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| | Liebes Stadtgspänli Bist du zufrieden mit deiner Wohnsituation oder macht dir das Thema zu schaffen? Diskussionen über hohe Mieten und Wohnungsknappheit sind allgegenwärtig und beschäftigen auch unseren Stadtrat.
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| Gemeinsam mit Nina Cavigelli und Sarah Fuchs vom Amt für Stadtentwicklung präsentierte Stadtpräsident Mike Künzle gestern die Wohnstrategie 2026. (Bild: Maria Wyler) |
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| Der Stadtrat stellt die Wohnstrategie 2026 vor |
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| Für ein Lebenswertes Winterthur: Die Wohnstrategie 2026 legt die strategische Ausrichtung der städtischen Wohnpolitik für die kommenden Jahre fest und soll den aktuellen Herausforderungen des Wohnungsmarkts entgegenwirken. |
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| Bereits in der Begrüssung warnt Mike Künzle: «Die Strategie löst das Problem nicht sofort – es braucht einen langen Schnauf und die Politik der kleinen Schritte.» 2017 wurde die letzte Wohnbaustrategie verabschiedet und nun mit der Ambition überarbeitet, ein ausreichendes, vielfältiges und bezahlbares Wohnraumangebot zu fördern. Dazu definiert die Stadt vier zentrale Handlungsfelder: stärkere Zusammenarbeit mit Akteur:innen, Schaffung von mehr Wohnraum, Förderung insbesondere gemeinnützigen Wohnens sowie die Stärkung der Quartiere. Insgesamt umfasst die Strategie 26 Massnahmen mit einem Umsetzungshorizont von 2026 bis 2029. |
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| | «Viele würden umziehen wollen und besetzen unfreiwillig die ‹falschen› Wohnungen.» Nina Cavigelli, Amt für Stadtentwicklung |
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| Im letzten Jahr seien erstmals mehr Wohnungen abgebrochen als neu erstellt worden, so Nina Cavigelli, welche die Wohnstrategie vorstellte. Die Auflösung des Eichwaldhofs in Oberwinterthur habe hier eine grosse Rolle gespielt. Zu Beginn ihrer Präsentation platzierte Cavigelli ein paar Zahlen: 60 Prozent der Zugezogenen seien Erwachsene zwischen 19 und 34 Jahren. Die Angebotsmieten seien momentan 40 Prozent höher als Bestandsmieten. Erstere sind die aktuell auf dem Markt verlangten Preise für neu angebotene Wohnungen, als Bestandsmieten bezeichnet man diese in bereits bestehenden Mietverhältnissen. Das sei «moderat» gegenüber anderen Städten, aber trotzdem teuer. Die Leerstandsquote in Winti sei sehr tief, die Umzugsquote in der Stadt nehme ab – Cavigelli sprach vom «Lock-in-Effekt.» Viele würden umziehen wollen und unfreiwillig die «falschen» Wohnungen besetzen. Als Folge davon nehme die natürliche Dynamik, die es im Wohnungsmarkt brauche, ab. Obwohl es viele sanierungsbedürftige Objekte in Winti gebe, seien für dieses und das nächste Jahr keine grösseren Projekte geplant. Im alten Busdepot sollen bis 2028 120 neue Wohnungen gebaut werden, auch der Eichwaldhof wird umgebaut und bietet nachher mehr Wohnungen als vorher. Wie genau die Stadt die 26 spezifischen Massnahmen anpacken möchte, ist in einem Folienset auf insgesamt 60 Seiten festgehalten. Als die vier Stellschrauben, an denen er drehen will, bezeichnet der Stadtrat städtische Immobilien, Raumplanung, Finanzierung und Kommunikation. |
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| Die Botschaft war klar: Der Wohnungsmarkt ist angespannt und wird es auch bleiben – langfristiges Denken und Planen sei jetzt gefragt. (Bild: Maria Wyler) |
