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Guten Morgen Winti! Ob Winter oder nicht, in Winterthur wird zu jeder Jahreszeit fleissig sauniert. Wir haben uns in der Saunalandschaft unserer Stadt umgehört und sind auf alte Wunden und viele Veränderungen gestossen.
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| Die Sauna Wülflingen ist dank dem grosszügigen Aussenbereich beliebt. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Männersauna verschwindet – und alte Debatten leben auf |
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Vor zehn Jahren hat es sich im Schwimmbad Geiselweid ausgeschwitzt: Im Sommer 2016 wurde die grösste Sauna Winterthurs aus Spargründen geschlossen. Hört man sich um, ist die Unzufriedenheit darüber noch immer zu spüren. Und ein Blick auf die Saunalandschaft unserer Stadt zeigt, dass weiterhin Veränderungen anstehen. |
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Im Fitnesspark in der Banane befindet sich die einzige Männersauna in Winterthur. Aber nicht mehr lange: Im Sommer 2026 verschwindet sie und macht einer grösseren Fläche für gemischte Saunas Platz, teilt die Movemi AG mit. Das Migros-Tochterunternehmen betreibt alle Activ Fitness- und Fitnessparkangebote in der Schweiz. Yannick ist regelmässiger Saunagänger und hat seit vier Jahren ein Fitnesspark-Abo – vor allem wegen der Männersauna: «Mit der Schliessung geht eine sehr gute kleine Sauna verloren. Es ist nicht die gleiche Qualität wie in einer grösseren Sauna, wenn ständig jemand reinkommt», sagt er. Im Fitnesspark verstehe man den Unmut über die Schliessung der Männersauna, aber: «Die Einteilung der gesamten Wellnesslandschaft wird mit mehr Platz für eine gemeinsame Nutzung aller Mitglieder optimaler gestaltet», heisst es vonseiten der Movemi AG. In einer geschlechtergetrennten Sauna sei die Stimmung sicher etwas anders, sagt Yannick. Aber er könne auch mit einer gemischten Sauna leben, solange «sie wieder klein wird und man selbst aufgiessen kann». |
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| «Am Anfang haben die Frauen die veränderten Zeiten gar nicht goutiert, aber das hat sich nun beruhigt.» Brigitte Juon, Saunaverantwortliche Badi Wülflingen |
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Dass es bei der Einteilung der getrennten Zeiten für Frauen und Männer manchmal zu hitzigen Diskussionen kommt, zeigt die Sauna Wülflingen. Im Herbst 2023 beschloss der Vorstand der Schwimmbadgenossenschaft die Anpassung der Zeiten. Diese wurden als «verstückelt» wahrgenommen, sagt Saunaverantwortliche Brigitte Juon. «Am Anfang haben die Frauen die veränderten Zeiten gar nicht goutiert, aber das hat sich nun beruhigt», erklärt Juon heute. Die Frauen haben noch immer einen Dreivierteltag mehr Saunazeit als die Männer. Und sowieso haben sich damals die Männer auch beschwert, nur seien sie «weniger laut» gewesen, sagt Juon: «Man kann es nie allen recht machen.» Unter den Saunafans sei das Ganze heute kein Thema mehr. |
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| Im Ruheraum der Sauna Wülflingen ist wieder Ruhe eingekehrt. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Die Sauna in der Badi Wülflingen ist die grösste Sauna der Stadt und erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. 2016 hat die Genossenschaft sie eigenhändig renoviert. Denn seit 2014 müssen die Schwimmbadgenossenschaften in den Bädern Töss, Wolfensberg und Wülflingen selbst für den Betrieb und Unterhalt der Sauna sorgen. Zuvor war die Stadt zuständig. Der Stadtrat begründete dies damals mit der angespannten Finanzlage und teilte mit, dass das Betreiben von Saunas «keine primäre Aufgabe der öffentlichen Hand» sei und man auf Investitionen verzichten werde. Diese Argumentation führte letztendlich auch zur Schliessung der Geisi-Sauna vor zehn Jahren. |
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| «Es ist mir auch heute noch ein grosses Anliegen, dass die Geisi-Sauna wieder aufginge.» Susanne Kägi, passionierte Saunagängerin |
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Die Empörung im Umfeld der Saunafans damals war gross. Ursula K., noch immer passionierte Saunagängerin, sagt noch heute: «Ich nehme es den Verantwortlichen immer noch übel, dass die Sauna im Geiselweid geschlossen wurde.» Es gebe heute keine vergleichbare Alternative. «Es war wunderbar, dass man im Geiselweid gleichzeitig schwimmen und später noch in die Sauna konnte. Oder zum Beispiel auch nach dem Aquafit», erklärt sie. Die Geisi-Sauna sei damals einer unnötigen Sparübung zum Opfer gefallen: «Die Sauna hätte ganz sicher weiterrentiert, sie war immer voll. Und meiner Meinung nach hätte es auch keine aufwändige Sanierung gebraucht, sie war ganz und gar nicht am Verfallen.» Die Stadt unter Finanzvorsteher Stefan Fritschi sah das damals anders. Die Sauna sei am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und werde deshalb im Zuge der Sanierung des Schwimmbads zurückgebaut. Heute wird der Raum als Konferenzraum «rege» genutzt, heisst es auf Anfrage beim Geiselweid. Trotz zwei Petitionen liess sich der Stadtrat nicht von einem Weiterbetrieb überzeugen. Heute seien viele Saunabesuchende auf die kleineren Saunas ausgewichen, sagt Susanne Kägi,: «Heute gehe ich zum Beispiel ins Wolfensberg, das ist auch eine super Sache». Und trotzdem: «Es ist mir auch heute noch ein grosses Anliegen, dass die Geisi-Sauna wieder aufginge.» |
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| Seit 2014 sind alle städtischen Saunas selbst für Betrieb und Unterhalt zuständig. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Zusätzlich zu den Quartiersaunas in Töss, Wülflingen und einer sehr kleinen Sauna im Wolfensberg gibt es neben dem Fitnesspark im Actif Fitness eine weitere Sauna eines privaten Anbieters. In Oberwinterthur schloss die Sauna nach der Schwimmbadsanierung bereits Ende 2011. Viele weichen deshalb nach Elsau aus, da die Sauna dort auch Teil des Sportpass-Angebots ist. Andere gehen gar in die Badi Hettlingen. Dort betreibt ein ehrenamtlich geführter Verein seit einigen Jahren die einzige mit Holz geheizte Sauna der Region. Trotz dieser stetigen Veränderungen in der Winterthurer Saunalandschaft sind viele dem Saunieren treu geblieben: «Seit ich mehrmals in der Woche in die Sauna gehe, bin ich nie mehr krank», erzählt Susanne Kägi. Andere wie Ursula K. schauen sich vermehrt anderswo um: «Andere gehen Städte anschauen und ich reise den Saunen nach», erklärt sie lachend. Yannick verlängert sein Abo im Fitnesspark vorerst nicht mehr: «Ich sehe mir die neuen Saunas dann mal an und werde dann entscheiden, wie es weitergeht.» |
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Was macht eine Bademeisterin im Winter?
