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| | Guten Morgen aus Eidberg Keinen Laden (mehr), wenig öffentliche Infrastruktur und abseits der Kernstadt: Eidberg ist eine klassische Aussenwacht von Winterthur. Das Dörfchen hat sich seit Jahrzehnten kaum verändert. Das bringt laut Eidberger:innen Vor- und Nachteile mit sich. Und: Trotz Ende der SKKG-Auszugsfrist will die «Gisi» bleiben. |
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| Eidberg zählt heute etwas mehr als 190 Einwohnende. (Bild: Alex Eichmann) |
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| Eidberg: wenig Neubauten, alte Familienclans |
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Das Dorf Eidberg hat sich optisch seit Beginn des 20. Jahrhunderts kaum verändert. Zwei Eidberger nehmen uns mit in ihre idyllisch gelegene Heimat und erzählen von Generationenwechseln, vielen Eidberger:innen mit Nachnamen Koblet und dem Nebel über Winterthur. von Gioia Jöhri |
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| Dani und Hansruedi heissen beide mit Nachnamen Koblet, sind aber nicht verwandt. Oder zumindest nicht sehr direkt. «Seit sieben Generationen gibt es drei Stämme mit Familiennamen Koblet in Eidberg», erklärt Hansruedi Koblet. Beide sind in Eidberg aufgewachsen und wohnen mit wenigen Unterbrüchen noch immer in ihren Elternhäusern. Dani Koblet ist Landwirt und hat den Familienbetrieb 40 Jahre lang geführt. «Ich bin dreimal gezügelt – im gleichen Haus», sagt er. Hansruedi ist in seinen 20ern in die Steibi gezogen. «Ist aber schon lange her. Da hatte es noch Autos in der Steinberggasse», sagt er lachend. |
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| Hansruedi Koblet im Garten seines Elternhauses. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| | «Die Häuser werden gemacht, das ist gut. Auf der anderen Seite herrschen so immer ein bisschen die alteingesessenen Familienclans» Hansruedi Koblet, Eidberger |
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| Eidberg war noch im letzten Jahrhundert, wie viele andere der Aussenwachten Winterthurs, stark landwirtschaftlich geprägt. Der Pensionär Hansruedi Koblet erinnert sich an mindestens 14 Bauernhöfe in seiner Kindheit. Heute gibt es noch drei Höfe, einer davon ist der Biohof von Dani Koblets Familie. Nun werden die leerstehenden Scheunen teilweise zu Wohnraum umgebaut. Neubauten kann man in Eidberg an einer Hand abzählen. «Die meisten Häuser sind hier noch in Familienbesitz. Oft kommen die Jungen wieder zurück, wenn sie eine Familie gründen», sagt Dani. Das habe Vor- und Nachteile, gibt Hansruedi zu bedenken: «Die Häuser werden gemacht, das ist gut. Auf der anderen Seite herrschen so immer ein bisschen die alteingesessenen Familienclans». Er freue sich deshalb umso mehr, dass Dani Koblet für seinen Bauernhof ein Nachfolge-Paar aus dem Kanton Bern gefunden hat. |
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| Dani Koblet vor dem Biohof seiner Familie, den er 40 Jahre lang geführt hat. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Die verborgene «Chäshöhli» von Eidberg. Hier haben frühere Generationen Käse gelagert. Das Gerücht des Luftschutzbunkers im zweiten Weltkrieg könne jedoch nicht stimmen, sagt Dani Koblet. Dafür sei die Höhle zu nahe an der Oberfläche. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Auch Dani Koblet ist froh, dass er seinen Hof in gute Hände geben konnte. «In der Landwirtschaft musst du flexibel und kreativ sein heutzutage», sagt er. Seine Nachfolger werden deshalb auf Agritourismus mit Pferden und Übernachtungsmöglichkeiten setzen. Dani macht nach seiner Pensionierung noch ein wenig Holzwirtschaft. Und auch sonst gebe es in Eidberg genug Möglichkeiten, sich draussen zu «vertun». Früher gab es in Eidberg drei Wirtshäuser. Heute existiert davon nur noch das Restaurant Frohsinn. 2015 verkaufte die Stadt die Beiz der eigens dafür gegründeten Genossenschaft. Auch Hansruedi Koblet war bei der Genossenschaftsgründung dabei: «Es steckt sehr viel Engagement im Frohsinn. Mindestens ein Drittel der 190 Eidberger sind auch in der Genossenschaft», sagt er. Heute sei die Beiz zwar nicht der grosse Dorf-Treffpunkt für Jung und Alt, den er sich erhofft habe, sondern eher Ausflugsziel für Auswärtige. «Aber das ist ein Detail. Ich hoffe, dass der Frohsinn uns noch lange erhalten bleibt», sagt Koblet. |
