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| | Guten Morgen Winterthur Eine Familie lebt noch in einer ehemaligen Airbnb-Wohnung in Veltheim. Sie ist in einen Konflikt zwischen Eigentümer, ehemaligem Airbnb-Vermieter und einer involvierten Drittfirma geraten. Nun droht der Familie gar die Ausweisung aus der Schweiz.
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| In einem Fenster brennt noch Licht. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Nach Airbnb-Eskalation droht einer Familie die Ausweisung |
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| Zuerst störten die Airbnb-Apartments in Veltheim nur die Nachbarn. Mittlerweile hat die achtlose Geschäftsführung aller Beteiligten weitaus schlimmere Konsequenzen: Einer Familie droht die Wegweisung aus der Schweiz. |
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| In einer Wohnung an der Ecke Löwen- und Bachtelstrasse brennen die Lichter noch. Nikola Stan (Name zum Schutz der Person geändert) wohnt dort mit seiner Frau und den gemeinsamen Söhnen in einer ehemaligen Airbnb-Wohnung. Die Familie ist in einer schwierigen Situation: Das Eigentümerpaar des Eckhauses will, dass sie so schnell wie möglich auszieht. «Seit Februar ist der Vermieter täglich hier, räumt die Wohnungen aus und will auch uns raushaben. Aber wir wissen nicht, wohin», erzählt Nikola Stan bei einem Besuch in der besagten Wohnung. Der Eigentümer gehe bei den Räumungen unzimperlich vor und habe der Familie auch schon gedroht. |
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| | «Seit Februar ist der Vermieter täglich hier, räumt die Wohnungen aus und will auch uns raushaben. Aber wir wissen nicht, wohin.» Nikola Stan, Familienvater |
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Die Familie aus Deutschland kam zu Beginn dieses Jahres nach Winterthur und wollte bleiben: «Wir haben uns gut auf die Auswanderung in die Schweiz vorbereitet. Wir waren bereits mehrmals in Winterthur, bevor wir Anfang Jahr dann geblieben sind», sagt Nikola Stan. Erst in Hotels, dann in verschiedenen Wohnungen im ehemaligen Airbnb-Haus. «Es war dann ein guter Zufall, dass wir gesehen haben, dass sie hier im Airbnb jemanden brauchen für die Hauswartung und die Reinigung. Da haben wir uns proaktiv beim Verwalter gemeldet und positive Signale erhalten», sagt die Familie. Nikola und seine Frau unterschrieben einen Dauermietvertrag für eine Dreizimmerwohnung für 2000 Franken an der Bachtelstrasse, später auch Arbeitsverträge für die Hauswartung und die Reinigung in den Airbnb-Häusern, zusammen ergab das einen Nettolohn von 4000 Franken. Auf allen Verträgen tritt die Fomo Real Estate GmbH von Roberto Follone als Vertragspartnerin auf. Diese betrieb die Airbnbs im Eckhaus. |
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| In diesem Eckhaus befanden sich bis im Februar die Airbnb-Wohnungen. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Doch damit ist die Familie unwissentlich zwischen die Fronten geraten. Denn der Eigentümer sagt, er habe der Fomo Real Estate GmbH den Mietvertrag für beide Häuser schon auf Ende Jahr gekündigt. Dies aufgrund von Meinungsverschiedenheiten und einem Rechtsstreit mit der GmbH. Auch die schlechte Presse zu Prostitution, Lärm und Abfallbergen dürfte dazu beigetragen haben. Das Eigentümerpaar sagt: «Mit der Familie hatten wir lange nicht direkt zu tun. Aber nun wohnen sie illegal und gratis in einer unserer Wohnungen. Das geht nicht.» Laut Mieterverband kann ein Untermietverhältnis nur so lange gültig sein wie der Hauptmietvertrag. Warum aber stellte die Fomo Real Estate GmbH der Familie Stan Mitte Januar