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| | Guete Morge Winti Wusstest du, dass Winti den grössten Beachsoccer-Verein der Schweiz beherbergt? Mehr über die Winti Panthers erzählt dir gleich Mattia – und weiter unten erfährst du unter anderem, was es mit dem ominösen gelben Stimmzettel und der Wahl der neuen Staatsanwältin oder des neuen Staatsanwaltes auf sich hat.
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| Mit der Brust annehmen und per Fallrückzieher ins Tor. So leicht kann Beachsoccer sein. (Bild: Mattia Mayer) |
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| | Dieses Jahr eröffnen die Winti Panthers die Beachsoccer-Saison mit dem Meisterschaftswochenende vom 30. und 31. Mai am Deutweg. von Mattia Mayer |
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| Es regnet an diesem Montagabend im April. Sieben barfüssige Männer vom Beachsoccer Club Winti Panthers stehen trotzdem auf dem Sandplatz und jonglieren einen gelben Fussball im Kreis herum. Eine seltsame Szene: brasilianisches Flair im Winterthurer Regen. Sie trainieren fleissig, denn dieses Jahr eröffnet der grösste Beachsoccer-Verein der Schweiz die Meisterschaft. Gleich hier am 30. und 31. Mai in Winterthur am Deutweg. |
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| Der Ball wird am besten nur jongliert. Der Sand ist unberechenbar und lässt den Ball leicht verspringen. (Bild: Mattia Mayer) |
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| Ob sie mit 70 Mitgliedern rein zahlenmässig den grössten Verein bilden, weiss Cedric Sandtner, Präsident der Winti Panthers, nicht. Er wischt sich den Sand von der Stirn, zieht die Goalie-Handschuhe aus und erklärt: «Was uns zum grössten Verein macht, ist die Anzahl Teams, die wir stellen.» Zwei Frauenmannschaften, eine in der Nati A, eine in der Nati B und zwei Männermannschaften. Wiederum in Nati A und Nati B. Die Winti Panthers sind als einziger Verein in allen Schweizer Ligen vertreten. Die erste Mannschaft trainiert zweimal pro Woche am Deutweg auf einem Eisfeld, das die Stadt im Sommer mit Sand zuschüttet. Dieses Jahr ist es nicht neben der Halle, weil dort gerade die Pickleball-Felder stehen. Zum Verdruss der Winti Panthers, wie Tobias Müller, Spieler und Präsident der Swiss Beachsoccer League, erklärt: «Beim Feld gleich neben der Eishalle bildete die Terrasse eine kleine Tribüne, von welcher aus die Zuschauer mitfiebern konnten.» |
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| Von links nach rechts: Tobias Müller, Michi Schellenberg, Cedric Sandtner. (Bild: Mattia Mayer) |
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| Schon lange hoffen die Winti Panthers auf ein eigenes Beachsoccer-Feld. Nicht wegen der Tribüne – wegen einer Drainage. Auf dem zugeschütteten Eisfeld kann zu viel Regenwasser nicht abfliessen. «Um dann trainieren zu können», sagt Gründungsmitglied und Trainer Michi Schellenberg, «muss man den gesamten Platz einmal umwälzen.» Beachsoccer erhalte allgemein wenig mediale Aufmerksamkeit und werde wenig unterstützt, sagt Michi. «Die Stadt Winterthur hat einmal einen Kredit gut gesprochen für 200’000 Franken.» Dieser sei aber wieder gestrichen worden und dem Beachvolleyball zugutegekommen. «Es ist einfach schade, dass wir seit fast 20 Jahren für einen Platz kämpfen», sagt das Gründungsmitglied. Er glaube nicht, dass es an den finanziellen Mitteln fehle, sondern am Platz. Es sei noch nicht klar, wie genau die Zuschauenden das Spektakel am 30. und 31. Mai verfolgen können, sagt Tobias. Die Events seien super besucht. Man kenne sich innerhalb der Community und die Leute lebten für den Sport. «Wer zum ersten Mal einen Match schauen kommt, kommt garantiert wieder», sagt Tobias. Das Spiel sei spektakulär. Es gäbe Fallrückzieher, Weitschüsse und fast immer mehr als fünf Tore pro Spiel. |
