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| | Hallo Frau Bundesrat Sagst du, wenn du am 9. Mai zur Wiedereröffnung der Sammlung Oskar Reinhart am Römerholz gehst. Denn Elisabeth Baume-Schneider hat sich ebenfalls zur Feier angemeldet. Für Tim ist die Vorsteherin des Innendepartements vermutlich nicht interessant. Er hat es eher mit den Sportler:innen. Der Elfjährige hat nämlich seinen eigenen Interview-Podcast lanciert.
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| Tim Menzi macht mit seinem Podcast «Team Tim» «den ersten Schritt in Richtung Traumjob». (Bild: Sarah Menzi) |
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| In den Fussstapfen von Beni Thurnheer, Sascha Ruefer und Co. |
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| Auch heute reden Kinder davon, Lokiführer oder Ärztin zu werden. Anders als früher gehört jedoch eine Karriere als Tiktoker oder Youtuberin mit auf die Berufswunschliste. Letzteres strebte der elfjährige Tim aus Winterthur zuerst an – und hat sich dann für einen eigenen Sportpodcast entschieden. von Maria Wyler |
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| Den Traum, Sportkommentator zu werden, hegt Tim Menzi seit dem Kindergarten. Ich treffe den Fünftklässler in einer Altbauwohnung im Inneren Lind, wo er mit seiner Familie wohnt. «Von der zweiten bis zur vierten Klasse wollte ich Youtuber werden», erzählt er. Laut seiner Mutter Sarah Menzi war der Wunsch so gross, seine Sportbegeisterung mit der Welt zu teilen, dass sie sich ernsthaft damit auseinandersetzen mussten. Während eines Nachtessens im Cantinetta sei dann gemeinsam entschieden worden: vorerst kein Youtube, aber ein Podcast. In den darauffolgenden Ferien wurde recherchiert und ausprobiert, die ganze Familie half mit. Jetzt ist der Sportpodcast Team Tim bereits ein Jahr alt. |
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| Wo Tim die Sportler:innen trifft, dürfen sie entscheiden. Sportreporter Lukas Studer traf er im SRF-Studio, Marcel Hug im Paraplegiker-Zentrum und den Fussballer Fabian Frei (auf dem Bild) im Kafi. (Bild: Sarah Menzi) |
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| Tims erste Interviewpartnerin war seine Halbschwester, eine Marathonläuferin. Auch die Klassen-Gspänli durften als Versuchskaninchen herhalten – bis dann das erste Interview mit einem bekannten Sportler aufgegleist war: Franco Marvulli. Die Begegnung mit dem ehemaligen Profi-Radsportler ist Tim besonders in Erinnerung geblieben: «Ich war bei ihm zu Hause und er war mega nett. Es ist die längste Sendung, die ich bisher gemacht habe.» Angefragt hat Tim den Sportler mit einem Brief. Unterdessen schreibt er seine Wunschkandidat:innen meist per E-Mail an. Oft kommt er auch über sie zu weiteren Kontakten. Ihm sassen unter anderem Fabian Frei, Marcel Hug und FCW-Präsident Mike Keller gegenüber. Sein Fachgebiet sei Fussball, da wisse er Bescheid. Er will aber den ganzen Sport abdecken: «Ich würde gerne eine Folge mit jemandem aus dem Extremsport machen, zum Beispiel Freestyle-Ski oder Snowboard. Roger Federer zu kriegen wäre auch toll.» Unter der Woche schaut Tim Sportsendungen, Super League und Champions League – und wenn der FC Winterthur spielt, ist er im Stadion. Er selbst kickt für den FC Tössfeld. Inspiration für seinen Podcast holt er beim «Blick»-Format «Forza!» und beim deutschen Fussball-Podcast «Formkurve». Beim Fernsehen hört er gerne Sascha Ruefer und Calvin Stettler zu. «Unbewusst merke ich mir beim Zuhören sicher die eine oder andere Ausdrucksweise», so Tim. Nachahmen mag er aber niemanden, er will seinen eigenen Stil finden. Ein festes Konzept für die Interviews hat der Winterthurer auch nicht, ebenso wenig wie ein bestimmtes Zielpublikum: «Ich probiere einfach aus.» Grosse Pläne hingegen hat er. «Team Tim» sieht er als eine von mehreren Stationen, die ihm helfen sollen, diese zu realisieren. |