und Anfang Februar 2026 Miet- und Arbeitsverträge aus, wenn diese seit Ende Jahr gar nicht mehr Mieterin der Liegenschaften an der Bachtel- und der Löwenstrasse war? WNTI liegen diese Verträge vor. Alle bis auf einen tragen die Unterschrift von Roberto Follone, dem Geschäftsführer der Fomo Real Estate GmbH. Nur auf dem Arbeitsvertrag der Mutter als Reinigungsangestellte prangt eine nicht entzifferbare Unterschrift ohne Namensangabe. Von diesem Vertrag der Mutter hängt die Aufenthaltsbewilligung aller Familienmitglieder ab, da sie als Einzige EU-Bürgerin ist. Recherchen haben ergeben, dass im letzten Halbjahr zusätzlich eine Drittfirma erheblich ins Geschehen involviert war: die Swiss Strategic Development Group AG mit Sitz in Zürich. Die Firma bietet anderen Firmen Beratungen zu den Themen Firmengründung, Finanzen und IT an. Die Arbeits- und Mietverträge hat die Familie von einem gewissen Fabio Sorrentino (Name geändert) erhalten, der bei dieser Firma tätig ist. Laut Nikola Stan verlief der Kontakt von Beginn weg über Fabio Sorrentino und nicht über Roberto Follone. |
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| Roberto Follone im Gespräch auf der Redaktion. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Wie genau war diese Drittfirma ins Geschehen involviert? Sorrentino gab WNTI zuerst bereitwillig Auskunft, zog später aber alle Aussagen zurück und drohte bei Veröffentlichung des Firmennamens mit einer Zivilklage gegen die beteiligten Journalist:innen und WNTI. Roberto Follone sagt, zur Zeit der Kündigung des Mietverhältnisses aller Wohnungen an der Bachtel- und Löwenstrasse sei er im Ausland gewesen: «Die volle Kontrolle lag zu diesem Zeitpunkt bei Fabio Sorrentino». Er habe seine Firma Fomo Real Estate GmbH bereits im Herbst an Fabio Sorrentino und die Swiss Strategic Development Group verkaufen wollen. WNTI liegt ein unterschriebener Kaufvertrag beider Parteien vor. Aber: «Der Kaufvertrag ist noch im Herbst unterschrieben worden, nur habe ich nie Geld gesehen. Ich wurde immer vertröstet auf später», sagt Roberto Follone. Der Kauf wurde also nie rechtskräftig und Fabio Sorrentino wurde auch nie als neuer Besitzer ins Handelsregister eingetragen. Trotzdem wurde er operativ bereits im Herbst tätig. Das sagen Nikola Stan, der Eigentümer und Roberto Follone übereinstimmend. Auch Chatverläufe zwischen Fabio Sorrentino und Nikola Stan beweisen diesen Sachverhalt. Beispielsweise verhandelte Sorrentino mit dem Eigentümer über die Mietpreise, was schlussendlich in einem Rechtsstreit mündete, der zur Kündigung beitrug. Roberto Follone sagt heute, dass er nie Arbeitsverträge für die Familie unterzeichnet habe. Die Arbeitsverträge, so sagt er, seien ohne sein Wissen mit seiner Unterschrift durch Fabio Sorrentino ausgestellt worden. Nur dem Mietvertrag mit der Familie Stan habe er Mitte Januar zugestimmt und ihn unterschrieben. Er sei davon ausgegangen, dass Sorrentino die Kündigung des ganzen Wohnblocks durch den Eigentümer anfechten werde und die Wohnungen deshalb weiterhin hätten untervermietet werden können. Doch das sei nicht passiert und stattdessen sei der Konflikt um die Mietpreise zwischen Eigentümer und Fabio Sorrentino weiter eskaliert. Leidtragende ist vor allem die Familie, denn nun steht ihre Aufenthaltsbewilligung auf der Kippe. WNTI liegt ein Schreiben des Zürcher Migrationsamtes vor, das eine Wegweisung bis am 16. April 2026 verfügt. Als Begründung wird unter anderem genannt, dass erhebliche Zweifel bestehen, ob es sich bei den eingereichten Arbeitsverträgen um rechtlich gültige Verträge handle. |
