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| | Gumo Sonnenschein, Heute geht der Wintibrief an die Substanz. Also, die Bausubstanz. Denn gestern feireten die Genossenschaften GWG, Gaiwo und Talgut mit einem Fest den Baustart ihres gemeinsamen Projekts «Depot Deutweg» und Gioia ging den Balkonen am «Krokodil» in Töss nach.
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| Im alten Busdepot sollen ab 2029 Menschen wohnen. (Bild: © ZVG Bauträgerschaft Depot Deutweg) |
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| Winterthur bekommt 133 neue Genossenschaftswohnungen |
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| Die drei Genossenschaften GWG, Gaiwo und Talgut bauen beim alten Busdepot eine Siedlung. 2029 sollen die 133 Wohnungen bezugsbereit sein. Gestern feierten sie mit einem Fest den Baustart. von Sebastian Galli |
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| Es habe «en lange Schnuuf» gebraucht seit dem Projektstart vor zwölf Jahren, sagt Stadträtin Christa Meier gestern Abend an einem kleinen Rednerpult im alten Busdepot. Die Halle ist voll mit Menschen aus der Nachbarschaft, Genossenschafter:innen und anderen Interessierten, die sich an mehreren Ständen über das Bauprojekt «Depot Deutweg» informieren. Zwischen den gut besetzten Festbänken kurven Kinder auf Rutschautos vom Spielbus. 2014 übergab die Stadt Winterthur das alte Busdepot den Genossenschaften GWG, Gaiwo und Talgut im Baurecht. 2025 bewilligte der Bauausschuss der Stadt das Bauprojekt der Trägerschaft. «Jetzt sind aber die Bagger und Kräne aufgefahren», sagt Doris Sutter, Präsidentin der GWG, im Anschluss an Christa Meier. «Das heisst, es geht los.» Eine leichte Untertreibung – wer um die Halle herumläuft, sieht, dass auf der Seite zur Talgutstrasse bereits eine Wand eingerissen ist. |
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| Beim gestrigen Baustart-Fest konnten sich Interessierte über das Bauprojekt informieren (Bild: Sebastian Galli) |
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| Die neue Überbauung soll 2029 fertig sein und insgesamt 133 Wohnungen bieten: 44 der GWG, 51 der Gaiwo und 38 der Talgut-Wohnbaugenossenschaft. Neben Wohnungen sollen in der Halle, in der einst die Stadtbusse auf ihren Einsatz warteten, auch Gewerbeflächen und ein kleiner Gastrobereich entstehen. Während Talgut auf einen Mix verschiedener Wohnungsgrössen setzt, bauen GWG und Gaiwo Zweieinhalb- und Dreieinhalbzimmerwohnungen. Über künftige Mietpreise möchten die Genossenschaften bis zur Ausschreibung nichts sagen. Laut Yves Hartmann, Talgut-Präsident, sollen aber alle Wohnungen zu Kostenmieten angeboten werden. Laut Stadträtin Christa Meier profitiert auch die Stadt vom Bau dieser Genossenschaftswohnungen. 2024 hat das Winterthurer Stimmvolk den Gegenvorschlag des Stadtrats zur «Wohnen für alle»-Initiative angenommen. Damit verpflichtete sich die Stadt dazu, bis 2040 im Schnitt 120 Wohnungen pro Jahr im Eigentum gemeinnütziger Wohnbauträger zu schaffen. «Mit diesem Bauprojekt haben wir diese Quote für 2029 bereits abgehakt», sagt Meier. Dass sich drei Genossenschaften zusammentun und gemeinsam ein Projekt dieser Grösse realisieren, sei aber unabhängig davon «eine schöne Erfolgsstory».
