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Guten Morgen! Wer keinen Schul- oder Lehrabschluss besitzt, hat im Arbeitsmarkt schlechte Karten. Dagegen will die Stadt etwas tun und möchte neu Stipendien für Weiterbildungen vergeben. Und wir schauen nochmals aufs Albanifest: Was kostet ein Standplatz für Vereine? Und wie war dein Albani-Erlebnis?
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| Menschen ohne Abschluss arbeiten häufig für viel weniger Geld als Arbeitskolleg:innen mit Abschluss. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Eine Chance für Menschen ohne Abschluss |
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Ohne Lehrabschluss oder Matura oder ohne Grundkenntnisse beim Lesen, Rechnen oder im digitalen Bereich wird man im Arbeitsmarkt schnell abgehängt. Städtische Stipendien für Weiterbildungen sollen Menschen mit niedrigen Qualifikationen helfen, im Arbeitsmarkt zu bleiben. von Gioia Jöhri |
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In Winterthur haben rund 11’000 Personen keinen Lehrabschluss oder keine Maturität. Häufig bedeutet dies weniger Lohn und unsichere Arbeitsbedingungen. Wer in der heutigen Berufswelt fit bleiben will, muss sich ständig neues Wissen und neue Kompetenzen aneignen. Laut Stadtrat scheitert dies oftmals am Geld und an der Zeit: Menschen mit knappen finanziellen Ressourcen verzichten auf Weiterbildungen, weil sie sich einen Erwerbsausfall schlicht nicht leisten können. Auch das Geld für die Kinderbetreuung während einer Weiterbildung falle ins Gewicht. |
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| «Menschen mit knappen finanziellen Mitteln müssen deshalb oft auf eine Weiterbildung verzichten, obwohl sie damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern könnten.» Aus der Medienmitteilung des Stadtrats |
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Der Stadtrat will Betroffene mit sogenannten «Arbeitsmarktstipendien» unterstützen, dafür hat er nun eine Verordnung ausgearbeitet. Er kommt damit einer Forderung des Stadtparlaments nach. Die Massnahme ist zudem Teil der städtischen Bildungsstrategie. In Zukunft sollen gering qualifizierte Personen bei der Stadt Beiträge für Weiterbildungs- oder Betreuungskosten oder Bildungserwerbsersatz für Lohnausfälle während einer Weiterbildung beantragen können. Laut Verordnung wären Personen berechtigt, die bereits seit drei Jahren in Winterthur wohnen oder direkt vom Ausland her zugezogen sind und mindestens drei Jahre Berufserfahrung mitbringen. Mit Studienabschluss oder einer höheren Berufsbildung kann man sich nicht für ein Arbeitsmarktstipendium bewerben. Profitieren könnte beispielsweise eine Coiffeuse ohne Computerkenntnisse, da sie digitale Kenntnisse für ein neues Buchungstool braucht. Oder eine alleinerziehende Mutter, die einen Lehrabschluss in der Kita, wo sie bereits lange arbeitet, nachholen kann. |
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| Profitieren könnte beispielsweise eine Coiffeuse ohne Computerkenntnisse. (Symbolbild: Unsplash) |
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Positive Erfahrungen in ZürichIn der Stadt Zürich hat man bereits Erfahrung mit Arbeitsmarktstipendien und zieht eine positive Bilanz: Das Geld erreiche die richtigen Leute und habe nachhaltig dazu beigetragen, deren Stellung im Arbeitsmarkt zu verbessern, schreibt die Stadt Zürich. Auch Winterthur hofft, dass damit langfristig die Armut und die Abhängigkeit von Sozialhilfe verkleinert werden könnte. Im ersten Jahr rechnet der Stadtrat mit Ausgaben von rund 200’000 Franken für die neuen Stipendien. Nun muss das Stadtparlament über die Verordnung des Stadtrats befinden. Die Stadt rechnet mit einer Einführung der neuen Stipendien bis Mitte 2027. |
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| | Petition für Bahnhof Grüze NordIn Bundesbern will man einige Infrastruktur- und Verkehrsprojekte in und um Winterthur nicht mehr finanzieren (Tizian berichtete). Dazu gehören der geplante Bahnhof Grüze Nord bei der neuen Leonie-Moser-Brücke, ein Spurausbau und der Tunnelbau bei der A1 in Töss sowie der Ausbau des Bahnhofs in Oberwinterthur. Die FDP hat nun eine Petition lanciert, die sich «für eine starke Verkehrsinfrastruktur in der Grossregion Winterthur» starkmacht. |
