| | Guete Morge ☀️ Nach langem Urlaub bin ich wieder in der Redaktion. Schön, wieder für dich über deine Stadt schreiben zu können! Heute gibts gleich zwei Texte für dich. Tizian hat ein Start-up besucht, das Elektrobusse aufmischen will, und ich bin auf die Schützenwiese und habe mir von Stadträtin Romana Heuberger nochmal erklären lassen, wieso das altehrwürdige Stadion zwei neue Stirntribünen braucht. Gömer dri.
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| Die «Winduction»-Gründer Sonam Bhuka, Laurin Schwitter und Sylvain Fricker (v.l.) vor ihrem umgerüsteten Postauto. (Bild: zvg) |
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| Start-up lädt die Zukunft der Elektrobusse |
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| Vor Kurzem ist das Start-up «Winduction» auf das Vitus-Areal gezogen. Das ETH‑Spin-off will Elektrobusse per Induktion laden. Auch die Stadt Winterthur hat Interesse an der Technologie signalisiert. von Tizian Schöni |
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| Noch etwas verloren steht das alte Postauto in der riesigen Halle in Töss. Die Hinterachse ist aufgebockt, und das rechte Rad sieht etwas klobig aus. Neben dem Fahrzeug steht eine Computerstation. Auf den ersten Blick sieht es nicht so aus, als würde hier ein Start-up arbeiten, das bei privaten Investor:innen gerade über eine Million Franken eingesammelt hat. Bis Sonam Bhuka, einer der drei Gründer von «Winduction», ins Innere des ausrangierten Postautos führt. Über dem rechten Hinterrad sind die Sitze ausgebaut, und unter einer Plexiglas-Haube zeigt sich eine Sammlung sorgfältig verlegter Kabel, Sensoren und Kondensatoren. «Wir haben es für die Demonstration bewusst technoramamässig aufgebaut», sagt Bhuka. |
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| Noch steht der Bus ziemlich verloren in der Halle auf dem Vitus-Areal. Büro, Garage und Labor des Start-ups kommen bald nach. (Bild: Tizian Schöni) |
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Zusammen ergeben die Bauteile das Funktionsmuster einer Technologie, in die private Geldgeber:innen, aber auch Unternehmen wie die Verkehrsbetriebe Glattal AG (VBG) oder Eurobus grosse Hoffnungen setzen und die das Bundesamt für Verkehr sowie die Klimastiftung Schweiz fördern. Eurobus und die Thomann Nutzfahrzeuge AG waren von der Idee so überzeugt, dass sie dem Team ein altes Postauto günstig überliessen, so Bhuka. |
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| | «Wir haben es für die Demonstration bewusst technoramamässig aufgebaut.» Sonam Bhuka, Winduction Co-founder |
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| Über Induktion vom Boden in die Batterie Mit der Technologie von «Winduction» kann ein Bus seine Batterie auch während kurzer Haltezeiten tagsüber aufladen ‒ durch Induktion. Bhuka zeigt das Modell einer Spule, die ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Über sie wird der Strom an die Fahrzeugbatterie weitergegeben, sobald der Bus in seiner Haltebucht zum Stehen kommt. Der Energieverlust betrage dabei unter zehn Prozent. «Ein sehr guter Wert», sagt Bhuka. Dass sich das Konzept rentiert, habe eine Machbarkeitsstudie gezeigt. Das Team hat dafür eine Linie der VBG untersucht, auf der zwischen dem Flughafen und Oerlikon bisher fünf Dieselbusse im Einsatz gewesen waren. Letztes Jahr stellte das Unternehmen um ‒ und benötigt nun sechs Elektrofahrzeuge, um den ganzen Tag abzudecken. |
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| Vom Boden ins Rad, vom Rad in den Radkasten und von da in die Batterie: Mit Induktion will «Winduction» Fahrzeugbatterien tagsüber laden. (Bild: Tizian Schöni) |
