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Guten Morgen Wissensstadt Genau das soll Winterthur werden, zumindest im Gebiet zwischen Technikum und Zeughauswiesen. Für unseren Stadtfluss Eulach könnte das eine Chance sein — vielleicht sogar mit Badestelle. Ausgebremst wird die Stadt Winterthur in ihren Plänen zu Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen durch die angenommene Mobilitätsinitiative. So auch die Stadt Zürich, die Rekurs einlegte. Das Bundesgericht erteilt im Tempo-30-Streit eine erste Abfuhr an die Städte.
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| Die Vision der Architekten sieht ein Wehr auf Höhe des Zeughauses vor. (Bild: Markus Jedele) |
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Kanalbad an der Eulach: zwischen Wunsch und Planung |
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Eine kühne Gruppe von Architektinnen und Visionären schlug bereits vor eineinhalb Jahren ein Kanalbad an der Eulach vor. Nun skizzierte auch die Stadt in ihrem Masterplan «Wissensquartier» einen Park mit offenem Stadtfluss. Wir fragen bei Expert:innen nach, ob der Badespass Wirklichkeit werden könnte. |
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Die Eulach fliesst auf Stadtgebiet seit Jahrzehnten kanalisiert (hier findest du einen interaktiven Überblick zu unserem Stadtfluss). Die Stadt möchte, dass der Fluss zugänglicher wird und der Bevölkerung als Erholungszone dienen kann. So geschieht es bereits hinter dem Technikum, die Bauarbeiten zur Befreiung der Eulach sind in vollem Gange. Der Masterplan «Freiräume Wissensquartier» nimmt nun ein weiteres Gebiet oberhalb des Technikums zur Renaturierung in den Fokus. |
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| Die Eulach zwischen Zeughaus und Berufsbildungsschule im Fokus. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Cristina Perea ist Projektleiterin Stadtraum und Architektur bei der Stadt Winterthur und war verantwortlich für den Masterplan. Zu möglichen Renaturierungsplänen sagt sie: «Stand heute ist noch nicht klar, in welcher Form die Eulach im Gebiet um das Zeughaus renaturiert werden soll». Martin Jakl, Stadtplaner bei der Stadt fügt an: «Der Masterplan ermöglicht vieles. Es ist erst ein grosser Rahmen, die Details werden in weiteren Planungsphasen folgen». |
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Der Masterplan skizziert eine zentrale Parklandschaft um die Eulach. (Visualisierung: Stadt Winterthur) |
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Die Idee eines Kanalbades brachten die Architekten Markus und Hannes Jedele zusammen mit dem Bienenverein Winterthur im Frühling 2024 ins Spiel. Der Bienenverein wollte der Öffentlichkeit zu seinem 140-jährigen Bestehen einen Pavillon mit Wissen rund um die Insekten schenken (der Landbote berichtete). Für die Planung dieser Vision holte Präsident Alfred Frühauf die Architekten ins Boot, die einen geeigneten Standort am Ufer der Eulach beim Zeughaus vorschlugen – inklusive Badestelle. Laut Bienenvereinspräsident Frühauf habe man dann den Kontakt zur Stadt gesucht: «Die Vertreter aus Politik und Verwaltung haben die Idee eines Bienenzentrums inklusive Kanalbad positiv aufgenommen». |
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«Man könnte die Eulach an diesem Standort ohne viel Aufwand stauen. Die Badewanne ist schon da, nur der Stöpsel fehlt noch.» Hannes Jedele, Architekt |
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Trotzdem habe man im Bienenverein schnell gemerkt, dass Behörden und Politik andere Planungshorizonte haben. «Die Verwaltung plant für Jahrzehnte. Die Langatmigkeit und Planungsungewissheit eines solchen Projekts entsprechen den Möglichkeiten eines Vereins weniger», sagt Alfred Frühauf. Entsprechend hat der Verein weder das Bienenzentrum noch das Kanalbad weiter vorangetrieben. Auch Architekt Markus Jedele sieht die Vision eines Kanalbades in einem grösseren Kontext. «Es ist klar, dass dieser Ort mehr Potenzial hat als man heute vermutet. Ein Kanalbad muss Teil einer grösseren Planung sein», sagt er. Trotzdem ist er noch immer überzeugt vom möglichen Badespass: «Man könnte die Eulach an diesem Standort ohne viel Aufwand stauen. Die Badewanne ist schon da, nur der Stöpsel fehlt noch». Wäre es wirklich so einfach? Immerhin sind Fragen zum Hochwasserschutz noch ungeklärt. |
