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Guten Morgen Fast die Hälfte der Bevölkerung in der Schweiz leidet unter Einsamkeit, das sagen Zahlen des Bundesamts für Statistik. Für Menschen mit Geldsorgen ist es noch schwieriger, der Einsamkeit zu entkommen. Die Gassenküche «Shalom» versucht gegen diese Einsamkeit anzugehen. Die ZHAW-Studentinnen Giulia Gallo und Alicia Keller waren beim Mittagessen dabei und erfuhren, warum sie auch für die freiwilligen Helfenden ein wichtiger Ort ist. |
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| Die Gassenküche Shalom befindet sich im Stadtteil Grüze. (Bild: Alicia Keller) |
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In der Gassenküche Shalom sind alle willkommen. Nicht nur für die Gäste, sondern auch für die freiwilligen Helfenden ist sie ein Ort der Gemeinschaft – und damit ein Zeichen gegen die zunehmende Einsamkeit. von Giulia Gallo und Alicia Keller |
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Die freiwilligen Helfenden legen um halb zwölf ihre Kochschürzen ab und machen sich bereit für den Service. Sie begrüssen alle Gäste persönlich mit Namen. Zur Kundschaft gehören viele Personen ab mittlerem Alter, zwischendurch jüngere Gesichter und etwas mehr Männer als Frauen. Manche setzen sich an die grossen Tische, einer setzt sich an einen Zweiertisch und schaut in Ruhe eine Serie auf seinem Handy. Wie Untersuchungen des Bundesamtes für Statistik zeigen, leiden rund 43 Prozent der Bevölkerung an Einsamkeit. Bei den über 55-Jährigen ist es laut Pro Senectute jede vierte Person. Zudem lebt jede achte über 65 Jahren mit zu wenig Geld. Gegen beide Probleme hat die Gassenküche ein Rezept: Für einen Fünfliber gibt es ein ausgewogenes Mittagessen. Heute stehen Salat, Spargelcremesuppe, Couscous mit gebratenen Auberginen sowie Fruchtsalat oder Schokopudding auf dem Menü. Und an Gesellschaft mangelt es im Lokal nie: Sogar die Geburtstage der Gäste werden mit persönlicher Karte und gemeinsamem Singen gefeiert. |
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| «Die Menschen sollen nicht allein sein. Hier ist jeder willkommen, um zu lachen und auch zu diskutieren.» Don Alberto Ferrera, pensionierter Pfarrer |
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Shalom ist hebräisch und bedeutet sowohl willkommen als auch Frieden. Der pensionierte Pfarrer Don Alberto Ferrera hat die Gassenküche und damit den Verein Shalom 2009 gegründet. «Die Menschen sollen nicht allein sein. Hier ist jeder willkommen, um zu lachen und auch zu diskutieren», sagt Don Alberto. Der Verein sei konfessionslos und politisch unabhängig.
Freiwillige stemmen den KüchenbetriebSeit neun Uhr haben sechs freiwillige Helfende das Menü vorbereitet und die Tische gedeckt. Monique ist seit Februar dabei. Ihr gefalle vor allem der Kontakt zu den Menschen. «Beim Servieren bin ich in meinem Element», sagt sie. Edi kocht gerne und freut sich, wenn es den Gästen schmeckt. Sekretärin Monica del Popolo sagt: «Heute haben wir sehr viele Helfende, aber dafür können wir auch mehr machen.» Im Moment gebe es bei ihnen fast schon einen Boom in der Freiwilligenarbeit. Laut einer Studie der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft engagieren sich junge Menschen immer weniger ehrenamtlich, während der Einsatz bei älteren hoch bleibt. |
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| Tiziana rüstet bereits die Rhabarber für morgen und Edi ist gerade mit dem Spargelschneiden fertig geworden. (Bild: Alicia Keller) |
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| Die kreativen Menüs entstehen aus Essensspenden. Diese erhält der Verein von der «Schweizer Tafel» sowie von Restaurants und Läden aus der Umgebung. Falls nötig, geht Monica auch einkaufen. Und es werden Reste vom Vortag verwendet. «Das macht man zu Hause ja auch», sagt sie. |
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| Monica del Popolo arbeitet seit elf Jahren in der Gassenküche Shalom. (Bild: Alicia Keller) |
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Auch die Freiwilligen finden Gemeinschaft Um 13 Uhr leert sich die Gassenküche wieder. Die Freiwilligen bleiben alle noch vor Ort – nun sind sie an der Reihe, zusammen Mittag zu essen. Sie setzen sich um einen grossen Tisch und unterhalten sich gelassen. Auch für sie ist die Gassenküche Shalom ein Ort der Gemeinschaft. |
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| «Wir sind ein super Team», sagt Edi. (Bild: Alicia Keller) |
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Edi meint: «Zwölf Stunden am Tag nur zu Hause zu sitzen, würde mir stinken. Es ist immer schön, hier zu sein.» |