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| | «Was wünscht man sich mehr als Fussballfan?» Tobias Müller |
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| Was der Präsident des Verbandes über seinen Sport sagt, macht Sinn. Der sandige Bruder des Fussballs scheint schnell, athletisch und spektakulär. Während Tobias spricht, spielen die Panthers ein Match. Sie setzen immer wieder zu Fallrückziehern an, schiessen aus jeglichen Winkeln und finden immer wieder eine Möglichkeit, den Ball über einen Gegenspieler zu jonglieren. Die Beachsoccer-Regeln sind ein wenig anders als beim Fussball. Gespielt wird barfuss und fünf gegen fünf in drei Dritteln während je zwölf Minuten. Das Spielfeld ist etwa so gross, wie ein Volleyballfeld. Anders als beim Fussball darf man beim Beachsoccer unlimitiert wechseln. «Meist dauert ein Einsatz nur zwei bis drei Minuten, bevor wieder gewechselt wird», sagt Tobias. Die Einsätze seien kurz und äusserst intensiv. Und die vielleicht schönste Regel: Wenn jemand zum Fallrückzieher ansetzt, darf man nur blocken und nicht aktiv stören. Die Verletzungsgefahr sei zu hoch. Ausserdem stelle man so sicher, dass immer wieder Fallrückzieher probiert werden, sagt Tobias. «Was wünscht man sich mehr als Fussballfan?» |
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| Der Ball beim Beachsoccer ist leichter als ein klassischer Fussball. So werden die Kunststücke im Sand erst möglich. (Bild: Mattia Mayer) |
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| «Auf dem Rasen war die Stimmung immer vergiftet», sagt Cedric. «Beachsoccer ist menschlicher.» Allgemein würden die Vorteile des Beachsoccers für ihn überwiegen. Man spiele immer wieder gegen dieselben Personen und lerne die Community so immer besser kennen. «Und beim klassischen Fussball hat man doch 22 Spiele in einer Saison – sprich 22 besetzte Wochenenden», sagt er. Beim Beachsoccer seien es nur sieben. Trotzdem hätten alle den Ehrgeiz, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Dieses Jahr sei die Meisterschaft aber nicht ganz realistisch für die Panthers. «Auch wenn Träumen immer erlaubt ist», so Cedric. Trainer Michi Schellenberg führte vor zwei Jahren bereits die Frauenmannschaft zum Meistertitel. «Das gab mir richtig lange ein Hühnerhautfeeling», sagt er. Wie Cedric sieht er seine Mannschaft dieses Jahr nicht als Favoriten. Das Ziel des Trainers ist aber trotzdem klar: «In den nächsten zwei Jahren wollen wir Meister werden.» |
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| | Kein Staatsanwalt in Sicht |
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| Es ist ein Demokratie-Paradox: Staatsanwält:innen sollen vom Volk gewählt werden. Aber seit einigen Jahren gibt es einen Schleichweg in die Behörde ‒ weil der attraktiver ist, stellen sich immer weniger Jurist:innen zur Wahl. von Tizian Schöni |
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| Wer dieser Tage den gelben Stimmzettel aus dem Couvert zieht, ist ratlos. Eine Staatsanwält:in sollen wir wählen ‒ ohne zu wissen, wer dafür überhaupt infrage käme. Ein Beiblatt gibt es nicht, und wie der Bezirksrat als wahlleitende Behörde auf Anfrage mitteilt, gibt es auch keine Kandidierenden. |
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| 72'000 mal wurde dieser Wahlzettel verschickt ‒ alles was bleibt, ist ihn leer einzuwerfen. (Bild: WNTI) |
