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| | Schhht! Manchmal ist es in der Stadt einfach zu laut. Autos, Menschen, und ja, wenn der Strassenkünstler vor dem Fenster zum fünften Mal Vivaldis Winter spielt, dann nervt sogar die Musik. Für alle, denen es manchmal auch so geht, gibt es bald einen neuen Rückzugsort am Neumarkt.
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| Stiftungsrätin und Geschäftsführerin Regula Schmid im neuen «Ruheraum» für die Altstadt. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Ein Raum der Ruhe ‒ mitten in der Altstadt |
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| Es ist ein besonderes Angebot, das am 23. Oktober am Bosshardengässchen 1 lanciert wird: Ein Raum, in dem man sich für einen Moment aus der Hektik der Altstadt zurückziehen kann. Er ist offen für alle ‒ und kostenlos. von Tizian Schöni |
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| «Hier muss man nicht konsumieren wie im Kafi», sagt Regula Schmid. Die Geschäftsführerin der Stiftung Zentrum am Neumarkt steht inmitten eines frisch sanierten Dachgeschosses, der Blick schweift auf eine prächtig bepflanzte Terrasse. Sie wird, genau wie die bequemen Sessel, die Kaffeemaschine oder die kleine Bibliothek des Raumes kostenlos benützbar sein. «Für alle, die Ruhe im Trubel der Altstadt suchen», sagt Schmid. «Innehalt» heisst das Angebot, das die Stiftung jeweils Montags und Freitags betreiben will. Am 23. Oktober ist ein Eröffnungsanlass mit verschiedenen Programmpunkten geplant. |
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| Im Dachgeschoss des Hauses baute Madlonne Goldschmid einst ihre Modelle. Jetzt soll er zu einer stillen Insel in der Altstadt werden. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Entstanden ist die Idee aus dem Bedürfnis, etwas aus den Räumlichkeiten der Liegenschaft zu machen. 2022 verstarb Madlonne Goldschmid, der das Haus gehörte und die bis dahin in den oberen Etagen gelebt hatte. Mit ihrem Tod ging die Liegenschaft in das Vermögen der von ihr gegründeten Stiftung über. Seither kümmert sich der Stiftungsrat, darunter auch Regula Schmid, um die Umsetzung des Zwecks: Den Erhalt des «Begegnungszentrums am Neumarkt». «Madlonne war eine unkonventionelle Person, pionierhaft in verschiedenen Bereichen», sagt Regula Schmid. Als erste Modellbauerin der Schweiz fertigte sie in ihrem Atelier das Winterthurer Stadtmodell, das heute im Rathaus steht. Sie gründete die PTA, die Pfadi für Kinder und Jugendliche mit Behinderung mit und hatte immer ein offenes Ohr für Menschen in schwierigen Situationen», erzählt Schmid. |
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| 170 Jahre lang betrieb die Familie von Madlonne Goldschmid einen Eisenwarenhandel, erst am Untertor, dann hier am Bosshardengässchen. Heute ist das Haus grösstenteils vermietet. (Bild: bildarchiv.winterthur.ch) |
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| Nach zwei schweren Erkrankungen wurde Madlonne Goldschmid tief spirituell. Sie schloss sich den «Kleinen Schwestern Jesu» an, einem römisch-katholischen Frauenorden. In dieser Struktur habe sie ihre Leidenschaft aber nicht ausleben können, sagt Schmid. Goldschmid habe die Schwestern verlassen müssen und von da an ihre Spiritualität offener ausgelebt, geprägt von der feministischen Theologie und ihrer tiefen Verbundenheit mit Menschen und der Natur. In dieser Tradition steht das zweite Angebot, dass die Stiftung macht: Im dritten Stock des Hauses gibt es einen Meditationsraum, der bereits von verschiedenen Gruppen genutzt wird. Auch Gruppen, die gemeinsam kreativ oder anderweitig im Austausch sind, finden Platz. Hauptsache, man mache «Begegnung möglich», sagt Regula Schmid. |
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| Der Nager hat sich an einem Baum an der Töss zu schaffen gemacht. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Ist ein zweiter Biber unterwegs? |
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| Biberfrassspuren in der Nähe des Kemptweihers könnten ein Hinweis auf eine Niederlassung sein. Aber auch ein Jungtier, das um diese Jahreszeit auszieht, um ein neues Revier zu finden. von Tizian Schöni |
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| Zuletzt hatte sich im April 2025 ein Biber mitten in Wülflingen gezeigt ‒ ein WNTI-Leser ertappte den Säuger damals bei einem nächtlichen Spaziergang. Nun sind einem anderen Leser Frassspuren unweit des Kemptweihers aufgefallen, also an der Töss. |
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| Laut Bibermonitoring gibt es in der Töss bei Wülflingen eine aktive Biberfamilie. Nun hat es ein Nager eventuell bis in den Stadtteil Töss geschafft. (Grafik: WNTI) |