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| Für die Vorbereitung einer neuen Folge «Team Tim» benötigt der elfjährige Podcaster etwa zwei Tage. Für das Interview braucht er lediglich einen Laptop und zwei Mikrofone. (Bild: Sarah Menzi) |
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| Früher sei Tim sehr schüchtern gewesen, erzählt Sarah Menzi. Die Familie reist gerne – Mutter und Sohn sind sich einig: Das Reisen habe ihm mit Sicherheit dabei geholfen, sich zu öffnen. Beim Reisen gehört für Tim selbstverständlich dazu, möglichst viele Stadien zu besuchen. So sah er Messi in Miami spielen, besuchte das Camp Nou in Barcelona, stand im Wembley-Stadion und im Parc des Princes in Paris. Dem Elfjährigen fällt es überhaupt nicht mehr schwer, sich zu exponieren. Er sieht es pragmatisch: «Wenn es den Leuten gefällt, cool. Sonst sollen sie es halt nicht hören.» Das Thema Sichtbarkeit und Sicherheit im Netz habe sie schon umgetrieben, so Sarah Menzi. Sie verwaltet Tims öffentlichen Instagram-Account und fängt die Nachrichten ab. Hin und wieder müsse sie auch mal jemanden blockieren, aber sie hätten es gut unter Kontrolle. Sie sieht es auch als Chance: «Er ist mit sehr viel Leidenschaft dabei, die Liebe zum Sport treibt ihn an. Manchmal müssen wir ihn ein bisschen bremsen, aber wir haben entschieden, ihn lieber zu begleiten, als es zu verbieten.» Jeweils am ersten Montag des Monats erscheint eine neue Folge von Team Tim. Am 6. April ist es wieder so weit: In der neuesten Ausgabe spricht Tim mit der Unihockeyspielerin Nina Metzger. |
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| | | | Save the Date: Steibi-Büro WNTI zügelt für einen Nachmittag nach draussen. Für Gespräche, eure Ideen und natürlich mit unserer Post-it-Wand.
📍 Steinberggasse 🗓 10. April 🕑 ab 14 Uhr |
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| | | Bundesrätin wird Sammlung Oskar Reinhart eröffnenSeit Dezember 2024 werden die Räumlichkeiten der Kunstsammlung Oskar Reinhart am Römerholz umfassend renoviert. Zur Eröffnung der Ausstellung am 9. Mai hat sich nun hoher Besuch angekündigt: Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) wird die aufgefrischten Räume der Villa neu eröffnen. Dies bestätigte das Kunstmuseum gestern auf Anfrage. Die Privatsammlung des Winterthurer Kaufmanns ging nach seinem Tod 1965 zusammen mit der Villa an den Bund über. Erst kürzlich übertrugen die Reinhart-Erben auch die zugehörige Garten- und Badeanlage der Eidgenossenschaft. |
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| | Garstige Gewächse im Gewerbemuseum
Hast du dich auch schon gewundert, wie sich eine Chrottepösche durch diesen winzigen Spalt zwischen zwei Randsteinen quetscht und trotzdem blühen kann? Dieser «Spontanvegetation» widmet das Gewerbemuseum seine nächste Ausstellung. «Neue Wildnis» heisst sie und will aufzeigen, dass diese Pflanzen nicht nur ihre Daseinsberechtigung haben, sondern sich urbane Gebiete sogar regelrecht zurückholen. Die Vernissage findet am 1. April statt, einen Tag darauf ist die Ausstellung regulär geöffnet und wird von Führungen und Workshops zum Thema begleitet. (Bild/Ausschnitt: Franziska Klose) |