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| Die Krux liegt in einer Gesetzesänderung von 2003. Damals beschloss der Kantonsrat eine komplette Neuorganisation der Strafverfolgungsbehörden. Unter anderem gelangte der Artikel 82 ins Gerichtsverfassungsgesetz: «Der Regierungsrat kann ausserordentliche Staatsanwälte ernennen.» Bis dahin wählten die Stimmberechtigten in den zwölf Zürcher Bezirken alle Staatsanwält:innen. Doch weil sie nach der Neuorganisation bezirksübergreifend arbeiten sollten, beantragte der Regierungsrat, die Posten künftig selbst zu besetzen. Auch eine Wahl durch den Kantonsrat zog er in Erwägung. Schliesslich kam es zum Kompromiss: Der Kantonsrat legte fest, dass 66 «ordentliche» Staatsanwält:innen weiterhin vom Volk gewählt werden sollen. Die «ausserordentlichen» Staatsanwält:innen ‒ inzwischen sind es 168 ‒ ernennt der Regierungsrat. Diese 66 «ordentlichen» Stellen sind immer schwieriger zu besetzen ‒ auch in Bülach sei es schon zu dieser Situation gekommen, heisst es auf Anfrage beim Bezirksrat. Und letztes Jahr blieben zwei Stellen in der Stadt Zürich ohne Wahlvorschlag. Der Grund: Um «ordentliche» Staatsanwält:in zu werden, benötigen die Kandidierenden ein Parteibuch und müssen Lohnprozente an die Partei abgeben. Es ist also schlicht unattraktiver, sich zur Wahl aufstellen zu lassen, als sich vom Regierungsrat in die Stelle berufen zu lassen. Das zeigt die Verteilung ganz offenkundig: Nur etwas mehr als ein Viertel aller Staatsanwält:innen sind noch vom Volk gewählt, den Rest beruft der Regierungsrat. Würde die politische Ausgewogenheit der Behörde je zum Problem ‒ das Instrument der Volkswahl wäre dafür kein brauchbares Korrektiv mehr. Wer die paradoxe Situation auflösen soll, ist unklar. Einen Rekurs eines Stimmberechtigten gegen die Pseudo-Wahl in Zürich wies der Regierungsrat in allen Punkten zurück. Aber auch er ging in seinem Schreiben nicht darauf ein, weshalb die Wahl trotz fehlender Kandidaturen durchgeführt werden muss. Auch die Oberstaatsanwaltschaft sieht sich nicht zuständig, und der Bezirksrat sagt auf Anfrage, die Gesetzeslage sehe die Wahl nun einmal vor ‒ ob mit oder ohne Kandidierende. Immerhin: Einen zweiten Wahlgang werde es nicht geben, heisst es auf Anfrage. Auch wenn man sich dann in einen «ungesetzlichen» Zustand begebe. |
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| | | | | | Hülfsgesellschaft erhält Rüffel vom Bezirksrat
Bereits vor zwei Jahren wurden dem «Landboten» anonym Unterlagen zugespielt, die auf gefährliche Verstrickungen in der Stiftung Hülfsgesellschaft hindeuteten. Im Mittelpunkt stand und steht der Stiftungsratspräsident B. ‒ er ist auch Verwaltungsratspräsident einer Beratungsfirma, welche das bewegliche Vermögen der Stiftung verwaltete, was zuvor bereits verschiedene Stiftungsratsmitglieder kritisiert hatten, unter anderem die Vizepräsidentin. Der Präsident wies eine Streichung des Reglements, welches besagte, dass «Aufträge an Stiftungsratsmitglieder bzw. an Unternehmen der Stiftungsratsmitglieder erwünscht seien», zurück. 2023 erhob ein Mitglied des Stiftungsrats Beschwerde beim Bezirksrat, was dazu führte, dass die Aufsichtsstelle ankündigte, die Vermögensverwaltung nach dem Abschluss des Bauprojekts «Salpark» neu zu vergeben. Der umstrittene Passus sei zudem aus dem Reglement entfernt worden. Auch auf weitere Ungereimtheiten hat die Stiftung reagiert: Den ganzen Text liest du auf der Webseite. (Bild: Salpark, Tom Schmid) |
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| | Gesundheits-Festival im Eulachpark: Das Crowdfunding kam zustande, nun findet das «Bewell-Festival» am 30. Mai im Eulachpark statt. Nebst Yoga-, Zumba- und Pilateskursen bietet der Anlass auf der «Mindfulness Stage» zum Beispiel eine Meditationsreise, im «Wisdom Space» eine Kakaozeremonie oder den Workshop «Human Design als Kompass deiner Persönlichkeit». (tz)