 | Fabienne Hauri, Bademeisterin Badi Wülflingen, aus Gossau SG |
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| | Fabienne, du arbeitest seit letzter Saison als Bademeisterin und Allrounderin ganzjährig in der Badi Wülflingen. Was machst du da im Winterhalbjahr? Die Sauna ist ganzjährig offen und wird von uns gewartet und betreut. Dann revidiere ich zusammen mit Betriebsleiter Marcel Monsch die Technik, kümmere mich um Vermietungen des Rugelihuus und die Kasse hat auch im Winter einmal die Woche offen, um Sauna-Eintritte oder Abos zu lösen. Und auch der Garten und die Grünflächen geben im Winter zu tun.
Im Sommer arbeiten Bademeister:innen viel und lange. Was macht man da als Ausgleich? Ich stehe meistens extra früh auf, damit ich mit meiner Hündin laufen gehen kann.
Wenn du Königin von Winterthur wärst, was würdest du ändern wollen? Ich würde mir wünschen, dass es wieder «meh mitenand» geben würde. Es wäre schön, wenn die Leute wieder mehr aufeinander schauen würden. |
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| Zum 50. Jubiläum rollt «Taxi Driver» (1976) zurück auf die Kiwi Classics-Leinwand: Scorseses fiebriger New-York-Albtraum mit Robert De Niro als Travis Bickle. Dienstag, 12. Mai 2026, Kiwi Center, Englisch mit deutschen Untertiteln. |
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| | Gestern ist uns ein Zahlendreher passiert: Am 14. Juni werden wir über den 276-Millionen-Kredit (nicht 288 und auch nicht 228 Millionen…) für den Ausbau der ARA Hard in Wülflingen abstimmen. 288 Millionen waren zwar budgetiert, das Parlament hat den Kredit jedoch auf 276 Millionen gekürzt. |
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| Herzhafte Sommer Pop-ups in Winterthur Drei Orte, ein Sommer: Herzhaft Gastro bringt Winterthur nach draussen. Mit dem Turm Areal Pop Up, dem Sergio Pop Up und Katharinas Garten entstehen Orte zum Geniessen, Zusammenkommen und Verweilen. Sie stehen für Sommerabende, die bleiben, mit ehrlichem Essen, kühlen Drinks und Menschen, die zusammenkommen. Herzhaft erschafft Orte auf Zeit, die lebendig sind, Menschen verbinden und als Teil deines Sommers in Erinnerung bleiben. |
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| | Palliative Care zieht vom Provisorium ins LindbergBereits Mitte April teilte die Besitzerin der Privatklinik Lindberg mit, dass der Standort geschlossen wird. Nun ist klar, dass das Kantonsspital Winterthur die Abteilungen Palliative Care und Akutgeriatrie ab 2027 auf den frei werdenden Flächen im Lindberg unterbringen wird. Die Palliative Care ist heute noch im roten Provisoriumsbau vor dem KSW beheimatet. In Zukunft werde das Provisorium nicht mehr für stationäre Unterbringung von Patient:innen genutzt, teilt das KSW auf Anfrage mit. Eine gute Nachricht gibt es auch für alle Lernenden in der Privatklinik Lindberg: Sie alle können ihre Lehre im KSW beenden. |
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| | Winti erneut als beste Velo-Grossstadt ausgezeichnetUnsere Stadt kann sich weiterhin über den ersten Platz des «Prix Velo Städte» freuen. Der nationale Verband Pro Velo befragt dazu alle vier Jahre tausende Velofahrende aus der ganzen Schweiz, die in verschiedenen Kategorien Noten verteilen. Bereits bei der ersten Durchführung vor 20 Jahren war Winterthur Klassenbeste. Auf dem letzten Platz in der Kategorie Grossstadt (über 100’000 Einwohnende) landete die Stadt Genf. |
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Martin Neukom erneut nominiert: Die Grünen haben den Winterthurer Martin Neukom einstimmig für die kantonalen Regierungsratswahlen 2027 nominiert. Neukom politisiert bereits seit 2019 als Regierungsrat und leitet die kantonale Baudirektion. |
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In Wülflingen und Töss lässt es sich diese Woche noch in Ruhe saunieren. Mit dem Saisonstart am Wochenende dürfte es wieder belebter werden. Zumindest wenn auch das Wetter heiss ist. Bis bald und hebs guet, Gioia |
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