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| | «Der versuchte Verkauf war ein schwerer Fehler. Es hat nur Chaos gebracht.» Roberto Follone, Geschäftsführer Fomo Real Estate GmbH |
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| Roberto Follone sagt, er habe den falschen Leuten vertraut und sei gegenüber Fabio Sorrentino leichtgläubig gewesen: «Der versuchte Verkauf war ein schwerer Fehler. Das Ganze hat nur dazu geführt, dass alles eskaliert ist und nichts Produktives dabei entstanden ist. Weder mit dem Eigentümer noch mit mir, noch mit sonst jemandem. Es hat nur Chaos gebracht», sagt er. Er wolle heute wieder die «volle Verantwortung» für diesen Fall tragen und mit seiner Firma nach vorne schauen. Nikola Stan und Roberto Follone haben sich auf ein neues Arbeitsverhältnis geeinigt für eine Hauswartung in anderen Apartments von Fomo Real Estate. Die Familie hat Rekurs gegen die Wegweisung des Migrationsamtes eingelegt und hofft, dass sich alles bald klärt. Wo sie wohnen sollen, wissen sie weiterhin nicht. Sie befinden sich in einem Teufelskreis: Ohne Aufenthaltsbewilligung können sie nicht arbeiten und ohne Arbeit finden sie keine andere Wohnung. |
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| Gegendarstellung zum Text «Keine Airbnbs mehr in Veltheim» vom 11. März 2026: Laut Aussage des Eigentümers hat Roberto Follones Mutter für ihn gebürgt. Dem widerspricht Roberto Follone: Seine Mutter habe nie für ihn gebürgt und weder mit seiner Firma noch mit den Airbnbs etwas zu tun. Follone sagt zudem, dass seine Firma Fomo Real Estate bis im Dezember immer Miete an den Eigentümer überwiesen habe. |
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| | | | Zum 30-Jahr-Jubiläum fliegt «The Birdcage» (1996) zurück auf die Kiwi-Leinwand: die herrlich schrille Kultkomödie um Liebe, Lügen und Familienchaos. Mit Robin Williams, Nathan Lane und Gene Hackman. Montag, 6. April 2026, Kiwi Center, Englisch ohne UT. |
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| | | Herrenloses Auto aus Wiese geborgen
Am Oberzelgweg in Sennhof musste in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein Auto aus einer Wiese gehoben werden. Dies gab die Stadtpolizei auf Anfrage bekannt. Das führerlose und vermutlich gestohlene Fahrzeug sei von der Polizei sichergestellt worden. Wie es in die Wiese gelangte, ist noch unklar, es sei aber ein Flurschaden über rund 100 Meter entstanden. (tz) (Bild: zvg) |
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| | Häpo-Reifencenter von Hackerangriff betroffen: Am vergangenen Sonntag haben Cyberkriminelle die IT des Unternehmens verschlüsselt. Die Mitarbeitenden des Häpo-Reifencenters haben keinen Zugang mehr auf Lager- und Schlüsseldaten, wie der «Landbote» schreibt. Dies koste viel Geld und fordere Improvisation, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Die Hacker fordern Lösegeld, aber Häpo schreibt auf Instagram: «Wir lassen uns nicht brechen.» Tempo 30 in Taa, Weierhöhe und Mulchlingen: Zwei Petitionen aus der Bevölkerung wünschten sich 2023 und 2024 weniger Tempo in den Aussenwachten von Seen. Dem hat der Stadtrat nun zugestimmt, wie der «Seemer Bote» berichtet. Zudem sollen auch auf Verbindungsstrassen zwischen Gotzenwil, Iberg und Eidberg die Geschwindigkeiten reduziert werden. Stadtpolizei erlaubt sich Aprilscherz: Immer wieder komme es in der Winterthurer Altstadt zu gefährlichen Situationen oder sogar Kollisionen zwischen Fussgänger:innen, schreibt die Stapo auf Instagram. Handzeichen und immer rechts gehen seien deshalb Teil einer neuen Sensibilisierungskampagne. Im Video zeigt die Stapo gleich selbst, wie es geht. |
