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Guten Morgen aus Iberg Im siebten und letzten Teil der Sommerserie Aussenwachten sind wir in Iberg. Keine andere Aussenwacht ist seit 1990 so stark gewachsen – von 295 auf knapp 1200 Einwohnende. Was das mit Iberg gemacht hat, lest ihr heute. Und: Ab Mitte Woche kann direkt an der Töss sauniert werden. Linus war für uns beim Sauna-Aufbau auf dem Vitus-Areal dabei.
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| Heute leben in Iberg 1169 Menschen. (Bild: Alex Eichmann) |
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Iberg: der Traum vom Einfamilienhaus |
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In der Aussenwacht hat sich die Einwohnendenzahl seit 1990 vervierfacht. Denise erzählt, wieso Iberg der ideale Wohnort ist und warum ein ehemaliges Iberger Restaurant Schlagzeilen bis nach Deutschland lieferte. von Gioia Jöhri |
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«Jedes Mal, wenn ich mit dem Bus nach Hause fahre und die Aussicht anschaue, denke ich: ‹Es ist so schön hier oben›», erzählt Denise Brunner. Sie und ihre Familie kamen im Mai 2013 nach Iberg. «Wir sind zufällig auf dieses Bauland hier gestossen und haben uns dann spontan dafür entschieden», sagt sie. Bereut hätten sie diese Entscheidung nie. «Es ist das Paradies hier oben. Ruhig, naturnah und mit tollen Nachbarn», schwärmt sie. |
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| Denise Brunner fühlt sich in Iberg sehr wohl. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| «Es wohnen hier Leute jeden Alters, aber es hat sicher sehr viele Familien.» Denise Brunner, aus Iberg |
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Iberg erlebte in den letzten 30 Jahren einen Bauboom, der wegen der grosszügigen Bauzonen grösser ausfiel als in anderen Aussenwachten. Heute dominieren in der Seemer Aussenwacht deshalb (Reihen-)Einfamilienhäuser das Ortsbild. «Es wohnen hier Leute jeden Alters, aber es hat sicher sehr viele Familien», sagt Denise. 1990 wohnten im ehemaligen Bauerndorf erst 295 Menschen, zehn Jahre später bereits doppelt so viele und heute sind es fast 1200 Personen. Das so rasante Wachstum ging an den Alteingesessenen nicht spurlos vorbei. Die wenigen Verbliebenen wollen ihre Namen und Aussagen nicht in der Zeitung lesen. Man wolle die «alten Wunden» nicht wieder aufreissen. |
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| 1997 zeigte sich der Widerstand der Bevölkerung gegen diverse geplante Bauprojekte. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Heute prägen (Reihen-)Einfamilienhäuser das Ortsbild. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Viele Familien mit Kindern benötigen auch mehr Schulraum. Das Thema Schule sorgt deshalb immer wieder für rote Köpfe. Die Stadt Winterthur plant neben dem aktuellen Schulhaus Weierweid einen Neubau. Dieser soll Platz für alle Kinder der Aussenwachten Gotzenwil, Weierhöhe, Eidberg und Iberg bieten. Dass es ein neues Schulhaus braucht, darüber sind sich alle einig. Über die Umsetzung jedoch nicht. Die IG Dorfbild Iberg wehrt sich gegen den «zu hohen» dreistöckigen Bau und den Standort unter einer Hochspannungsleitung. Wegen Prognosen zu rückläufigen Schulkinderzahlen verzichtet die Stadt mittlerweile auf den dritten Stock, doch der Widerstand gegen den Standort bleibt. |
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| Auf dieser Wiese plant die Stadt ein neues Schulhaus. Manche stört dabei die Hochspannungsleitung. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Mehr Einwohnende, mehr Schulraum, eine Freizeitanlage, aber gleichzeitig eine Abnahme der restlichen Infrastruktur. Zwei Restaurants gab es bis in die Nullerjahre: Der «Storchen» und das «Klösterli» bei der heutigen Bushaltestelle Klösteli Iberg. Letzteres wurde an eine tamilisch-christliche Glaubensgemeinschaft verkauft. Der «Storchen» machte 2008 Schlagzeilen bis nach Deutschland. Der Wirt beabsichtigte, Gerichte mit Muttermilch anzubieten. Diesen Plan setzte er dann aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen doch nicht in die Tat um. Und kurz darauf war der «Storchen» kein Restaurant mehr, sondern ein Wohnhaus. |
