| | Guten Morgen Wenn ich feiern gehe, tun mir danach drei Tage die Knochen weh. Hut ab, wer mit Ü60 noch die Tanzfläche rockt! Unsere Autorin Marielle Heeb hat die Party «Sixty Stardust» besucht.
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| Pro Senectute und das Salzhaus organisieren die Party «Sixty Stardust» gemeinsam. (Bild: Marielle Heeb) |
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| | Von wegen Walzer und Paartanz: Im «Salzhaus» tanzen Menschen über 60 zu Queen und Depeche Mode. Nun findet die Party erstmals bis Mitternacht statt. Zieht das Publikum mit? von Marielle Heeb |
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| Auf Treppenstufen neben dem Salzhausplatz stossen Freundesgruppen auf den Wochenendanfang an. An den Fensterscheiben des Industriegebäudes reflektiert nicht die Abendsonne, sondern violettes Licht aus dem Inneren. Die rote Eingangstür steht offen. Doch Helene, Karin und Claudia sitzen davor, Cocktailgläser in der Hand. Via «Mädels-Chat» haben sie vereinbart: Heute geht’s Feiern. Wie lange es her ist, dass sie das letzte Mal einen Club besucht haben? Bestimmt einige Jahre, sagt Karin. «Sonst tanze ich eher im Wohnzimmer.» Sie blickt zu Claudia, die ihr gegenübersitzt. Ihre Freundinnen nennen sie «Kulturministerin». Zu recht, stellt sich heraus. In einem Atemzug zählt sie drei Veranstaltungen auf, die dieses Wochenende stattfinden. |
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| Ohne Schlange, dafür mit Stempel: Die Veranstaltung startet um 19 Uhr. (Bild: Marielle Heeb) |
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| Auch die Ü60-Parties des Salzhaus kennt sie bereits. Nun findet die Veranstaltung aber erstmals am Abend statt. «Normalerweise bin ich jeweils um drei Uhr hier, trinke eine Rum Cola und gehe um fünf Uhr wieder nach Hause», erzählt sie und lacht. Die Feierlaune sei aber nicht immer gleich vorhanden: Ihr Energielevel hänge auch von der Lebensphase ab, sagt sie. Helene, die gerade mit einem neuen Getränk dazustösst, nickt: «Früher war ich viel unterwegs. Heute: wenn, dann, im Sommer.» Die drei Frauen waren schon bei den früheren Ü30-Partys im Salzhaus dabei. Nun sprechen sie über die Musik von heute. Die DJane, die auflegt, kennen sie. |
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| Die Tanzfläche füllt sich. (Bild: Marielle Heeb) |
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| Zeit, der «Pretty Woman»-Melodie zu folgen, die durch den langen Gang hinter der roten Tür klingt. Im Inneren ist es dunkel, noch etwas leer. Stühle umrahmen den Dancefloor. Spotlichter zeichnen pinke, ringförmige Lichter auf den Boden. Und doch, einige Lackschuhe und paillettenbestickte Ballerinas bewegen sich bereits zur Musik. Noch etwas zögerlich, jede und jeder für sich. «Depeche Mode» statt PaartanzErst aber an die Kasse: Hier arbeitet Lilli Günstensperger von Pro Senectute. Die Winterthurerin unterstützt freiwillig bei Anlässen, die das Salzhaus gemeinsam mit dem Verein durchführt. Sie glaubt, ein altersdurchmischtes Team helfe dabei, dass sich alle wohlfühlen. |
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| | «Man kann problemlos alleine vorbeikommen.» Lilli Günstensperger, Pro Senectute |
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| Die Ü60-Partys im Salzhaus gibt es seit rund zwei Jahren. Oft kommen zwischen 100 und 150 Gäste, die meisten davon Frauen. Anders als klassische Tanznachmittage seien die Veranstaltungen nicht auf Paare ausgerichtet. «Man kann problemlos allein vorbeikommen», sagt Günstensperger. Mittlerweile melden sich sogar andere Veranstaltungsorte bei Pro Senectute, die ähnliche Formate aufgleisen möchten. Mit dem zusätzlichen Angebot wollen das Salzhaus und Pro Senectute nun herausfinden, ob ihr Publikum auch am Abend feiern will. «Es ist ein Experiment», so Lilli. Für Monika, die gerade ein Weingetränk an der Bar bestellt, passt die Uhrzeit. Sie war heute babysitten und konnte danach kaum mehr laufen, erzählt sie. «Da dachte ich mir: Komm, ich geh tanzen.» Eine Stunde, das müsse möglich sein. Und es gebe ja Stühle für zwischendurch. |