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| Der umfassendste Kulturkalender Winterthurs im neuen Look! Am 30. April beginnt das nächste Kapitel in der Geschichte des Coucou, des Winterthurer Kulturmagazins. Seit 2012 betreibt das Coucou den umfassendsten Kulturkalender Winterthurs. Dieses Herzstück bekommt jetzt endlich die Bühne, die es verdient. Warum das Ganze? Nach 12 Jahren ist die Webseite schlicht in die Jahre gekommen und konnte das volle Potenzial des Kalenders nicht mehr ausschöpfen. Schaut gerne ab dem 30. April auf der neuen Webseite vorbei! |
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| | Vom keltischen Uitoduro zum heutigen Winterthur Bevor die Römer und Römerinnen unsere Vorgängerstadt Vitudurum in Oberwinterthur ansiedelten, waren schon die Kelten da. Damals hiess unsere Stadt Uitoduro. Das bedeutet nach neuesten Erkenntnissen so viel wie «befestigte Höhensiedlung». Der Winterthurer Daniel Paris begibt sich in seinem neuen Buch «Die wahre Bedeutung der Ortsnamen» auf eine Reise weit in die Vergangenheit. Er erklärt, wie sich Ortsnamen über die Jahrhunderte unter verschiedenen Einflüssen verändert haben. Auch viele andere Ortsnamen, über ganz Europa verteilt, kommen im Buch zum Zug. Am 8. Mai 2026 stellt der Autor sein Buch im Kirchgemeindehaus Liebestrasse vor. Mehr Infos zum Buch und keltischen Ortsnamen gibt es hier. |
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| | Eure Reaktionen zur Badi in der Steibi
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| Im gestrigen Wintibrief bat euch der Verein Steinberggasse-Metzggasse um Bademeister:innenbewerbungen für die Steibi-Badi (Bild: Fabian Meister). Wir danken dem Verein herzlich für die Mitarbeit! Heute müssen wir euch enttäuschen ‒ der Bericht war eine Ente. Reaktionen haben wir trotzdem ein paar erhalten: Eintritt für Brunnen?! Es ist kaum zu fassen, dass ein frei zugänglicher öffentlicher Raum mitten in der Stadt plötzlich kommerzialisiert werden soll. Die Brunnen in der Steinberggasse sind heute viel mehr als nur «Architektur für Wasser» – sie sind ein lebendiger Begegnungsort, ein Stück gelebte Stadtkultur. Gerade im Sommer entsteht dort etwas, das man nicht planen oder kaufen kann: spontanes Zusammenkommen, Abkühlung, ein offener Raum für alle. Die Idee, daraus eine eingezäunte «Badi» mit Eintritt zu machen, widerspricht genau diesem Charakter. Was heute allen gehört, wird plötzlich exklusiv. Wer nicht zahlt, bleibt draussen. Das ist nicht einfach eine Aufwertung, es ist eine grundlegende Veränderung dessen, was dieser Ort für die Stadt bedeutet. Gerade in Zeiten, in denen vieles teurer und exklusiver wird, sollten wir solche Räume schützen, nicht umwandeln. Eine Bewohnerin der Steinberggasse — Bademeister-Skill: Humor Liebe, lustige Wntier! Eine Qualifikation braucht es aber doch für die neue Steibi, und die brächte ich mit: Humor. Der Treff am 1(0). April hingegen ist hoffentlich echt. Bis dann! Ruedi Höhn — Freier Eintritt in alle Badis Liebe Leute, dieser Aprilscherz mit der Steinberggassen-Badi ist nicht so schlecht! Bringt mich aber auf eine ganz andere, längst fällige Idee: Nämlich sollte in allen städtischen Badis von Winterthur gratis Eintritt gewährt werden; so wie es z.B. in Bern längst der Fall ist! Florian Lanz |
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| | Hilf mit, WNTI gross zu machen!
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| | Ich hoffe, ihr hattet Freude an unserem gestrigen kleinen Aprilscherz. Ob Badi in der Steibi oder nicht, wir sehen uns sicher beim Brunnenbaden im Sommer! Bis bald und hebs guet, Gioia |
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