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| Aus dem Bibermonitoring der kantonalen Fachstelle geht hervor, dass bis 2022 ein Revier am Kemptweiher bestanden hat. Nun könnte es erneut besiedelt sein ‒ oder auch nicht. «Es könnte sich auch um ein Jungtier handeln, das erst auf der Suche nach einem neuen Revier ist», sagt Caroline Nienhuis der Biberfachstelle auf Anfrage. Südlich von Winterthur gebe es noch viel Platz für neue Biberfamilien, sagt Nienhuis. Die obere Töss und die Nebengewässer seien bisher nur vereinzelt besiedelt. Auf dem Stadtgebiet von Winterthur ist bisher nur ein weiteres Revier direkt nach dem Einfluss der Eulach in die Töss vermerkt. |
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| | | Natalie Rickli entscheidet nach den HerbstferienSie könnte die erste Winterthurer Bundesrätin werden. Doch Natalie Rickli (SVP) will sich erst nach den Herbstferien entscheiden, wie sie auf Linkedin mitteilte. Die 49-Jährige steht vor einer schwierigen Wahl, denn sie gilt als sicheres Ticket ihrer Partei für den Zürcher Regierungsrat, in dem sie seit 2019 sitzt. Kandidiert sie für den Bundesrat, muss die Zürcher SVP im Falle ihrer Wahl nur wenige Wochen vor den Wahlen eine valable Ersatzkandidat:in auftreiben. |
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| | Toter identifiziert, Brandursache unklarBeim Brand eines Dachstocks am Heiniweg ist am Dienstagmorgen eine Person ums Leben gekommen, gleichzeitig wurde eine Person vermisst. Nun hat die Kantonspolizei das Opfer identifiziert. Es handle sich um den ursprünglich vermissten Bewohner. Die Ermittlung der Brandursache dauere weiterhin an. |
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| | Weitere Kurz-NewsBurckhardt wartet auf hoher See: Der Kompressorenbauer hat laut einer Mitteilung bereits zum zweiten Mal Reparaturen an einem Flüssiggastanker auf hoher See durchgeführt. Durch die Wartung während der Fahrt würden die Liegezeiten der Schiffe verkürzt, wie es in einer Mitteilung von «punkt4info» heisst. Besuch bei den Bähnlern: Die Winterthurer Eisenbahn Amateure (WEA) lädt am 18. Oktober zum Tag der offenen Tür mit Börse. Besuchende können sich auf die feste Anlage freuen, an welcher der Verein seit 1984 baut. Die Anlage verbindet Normal- und Schmalspur, vier Bahnhöfe sowie rund 400 Meter Gleis. Der Anlass findet im Schulhaus Hegifeld mit Festwirtschaft und freiem Eintritt statt. (lf) Schnuppersingen im Frauenchor Seen: Am 10. November um 19.45 Uhr haben singfreudige Seemer:innen die Gelegenheit, den Frauenchor im Singsaal des Schulhauses Büelwiesen kennenzulernen. Und das ohne Hemmungen: Es sei nicht nötig, den Ton schon beim ersten Versuch zu treffen, wie es im «Seemer Boten» heisst. |
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| | Winti weiss wo der Briefkasten hin ist
 | Warum dein Briefeinwurf (noch) da ist «Wann haben Sie ihren letzten Brief geschrieben?», wurde der CEO der Post, Pascal Grieder, kürzlich gefragt. «Vor 20 Jahren», antwortet er und lächelt verschmitzt. Nicht allen geht es so wie dem ehemaligen McKinsey-Mann. «Ersatzlos aufgehoben» wurde kürzlich ein Briefkasten an der Weinbergstrasse 99 ‒ was an einer Leserin nicht unbemerkt vorüberging. Wie die Post auf Anfrage mitteilt, sei der Briefkasten entfernt worden, weil der Laternenpfahl, an dem er befestigt war, von der Stadt ersetzt wurde. Ausserdem seien täglich nur noch etwa 15 Briefe im Einwurf gelandet. Laut Postgesetz ist die Post zur Bereitstellung «öffentlicher Briefeinwürfe in ausreichender Zahl, mindestens aber einem pro Ortschaft» verpflichtet. Auf Winterthurer Gemeindegebiet unterhält sie derzeit 122 Einwürfe. Ausser jenem an der Weinbergstrasse sei im vergangenen Jahr kein Briefkasten weggefallen oder hinzugekommen, wie die Post auf Anfrage schreibt. Schweizweit reduziert die Post die Anzahl der gelben Kästen jedoch stetig, von 2024 auf 2025 wurden 151 Einwürfe abgebaut, was laut dem Jahresbericht der Postcom vor allem mit dem Abbau eigener Filialen zusammenhängt. Noch stärker als die Anzahl an Filialen und Briefeinwürfen nimmt allerdings die Menge versandter Briefe, Zeitungen und Pakete ab, jährlich um etwa fünf Prozent. Ganz alleine am Postchef kann das nicht liegen. |
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| Auf Stadtgebiet unterhält die Post 122 gelbe Kästen. (Grafik:WNTI) |
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| | Also, wir würden uns freuen, wenn Natalie Rickli zur Bundesrätin würde. Wie oft hat man als Lokaljournalist:in schon die Chance, für ein Interview nach Bern zu reisen? Übrigens: Rickli wäre die zweite Bundesrätin aus dem Kanton Zürich. Wer war die erste? Die Lösung findest du ganz unten. Bis bald, Tizian |
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