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| | Gute Fahrt in die nächste Woche! Während anderswo die Tour de France läuft, zeigte Winterthur am Wochenende: Nicht jede Velorunde führt über die Alpen. In Veltheim genügten ein kurzer Rundkurs, enge Kurven und kräftige Beine für spannende Rennen beim ersten «Winticrit.» Gelbe Trikots gab es zwar keine, dafür jede Menge Tempo und Quartieratmosphäre. |
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| Für Lea Fuchs ist die Winticrit als Winterthurerin ein Heimspiel. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Kurze Strecke, hohes Tempo – Am Samstag wurde in Veltheim Velo gefahren |
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| Die Sonne knallt auf die Köpfe der Zuschauer:innen, während die Stimme des Speakers aus einem Lautsprecher schallt: «Fünf Minuten bis zum nächsten Rennen!» Knapp zwanzig Männer in engen Outfits mit leichten Velos stehen an der Startlinie auf der Feldstrasse. In Veltheim ist an diesem Samstag «Winticrit» – ein etwas anderes Velorennen. von Sebastian Galli |
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| Die Strecke ist kurz, das Tempo hoch, die Kurven sind eng. Genau das mache ein sogenanntes Kriterium aus, sagt Lea Fuchs. Vor einigen Wochen fuhr sie die Tour de Suisse, jetzt steht sie neben der Bahn im Schatten eines Baumes. In Wettkampfmontur – ihr Rennen steht erst noch an. «Crits» seien zwar nicht ihre beste Disziplin, sagt Fuchs. Sie bevorzuge Rennen über längere Distanzen mit einer taktischen Komponente. Die gäbe es an einem Rennen wie diesem nicht. Hier sei der Rhythmus anders: Sprint. Kurve. Sprint. Kurve. Das bräuchte eine ganz andere Fahrweise. Aber auch wenn Fuchs heute nicht in ihrer Paradedisziplin antritt, dass sie teilnehmen würde, sei klar gewesen. Denn: «Mal ein Rennen in der eigenen Stadt fahren, ist schon speziell.» |
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| Für den Radprofi Felix Stehli ist es erst die zweite «Crit». (Bild: Sebastian Galli) |
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| Wie Fuchs betont auch Felix Stehli die Bedeutung einer guten Fahrtechnik bei einem solchen Rennen. Auch er ist Profifahrer – letztes Jahr fuhr er bei der Gravelbike-Weltmeisterschaft auf den fünften Platz. «Hier kommst du mit einem riesigen Tempo in die Kurve», sagt er. «Sie sind eng, da musst du schauen, dass du mit den Pedalen nicht am Boden ankommst.» Die Folgen eines solchen Kontakts kann man sich denken. Für Stehli ist es erst seine zweite «Crit». Sein Fokus liegt auf Gravel- und Mountainbike. Solche Rennen seien aber toll, gerade auch für die Zuschauer:innen. Die Strecke sei kurz, dafür gäbe es viele Runden. «An einem solchen Rennen siehst du uns etwa dreissig Mal vorbeifahren», sagt er. «Das ist keine schlechte Quote.» Stehli nutzt die «Winticrit» als Aufwärmrennen für den Sonntag – da stehe noch ein wichtiges Gravel-Rennen an. |
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| Rolf schafft es trotz Sturz in der Qualifikation doch noch ins Finale. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Inzwischen sind die Fahrer des letzten Rennens im Ziel angekommen. Es war die «Lucky-Loser»-Runde. Alle, die sich im ersten Durchlauf nicht für das Finale am Abend qualifiziert hatten, fuhren über 15 Runden, um eine zweite Chance zu erhalten und doch noch an der Startlinie stehen zu dürfen. Rolf ist einer der drei «Lucky-Loser», die nun doch noch antreten dürfen. Er sei kein Profi und habe das Radfahren nach einer dreijährigen Pause erst vor Kurzem wieder für sich entdeckt. «Heute ist mein erstes Rennen überhaupt», sagt Rolf. Er ist heute mit Familie und Freunden hier. Einer seiner Freunde sei auch der Grund, weshalb er den Finaleinzug im ersten Anlauf nicht schaffte. «Wir sind uns in einer Kurve zu nahe gekommen und unglücklich gestürzt», sagt er. «Aber jetzt hat’s ja doch noch geklappt.» |