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Auf dieser städtischen Brache könnte in der Vision der Architekten ein Eulachsteg inklusive Kanalbad entstehen. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Ausserdem würde auch die Wasserqualität eine grössere Rolle spielen, weil die Eulach zum Badegewässer würde. Zu schlechte Werte bremsten bereits einmal ein Projekt in letzter Sekunde aus: Die Stadt Frauenfeld wollte 2023 an der Murg ein Kanalbad bauen. Doch das kantonale Labor stoppte das Vorhaben wegen zu hoher Bakterienbelastung. Die Wasserqualität der Eulach ist durch die Landwirtschaft und Abwasser aus mehreren Kläranlagen belastet, schreibt das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) auf Anfrage. Die Zielwerte könne man zwar in der Regel einhalten, doch bei grosser Trockenheit und starken Regenfällen sei dies nicht immer der Fall. Aber: «Mit dem Anschluss der ARA Elsau an die ARA Hard in Winterthur sollte sich in ein paar Monaten für die Eulach eine deutliche Reduktion dieser Belastung ergeben». Das kantonale Labor teilt mit, dass man die Eulach nicht auf Bakterien kontrolliere, weil sie nicht als Badegewässer eingestuft sei. Da aber der Anteil von gereinigtem Abwasser im Fluss gross sei, «raten wir generell von einem Bad darin ab». |
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Beim Technikum wird bereits an der «Eulach-Befreiung» gearbeitet. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Auch die Stadt Winterthur sieht neben der Wasserqualität noch viele offene Fragen, wie Martin Jakl von der Stadtplanung sagt: «Beispielsweise zur Wassermenge oder zu ökologischen Anforderungen». Trotzdem: «Ein Kanalbad ist auch heute nicht ausgeschlossen. Aber es steht nicht zuoberst auf der Prioritätenliste», meint Jakl. Die Stadt wisse um das grosse Bedürfnis nach Bademöglichkeiten. Man wolle deshalb nichts versprechen, das man nicht einhalten könne. Wie es mit der Planung rund um die Eulach und das Zeughausareal weitergeht, ist zu grossen Teilen offen. «Für die weitere Gestaltung des Areals ist es wichtig, was der Kanton und die Hochschule in Zukunft entscheiden», erklärt Cristina Perea. Alfred Frühauf vom Bienenverein hofft, dass die Stadt die Vision im Kopf behält: «Ich bin zuversichtlich, dass man in der richtigen Planungsphase wieder auf unsere Ideen zurückkommt». |
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Baden in der Eulach vor 50 Jahren
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Baden in der Eulach vor 50 Jahren
Für Hannes und Markus Jedele war das Eulachschwümbi in Hegi die Inspiration für ihre Vision eines Kanalbades. Bis 1968 konnte man in der Eulach in Hegi noch baden, gleich dort, wo heute die Bushaltestelle Hegi im Gern beheimatet ist. Die Stadt entfernte Schlamm und installierte ein separates Planschbecken für Kinder, inklusive Leitern ins Wasser. Auch heute liegt die Stelle noch idyllisch, und wer ein wenig Schlamm und Kies nicht scheut, kann noch immer ein Eulachbad nehmen. Willst du noch mehr spannende Facts zur Eulach? Hier kannst du unseren Stadtfluss interaktiv entdecken! |
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| Bis in die 1950er Jahre lernten die Kinder aus Oberi und Hegi in der Eulach schwimmen. (Bild: Sammlung Winterthur) |
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| Wechsel im Verwaltungsrat des CasinotheatersNach über 20 Jahren treten die Verwaltungsräte Kurt Rüegg und Ueli Diener nicht mehr zur Wiederwahl an, teilt das Casinotheater mit. Die Beiden seien massgeblich an der Weiterentwicklung des traditionsreichen Theaters beteiligt gewesen. Zur Wahl an der Generalversammlung im Juni stellen sich der aktive Künstler Michael Elsener, Gastro Suisse Präsident Beat Imhof sowie die Wirtschaftsprüferin Nadine Friedmann. Letzten Juni ist Mitbegründer Victor Giacobbo aus dem Verwaltungsrat ausgetreten. |