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| Der Frohsinn konnte 2015 von einer Genossenschaft gerettet werden. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| In Eidberg gibt es keinen Ortsverein, bei etwas mehr als 190 Einwohnenden kennt man sich so oder so. Trotzdem haben sich die Eidberger:innen immer wieder erfolgreich für ihre Anliegen eingesetzt. Heute sei beispielsweise der ÖV-Anschluss viel besser, in den Hauptzeiten fährt alle 15 Minuten ein Stadtbus durchs Dorf. Früher habe man zwar mit dem Postauto direkt an den Bahnhof Winterthur fahren können, dafür sei aber spätestens um 19 Uhr Schluss gewesen, erinnert sich Hansruedi Koblet. Abgesehen von den übriggebliebenen landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten heute die meisten Eidberger:innen auswärts. «Es ist schon ein bisschen zum Schlafort verkommen», erzählt Hansruedi Koblet. Auch weil es seit langem keinen Coop, kein Eidbergfest und keine Post mehr gebe. Die frühere Postleitzahl 8417 funktioniere aber noch, freut sich Koblet. |
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| Im Halbstundentakt (zu Hauptzeiten sogar im Viertelstundentakt) fährt ein Stadtbus im Rundkurs durch Eidberg. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Zurzeit beschäftigt die Eidberger:innen der Verbleib ihres Schulhauses, das von Fünft- und Sechstklässler:innen aus Eidberg, Iberg, Gotzenwil und Weierhöhe besucht wird. Nicht etwa, weil es zu wenige Kinder gibt, da gebe es immer Wellenbewegungen, sagt Dani Koblet. Die Stadt erwägt heute ein zentrales neues Schulhaus in Iberg, das alle Klassen der Umgebung fassen könnte. «Wahrscheinlich würde dann das jetzige Schulhaus verkauft werden», sind sich die beiden Eidberger einig. Für beide Koblets ist klar, dass Eidberg ihre Heimat ist, die sie nicht mehr verlassen wollen. «Es ist einfach wahnsinnig schön hier. Oft hat es im Winter Nebel in Winterthur, bei uns aber nicht», erzählt Dani Koblet. Und trotzdem sehen sich beide auch als Winterthurer: «Ich bin Eidberger, Seemer, Winterthurer, Schweizer und Europäer», sagt Hansruedi. Gefragt nach Wünschen für Eidberg, überlegt Dani Koblet lange: Er wünsche sich weniger Schwerverkehr auf den engen Strassen. «Der Bus könnte auch unten vor dem Dorf wenden», sagt er nachdenklich. Auch Hansruedi Koblet hat einen Wunsch: «Eidberg soll ein Dorf bleiben und kein Stadt-Aussenteil werden». |
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| Die Häuservernetzung hat zur Medienkonferenz im Innenhof der «Gisi» geladen. (Bild: Linus Fischer) |
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| SKKG-Frist abgelaufen – «Gisi» will bleiben |
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| Die SKKG setzte den Bewohner:innen eine Frist bis zum 31. Juli 2026 für ihren Auszug aus dem besetzten Haus «Gisi». Nach Ablauf der Frist präsentiert sich auf den ersten Blick alles wie gehabt: Die Besetzer:innen wollen bleiben und die SKKG gewährt eine weitere kurze Frist. von Gioia Jöhri |
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| Die Häuservernetzung, ein Winterthurer Kollektiv, das für besetzte Häuser wie die «Gisi» spricht, hat noch am 31. Juli zur Medienkonferenz im Innenhof der «Gisi» eingeladen. Zwei Aktivist:innen stellen klar: «Wir bleiben hier». Der Kampf für das Haus an der General-Guisan-Strasse 31 sei für die Bewohner:innen und ihre Mitstreiter:innen ein Kampf für eine bessere Welt: «In einer kapitalistischen Welt braucht es Orte wie die Gisi», sagt ein Aktivist am Rednerpult. Ariel Leuenberger, Kommunikationsleiter der Terresta AG, sagt auf Anfrage, dass man den Besetzter:innen ab heute Montag eine weitere kurze Frist für ihren Auszug gewähren werde. «Wenn sie danach nicht ausgezogen sind, wovon wir ausgehen, werden wir rechtliche Schritte einleiten», sagt Leuenberger. Und dann sei es Sache der Polizei, wann und wie genau vorgegangen werde. |
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| Auch aus der «Gisi» wird das Geschehen im Innenhof beobachtet. (Bild: Linus Fischer) |
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Wann und ob es zu einer polizeilichen Räumung kommt, ist also weiterhin unklar. Die Häuservernetzung spricht von einer «Räumung auf Vorrat». Denn die SKKG habe für das Haus noch gar keine Baubewilligung erhalten und könne somit auch noch nicht bauen. Tatsächlich konnte die Terresta erst eine vereinfachte Baueingabe einreichen, da die Bewohnenden den Zutritt zum Gebäude verweigerten. Geplant sind Wohnungen und gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss. Die Aktivist:innen vor der «Gisi» betonen, dass sie weiterhin verhandlungsbereit sind. «Sofern die SKKG ihre Luxussanierung abbläst», heisst es vom Rednerpult her. Die Besetzer:innen wollen eine langfristige Lösung wie beispielsweise eine Abgabe im Baurecht. Auch darüber wurde mit der SKKG verhandelt, zu einer Einigung gelangten die beiden Parteien jedoch nie (WNTI berichtete). Die Fronten scheinen noch immer verhärtet zu sein. Gefragt danach, ob die Besetzer:innen im Falle einer Räumung friedlich gehen würden, beantwortet die Häuservernetzung nicht. Aber: «Wir geben die Gisi nicht kampflos auf». |
