| | Guten Morgen, schön bist du da. Dass Musik und Sport guttun, hören wir immer wieder. Im heutigen Wintibrief liefern wir euch gleich zwei Beispiele dafür: Mattia hat das Winterthurer «PingPongParkinson»-Team besucht und ich habe mit dem Gründer-Duo eines neuen Chors gesprochen, für den man nicht singen können muss.
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| Topspieler und Trainer Elia Schmid zusammen mit Heinz Vontobel. (Bild: Mattia Mayer) |
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| «Wenn ich Ping Pong spiele, hüpfe ich wie ein junges Reh.» |
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| Früher mussten sie immer nach Glattbrugg zum Training. Jetzt gibt es eine eigene Gruppe von «PingPongParkinson» in Winterthur. Trainiert wird sie vom besten Tischtennisspieler der Schweiz. von Mattia Mayer |
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| «Bis jetzt haben wir immer in Glattbrugg gespielt, irgendwann waren wir vier Winterthurer und dann war für mich klar, dass wir eine eigene Gruppe brauchen», sagt Heinz Vontobel. Der 77-Jährige spielt seit zwei Jahren Ping Pong bei «PingPongParkinson». Beim ersten Training am 18. August in der Grüze stehen acht Spieler:innen und ein Trainer in der Halle. Für die Senior:innen ist das ein Gewinn. Viele wohnen in Winterthur und freuen sich, in Zukunft jeden Dienstag hier spielen zu können. |
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| Die Freude beim Sport ist den Spieler:innen ins Gesicht geschrieben. (Bild: Mattia Mayer) |
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| Die Krankheit Parkinson lässt Nervenzellen in einer Hirnregion absterben, die einen wichtigen Botenstoff für die Bewegung herstellen. Durch den fehlenden Botenstoff funktioniert die Koordination zwischen Muskeln und Hirn nicht mehr richtig. Parkinson kann man nicht heilen. Mit Sport, Therapie und Medikamenten lassen sich die Beschwerden aber gut lindern. Der Hausarzt habe ihm Ping Pong empfohlen, nachdem bei ihm Parkinson diagnostiziert worden sei, sagt Heinz. Es sei bekannt, dass der Sport Parkinsonerkrankten guttue. «Meine Frau sagt, wenn ich Ping Pong spiele, hüpfe ich wieder herum wie ein junges Reh», so Heinz. Ausserdem sei der soziale Austausch in der Gruppe sehr wichtig für alle. Das zeigt sich auch beim Training. Immer wieder wird kurz geredet und miteinander gelacht, bevor es zurück an die Tische geht. |
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| Heinz zeigt, wie es geht: Gelingt der Kunstschlag unter dem Bein hindurch? (Bild: Mattia Mayer) |
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| Nicht nur Heinz ist vom Sport überzeugt. Eine Trainingspartnerin sagt, Pingpong mache ihr viel Spass. Im Alltag habe sie oft Mühe, schnelle Bewegungen zu machen. Parkinson sei eine Krankheit, die lähme. «Wenn ich Pingpong spiele, kann ich plötzlich wieder schnelle Bewegungen machen, die mir sonst nicht gelingen», erzählt sie. Elia Schmid trainiert die «PingPongParkinson»-Gruppe in Winterthur. Der 30-Jährige ist im Sport nicht unbekannt. Momentan ist er der am besten klassierte Tischtennisspieler der Schweiz. Dass die Senior:innen einen solch prominenten Trainer bekommen haben, ist Zufall. In Glattbrugg hat sich der Verein mit dem Experten denselben Raum geteilt. Die Gruppe hatte Mühe, einen Trainer zu finden, und da hat er ein Training übernommen. Mittlerweile trainiert er bei «PingPongParkinson» nur noch die Winterthurer Gruppe. |
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| Von den Besten gelernt: Ein Spieler erhält Tipps von der aktuellen Schweizer Nummer Eins im Tischtennis. (Bild: Mattia Mayer) |
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| Heinz freut sich bereits auf die «PingPongParkinson» Schweizermeisterschaft in Lausanne in zwei Wochen. Er nahm bereits an der eigenen WM im italienischen Lignano Sabbiadoro teil. «Dort habe ich im Final gegen einen deutschen Kommissar verloren», erzählt er lachend. Wir drücken ihm die Daumen, dass er den Titel von Lausanne nach Winterthur holt. |
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| «Ich kann nicht singen» – die einzige Voraussetzung für diesen Chor |
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| Die Neu-Winterthurerin Marion Zanella und der Stimmbildner Ruben Banzer wollen mit einem ungewöhnlichen Chor allen das Singen ermöglichen. von Yvonne Samsarova |