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| Seit Jahren leben Anwohnende, Ateliers und Gewerbe ohne Balkon und mit Gerüst. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Neue Balkone am Lokstadt-Krokodil |
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| Kein Balkon und ein Gerüst vor den Fenstern: Jahrelang mussten Anwohnende auf ihren Balkon am Dialogplatz verzichten. Schuld daran: Feuchtigkeit in der Holzstruktur der Balkone. Nun werden die Balkone bis Ende Oktober 2026 von der Bauherrin Implenia ersetzt. von Gioia Jöhri |
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| Martin Borst wohnt im fünften Stock des Hauses «Krokodil» in der Lokstadt. Seit zwei Jahren haben er und seine Nachbarn ihre Balkone nicht mehr nutzen können und so manches Fenster ging wegen des Gerüstes nicht mehr richtig auf. «Ich freue mich sehr, dass diese Einschränkungen bald vorbei sind», sagt er. Im Winter 2023/2024 entdeckte ein Anwohner Schäden an seinem Balkon. Daraufhin sicherte die Bauherrin Implenia den Balkon mit Spanngurten, wenig später wurde die ganze Balkonreihe eingerüstet (WNTI berichtete). Das Gebäude «Krokodil» setzte bei seiner Fertigstellung 2020 nicht nur wegen seiner Grösse neue Massstäbe, sondern auch, weil sein Skelettbau komplett aus Holz gefertigt wurde. So auch die Struktur der Balkone. |
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| | «Die Ursache war Feuchtigkeit an der aussenliegenden Holzkonstruktion» Implenia, Bauherrin |
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| Bereits kurz nach der Entdeckung der Baumängel vermuteten Anwohnende Feuchtigkeit im Holz. Nach langen Untersuchungen bestätigt sich dieser frühe Eindruck: «Die Ursache war Feuchtigkeit an der aussenliegenden Holzkonstruktion», schreibt Implenia auf Anfrage. Wie es so weit kommen konnte, geht aus den Antworten nicht hervor. Die alten Balkone sind abmontiert, bis Ende Oktober 2026 baut Implenia an gleicher Position neue, denen Feuchtigkeit nichts mehr anhaben soll. |
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| Das «Krokodil» vor den entdeckten Baumängeln am Balkon. So soll es auch Ende Oktober mit den neuen Balkonen wieder aussehen. (Bild: timbatec.ch) |
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| Nicht nur direkt betroffene Anwohnende, die lange ohne Balkon auskommen mussten, sind froh, dass es endlich vorwärts geht. Durch das Gerüst hatten Bewohner:innen von tieferen Stockwerken oder Ateliers und Büros im Erdgeschoss massiv weniger Licht. Pfarrerin Monika Wilhelm arbeitet im Gemeinschaftsbüro «Orbit», betrieben von der Stadtkirche Winterthur. «Wir freuen uns, dass wir gerade in der dunklen Jahreszeit wieder im helleren Büro arbeiten können», sagt sie. Für die Mietenden der Gewerbeflächen sei es zudem mühsam gewesen, dass sie durch das Gerüst weniger sichtbar gewesen seien. Anwohnende und Ateliers, die ihre Flächen bei der Genossenschaft Gesewo mieten, haben für die Zeit mit Gerüst eine Mietzinsreduktion erhalten. "Bei Nutzungseinschränkungen ist es üblich, dass Mietzinsreduktionen gewährt werden", erklärt Marianne Huber von der Gesewo. Für die Kosten der Baumängel-Abklärungen und den Ersatz der Balkone kommt die Bauherrin Implenia auf. |
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Genau dieser Frage gehen wir auf den Grund, wenn wir das nächste Stretch Goal gemeinsam erreichen. Und zwar können wir dann genauer in die Quartiere schauen. Wem gehört die Altstadt, wem Neuhegi? Wie entwickeln sich die Quartiere schon heute und in der Zukunft und welche Akteure spielen dabei eine tragende Rolle?
25 000 Franken für über 25 000 Grundbucheinträge – das ist ein fairer Deal für intensive Recherchearbeit und noch mehr Transparenz in den Besitzverhältnissen von unserer Stadt, für alle frei einsehbar. Dafür bleiben uns noch drei Tage.
