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| | Ich glaub, es quakt! In Töss geht wieder ein «Kafi Frosch» auf. Dieses mal aber nicht in einem abgewetzten 60er-Jahre-Block, sondern im Portierhäuschen des Rieterareals. Gioia war für uns da.
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| Von links nach rechts: Gregory, Tamy, Richi, Silvan und Conny auf der Treppe vor dem ehemaligen Rieter-Portierhäuschen. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Bekannter Name, neues Café |
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| Seit 2012 vermisst Töss sein langjähriges «Café Frosch». Eine Gruppe junger Tössemer:innen eröffnet heute im ehemaligen Rieter-Portierhäuschen ein neues «Kafi Frosch». von Gioia Jöhri |
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| Es war Liebe auf den ersten Blick. Conny hatte das Portierhäuschen online ausgeschrieben gesehen und erzählte ihrer Freundesgruppe davon. «Wir gingen einfach mal an die Besichtigung, es ist ja nur fünf Minuten von uns weg», erzählt sie. Ab da geisterte plötzlich die Idee eines gemeinsamen Cafés in ihren Köpfen herum. Alle fünf Gesichter hinter dem Kafi Frosch kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Gastro. Zu fünft könne vorerst jeder und jede einen Wochentag im Café abdecken und weiterhin im bisherigen Job arbeiten. «Es ist wirklich ein Intensivhobby», sagt Richi. Trotz der vielen Arbeit haben sie den Entscheid fürs Kafi noch nie bereut. |
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| Frösche gibt es im Kafi genug. Nur ein Teich für die echten Amphibien aus der Töss fehle noch. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Mit dem Kafi Frosch erhält Winterthur neben dem Portier ein weiteres Café in einem Portierhäuschen. In Töss knüpft der Name an ein bekanntes und traditionsreiches ehemaliges Lokal an der Stationsstrasse 3 im Zentrum von Töss an. Ab 1970 betrieben verschiedene langjährige Pächter:innen dort ein gleichnamiges Café in der Liegenschaft der Genossenschaft Gemeindestube Töss. Diese hatte ihre Wurzeln in der Abstinenzbewegung, bis zum Jahr 2000 wurde dort kein Alkohol ausgeschenkt. Im neuen Kafi Frosch erlebt das Alkoholverbot keine Auferstehung. Gregory, der lange an Bartresen gearbeitet hat, wird seine Drink-Mixkünste zum Besten geben. Zum Namen ihres Cafés erhalten die Neugründer:innen viele positive Reaktionen, sagt Conny: «Es ist erstaunlich, wie viele Tössemer:innen sich noch erinnern. Töss braucht wieder ein Kafi Frosch!» |
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| Drinnen sitzen könnte man auch schon, der Umbau der Küche verzögert sich jedoch. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Obwohl das neue Café auf dem Vitus-Areal heute offiziell startet, warten die fünf Betreiber:innen noch auf die Bewilligung für den Umbau. Davon hängt auch das Gastro-Patent ab. Vorerst wird der Kaffee durch das Fenster gereicht und es darf wegen der Festwirtschaftsbewilligung nur auf der grosszügigen Terrasse verweilt werden. «Wir haben zwar im Vorfeld abgeklärt, ob das Häuschen denkmalgeschützt ist und alle Stellen verneinten. Dann kam aber doch noch ein Anruf von der Denkmalpflege und das hat alles ein wenig verzögert», erklärt Silvan. Auch andere Behördengänge haben sie im Vorfeld unterschätzt, sagt Tamy: «Egal ob du ein riesiges Restaurant oder ein kleines Café aufmachst, der Aufwand ist genau gleich.» Sie seien vielleicht ein bisschen naiv an das ganze Projekt herangegangen: «Es dauert alles länger, als man am Anfang denkt. Da sind wir schon ein bisschen auf die Welt gekommen. Wir hatten schon Weihnachtsdeko parat, weil wir dachten, dass wir dann offen sind», erzählt Tamy lachend. Die Winterthurer Ämter seien aber immer unterstützend gewesen. Die Idee für die Festwirtschaftsbewilligung als Überbrückung bis zur definitiven Bewilligung kam von der Verwaltungspolizei. |