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| Ruben Banzer und Marion Zanella kennen sich noch nicht lange, teilen aber bereits eine gemeinsame Vision. (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| «Ich kann nicht singen», sagt Marion Zanella über sich selbst. Und mit diesem Gedanken ist die Walliserin nicht allein: Immer wieder sei sie mit Menschen ins Gespräch gekommen, die gerne mehr singen würden. Und die sich aber nicht trauen, weil sie glauben, nicht singen zu können. So geht es auch ihrer neuen Nachbarin in Winterthur, neben die Zanella vor gut einem Jahr gezogen ist. Früher konnte diese sich nicht vorstellen, in einem Chor zu singen. Das soll sich bald ändern. Ende September wird sie beim neu gegründeten «Ich-kann-nicht-singen»-Chor dabei sein. «Und wenn du bei der ersten Probe keinen Ton herausbringst, summst du halt einfach mal mit», habe Marion zu ihr gesagt. |
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| | «Ich hatte beim Singen immer miserable Noten.» Marion Zanella, Chormitgründerin |
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| «Ich war eine gute Schülerin, aber beim Singen hatte ich immer miserable Noten», so Marion. Seitdem habe sie sich geschämt, öffentlich zu singen. Nach ihrem Umzug nach Winterthur habe ihr das soziale Umfeld gefehlt. Also habe sie sich gedacht, sie könne etwas für sich und andere auf die Beine stellen, erzählt sie. Etwas, das es in Winterthur in dieser Form noch nicht gibt. Chöre gibt es in der Stadt einige. Einer, der sich explizit an Menschen richtet, die glauben, nicht singen zu können, hingegen nicht. Eigene Projekte auf die Beine zu stellen, sei die 59-Jährige gewohnt. «Ich war mein Leben lang selbständig», erzählt sie. Eine Freundschaft Neben Marion im Café sitzt der 30-jährige Ruben Banzer. Die beiden wirken, als wären sie schon lange miteinander befreundet. Tatsächlich ist ihre Zusammenarbeit noch ziemlich jung. Erst im Februar ist Marion bei einer Google-Suche auf Ruben gestossen. Kurzentschlossen schrieb sie dem Musiklehrer eine E-Mail und fragte ihn, was er von ihrer Idee eines «Ich-kann-nicht-singen»-Chors halte. Für Ruben war das Konzept keineswegs neu. Er kenne ähnliche Chorprojekte aus Berlin und Luzern. Während seines Studiums an der Hochschule Luzern kam er erstmals damit in Berührung und sei seither von der Idee überzeugt. |
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| Der 30-jährige Ruben Banzer ist leidenschaftlicher Stimmbildner. (Bild: Tres Camenzind) |
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| Dass Ruben den «Ich-kann-nicht-singen»-Chor tatsächlich leiten würde, war für Marion gar nicht selbstverständlich, auch wenn sie es sich sehr gewünscht hatte. Für Ruben hingegen war der Wunsch, den Chor selbst zu leiten, von Anfang an da. Umso mehr habe sich Marion gefreut, als feststand, dass er diese Aufgabe übernehmen würde. «So ein Chor ist für alle geeignet, die Lust auf Singen haben, aber denken: ‹Ich kann es nicht› und keinen passenden Chor finden», erklärt Ruben. Es gehe darum, herauszufinden, was es überhaupt heisst, in einer Gruppe zu singen, und vor allem die Hemmschwelle zu senken, überhaupt einmal zu einer Probe zu gehen. Dabei ist der Stimmbildner überzeugt: «Jeder kann singen». Gemeinschaftsgefühl durch Singen stärkenDas gemeinsame Singen habe in der Schweiz etwas an Bedeutung verloren, findet das Gründer-Duo. «Ein Teil beitragen, ein Teil von etwas Ganzem sein – das ist bei einem Chor sehr wichtig», sagt Ruben. Genau da soll der neue Chor ansetzen. Er soll ein Ort sein, an dem niemand Angst haben muss, sich zu zeigen und zu öffnen. «Wir wollen mit unserem Vorhaben unbedingt auch das Gemeinschaftsgefühl der Winterthurer:innen stärken», erklärt der künftige Chorleiter. Dass gemeinsames Singen mehr sein kann als nur Musik, legt auch die Forschung nahe. Studien deuten darauf hin, dass regelmässiges gemeinsames Singen positive Auswirkungen auf das soziale Wohlbefinden, die Verbundenheit mit anderen und die wahrgenommene Lebensqualität haben kann. Deshalb gehören zu den zweistündigen Treffen nicht nur Gesangsübungen. Auch gemeinsame Kaffeepausen sind geplant. Sie sollen Raum dafür geben, mit den anderen Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Verschiedene Musikstile«Das Spannendste ist, dass die Dynamik bei einem solchen Chor völlig unvorhersehbar ist», sagt Ruben. «Die Teilnehmenden dürfen sich auf Musik aus verschiedenen Stilrichtungen freuen.» So soll für möglichst alle etwas dabei sein. Vorerst planen Marion und Ruben ihr Projekt für eine Chorsaison. Sie beginnt im September und endet im März. Danach wollen sie gemeinsam evaluieren und entscheiden, ob es eine weitere geben wird. Die bisherigen Rückmeldungen stimmen sie jedenfalls zuversichtlich. Mehr als nur gemeinsames SingenDer Chor richtet sich an Erwachsene und zum Schnuppern darf jede:r kostenlos kommen. Ruben wünscht sich als Chorleiter eine gewisse Kontinuität und den Einsatz der Teilnehmenden. Denn genau das unterscheide einen Chor von einer losen Singgruppe: Als Teilnehmende gehe es nicht um ein einmaliges Dabeisein, sondern darum, gemeinsam etwas weiterzuentwickeln, erklärt Ruben. Marion freut sich jedenfalls darauf, in ihrem neuen Chor viele Winterthurer:innen kennenzulernen, aber auch Menschen aus anderen Regionen zu begrüssen. «Meine Schwester wird aus Zürich kommen», sagt sie voller Freude. |