Final Four-Turnier findet in Winterthur statt: Das nationale Turnier der U18-Basketball-Junioren geht am 30. und 31. Mai in der Neuhegi-Halle über die Bühne. Nachdem sich die BCW-Junioren kürzlich fürs Halbfinale qualifizierten, wurde letzten Donnerstag bekannt gegeben, dass sie dieses und, wenn sie gewinnen, auch das Finale zuhause in Winti bestreiten. Pfingstverkehr im Schnelldurchlauf: Wie die Stadtpolizei mitteilt, stürzte in der Nacht auf Sonntag eine Person, die auf der Seuzacherstrasse mit einem Leichtmotorfahrrad stadteinwärts unterwegs war. Der 47-Jährige stürzte ohne Fremdeinwirkung, die Stapo stellte Atemalkohol fest. Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Ebenfalls sonntags, am frühen Abend, kam es auf der Auwiesenstrasse zu einer Kollision zwischen einer Autofahrerin und dem 16-jährigen Lenker eines E-Scooters. Dieser wollte sich vom Unfallort entfernen, die Fahrerin holte ihn jedoch ein. Beide blieben unverletzt. Die Stapo berichtet zudem von zahlreichen Parkwiderhandlungen am Wochenende. Alleine an der Reitplatzstrasse seien insgesamt 66 festgestellt worden und an der Holzwingertstrasse 100 am Sonntag. |
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| Torero, Playcrew und Cindy-Pizza |
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| Nach Töss und Oberwinterthur erhielt im April 1973 auch Veltheim sein eigenes Einkaufszentrum, das ABM-Zentrum Rosenberg. Auf einer Fläche von 23'780 Quadratmetern lockte nach nur 18-monatiger Bauzeit ein damals neuartiges Konzept: die Kombination eines grossen Warenhauses mit einem Restaurant, verschiedenen Dienstleistungsbetrieben und einer Tankstelle mit Waschanlage. |
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| ABM-Zentrum Rosenberg mit Tankstelle und Cindy, 1973. (Bild: bildarchiv.winterthur.ch) |
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| Bauherrin war die Warenhauskette «Au bon marché», das gute alte ABM. Sie dominierte auch verkaufsflächenmässig. Dort gab es alles zu einem guten Preis und meist in ebensolcher Qualität. Auf Hausmarken wie «Torero» (Männerkleider) oder «Playcrew» (Sportartikel) war Verlass. Ebenso auf die normierten Möbelstücke und die Do-it-yourself-Abteilung. Mit den Pizzen, Hamburgern und Pommes-Frites des Selbstbedienungsrestaurants Cindy wurde das Angebot kulinarisch kongenial ergänzt. Die Pizzen wurden frisch gemacht und per Lautsprecher ausgerufen. Für den Genuss zu Hause liess der Frischmarkt «Piazza» mit freundlicher Bedienung und Beratung keine Wünsche offen. Bis in die 2000er-Jahre funktionierte das Konzept gut. Ende Dezember 2008 war nach verschiedenen Anpassungen und Umbauten Schluss. Das etwas in die Jahre gekommene Einkaufszentrum musste dem heutigen Neubau weichen und wurde abgerissen. Doch die Lautsprecherdurchsage «Cindy-Pizza Nummer zwölf abholen bitte!» klingt dem einen oder der anderen Nostalgiker:in wohl heute noch in den Ohren. |
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| | Unter der Rubrik «Geschichte vor Ort» schreiben verschiedene Autorinnen und Autoren aus dem Geschichtennetzwerk Winterthur. Regula Geiser ist Historikerin und betreut das Bildarchiv der Winterthurer Bibliotheken. |
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| | | Verrückt, wie schnell der Sommer nun plötzlich gekommen ist. Vergiss vor lauter «bügle» nicht, das Leben ein wenig zu geniessen. Das Hamsterrad dreht auch mal kurz ohne dich weiter. Gruess, deine Maria |
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