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| | *|END:TAGGED|* | | | Stadtrat spricht 1,8 Millionen für FeuerwehrgebäudeIm Jahr 2000 wurde es eingeweiht, nun sind erste Anlagen des Hauptgebäudes von Schutz & Intervention an der Zeughausstrasse veraltet. Der Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung deshalb insgesamt 1,8 Millionen Franken gesprochen, um die Liegenschaft auf vordermann zu bringen. So sei zum Beispiel die Heizungssteuerung defekt, die Abluftanlagen wiesen Mängel auf und Teile des Gebäudes müssten statisch ertüchtigt werden. Und ja, auch die Brandmeldeanlage «gewährleistet keine einwandfreie Funktion mehr» und müsse aufgefrischt werden. (tz) |
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| | Kulturhof «existenziell» bedrohtMarktgänger:innen kennen den Mann mit dem Einachser seit Jahren. Nun hat Reto Meier für sich und seinen Demeter-Hof ein Crowdfunding lanciert, wie die «Winterthurer Zeitung» berichtet. Kürbisse und Obst hätten extrem unter dem starken Hagel von Ende August gelitten, und die Ernte sei nicht versichert. Zwar seien auch die vier Gewächshäuser stark beschädigt worden, dafür komme jedoch die Gebäudeversicherung auf. 10’000 der benötigten 40’000 Franken waren bis Redaktionsschluss zusammengekommen. |
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| | Klang in den Oxyd-Kunsträumen: Erstmals würdigt eine Ausstellung die Werke des verstorbenen Winterthurer Klangbildhauers Martin Spühler. Die aktuelle Ausstellung in den Oxyd-Kunsträumen neben dem Salzhaus lädt die Besuchenden auch gleich dazu ein, die Klanobjekte selbst zu bespielen. Informationen zur Ausstellung, Klang-Workshops und Rundgängen finden sich hier. Damen und Herren-Turnverein fusionieren: In der Gründerzeit war die Loslösung ein Akt der Emanzipation. Heute finden immer mehr Turnvereine wieder zusammen ‒ so auch in Seen. Nach über 90 Jahren entschieden sich TV und DTV Seen an einer Mitgliederversammlung im Juni für den Zusammenschluss, wie der «Seemer Bote» berichtet. Die Fusion war zuvor über zwei Jahre von einer Arbeitsgruppe vorbereitet worden und geschah nicht zuletzt, weil Vorstandsämter im DTV immer schwieriger zu besetzen gewesen seien. Der neue Verein zählt 451 Mitglieder. (tz) |
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| Zwei waren im Quizz besser als Bopp
 | Zur Präsentation des Budgets haben wir euch ein Quiz zu den Stadtfinanzen vorgelegt. Zwei waren besser als Bopp Zugegeben, es war ein zähes Quiz. Und ein zäher Kontrahent: Finanzvorsteher Kaspar Bopp (SP) blieb fast unerreicht – nur zwei Personen waren bei den elf Fragen insgesamt näher dran, wobei eine in vier Fragen eine Punktlandung schaffte und dafür ziemlich sicher in den Papieren gespickt hat. Vielleicht jemand aus der Finanzkontrolle? Am kniffligsten erwies sich die Einstiegsfrage: Nur 13 Personen schätzten die baulichen Unterhaltskosten pro Quadratmeter Strassenfläche ansatzweise richtig (0.91 Franken). Die anderen 258 lagen um mehr als das Zehnfache daneben. In ähnlichem Mass über- oder unterschätzten die Rätsler:innen die Unternehmenssteuern im Verhältnis zu jenen der natürlichen Personen. Nur ein Viertel lag im Toleranzbereich von +/- 1000 Prozent. Für alle, welche diesen Bereich verfehlten, rechntete das Quiz eine «0» in die Gesamtbewertung ein ‒ ähnlich wie beim Minigolf mit der maximal zulässigen Anzahl Schläge. (tz) |
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| Die Hälfte aller Teilnehmenden lag unter der Gesamtgenauigkeit von 33,44 Prozent, die andere Hälfte darüber. Kaspar Bopp erzielte 88,64 Prozent. (Grafik: WNTI) |
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So, ich hoffe, du fandest den heutigen Wintibrief erbaulich (höhö). Übrigens: Leider funktionierte gestern der Link im «Wärmstens empfohlen» nicht. Bitte entschuldige. Falls du noch erfahren möchtest, was es mit der Velotour zum Architekturtag auf sich hat, kannst du einfach hier klicken. So und jetzt haus, en Schöne. Bis bald, Sebastian von WNTI |
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