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| Neues Tool «Wohnmonitor» In einem zweiten Teil stellte Sarah Fuchs den «Wohnmonitor» vor: Ein Tool, welches verschiedene Statistiken bündelt und helfen soll, Entwicklungen in den Themen Bauen und Wohnen zu verstehen. Es gibt Einblick in wichtige Trends und dient als Arbeitsinstrument, etwa bei der Planung von Projekten. Im Bereich «Angebotsmieten und -kaufpreise» beispielsweise erfährst du, basierend auf Inseraten von Immobilienportalen, wie stark die Jahresmiete für den Quadratmeter in den letzten Jahren gestiegen ist. Im Bereich Wohnbautätigkeit siehst du unter anderem, in welchen Quartieren in welchem Jahr wie viele neue Wohnungen gebaut wurden. Tabellensiegerin ist momentan mit grossem Abstand die Grüze. Das neue Tool gibt dir Auskunft über die durchschnittliche Wohnfläche in Quadratmetern pro Person, nach Haushaltstyp und Stadtquartier. Oder über den Durchschnitt der steuerbaren Einkommen in den Quartieren. Im Jahr 2023 etwa lag das steuerbare Einkommen einer durchschnittlichen Bewohnerin in der Stadt mehr als 10`000 Franken über dem eines in Töss wohnhaften Winterthurers. Laut Mike Künzle seien viele auf der Suche nach mehr Quadratmetern mit etwas Land – und das, obwohl man in Zukunft darauf setzen müsse, die Quadratmeterzahlen pro Kopf herunterzubringen. «Die Menschen wünschen sich individuellen Wohnraum. Den findet man auch in einem Mehrfamilienhaus mit etwas grün drumherum», so der Stadtpräsident. Die Stadt habe wenig Einfluss darauf, was mit den Einfamilienhäusern passiere. Man könne nur mit den Leuten reden, beispielsweise ältere Menschen beraten und unterstützen, die ihr Haus zwar gerne anderen überlassen würden, sich jedoch die aktuellen Wohnungsmieten nicht leisten könnten oder nichts finden würden. |
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| | | Armbrustschützenstand wird zum Pfadiheim
Nach 115 Jahren löste sich der Armbrustschützenverein Veltheim (ASV) per Ende 2025 auf. Nun ist für den Stand am Schützenweiher eine neue Nutzung gefunden. Er wird künftig als Pfadiheim dienen. Dies gaben der ASV und die Stiftung Pfadiheim Winterthur gestern in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt. Die Stiftung betreibt in unmittelbarer Nähe zum Stand (Bild, oben / zvg) bereits ein Pfadiheim mit 30 Schlafplätzen. Es ist schon das zweite Mal, das die Stiftung einen Armbrustschützenstand umnutzt: 2005 löste sich der Armbrustschützenverein Winterthur auf und übergab seinen Stand in der Breite der Pfadi. (tz) |
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| | Kurz-NewsCafé im Bahnhof Seen noch immer nicht eröffnet: Zwei Pächter:innen sind zwischenzeitlich zwar gefunden, nun harze es aber bei der Baufreigabe der Stadt, wie die Frauen gegenüber dem «Seemer Boten» sagen. Sie wollen einen Innenausbau und mehr Sitzplätze im Aussenbereich bewilligt haben. Das Bauamt habe den beiden geraten, keinen Eröffnungstermin mehr zu kommunizieren, wie der «Seemer» weiter schreibt. (tz) Vertretungsregelung im Parlament: Bei Mutterschaft, Krankheit oder Unfällen sollen sich Parlamentsmitglieder durch Personen auf den Nachrückeplätzen ihrer Listen vertreten lassen können. Das fordert eine Motion des Stadtparlaments. Wie der Stadtrat letzte Woche bekanntgab, sieht er sich allerdings nicht definitiv für die Umsetzung zuständig. Wenn die Exekutive eine organisatorische