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| «Wäre unsere Technologie an den Endhaltestellen und in den Fahrzeugen verbaut, hätten die VBG nur fünf Fahrzeuge anschaffen müssen», sagt Bhuka. Zudem könnten sie vom tagsüber günstigen Solarstrom profitieren. Und die Fahrzeugbatterien könnten wegen der zusätzlichen Ladungen tagsüber kleiner sein, was sie leichter und billiger mache. Warum laden, wenn es Oberleitungen gibt? Diese Frage drängt sich auf, besonders in der Trolleybusstadt Winterthur. Dazu hat Sonam Bhuka eine klare Meinung: «Oberleitungssysteme werden nur noch selten erweitert», sagt der «Winduction»-Mitgründer. Die Infrastruktur sei schlichtweg zu teuer. Das überrascht, denn der Zement der neu einbetonierten Masten für die Buslinie 7 ist kaum getrocknet. Und erst Ende 2025 hatte Stadtbus die frisch elektrifizierte Linie 5 in Betrieb genommen. Kostenpunkt für die drei Kilometer Oberleitungen auf den beiden Kursen: knapp 18 Millionen Franken. |
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| Die LED-Displays des Postautos zeigen statt der Endhaltestelle den Ladestand der Batterie. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Die «Winduction»-Gründer haben sich trotzdem für Winterthur entschieden. Sie hätten eine Anfrage bei der kantonalen Standortförderung platziert. «Darauf hat es Angebote gehagelt», sagte Bhuka. Vieles passte aufgrund der hohen Anforderungen nicht: «Wir brauchten eine Garage, ein Labor, Büroräumlichkeiten und die Möglichkeit, eine Haltestelle auf privatem Gelände zu bauen», sagt Bhuka. Um die Energieübertragung vom Strassenbelag übers Rad zu testen, sei das unerlässlich. «Unser Traum wäre es, die Technologie an der Endhaltestelle des 1er-Busses zu verbauen», sagt Bhuka. Sie liegt gleich vor den Toren des Areals. Allzu schlecht stehen die Chancen dafür nicht ‒ trotz der Oberleitungen fahren die Winterthurer Stadtbusse auch heute kurze Strecken mit Batterie. Und die Stadt habe als eine von fünf potenziellen Kund:innen eine Absichtserklärung mit «Winduction» unterzeichnet, wie Bhuka verrät. |
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| So wird einst der Ausblick von der Sirupkurve sein. (Bild: Nightnurse Images Zürich) |
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| Die Schützenwiese bekommt Platz für alte Besonderheiten – und neue |
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| Die Stadt, der FC Winterthur, die Fans – alle wollen zwei neue Stirntribünen für die «Schützi». Ob sie diese auch bekommen, entscheidet sich am 27. September an der Urne. An einer Medienkonferenz informierte die Stadt zusammen mit Funktionären des Vereins ein letztes Mal über das Vorhaben. von Sebastian Galli |
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| Die Schützenwiese sei viel mehr als nur ein Stadion, sagt Stadträtin Romana Heuberger. Sie sei für Winterthur eine wichtige Stadtmarke und Identifikationsstifterin für die Bevölkerung. Umso erfreuter sei sie auch, dass die «sympathischen Besonderheiten» des Stadions auch mit dem geplanten Umbau (WNTI berichtete) erhalten bleiben würden. Sirupkurve, Salon Erika und der Kosmonaut Gagarin finden alle auch in der neuen Tribüne ein Zuhause. Die Notwendigkeit des Umbaus sei unabhängig vom sportlichen Erfolg des FCW, sagt Heuberger weiter. «Stadien baut man nicht für eine Saison.» Es sei eine Investition in die Zukunft, gerade auch beim Frauenfussball und Nachwuchs. Neben den Stirntribünen ist ein Kabinen- und Betriebsgebäude geplant, das unter anderem dem Frauenteam eine dedizierte Umkleide bietet. Bis anhin mussten sich diese die Kabine mit den Junioren teilen. Zudem soll der Gebäudemantel selbst auch als kleine «Tribüne» für den Kunstrasen dienen und Platz für bis zu 200 Leute bieten. Für den Umbau hat die Stadt einen Kredit von 35,13 Millionen Franken beantragt. Der FC Winterthur beteiligt sich mit 2,6 Millionen. Zudem schiesst der kantonale Sportfonds voraussichtlich 3,8 Millionen ein. Das Stadtparlament hat den Kredit mit 51 zu 1 Stimme angenommen. Sportliche Zukunft und … eine Rutschbahn?Der Umbau soll etappenweise erfolgen und 2029 abgeschlossen sein. Die Schützenwiese hätte dann eine neue Kapazität von rund 9900 Personen. Im ersten Schritt soll der Sektor B, in dem sich auch die Bierkurve befindet, erneuert werden. Wo die Fankurve während der Bauarbeiten temporär ein neues Zuhause finden soll, ist noch unklar. Man prüfe zurzeit verschiedene Möglichkeiten, sagt FCW-Präsident Mike Keller. Der Umbau bedeutet auch, dass in dieser Zeit weniger Zuschauer:innen ins Stadion können. Somit ist auch ein Rückgang der Einnahmen des Vereins in dieser Zeit zu erwarten. Das erschwert die Aufstiegsambitionen des finanziellen Leichtgewichts FC Winterthur. Eine Realität, der sich auch der Vereinsboss bewusst ist. «So oder so, wir müssen einfach das Beste aus unseren Mitteln machen», sagt Keller. Neben den alten «sympathischen Besonderheiten» soll die Schützenwiese zudem eine neue bekommen. «Wir bauen eine Rutschbahn an die Sirupkurve», sagt FCW-Kommunikationschef Andreas Mösli. Ein Witz? Nein. «Ob sie gerade verläuft oder Kurven haben wird, ist aber noch unklar.» |