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| | Geprobt wird einmal im Monat an einem Samstagmorgen im Theatersaal des Kirchgemeindehauses Liebestrasse. Die Termine sind bereits auf der Website des Projekts aufgelistet. |
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| Ein Abend, neun Bands – Unplugged in Winterthur Jede Band die Bühne für 20 Minuten, alle spielen ohne E-Gitarren, ohne elektronische Effekte – nur die reine Musik. Das Programm reicht von Troubadour über Pop oder Punk bis Latin und Impro-Jazz. Eröffnet wird der Abend durch die Winterthurer Songwriterin Stella Cruz, die von einem ganzen Chor begleitet wird. Viel Experimentelles ist auch vom Drum’n’Piano-Duo Ombient zu erwarten. Legendär die Energie des Funk-Pop von Ida Jane, der Fiddle Jammer und die queerfeministischen Punker:innen von Alli Vibes. 5. September, Giesserei Hegi. |
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| | | | Hohe Strafe nach erneutem HundebissEin Rentner muss nach einem zweiten Vorfall mit seinem Hund 18’000 Franken Geldstrafe zahlen. Zusätzlich wurden ihm 500 Franken Busse und 800 Franken Gebühren auferlegt. Dies berichtete der «Landbote» gestern. Sein knapp vierjähriger Belgischer Schäferhund war im Januar in Hettlingen ohne Leine unterwegs gewesen, rannte davon, griff einen 12-Jährigen an und biss ihn in Arm und Bein. Bereits eineinhalb Jahre zuvor hatte das Tier vier Schüler an der Töss attackiert – auch damals war es nicht angeleint gewesen. |
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| | Weitere Kurz-NewsInternationale Linux-Konferenz: Am 29. und 30. August treffen sich rund 40 Debian-Entwickler:innen und -Nutzer:innen aus zwölf Ländern zur MiniDebConf in Winterthur. Im Zentrum steht der Einsatz von Linux und freier Open-Source-Software an Schulen. Geplant sind sechs öffentliche Vorträge, unter anderem zu Schuldistributionen aus Italien, Finnland, Deutschland und der Schweiz. Die Teilnahme ist kostenlos. 1,15 Millionen Auftrag für Sandwiches: Das Kantonsspital Winterthur (KSW) braucht jährlich über 100’000 Sandwiches für Mitarbeitende und Besuchende. Nun steht fest, wer sie in den kommenden Jahren liefert. Die Bertschi Bäckerei AG aus Kloten erhält den Auftrag über 1’157’431.11 Franken, wie der «Landbote» berichtet. Sie beliefert das KSW bereits heute. Vier Unternehmen hatten sich beworben. Kaum leere Wohnungen: Am 1. Juni standen in Winterthur 116 Wohnungen leer, zwölf mehr als im Vorjahr. Die Leerwohnungsziffer stieg damit leicht von 0,18 auf 0,20 Prozent, wie die Stadt in einer Medienmitteilung bekannt gibt. Nach dem Rekordtief von 0,14 Prozent im Jahr 2024 bleibt der Leerstand in Winterthur damit auf sehr tiefem Niveau. Besonders knapp ist das Angebot bei grossen Wohnungen: Am Stichtag standen nur zehn Wohnungen mit fünf oder mehr Zimmern leer. |
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| | Sonnenblumen für die Mama
 | Nadine 30, Theaterschaffende, aus der Steinberggasse. |
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| Nadine, mir sind deine Sonnenblumen aufgefallen. Hast du diese am Markt gekauft? Ja, die Sonnenblumen sind für meine Mutter. Ich treffe mich gleich mit ihr zum Kaffee. Gehst du oft auf dem Markt einkaufen? Mein Partner geht oft. An freien Tagen bin ich morgens gerne etwas langsamer unterwegs und habe oft das Bedürfnis, zu Hause für mich noch etwas Zeit zu verbringen. Du bist Königin von Winterthur, was ist dein erster Erlass? Dass man mit dem Velo durch den Markt fahren darf. Das nervt mich – und wenn man es trotzdem tut, nervt man die ältere Bevölkerung. Im Erlass inbegriffen ist natürlich, dass man langsam und achtsam Velo fährt und auf alle Rücksicht nimmt! (mm) |
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| | Und wann hast du das letzte Mal jemandem Blumen mitgebracht oder einfach drauflosgesungen? Vielleicht ist ja genau jetzt ein guter Moment dafür. :)🌻 Ganz egal, was heute noch auf dich wartet, vergiss nicht: Du bist guuuut genuuug! 🎶 Sonnige Grüsse, Yvonne💛 |
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