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| Auf der Terrasse darf dank Festwirtschaftsbewilligung bereits Kaffee serviert werden. Hier ein Bild noch von vor der Eröffnung. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Vor Ort spürt man das viele Herzblut, das im Kafi Frosch steckt. Den Umbau hat die Freundesgruppe so weit wie möglich selbst gestemmt. «Wir wollen einen Ort fürs Quartier schaffen. Gleichzeitig haben wir einfach Freude daran, in unserem Kafi das anbieten zu können, was wir cool finden und nicht das, was am günstigsten ist», sagt Conny. Dank der tiefen Miete sei dieser finanzielle Spielraum möglich. Angst vor zu wenigen Kund:innen haben die fünf keine: «Das Areal ist alles andere als leer! Am Mittag gibt es hier eine regelrechte Völkerwanderung von Leuten, die hier arbeiten. Deshalb werden wir auch ein kleines Essensangebot haben», erklärt Silvan. Und auch der Kaffee dürfte bei Kaffeeliebhaber:innen gut ankommen. Denn Richi ist Barista-Profi und gehört zu den 30 ersten ausgebildeten Baristas der Schweiz. «Von Richi erwarten wir mindestens Latte Art mit Froschmotiv», sagt Tamy und bringt damit die ganze Gruppe zum Lachen. Ob als Latte Art oder nicht: Der Frosch ist definitiv nach Töss zurückgekehrt. |
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| Kleine Änderungen mit grosser Wirkung Mit jeder Entscheidung gestalten wir unsere Zukunft. Wie können wir «gute» Entscheidungen treffen? Mit welchen Tricks gelingen nachhaltige Veränderungen? Erlebe Technorama-Direktor Thorsten D. Künnemann und Armin Duff, Leiter Entwicklung und Didaktik, in dieser interaktiven Vorstellung. Ist unsere Welt noch zu retten? Du entscheidest! Eine Veranstaltung im Rahmen der Klimawoche Winterthur bis 13. Juni 2026. |
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| | | «Wintibäume» aus dem SäuliamtKlimaresistent und genetisch vielfältig sollen Bäume sein, die in der Stadt gepflanzt werden. Dafür produziert Stadtgrün eigenes Saatgut. Nun hat die Lüscher Gartenbau-Baumschulen AG aus Zürich den Zuschlag für die Aufzucht der «Wintibäume» erhalten, wie es auf der Ausschreibungsplattform Simap heisst. Rund eine Million Franken fliessen ins Säuliamt, dafür erhält Stadtgrün über einen Zeitraum von zehn Jahren jeweils 250 pflanzbereite Jungbäume pro Jahr. |
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| | Rechtsextreme entrollen Plakat auf Bahnhofsdach
Bis der mit einem Messer bewaffente Angreifer am Donnerstag vor einer Woche gefasst war, dauerte es keine fünf Minuten. Die Rechtsextremen, die sich am Freitagabend am selben Ort Zugang zum Bahnhofsdach verschafften, hatten genügend Zeit, um ihr Plakat auszurollen. Mutmasslich spielte die «Junge Tat», die sich später online zur Aktion bekannte, auf den Angriff an. Laut Auskunft der Kantonspolizei sei es im Zusammenhang mit dem Einsatz zur Verhaftung von drei Personen gekommen. (Bild: wintipix.com) |
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| | Weitere Kurz-News90 Studis entwickeln Rennauto: Zum sechsten Mal tritt ein Team aus Studierenden der ZHAW an den «Formula Student Events» an, einem internationalen Konstruktionswettbewerb für Elektro-Rennwagen. Der Bolide von «Zurich UAS Racing» wiegt 215 Kilo und fährt 125 km/h. Anschnallen! Theaterverein «Augenauf» komplett: Nebst der administrativen ist nun auch die künstlerische Leitung besetzt: Sylvia Sobottka verantwortet sie neu, wie der Verein in einer Mitteilung bekanntgibt. Sobottka ist Regisseur:in und besitze bereits viel Erfahrung in der Theatervermittlung. Der Verein Augenauf will Kinder und Jugendliche fürs Theater