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| Beim Kinderrennen erhalten alle Teilnehmenden eine Medaille. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Noch fehlt Rolfs Nachwuchs der Gleichgewichtssinn, um seinem Vater auf der Piste Konkurrenz zu machen. Beim Kinderrennen zeigt sich aber, dass dies wohl nicht mehr allzu lange der Fall sein wird. Über drei Runden messen sich Sechs- bis Zehnjährige miteinander. Und hier wird die technische Innovation noch gelebt. Kein Einheitsbrei an aerodynamischen Sonnenbrillen und federleichten Carbon-Rädern – im Gegenteil. Stattdessen stehen da Sandalen, Röckli und Velochörbli samt Wimpel an der Startlinie. |
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| Valentin beendet mit seiner ersten Medaille seine Radkarriere auf einem Höhepunkt. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Zugegeben, mit den kleinen Rädern seines Chopper-Bikes, machte sich Valentin wettbewerbstechnisch keinen Gefallen. Dafür fährt er aber definitiv Stilpunkte ein. Auf die Frage, ob er nachträglich etwas anders machen würde, hat der Sechsjährige eine pragmatische Antwort: «Ja, ich würde ins Wolfi gehen.» Auch was seine allfällige Karriere im Radsport angeht, hat er eine klare Vorstellung. Er möchte sie auf dem Zenit beenden und würde beim nächsten Mal wohl eher nicht mitfahren. «Ich habe ja bereits eine Medaille.» Für alle, die allerdings mitfahren möchten, hat Valentin einen Tipp: «Zum Gewinnen braucht es Geschwindigkeit.» Und wie kommt man auf diese? «Indem man ganz fest trampt!» |
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| | | | | Störung legt Websites in der Region lahm
Mehrere Websites von Schweizer Gemeinden und Kantonen sind am Sonntag zeitweise ausgefallen. Wie der Landbote berichtet, soll eine Störung beim IT-Dienstleister Innovative Web AG die Ursache gewesen sein. Betroffen waren unter anderem die Webseiten der Städte Kloten, Dietikon und Illnau-Effretikon sowie verschiedener Kantone und Gemeinden. Auch die Websites von Andelfingen, Dägerlen oder Seuzach in der Region Winterthur funktionierten nicht. Die Firma betreibt nach eigenen Angaben die Webauftritte von über 650 Gemeinden, Städten und Kantonen in der Schweiz. |
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| | Illegal entsorgte Altreifen 
Unbekannte haben im Waldgebiet an der Unteren Geissenrainstrasse mehrere Altreifen illegal entsorgt. Die Ablagerung soll laut Polizei zwischen dem 12. und 30. Juni erfolgt sein. Die Stadtpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeug:innen, die in diesem Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Sie weist darauf hin, dass das Entsorgen von Altreifen in der Natur verboten ist und gegen die Umwelt- und Abfallgesetzgebung verstösst. (Bild: Stadtpolizei Winterthur) |
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| | Weitere Kurz-News
Hallenbad-Duschen wegen Legionellen geschlossen: Im Hallenbad Geiselweid sind die Innen-Duschen wegen erhöhter Legionellenwerte per sofort gesperrt worden. Der Badebetrieb läuft normal weiter, für Schwimmer:innen besteht laut der Stadt keine Gefahr. Bis das Problem behoben ist, stehen nur die kalten Aussenduschen zur Verfügung. Ab Montag bleibt das Hallenbad ohnehin für vier Wochen wegen Revisionsarbeiten geschlossen.