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| | Kranz für Winterthurer Schwinger Janos Bachmann 
Am Nordostschweizer Schwingfest in Güttingen vom vergangenen Sonntag durfte Janos Bachmann vom Schwingklub Winterthur mit Rang 4c einen Kranz mit nach Hause nehmen. Bei besonders heissen Temperaturen im Sägemehl überzeugte der Wildberger mit vier gewonnenen Begegnungen und einer Punktzahl von 57,25. Der 21-Jährige ist in Winterthur kein Unbekannter: Er gewann bereits den Eschenbergschwinget dieses Jahr. (Bild: Schwingverein Winterthur) |
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| | Zeugenaufruf nach Geldraub: Am Freitagabend wurde ein Mann an der Museumstrasse von zwei unbekannten männlichen Tätern ausgeraubt. Kurz nachdem der Geschädigte seine Bank verlassen hatte, wo er gerade Geld abgehoben hatte, zwangen ihn zwei Männer mit einem Messer dazu, 3000 Franken Bargeld herauszugeben. Die Täter flüchteten daraufhin mit dem Geld, der Geschädigte blieb unverletzt und erstattete Anzeige. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls, die sich unter 052 267 51 52 melden können. |
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| Kino verbindet. Im Kino wird gemeinsam gelacht, geweint und mitgefiebert. Jetzt werden die Leinwände wieder draussen aufgebaut. Das temporäre Open-Air-Filmtheater findet vom 11. bis 15. Juli hier statt: Zum Park 5 in 8404 Winterthur. Mit dem Duft von Popcorn in eine völlig andere Welt abtauchen: Mal actiongeladen, mal romantisch, dann wieder witzig oder systemkritisch – Kino ist Kulturgut, das verbindet. Von Dokumentar- über Stummfilm bis hin zur Schweizer Schnulzenkomödie ist für fast jeden Geschmack etwas dabei. |
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So viel kostet eine Albanifest-Teilnahme für Vereine
 | So viel kostet eine Albanifest-Teilnahme für Vereine Am Freitag haben wir über drei verschiedene Vereine und ihre Herausforderungen am Albanifest berichtet. Luca Rizzitano wollte daraufhin von uns wissen, wie viel Vereine für ihre Teilnahme am Albanifest bezahlen. Laut Heinz Stiefel, Präsident des Albanifest-Komitees, zahlen Vereine zwischen 500 und 600 Franken Grundgebühr. Dazu kommen 155 Franken für neun Quadratmeter Grundfläche. Da man auf diese neun Quadratmeter nicht viel mehr als einen Pavillon stellen kann, zahlen viele Vereine noch zehn Franken mehr pro weiterem Quadratmeter. «Diese Preise haben sich seit vielen Jahren nicht verändert», sagt Heinz Stiefel. Sowieso nehme man den Unterstützungsauftrag für Vereine von der Stadt sehr ernst. «Wenn wir Gebühren oder Preise erhöhen müssen, dann machen wir das zuletzt bei den Vereinen», ergänzt Stiefel. |
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| Pro Quadratmeter Festzelt fallen nach der Grundgebühr noch zehn Franken an. (Bild: Albanifest-Komitee) |
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Deine Albanifest-Experience
 | Wie wars am Albani? Am Sonntag ging das grösste Volksfest der Stadt zu Ende. Einige nehmen das zum Anlass, ein Wochenende auf dem Land zu verbringen, andere stürzen sich ins Getümmel. Wir möchten von dir wissen, was dein Albanifest-Erlebnis war. Vom Highscore am Boxautomaten über die leichte Hirnerschütterung nach zu vielen Autoscooter-Fahrten bis hin zur Sitznachbarin aus der Primarschule, die man nach zehn Jahren erstmals wiedersieht ‒ tanzend auf den Festbänken des Warrior-Zelts. Da der Link gestern nicht funktionieren wollte, serviere ich ihn heute nochmals. Haut in die Tasten! |
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Ich bin gespannt auf eure Berichte vom Albanifest. Ihr dürft euch auch melden, wenn ihr gar nicht da wart. Ich gehöre nämlich dieses Jahr auch zu denen, die aufs Land geflüchtet sind. Bis bald und hebs guet, Gioia |
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