Die Abwasserreinigungsanlage Hard (ARA) ist auch ein Projekt Ihres Departements. Sie wird erweitert, dafür muss Wald gerodet werden. Im Niederfeld wird dafür auf Landwirtschaftsfläche wieder aufgeforstet.
Das Projekt ARA ist unbestritten, obwohl es sehr teuer ist. Heutzutage haben wir so viele Schutzgüter und Interessen, da ist es ein Eiertanz, ein solches Projekt umzusetzen. Wir haben diverse Verbände und Naturschutzorganisationen überzeugen müssen, warum das Abholzen unvermeidbar ist.
Die Kritik ist der Ort der Wiederaufforstung. Warum muss es dort sein?
Wenn wir nicht dort aufforsten, verlieren wir die Zustimmung der Verbände. Wir haben geschaut, wo wir am sinnvollsten aufforsten. Der Wald soll dort sein, wo die Grundwasserfassung hinkommt, die wir wegen des Projekts ebenfalls versetzen müssen. Sie würde verwendet, wenn das Trinkwasser aus dem Tösstal kontaminiert wäre. Die schlechteste Oberfläche für eine Fassung ist Ackerland. Da ist es mir wichtiger, für zukünftige Generationen eine zuverlässige Trinkwasserversorgung zu haben. Und das Land, das wir dort haben, gehört der Stadt Winterthur und wird verpachtet.
Der Stadtrat lehnt die Initiative «Ja zu weniger Schulden» ab, lanciert wurde sie aber von Ihrer Partei. Wie stehen Sie dazu?
Die finanzielle Situation ist nicht die Stärke der Stadt Winterthur. Darum war es mir schon immer ein Anliegen, Lösungen zu bringen, die nicht Maximalforderungen sind. Wie zum Beispiel bei Schulhäusern, die nicht alle super fanden, aber mit den Finanzen vereinbar waren. Aber ich sehe die grossen Infrastrukturbauten, für deren Finanzierung wir uns verschulden müssen. In Anbetracht dessen muss ich sagen, dass ich die Initiative nicht unterstützen kann.
Was machen Sie nebst Museumsbesuchen noch in Ihrer Freizeit?
Ich nehme sehr gerne an Orientierungsläufen teil, zusammen mit meiner Familie. Was die Geschwindigkeit betrifft, bin ich nicht eine Rakete, aber ich bin gerne in der Natur und lese gerne Karten. Diese Kombination finde ich sehr erholsam und inspirierend.
WNTI stellt euch alle Kandidat:innen für den Stadtrat vor. Wer bereits erschienen ist und alles Weitere zu den Wahlen am 8. März.