Der EHC Winterthur verstärkt seine Defensive mit einer Rückkehr: Der EHC Winterthur holt Ari Birchler zurück. Wie der Verein berichtet, kehrt der 26-jährige Verteidiger nach seinem Engagement beim EHC Dübendorf zu seinem Stammverein zurück. Birchler stammt aus dem Nachwuchs des EHC Winterthur und sammelte zudem Erfahrung in der Swiss League. Mit seiner Rückkehr soll er die Defensive des Teams verstärken.
Stadtbus erreicht Rekordwert bei Kundenzufriedenheit: Die Fahrgäste sind mit dem Stadtbus Winterthur so zufrieden wie noch nie. Wie die Stadt Winterthur mitteilt, erreicht der Stadtbus in der aktuellen Qualitätsbefragung den höchsten Wert seit Beginn der Messungen. Besonders gelobt werden die Pünktlichkeit, die Sicherheit und das Fahrpersonal. Bereits 2025 nutzten rund 32 Millionen Fahrgäste den Stadtbus – ebenfalls ein Rekord. |
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| Kleine Konzerte unter freiem Himmel
 | Kleine Konzerte unter freiem Himmel Wer laue Sommerabende mit Livemusik mag, findet beim Fresh! Open Air an der Wartstrasse eine besondere Atmosphäre. Bis zum 11. Juli treten jeweils abends verschiedenste Singer-Songwriter:innen auf. Die Konzerte finden ohne grosse Bühne auf einer für das Festival gesperrten Strasse statt, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Das Open Air setzt laut Veranstaltern auf akustische Konzerte und wird mit Solarstrom betrieben. Die Tickets kosten nach dem «Pay what you can»-Prinzip 15, 25 oder 35 Franken, wobei die Hälfte der Einnahmen direkt an die auftretenden Musiker:innen geht. |
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| Die Konzerte haben bereits die ersten Musikfans angelockt. (Bild: zvg) |
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| Kultur.Mensch
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| Jeremy Hulette will mit seinem Kunstkiosk lokale Künstler:innen unterstützen (Bild: Giglio Pasqua) |
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| Der Kunstkiosk «Kurioso»!
In der Neustadtgasse eröffnete diesen März der Kunstkiosk «Kurioso». Von Dienstag bis Samstag können nun Neugierige ihre Nasen in den Laden stecken und das lokale Kunstschaffen kennenlernen und fördern. «Mein Ziel ist, dass möglichst viele Einnahmen direkt an die Künstler*innen gehen. Deshalb arbeiten wir mit einem kommissionsbasierten Modell: Wir erhalten nur einen kleinen Anteil für den Unterhalt», erklärt Inhaber Jeremy Hulette, der auch das Roxy Vinylcafé vis-à-vis führt. Ziel sei, dieses Netzwerk an Künstler*innen laufend zu erweitern. «Durch das Roxy stehe ich schon länger in Kontakt mit einigen lokalen Kunstschaffenden, beispielsweise vom Atelier Maison Faison. Nun werde ich weitere Einzelpersonen, Ateliers und Kollektive anschreiben, damit das Angebot regelmässig wechselt», so Hulette, der findet, «dass es hier nicht genug Orte gibt, an denen lokale Künstler*innen ihre Kreationen zeigen und verkaufen können». Öffnungszeiten vom Kunstkiosk Kurioso: Dienstag bis Samstag 10.00–13.00 Uhr 14.00–18.00 Uhr |
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| | Das ganze Portrait liest du im aktuellen Coucou Kulturmagazin. Diese Rubrik wird durch das Kulturmarketing der Stadt Winterthur unterstützt. |
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| | | Halt dich fest: am Velolenker, am Ventilator oder einfach an einem kühlen Getränk. Diese Woche dreht das Thermometer wieder kräftig auf. Falls dir zwischen Hitzewelle und Alltag kurz der Kopf raucht, hoffen wir, dass unser Wintibrief zumindest für ein paar Minuten für etwas Abkühlung sorgt.
Bis nächste Woche – und bleib möglichst im Schatten. Herzlichst Marit |
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