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| Der «Storchen» um 1970. Sein Wirt machte mit seinen Plänen später Schlagzeilen bis nach Deutschland. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Denise kennt die Geschichte mit der Muttermilch vom Hörensagen. Die beiden Restaurants kennt sie noch aus ihrer Zeit in Seen. «Heute gehen wir manchmal rüber nach Eidberg ins Restaurant», sagt sie. In Iberg vermisse sie weder einen Einkaufsladen, noch das Vereinsleben. Man wisse, worauf man sich einlasse: «Viele hier sind nach Winterthur ausgerichtet und praktisch alle sind motorisiert.» Trotzdem kenne man sich in der Nachbarschaft: «Wir sind alle gleichzeitig nach Iberg gekommen, das hat uns zur Gemeinschaft gemacht», erzählt Denise. |
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| Die gute Busverbindung wird im Ort sehr geschätzt. Rechts ist das ehemalige «Klösterli» zu sehen. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Heute sieht sich Denise als Winterthurerin «mit einem Touch Iberg». Irgendwo anders zu wohnen, kann sie sich nicht mehr vorstellen. «Ich war vor Iberg immer in Winterthur, aber heute geniesse ich einfach die Ruhe hier oben», sagt sie. Für Iberg wünscht sie sich, dass das Wachstum moderat bleibt. Gleichzeitig weiss sie: «Dem Wachstum kann man nicht im Weg stehen. Wir waren damals auch froh, dass wir nach Iberg kommen konnten.» |
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Saunieren direkt an der Töss |
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Am Mittwoch eröffnet «Löyly» im Vitus-Areal einen neuen Saunawagen direkt am Fluss. Der Wagen wird online vermietet und kann ohne andere Gäste und selbstständig genossen werden. Das Konzept der Firma aus Zürich scheint aufzugehen: Mit dem neuen Standort in Töss wird die GmbH drei Jahre nach ihrer Gründung im Winter 14 Saunawagen betreiben. von Linus Fischer |
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| Der Standort direkt am Fluss scheint geeigneter zu sein als der Lagerplatz. (Foto: Linus Fischer) |
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Noch letzten Winter stand der mobile Saunawagen auf dem Lagerplatz. Laut Adrian, einem der Gründer der GmbH, sei dieser Standort jedoch zu urban und die Privatsphäre zu gering gewesen. «Wenn in der Nähe ein Gewässer und Bäume sind, laufen die Standorte direkt viel besser, selbst wenn man nicht drin baden kann», erläutert Adrian die Entscheidung für den Standortwechsel. Einen Einstieg in die Töss wird es direkt beim Wagen keinen geben. Aufgrund des Wehrs ist das Baden an der Stelle verboten; es gibt jedoch für Besuchende die Möglichkeit, über die Brücke zum «Badeplatz Töss» zu laufen. Ab September wird auch eine Kaltwasserdusche zur Verfügung stehen. |
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| Besonders im Herbst haben die Inhaber Adrian (hinten), Kevin (links) und Michael (nicht im Bild) genügend zu tun mit dem Aufbau der Saunawagen. In Töss wurden sie unterstützt von Jules aus Australien. (Foto: Linus Fischer) |
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Die Erfahrung zeige, dass Areale durch Saunawagen aufgewertet werden, sagt Adrian. Gewisse Partner, meist Badis, würden sogar von weniger Vandalismus im Umkreis nach der Eröffnung erzählen. «Es wirkt direkt belebter mit einem Saunawagen», erklärt Adrian das Phänomen. Nach der Eröffnung kann der Wagen über die Website für ein oder zwei Stunden gebucht werden. |
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| | Rychenberg wird saniert und erhält mehr GrünDie Gebäude der Kantonsschule Rychenberg gelten als Zeugnis der architektonischen Nachkriegsmoderne aus den 1960er Jahren. Wie der «Landbote» schreibt, haben die Betongebäude eine Sanierung nötig, die voraussichtlich vier Jahre dauern und 87 Millionen Franken kosten wird. Im Aussenbereich werden Innenhöfe begrünt und ein Freiluftklassenzimmer eingerichtet. Die Gebäude werden zudem besser gedämmt, die Dächer begrünt und mit Photovoltaik ausgestattet. Im Innenbereich wird technisch modernisiert, sowie in Brandschutz und Erdbebensicherheit investiert. |