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| | Bundesgericht will keine Aufschiebung der MobilitätsinitiativeDie Stadt Zürich hatte nach der Annahme der Mobilitätsinitiative, die grundsätzlich Tempo 50 auf Hauptverkehrsachsen fordert, Beschwerde eingereicht. Das Bundesgericht hat nun der Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen. Dies bedeutet, dass mit der Umsetzung der Initiative durch den Regierungsrat begonnen werden kann. Auch für Winterthurs Verkehrsachsen bedeutet dies vorerst grundsätzlich Tempo 50. Über die Beschwerde an sich wird das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. |
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| | Mutmassliche Diebesbande in Oberi gefasst: Am Dienstagnachmittag konnte die Stadtpolizei gleich fünf mutmassliche Taschendiebe am Bahnhof Oberwinterthur verhaften. In kurzen Zeitabständen hatten verschiedene, teils vermummte Personen versucht, an einem Bankautomaten Geld abzuheben. Es wurden gestohlene Bankkarten sichergestellt. Die Stadtpolizei schreibt, dass die Festgenommenen nach ersten Ermittlungen in der ganzen Deutschschweiz bereits im Zusammenhang mit Taschendiebstählen gesucht werden. Modegeschäft Laurus droht Schliessung ohne Nachfolge: Die langjährige Besitzerfamilie sucht ab Sommer 2026 eine Nachfolge, wie der Landbote berichtet. Es stehe nun ein Generationenwechsel an. Wenn sich niemand findet, müsste das Traditionsgeschäft an der Stadthausstrasse schliessen.
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Rugby Club erklärt Rugby im Pub
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Rugby erklärt im Scotsman Das internationale Rugbyturnier «Six-Nations» begeistert gerade Rugbyfans in Europa. Der Rugby Club Winterthur schaut alle Spiele im Scotsmann an der General-Guisan-Strasse und lädt Interessierte ein zum Mitschauen. Wer Fragen zum Sport, den Regeln oder dem Verein hat, findet dort Ansprechspartner:innen zum Austausch. Infos zu den Daten und zu den Anlässen im Scotsman gibt es auf der Instagramseite des Rugby Club Winterthur.
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Was sagen die Winterthurer:innen zum Streik?
 | Im gestrigen Wintibrief haben wir euch gefragt: Wie stehst du zum Streik? Es zeigt sich, dass die Meinungen zum Streik als Mittel und zum Zeitpunkt auseinandergehen. Hier eine Auswahl der Meinungen: «Ich fand es toll, dass die Mitarbeitenden streikten. Ihre Forderungen sind sehr berechtigt und der Streik zeigte, dass ohne die Arbeitenden nichts läuft.» Samuel Vonwil — «Ich kann den Unmut der Chauffeure verstehen. Streik ist aber immer der falsche Ansatz, da viele Unbeteiligte (hier die Fahrgäste) bestraft werden. Dies ist absolut unfair und egoistisch von den Fahrern.» Bea Stalk — «Auch wenn Stefan Fritschi nicht mein Kandidat ist (oder vielleicht gerade deshalb?), empfinde ich den Zeitpunkt unmittelbar vor den Wahlen als eine geschmackslose Strategie.» Doris Spörri — «Ich lehne den Streik rundum ab. Ich finanziere mit Steuern und Abos eine Dienstleistung, auf die ich mich nicht verlassen kann. Wenn sich das wiederholt, werde ich mir wieder ein Auto kaufen - ÖV-ade.» Hermann Kölbener — «Positiv. Die mutigen Busfahrer:innen stehen für ihre Rechte ein! Ihre Forderungen sind nachvollziehbar. Dadurch werden sie hoffentlich nicht nur angemessen bezahlt, sondern der Verkehr wird für alle sicherer.» Roman Haefeli
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Bis ein Kanalbad an der Eulach realisiert wäre, dürfte es noch viele Jahre dauern. Ich freue mich nun erst einmal auf die Veränderungen an der Eulach beim Technikum. Denn auch das ist ein Meilenstein. Bis bald und hebs guet, Gioia |
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