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| | Wer Glühwein trinkt, tut Gutes: Susi und Norbert «Nobi» Albl sind das wohl bekannteste Winterthurer Schaustellerpaar. Und das erfolgreichste: Der «Albl Event Service» betreibt heute vom Würstchenwärmer bis zum bekannten Glühweinstand «Alte Mühle» alles, was es für ein Volksfest braucht. Nun haben die beiden eine Stiftung gegründet und mit 200’000 Franken ausgestattet. Zweck ist die Unterstützung bedürftiger Frauen und Kinder sowie der Tierschutz. Eine erste Förderung über 2500 Franken ging Anfang März an die Stiftung Wunderlampe. Wieder einmal mit dem Leutnant pläuschle: Das soll die Plattform «Militär Freunde Schweiz» ermöglichen. Gegründet hat sie der Winterthurer Adrian Bolf mit einem Kollegen, wie die «Winterthurer Zeitung» gestern berichtete. Über die Website können sich ehemalige Dienstleistende wiederfinden und neu vernetzen. Die Plattform richtet sich laut dem Gründer vor allem an ältere Semester. Diese Sounds hörst du auf dem Bäumli: Es ist der wohl schönste Open-Air-Spot der Stadt. Bereits zum sechsten Mal findet das «Ante» auf dem Bäumli, dem Aussichtspunkt über Winti, statt. Dieses Jahr allerdings vom 2. bis 6. Juni ‒ in der Hoffnung, dass der Anlass für einmal vom Regen verschont bleibt, wie die Veranstalter schreiben. Unter anderem treten Lost in Lona, ein Duo aus Basel und Zürich, der Rapper Bac oder die Folk-Sängerin Jensen McRae auf. 23% höhere Mieten: Zum Zeitpunkt unserer Berichterstattung über die Sanierung von 400 Wohnungen in Wülflingen wollte sich Terresta noch nicht auf eine Zahl festlegen, wie hoch die Mieten nach der Renovation sein würden. In einem aktuellen Beitrag auf ihrer Website rechnet die Verwaltung der SKKG nun vor, was sie an einer einzelnen Liegenschaft am Rebenweg erprobt hat: Die Mieten stiegen dort um knapp ein Viertel. Rechtlich zulässig, so die Terresta, seien 50 bis 70 Prozent. |
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| Blick durch die Wintibrille auf die Kriminalitätsstatistik
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| Im Mai 2025 fragten wir: «Was beschäftigt dich?» Eine Post-it-Autor:in hielt sich kurz. |
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| Ob es besser oder schlimmer wird Besser! Und das trotz der 30 latent offenen Stellen bei der Stadtpolizei. Zumindest sagt das die kantonale Kriminalitätsstatistik 2025, die kürzlich veröffentlicht wurde. Pro Kopf haben die registrierten Straftaten in der Stadt gegenüber 2024 um zwei Prozent abgenommen. Im Vergleich mit den Gemeinden schneidet Winterthur als zweitgrösste Stadt des Kantons ebenfalls gut ab: Wir liegen mit 8000 Straftaten pro 100’000 Einwohner:innen auf Platz vier, nach Kloten (13’000) wegen des Flughafens, Zürich (10’000) und Dietikon (8500). Mit Abstand am häufigsten wird geklaut oder eingebrochen. Die Zahl nahm gegenüber 2024 aber um acht Prozent ab. Am seltensten wurden Straftaten gegen Leib und Leben, also Tätlichkeiten oder Körperverletzungen und Sexualdelikte, registriert. |
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| | Der Standortförderer House of Winterthur hat «5 aussergewöhnliche Döner» getestet. Kann man machen. Schade nur, dass gleich zwei Ketten in die Gratiswerbung hineingerutscht sind, obschon in Winterthur über 30 (!) Döner-Imbisse Fleisch vom Spiess schneiden. WNTI wird sich der Sache annehmen und den «hidden champion» der lokalen Dönerbuden alleine finden müssen. Güle güle, Tizian |
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