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| | Winti-Sola findet zum zehnten Mal statt
2016 rannten 110 Teams rund um die Stadt. Zehn Jahre später sind es knapp 1900 Läufer:innen in 161 Teams, die am 26. September vom Teuchelweiher aus starten werden. Die Hochschulsport-Veranstaltung folgt mit zwölf Teilstrecken dem Rundweg Winterthur und wird vom ASVZ und der Stadt Winterthur organisiert. Die Winti-Sola entstand vor zehn Jahren nach dem Vorbild der Sola-Stafette aus Zürich, an der jährlich circa 1000 Teams starten. Der Name «Sola» (schwedisch für Sonne) brachte ein ehemaliger Hochschulsportlehrer von einem Lauf aus Schweden mit in die Schweiz. Am Lauf werden auch Stadtpräsident Stefan Fritschi, Stadträtin Martina Blum sowie Nicolas Galladé und weitere Stadtparlamentarier:innen starten. |
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| | Sportplatz Flüeli erhält AthletikflächeDie Stadt hat ein Baugesuch für die Erweiterung der Sportanlage Flüeli im Blumenau-Quartier in Veltheim eingereicht. Dies berichtet der «Landbote». Neben dem Sportplatz liegt eine Brache, die in den letzten Jahren als Bauinstallationsplatz genutzt wurde. Dort soll in Zukunft eine Athletikfläche inklusive Street-Work-Anlagen wie Barren, Sprossenwand und Klimmzugstangen entstehen. Profitieren davon soll die ganze Quartierbevölkerung, aber vor allem auch der SC Veltheim, der damit mehr Platz fürs Training bekommt. |
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| | S7 wird am Wochenende umgeleitet: Kommendes Wochenende von Freitagabend, 25. bis Montagmorgen, 28. September 2026 fahren in Kloten Balsberg, Kloten und Opfikon keine Züge. Dies weil die SBB die Gleise zur Doppelspur ausbauen. Die S7 zwischen Winterthur und Rapperswil wird deshalb für diese Zeit umgeleitet und hält ausserordentlich am Flughafen. Programm des Tanzfestivals ist da: Das Tanzfestival findet vom 20. bis 28. November 2026 bereits zum 34. Mal in Winterthur statt. Das gesamte Programm kann online oder im Programmheft entdeckt werden. Viele Tanz-Events werden von Live-Musik begleitet und laden zum Mittanzen ein. |
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| Von der Bank in Winterthur zur UBS |
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| Neulich hat die letzte verbliebene Schweizer Grossbank ihre Quartalszahlen bekannt gegeben. Allein im zweiten Quartal hat die UBS 2.8 Milliarden Franken verdient. Die Bilanzsumme der Bank belief sich beim letzten Jahresabschluss auf einen astronomischen Wert, fast doppelt so hoch wie das gesamte Bruttoinlandprodukt der Schweiz. Kaum zu glauben, dass auch diese Firma einst klein angefangen hat. Gegründet 1862 als Bank in Winterthur. Damals zählte die Stadt gerade einmal 16'000 Einwohner:innen. Die erste Filiale befand sich im Haus «Drei Blumen» an der Ecke Marktgasse/untere Kirchgasse, wo sich heute das Geschäft von Goldschmied Peter Bosshart befindet. Der Tresor aus der damaligen Zeit steht heute noch im Keller. Der Grund für die Gründung der Bank war, dass Winterthurer Unternehmer und Kaufleute ihre Geschäfte damals selbst in die Hand nehmen wollten. Winterthur sollte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum industriellen Zentrum des nordöstlichen Teils der Schweiz entwickeln. Das Startkapital belief sich auf fünf Millionen Franken. Die Bank beschäftigte zu Beginn einen Direktor, einen Kassier und Prokuristen sowie einen Buchhalter und zwei Aushilfsbeamten. Geburtshelfer war kein Minderer als Gottfried Keller, der als Staatsschreiber des Kantons seine Unterschrift unter die Gründungsurkunde setzte. 1912 schlossen sich die Bank in Winterthur und die Bank in Toggenburg zur Schweizerischen Bankgesellschaft zusammen. Der Vorläufer der heutigen UBS war geboren. Hauptsitz der Bank war bis 1945 Winterthur. Dann kam der Wechsel nach Zürich. |
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| Das «Haus Drei Blumen» an der Ecke Marktgasse /Untere Kirchgasse. (Bild: Christian Huggenberg) |
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| | Unter der Rubrik «Geschichte vor Ort» schreiben verschiedene Autorinnen und Autoren aus dem Geschichtennetzwerk Winterthur. Christian Huggenberg ist Präsident des Historischen Vereins Winterthur. |
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Kaum vorstellbar, dass eine Gigantin wie die UBS ihre Wurzeln in unserer Stadt hat. Ob man darauf heute noch stolz sein will, weiss ich nicht. Sicher ist: Uns Winterthurer:innen sollte man niemals unterschätzen! Bis bald und hebs guet, Gioia |
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