Fragestellung der Legislative behandle, sei das mit Blick auf die Gewaltenteilung «nicht opportun». Eine weitere Abstimmung im Parlament wird zeigen, ob es den Stadtrat definitiv mit der Ausarbeitung eines Umsetzungsvorschlags beauftragt. (tz) Neue Leiterin Bildung gefunden: Isabelle Niederhauser folgt ab dem 1. August auf den vormaligen Leiter des Bildungsteams Nord, Manuel Rehmann. Seine Kündigung ist die sechste seit der Reorganisation der Schule 2022 unter den fünf Leiter:innen Bildung. Isabelle Niederhauser war zuvor acht Jahre als Lehrperson und weitere zwölf als Schulleiterin tätig gewesen. (tz) |
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| | Weltverein mit Winterthurer Wurzeln
 | Ein Weltverein mit Winterthurer Wurzeln
Die Schweiz war in Sachen Verbreitung des Fussballsports ein britischer «Brückenkopf» auf dem europäischen Kontinent. Reiche und adelige Briten liessen ihre Söhne an Internaten in den Alpen studieren, Ingenieure bauten am Eisenbahnnetz mit, Banker und Kaufleute wirkten in den Grossstädten. Studenten, Arbeiterbuben und ihre Schweizer Mitschüler besorgten sich Bälle oder auch Konserven, kickten gemeinsam, gründeten Clubs – wie etwa den ältesten noch bestehenden kontinentaleuropäischen FC St. Gallen (1879). Dabei agierten oft Briten als Paten und beste Dribbler. |
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| Hans Gamper 1896 (Bild: Wiki Commons) |
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| Auslandschweizer trugen als Akademiker und Arbeiter den Fussball in mediterrane Regionen, so nach Marseille, wo das Team «Stade Helvétique» in der Pionierphase des Fussballs glänzte. Der Club war 1885 unter dem Namen «La Suisse Marseille» gegründet worden und gewann 1909 die Meisterschaft. In Italien gründeten Schweizer den FC Bari, den FC Bologna, und auch in Palermo und Bergamo avancierten Schweizer zu Geburtshelfern der örtlichen Clubs. In Venedig führte 1912 der Winterthurer Zahnarzt Walter Aemisegger den Fussball institutionell ein. Juventus Turin hatte 1910 bei einem Freundschaftsspiel gegen den FC Winterthur fünf ehemalige Spieler des FCW in seinen Reihen. Der bekannteste Vereinsgründer ist indessen der in Winterthur geborene Hans «Joan» Gamper (1877 – 1930). Während seiner Studienzeit an der ETH gehörte er 1897 zu den Mitgründern des FC Excelsior Zürich. Noch als Student spielte er bei Servette Genf, als Angstellter in der Textilindustrie dann in der Textilhochburg Lyon. Kurz darauf liess er sich in Katalonien nieder und gründete dort 1899 den kosmopolitischen FC Barcelona, dem zunächst zahlreiche Schweizer, Briten und Deutsche angehörten. Bis 1925 amtierte Gamper wiederholt als Präsident von «Barça», erlebte also die Popularisierung des Fussballs in Spanien an vorderster Stelle mit. Heute erinnert ein «Joan-Gamper-Cup» an den Winterthurer Gründer eines Weltvereins. Literaturtipp: Brändle, Fabian und Christian Koller. 4 zu 2. Die goldene Zeit des Schweizer Fussballs 1918 – 1939. Göttingen: Verlag Die Werkstatt 2014. |
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| | Im Zusammenhang mit dem FCW über Weltklassen-Fussball zu lesen, wirkt gerade wie ein schlechter Witz. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Das gilt für jeden Bereich: Sportler:innen-Träume, Häuser-Wünsche und Stellensuche. Auf welchen Durchbruch auch immer du gerade wartest: Don`t give up. Tschüss, deine Maria |
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