begeistern, unter anderem führt er dazu jährlich ein Festival durch. Generationenwechsel bei «Hidden Champion»: Willst du einen Panzer waschen? Einen Zug? Oder die Reifen deines Autos? Dann hat Frutiger die passende Waschanlage für dich. Ihren Hauptsitz hat die 200 Mitarbeitenden-Firma in Hegi, Produktion und Kund:innen sind auf der ganzen Welt verteilt. Dieses Wochenende feierte das KMU vier Tage lang die Übergabe von Patron Urs Frutiger an die dritte Generation, seinen Sohn Mark Frutiger. Galladé kandidiert für Regierungsrat: Am Freitag hat die SP ihr Doppelticket mit Priska Seiler-Graf und dem Winterthurer Sozialvorsteher bekanntgegeben. Einerseits will die Partei den Sitz der nicht mehr antretenden Jacqueline Fehr halten, andererseits will sie den aus der Partei ausgetretenen Mario Fehr verdrängen. Zwar sei die Doppelkandidatur ambitioniert. Mit den zwei gemässigten Kandidierenden wolle die SP aber auch im bürgerlichen Lager Stimmen holen, so Dominik Fischer von Tsüri.ch. |
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| | | | Wer liebt hier wen? Erlebe in Shakespeares «Was ihr wollt» am Theater Winterthur ein Liebeschaos sondergleichen und eine bunte Reise durch Irrtümer, Begehren und Selbstsuche. Am 11./12. Juni. |
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| Das ging ‒ und das geht im Theater
 | Was wäre, wenn’s anders wäre? Rück- und Ausblick auf die Theatersaison Es klingelt. Wer ist da? Der Abend, der ein ruhiger sein soll, wird gestört durch das akademische Freundespaar, welches einen Tag zu früh erscheint. Dreimal sehen wir den gleichen Abend. Der Kühlschrank leer, Sonja im Schlabberlook und das gemeinsame Kind ruft aus dem Bett nach Keksen. Mit viel Alkohol versucht das Paar das Treffen zu retten, das Henris Karriere wieder in Schwung bringen soll. Trotz unterschiedlicher Entwicklungen der drei gespielten Leben zeigen sich Gemeinsamkeiten: Konflikte in der Kommunikation, Ehekrisen und die Frage danach, wer man ist oder gerne sein würde. Während Henri dem akademischen Erfolg seines Chefs Hubert nacheifert, geifert Hubert nach Henris Frau Sonja. Während seine Frau Ines mit Alkoholproblemen kämpft, sehnt sich Sonja nach Veränderung. Die humoristische Auseinandersetzung mit dem Elternsein, dem Publizieren und der Vermischung von Arbeit und Privatem unterhält. Die Schauspielenden schlüpfen gekonnt in die Figuren und deren drei Leben und laden dazu ein, die eigene Lebenssituation zu reflektieren. «Drei Mal Leben» des Staatstheaters Stuttgart zeigte das Theater Winterthur am Wochenende zum letzten Mal. Doch auch für die kommende Saison hat Programmleiter Thomas Guglielmetti Gastspiele im Köcher, die sich sehen lassen. Zum Auftakt führt das Staatstheater Augsburg gemeinsam mit dem Musikkollegium Kafkas «Verwandlung» als Oper auf, das Theater Heidelberg bringt «Romeo und Julia» nach Winterthur. Und das Burgtheater Wien, das diesen März in Winterthur bereits mit der «Schachnovelle» glänzte, reist wieder an ‒ mit zeitgenössischem Stoff im Gepäck. Zur Saisonvorschau (Text: Daria und Dario Spilimbergo) |
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| Schiefe Bühne, schiefer Abend: Dreimal torkeln die Figuren im Rausch zwischen Sofa und Denksessel hin und her. (Bild: Dario Spilimbergo) |
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| | | Das alte Kafi Frosch wurde früher einmal im Jahr von einer Horde stinkender Pfadis überschwemmt. Nach den Ausbildungskursen für Leitende, die alle am selben Tag zu Ende gingen, trafen sich dort jeweils gegen 100 Personen zum gemeinsamen Coupe-Essen. Ich hoffe, die Glacé stehen im Portierhäuschen schon bereit! Am Montag nur kleine Sprünge wünscht dir, Tizian |
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