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| | Letzter Ausbauschritt für Areal «Kim»
Auf dem Areal «KIM» sind die letzten Bauprofile aufgetaucht. Sie zeigen die Umrisse der beiden Gebäude «Brown» und «Bodmer» an. Die zwei sechsstöckigen Bauten werden von Implenia gebaut und sollen nach ihrer Fertigstellung zusammen rund 18’600 Quadratmeter Gewerbefläche bieten, unterirdisch sind sie durch eine Tiefgarage verbunden. Zwischen 2019 und 2024 sind auf dem Areal bereits die Wohnhäuser «Furrer», «Bill» und «Weiler» mit insgesamt rund 450 Wohnungen entstanden. Auch in direkter Nachbarschaft fahren bald die Bagger auf: Die Stiftung Abendrot baut dort bis 2035 rund 200 Wohnungen. (Grafik: WNTI / tz) |
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| | 60’000 Menschen an den MFW: 1200 Helfende, 31’000 freiwillig geleistete Stunden und insgesamt 60’000 Besuchende. Die Musikfestwochen ziehen nach zwölf Tagen Festival eine positive Bilanz. Zweimal musste wegen zu grossem Andrang der Eingang vorübergehend geschlossen werden. Gegenüber dem «SRF Regionaljournal» sagte MFW-Kommunikationsverantwortlicher David Bircher, dass dieses Jahr vor allem die Hitze für Herausforderungen gesorgt habe. Nicht nur für Besuchende, auch für die Helfenden während des Aufbaus des Festivals. Zudem erklärt Bircher im Beitrag den Umgang der MFW mit Solidaritätsbekundungen zum besetzten Gisi-Haus. |
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| Gemeinsam über die neue Brücke: Einweihungsfest Querung Grüze Die Querung Grüze ist fast fertig und das wird gefeiert! Am 5. September 2026 findet ein grosses Einweihungsfest für ganz Winterthur statt. Für Gross und Klein gibt es Infostände zu den Arbeiten an der Brücke, einen Brückensprint, Wettbewerbe, eine Hüpfburg und natürlich ein kulinarisches Angebot. Stadtbus Winterthur lädt die ganze Stadt ein, das erste Mal mit dem Bus über die neue Brücke zu fahren! |
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Winti weiss…wie die Stadt während Hitzewellen bewässert
 | …wie die Stadt während Hitzewellen bewässert Anders als an vielen Orten in der Schweiz ist in Winterthur das Bewässern von Rasenflächen in diesem Hitzesommer nicht verboten. Dennoch sorgt das Thema immer wieder für hitzige Auseinandersetzungen, auch gerade letztens im «Stadtmelder». Dort wird moniert, dass die Stadt noch immer grossflächig Sportanlagen bewässert. Auf Anfrage sagt Stadtgrün, dass in Trockenzeiten nur gezielt und nach klaren Prioritäten gewässert werde: «Im Vordergrund stehen Jungbäume und Neuanpflanzungen, sowie wertvolle Pflanzenbestände.» Man bewässere zurückhaltend, wenn möglich mit Regenwasser und abhängig davon, wie hoch das Schadenspotenzial sei. Für die Sportplätze bei Schulanlagen ist das Sportamt zuständig. Dort kämpft man zurzeit vor allem darum, den Rasen überhaupt am Leben zu erhalten. Auch beim Sportamt bewässere man so zurückhaltend wie möglich. «Die Sportanlagen sind eine wichtige öffentliche Infrastruktur und werden täglich von zahlreichen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt», schreibt das Sportamt auf Anfrage. Würde man gar nicht bewässern, würden in Zukunft Nutzungseinschränkungen und hohe Sanierungskosten anfallen. |
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| Jungbäume und Neuanpflanzungen im Stadtpark brauchen in den ersten zwei Jahren noch Bewässerung. (Bild: Gioia Jöhri) |
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«Regen ist ein Segen», sagte meine alte Nachbarin immer. Hoffentlich regnet es bald noch mehr. Nicht nur wegen den Sportplätzen – auch der leere Mattenbach, die stinkende Eulach und die algige Töss sind ein trauriger Anblick. Bis bald und hebs guet, Gioia |
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