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| Margrit hat bisher immer die Nachmittagsparties besucht. Sie kommt zum Tanzen ‒ und wegen der Stimmung. (Bild: Marielle Heeb) |
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| Sie schätzt besonders die Musik: Vorne, beim DJ-Pult, hat sie vorhin «Depeche Mode» in die Wunschliste eingetragen. Das Salzhaus kennt sie bereits aus Jugendzeiten. Bis auf eine Baby- bis Teenagerpause, wie sie es selbst nennt, sei sie immer gerne ausgegangen. Als sie dann im Programm gesehen hat, dass heute eine Ü60-Party ansteht, sagte sie sich: Dieses Angebot muss man nutzen. «Zum Glück ist es genug dunkel», sagt sie, «ich habe meine Ohrringe vergessen.» Damit verabschiedet sie sich wieder auf die Tanzfläche. Diese hat sich mittlerweile etwas gefüllt: An den Stühlen hängen einige Jacken, und doch bleibt genügend Platz, beim Tanzen die Arme auszubreiten. VerschnaufpauseZwischen «Don‘t bring me down» und «Under pressure» wird es kurz ruhiger im Raum. Man hört Gemurmel an den kerzenbeleuchteten Tischen. «Sonst ist es eigentlich voller», sagt Margit, die sich für eine Verschnaufpause hinsetzt. Vielleicht liege es am Fussball-Match, der gleichzeitig läuft. «Das würde auch erklären, warum heute kaum Männer hier sind», sagt sie und lacht. Sie muss aber noch kurz klarstellen: Sie sei zum Schwitzen da. Man wisse ja, Bewegung sei gesund – und noch viel gesünder? «Sich mit einem Lachen im Gesicht zu bewegen.» Kurz darauf wird Margit wieder auf die Tanzfläche geholt. Queen läuft. Die Stühle am Rand bleiben vorerst leer. |
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| | Marielle Heeb ist freie Journalistin. Nach einigen journalistischen Abstechern in die Ost- und Zentralschweiz ist sie zurück in der «Thurgauer Hauptstadt» ‒ wie sie sagt. |
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| | Gestern meldeten wir in «Was lauft», die Künstlerin Thi My Lien Nguyen habe bei der Dezemberausstellung ausgestellt. Diese wird aber nicht wie suggeriert vom Galerienverein, sondern vom Kunst Museum und der Kunsthalle organisiert. |
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| | | | GLP stellt Liste für Kantonsratswahl 2027 auf
Die GLP schickt die Stadtparlamentarierin Nora Ernst mit Listenplatz 1 in die Kantonsratswahl ‒ sie kandidiert auch für den Regierungsrat. Der Bisherige Urs Glättli folgt auf Platz 2. Das gab die Partei gestern bekannt. Glättli tritt zudem nach elf Jahren gemeinsam mit Martha Jakob und David Noser aus dem GLP-Vorstand zurück. Und macht Platz für vier Millenials: Lisa Studer (1992), Nicola Flury (1994), Lukas Rupper (1991) und Nina Patrizia Maute (1995). Damit verjüngt sich der GLP-Vorstand deutlich. Als fünfte Neue kommt Sandra Lienhart (1966) zum Gremium hinzu. Jan Guddal gibt das Co-Präsidium ab, bleibt aber im Vorstand. |
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| | Bauschutt ausgekippt
Am Dienstagnachmittag kippte auf der Zeughausstrasse ein Traktor-Anhänger und entleerte seine Ladung. Wie die Stadtpolizei mitteilt, stand der 40-jährige Lenker des Gefährts unter Alkoholeinfluss. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. (Bild: Sebastian Galli) |