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| | | | Ruhiger 1. August: Laut Stadtpolizei sei der 1. August in der Stadt ruhig und ohne Verstösse gegen das Feuerwerksverbot abgelaufen. Zweimal ging zwar eine Feuerwerksmeldung ein, vor Ort sei man dann aber auf nichts gestossen, sagt die Stadtpolizei dem Landboten. Auch wegen lauter Musik sei man ausgerückt, aber in einem Masse wie an anderen Wochenenden auch. Höhepunkt und Niederlage am gleichen Ort: Vor vier Jahren erlebte der FCW seine Sternstunde des Aufstiegs in die Super League in Kriens. Von früheren Erfolgen war am Freitag gegen Kriens jedoch nichts zu spüren. Der FCW verlor 0:2 gegen das Krienser Team und verpasste trotz guter Möglichkeiten alle Trefferchancen. Mitmach- und Lernfestival: Vom 10. bis 16. August findet rund um das Ladenbistro Tössfeld das Fantasie-Festival statt. Das Festival wird dabei aktiv von den Besuchenden mitgestaltet, um eine Woche der Ideen und Begegnungen zu kreieren. Das Programm bietet dabei alles – von Live-Podcast über Workshops und Repair-Café bis hin zu Pilates. (lf) |
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| Saisoneröffnung Musikkollegium Winterthur Das Musikkollegium Winterthur eröffnet die Konzertsaison 26/27 mit einem grossen Fest beim Stadthaus. Rund um das Motto Natur gibt es Führungen durch die Gartenstadt Winterthur, zum Thema «Biodiversität in der Stadt» und eine Clean up-Aktion unter Anleitung von MyBluePlanet! Die Stadtmusik Winterthur begrüsst Sie am 28. August mit beschwingten Klängen draussen vor dem Stadthaus, bevor wir sie im Konzertsaal zum Eröffnungskonzert willkommen heissen. Das Musikkollegium Winterthur spielt Werke von Mozart, Baum und Kodály. Der Eintritt ist frei. |
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| Dokumentarfilm zum Eidberger Openair
 | Dokumentarfilm zum Eidberger Openair |
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| | 2022 fand das letzte «Eidberger Openair» auf dem Hulmen statt. Entstanden 2005 aus einer Geburtstagsfeier unter Freunden, wurde das Eidberger durch Mithilfe von engagierten Freiwilligen zum festen Anker im Winterthurer Musikkalender. Der Winterthurer Dokumentarfilmer Noah van Dok widmet der Entstehung und Geschichte des Eidberger einen ganzen Dokumentarfilm. Zu Wort kommen Menschen, die sich jahrelang für das Eidberger eingesetzt haben und mit viel Einsatz, Motivation und Elan zu seinem Erfolg beigetragen haben. Die Daten der Filmvorführung im Kino Cameo könnt ihr euch bereits jetzt dick einschreiben: Donnerstag, 3. Dezember um 20:15 Uhr und Samstag, 12. Dezember um 18 Uhr. |
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| Kultur.Mensch: Alyssa Gabriella
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| (Bild: www.musikfestwochen.ch) |
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| Ehrliche Musik ohne Tiktok-Choreo Alyssa Gabriella spielt am Samstag, 8. August um 19:15 Uhr auf der Startrampe an den Musikfestwochen. Das Coucou hat die Winterthurerin interviewt. Deine Musik in einem Wort? Ehrlich. Wenn deine Musik ein Kleidungsstück wäre, welches wäre es? Eine Jacke, die du schon seit einigen Jahren besitzt. Die Jackentasche ist voller Quittungen, Zältli-Verpackungen und alten Erinnerungen. Welche Art von Friends sollen wir an dein Konzert mitnehmen? Friends, mit denen ihr gerne in Melancholie schwelgt. Warum bist du nicht berühmter? De Papi isch kein hippe LA-Filmproduzent. Und ich habe noch keine gescheite Choreo für meinen viralen TikTok-Tanz. Was ist deine beste Songzeile? Bloody nose on the train, I’m just some passerby’s weird story of the night. Was beschäftigt dich zurzeit? Ich lerne, mehr Platz einzunehmen. Es beschäftigt mich sehr, dass ich das als weiblich sozialisierte Person erst lernen muss und es nicht einfach selbstverständlich ist. |
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| | Weitere Kurzinterviews mit Winterthurer Künstler:innen sind noch bis am 13. August auf der Coucou-Wandzeitung auf dem Kirchplatz zu lesen. Diese Rubrik wird durch das Kulturmarketing der Stadt Winterthur unterstützt. |
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| | Nachdem ich das Portrait von Alyssa Gabriella gelesen habe, freue ich mich grad noch mehr auf die MFW! Ich hoffe, dass du bei uns im WNTI-Stadtfilter-Container vorbeischauen kommst. Vielleicht gewinnst du sogar unser Winti-Pubquiz? Bis bald und hebs guet, Gioia |
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