… was mit dem verlassenen Volvo beim Aldi passiert
Direkt beim Römertor in Oberwinterthur, auf dem Aldi-Parkplatz, steht ein einsamer Volvo V40. Die Kennzeichen wurden entfernt, ein Scheinwerfer ist eingeschlagen. Im Auto liegt noch eine alte Red Bull-Dose. «Seit Jahren» sei es dort, berichtete unsere Leserin Sabrina. Sie fragt sich, «ob dieses Auto noch in 10 Jahren dort stehen wird».
Vermutlich nicht, ergeben die WNTI-Recherchen: Das Auto sei bekannt, teilt die Aldi-Medienstelle mit. Es liefen Abklärungen zum Besitz des Fahrzeugs.
Weil der Volvo nicht auf öffentlichem Grund steht, ist die Stadtpolizei nicht involviert. Ob es in diesem Fall schneller gehen würde, bis das schrottreife Auto entfernt wäre, lässt sich nicht eindeutig sagen. Die Polizei muss verschiedene Fristen abwarten und einen Aufruf im Amtsblatt veröffentlichen, bis ein herrenloses Fahrzeug abgeschleppt werden kann. Insbesondere das Auffinden einer Besitzer:in stelle sich häufig als schwierig heraus. Aldi Suisse stehe es auf dem eigenen Grundstück zu, solche Fahrzeuge zu entfernen.
Jährlich erhält die Stadtpolizei Winterthur eine handvoll Meldungen solcher verlassenen Fahrzeuge. Eine genaue Statistik werde allerdings nicht geführt. Ärgerlich ist das Phänomen allemal: Die Autos verursachten Kosten für Transport und Verschrottung und blockierten Parkplätze. Darüber hinaus könnten die häufig schrottreifen Autos dazu führen, dass intakte Fahrzeuge in der Nähe eher vandaliert werden. Das ist der «Broken-Windows-Ansatz». Er geht davon aus, dass wenn ein Fenster ‒ oder in diesem Fall ein Scheinwerfer ‒ eingeschlagen ist, die Hürde tiefer ist, einen zweiten einzuschlagen. (lf)