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| | Weitere Kurz-News2500 für Töss-Stafette angemeldet: Kommende Woche starten 284 Teams oder 2556 Schüler:innen vom Reitplatz aus zum Wettrennen. Dies gibt die Stadt in einer Mitteilung bekannt. Insgesamt laufen die Kinder von der 4. Klasse bis zur 3. Sek 16 Kilometer, wobei die Strecke in Abschnitte von eins bis drei Kilometer aufgeteilt ist. Schwerpunktfächer unter Gymis aufgeteilt: Im Zuge der kantonalen Zürcher Gymireform können die Kantonsschüler:innen neu aus zwölf interdisziplinären Schwerpunkten aussuchen. Diese lösen die bisherigen sechs Maturitätsprofile ab. Nun ist klar, welche Kantonsschule welche Fächer unterrichten wird. An den Winterthurer Kantonsschulen Rychenberg, Im Lee und Büelrain bleiben die bisherigen Ausrichtungen grundsätzlich bestehen. Die genaue Aufteilung ab Schuljahr 2029/30 und die zwölf neuen Fächer hat der Tagesanzeiger in übersichtlichen Grafiken zusammengestellt. Nina Kölbl wird stellvertretende Geschäftsleiterin des «House»: Sie habe sich gegen drei Dutzend Bewerbende durchgesetzt. Per 1. September übernimmt die «Ur-Winterthurerin» die Leitung des Tourismusbereichs von Markus Gilgen, der ein knappes Jahrzehnt beim Standortförderer arbeitete. Dies teilte der Verein am Dienstag mit. Kölbl arbeitete zuvor bei Schweiz Tourismus und im Hotelmarketing. Konzert in Erwin Schatzmanns Morgenland: Am Sonntag um 12 Uhr tritt das Ensemble Wotsala im Morgenland des Künstlers Erwin Schatzmann in Hegi auf. Die vier Musiker:innen spielten mit «mehrstimmiger Vokalkunst, mit archaischem Jodel, arabischem Gesang, mitreissenden Rhythmen und innovativer Klangforschung», wie es in einer Mitteilung heisst. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte. Quartierflohmi auf Gleiserei ausgeweitet: Der Flohmarkt im Äusseren Lind findet dieses Jahr im Quartier selbst, aber auch in der Gleiserei an der Rundstrasse 5 statt. Stände an den Rändern des Quartiers hätten letztes Jahr wenig Laufkundschaft gehabt, weshalb sie ihre Ware nun gebündelt auf dem Areal zwischen den Gleisen feilbieten. Der Flohmi wartet mit 37 Ständen auf und findet am 20. Juni von 10 bis 18 Uhr statt. |
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| Du gehörst ins Museum. Ob neugierig, inspiriert oder in Entdeckungslaune: Die Zürcher Museen laden dich ein, Neues und Überraschendes zu erleben. Tauche ein in die Welt der Kunst, der Geschichte, der Wissenschaft oder des Designs. 60 Museen – so vielfältig wie die Menschen unserer Stadt. Entdecke spannende Geschichten, überraschende Perspektiven und Orte, die begeistern. |
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| Roland, der Barfussschuhladenbesitzer
 | Roland, Barfussschuhladenbesitzer, Veltheim |
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| Roland, du führst einen Barfussschuhladen. Wie kommts? Ich habe immer viel Sport gemacht. Irgendwann wurde ich mit Rückenbeschwerden und einem Bandscheibenvorfall konfrontiert. In der Klinik haben sie mir dann gesagt, ich solle barfuss laufen. Empfohlen wurden mir damals die Klassiker, die «Five Fingers». Haben sie geholfen? Ja, doch die Schuhe allein reichten nicht. Dazu gehörte viel mehr: Therapie und Training. Nach drei Monaten war ich fitter als je zuvor. Und die Sache mit dem Laden? Ich konnte jemandem die Domain und ein kleines Lager abkaufen. Anfangs habe ich die Schuhe im Nebenerwerb vertrieben. 2016 beendete ich meinen Job als Servicetechniker und machte mich komplett selbständig. Heute sind wir das einzige Fachgeschäft für Barfussschuhe in der Region. Mein Team zählt elf Mitarbeitende, darunter Teil- und Vollzeitangestellte. Gesundheitlich überzeugen die Schuhe. Aber geschmacklich? Als ich mit den «Five Fingers» aus Deutschland zurückkam, haben die Leute schon geguckt. Aber Barfussschuhe haben sich in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt ‒ heute gibt es Modelle, die wie normale Turnschuhe aussehen. Roland führt seinen Laden seit zehn Jahren. Am Wochenende feiert der Betrieb das Jubiläum. |
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| | | Hot, hot, hot! Nein, damit sind jetzt nicht die Barfussschuhe gemeint, sondern die Temperaturen der nächsten Tage: Donnerstag bis Sonntag ‒ bis zu 34 Grad! Also Füsse hochlagern oder besser gleich ins Wasser damit. Schwitzige Grüsse aus dem Dachstock, Tizian |
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