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| Diesen Samstag: Einweihungsfest Querung Grüze Am Samstag feiern wir die Querung Grüze – feierst du mit? Die Brücke über den Bahnhof Grüze ist fast fertig. Diesen Samstag, 5. September, findet ein grosses Einweihungsfest für ganz Winterthur statt. Für Gross und Klein gibt es Infostände zu den Arbeiten an der Brücke, einen Brückensprint, Wettbewerbe, eine Hüpfburg und natürlich ein kulinarisches Angebot. Stadtbus Winterthur lädt die ganze Stadt ein, das erste Mal mit dem Bus über die neue Brücke zu fahren! |
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| Brühlgut Stiftung bekommt neuen Geschäftsführer
 | | Brühlgut Stiftung bekommt neuen Geschäftsführer Am 30. November tritt der aktuelle Geschäftsführer, Andreas Paintner, in den Ruhestand. Das teilte die Brühlgut Stiftung gestern, am Mittwoch, mit. Ab dem ersten Dezember 2026 ist Nenad Kragic dann neuer Geschäftsführer der Winterthurer Stiftung. (mm) |
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| | Chilbi in Seen: Ab Freitagabend kommen Wagemutige auf ihre Kosten. Zwar hat das Fahrgeschäft «Crazy Wheel» der Seemer Dorfet abgesagt, wie der «Landbote» weiss, aber der 42 Meter hohe, rotierende Arm «Freak» sorgt für würdigen Ersatz. Alle, die ihren Mageninhalt lieber bei sich behalten, finden Feines bei den gut 30 teilnehmenden Vereinen: vom «Ochs am Spiess» des Balcan Club bis zu Momos der Tibetergemeinschaft Rikon. (tz) «Tischlein deck dich» sucht Freiwillige: Jeweils am Freitagnachmittag gibt die Hilfsorganisation in Veltheim Lebensmittel an armutsbetroffene Menschen ab. Nun sucht sie für diese Abgabestelle freiwillige Helfer:innen. Ein Einsatz ist flexibel möglich. Interessierte melden sich beim Leiter Daniel Zimmermann (zidama@bluewin.ch). (tz)
«Grüner Hund» ist wieder offen: Seit Dienstag ist der «Grüne Hund» am Ende der Tössfeldstrasse neu eröffnet. Dies berichtete der «Landbote» gestern. «Bà Tôi» heisst das Restaurant neu und bietet vietnamesische Küche an, es soll von Dienstag bis Sonntag geöffnet sein. (tz) |
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| Picknick und Liegekonzert im Villa Bühler Park
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| | Picknick und Liegekonzert im Villa Bühler Park Heute Abend findet im Villa Bühler Park ein etwas anderes Konzert statt. Beim «OSOMO – Horizontal Concert & Picnic» wird Musik nicht sitzend oder stehend vor einer Bühne erlebt, sondern im Liegen, unter freiem Himmel und zum Sonnenuntergang. Das Konzert lädt dazu ein, aus dem hektischen Alltag auszusteigen und ganz ins Zuhören einzutauchen. Die Musik von OSOMO, ein elektronisches Soloprojekt des Schweizer Musikers und Schlagzeugers Simon Baumann, ist als «transportierende Musik» konzipiert: Klangwellen, elektronische Texturen, Rhythmen und akustische Instrumente sollen eine Atmosphäre schaffen, in der man träumen, nachdenken oder einfach nur lauschen kann. Vor dem Konzert gibt es Zeit für ein mitgebrachtes Picknick. Danach beginnt die musikalische Reise pünktlich zum Sonnenuntergang.
Tickets für das Liegekonzert gibt es auf Eventfrog. Die Türöffnung mit Zeit fürs Picknick ist ab 18 Uhr, das Konzert beginnt um 19.45 Uhr. |
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| | | Nicht nur meine Sommerferien sind vorbei, sondern auch die bei der Stadtverwaltung. Zumindest, wenn die Menge an Medienkonferenzen ein Indiz dafür sein darf. Bis bald, Sebastian von WNTI |
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