die Stiftung Abendrot plant auf dem letzten Acker in Neuhegi für 200 Millionen rund 200 Wohnungen sowie Gewerbeflächen zu bauen. Das Quartier «WohnWerkRaum» entsteht zwischen dem Bahnhof Hegi und der Rümikerstrasse und soll zwischen 2033 und 2035 fertiggestellt werden. Das Ziel sei es, Arbeit und Wohnen miteinander zu verknüpfen, heisst es in der Medienmitteilung. Der Basler Pensionskasse gehört unter anderem auch seit 2009 der Lagerplatz. (lf) |
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| «Schützi»-Ausbau: Ja oder nein?
 | «Schützi»-Ausbau: Ja oder nein? Der FC Winterthur hat diese Woche den Abstimmungskampf zum Ausbau der Schützenwiese gestartet. Alle im Parlament vertretenen Parteien unterstützen den Ausbau für 35 Millionen Franken. Der Fall scheint also klar zu sein. Wir wollen der Stadt allerdings mal den Puls fühlen und fragen deshalb: Stadionausbau ja oder nein? Nimm jetzt an der Umfrage teil! |
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| | | Egal ob grosse, kleine oder gar keine Festivals – ich wünsche dir, dass du heute deinen Rhythmus findest. En schöne! Bis bald, Sebastian von WNTI |
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