|
|
Guten Morgen aus Oberi Neben der Bushaltestelle Römertor hat es einige Fussgängerstreifen über die Stadlerstrasse. Seit kurzem ist es aber einer weniger und der wird schmerzlich vermisst. |
|
|
|
| Von der Erhöhung des Einstiegs profitieren Personen mit eingeschränkter Mobilität. Vom weiteren Weg zum Fussgängerstreifen jedoch nicht. (Bild: Gioia Jöhri) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
An einem verschwundenen Fussgängerstreifen scheiden sich die Geister |
|
|
Wenn etwas plötzlich fehlt, nimmt man es erst richtig wahr. In Oberi vermissen viele einen Fussgängerstreifen, der nach dem Umbau der Bushaltestelle Römertor verschwunden ist. Die Stadt sagt, es gebe genug andere in der Nähe. So einfach sei es aber nicht, findet die IG Rychenbergstrasse. von Gioia Jöhri |
|
|
Im Feierabendverkehr spuckt der 1er-Bus alle paar Minuten einen Pulk von Leuten am Römertor aus. Manche stehen dann verloren an der Strasse herum. «Hier sieht man noch den neuen Teer an der Stelle, wo zuvor die Fussgängerinsel war», sagt Martin Kämpf und zeigt an den Ort, wo bis vor kurzem ein Fussgängerstreifen über die Fahrbahn führte. Seit ein paar Wochen fehlt er jedoch. Kämpf ist im Vorstand der Interessengemeinschaft (IG) Rychenbergstrasse, die sich seit 30 Jahren für die verkehrstechnischen Anliegen der Anwohnenden einsetzt. «Viele im Quartier haben uns auf den fehlenden Zebrastreifen angesprochen», sagt Toni Patscheider, auch er im Vorstand der IG Rychenbergstrasse. Denn: Die Stadlerstrasse ist eine Tempo-50-Strecke und im Pendlerverkehr morgens und abends stark befahren. Die Kreuzung sei zudem unübersichtlich. «Es kommt einfach immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil Personen die Strasse ohne den Fussgängerstreifen queren.» |
|
|
| Martin Kämpf steht am Ort des ehemaligen Fussgängerstreifens. (Bild: Gioia Jöhri) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Stadt hat die Bushaltestelle Römertor auf beiden Strassenseiten über den Sommer nach Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) umgebaut. Neu gibt es hohe Haltekanten, damit Menschen im Rollstuhl autonom ein- und aussteigen können. Durch die Umbauten wurden die Haltestellen ein bisschen breiter. Und wegen dieser Anpassungen musste die Mittelinsel des ehemaligen Fussgängerstreifens gleich neben der Bushaltestelle aufgehoben werden. «Mit der bestehenden Mittelinsel des Fussgängerstreifens wäre der haltende Bus aufgrund der erforderlichen Anpassung des Fahrbahnrandes nicht mehr überholbar gewesen», schreibt das städtische Tiefbauamt. |
|
|
| «Es wäre doch aus sicherheitstechnischer Sicht wünschenswert, wenn ein Bus nicht überholt werden kann.» Martin Kämpf, Vorstandsmitglied IG Rychenbergstrasse |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Bei der IG Rychenbergstrasse kennt man die Argumente der Stadt. «Es wäre doch aus sicherheitstechnischer Sicht wünschenswert, wenn ein Bus nicht überholt werden kann», gibt Martin Kämpf zu bedenken. Das städtische Tiefbauamt sagt jedoch, dass die Änderung zu Nicht-mehr-überholbar einen Rattenschwanz zur Folge hätte: «Sie lösen oft einigen Widerstand aus, weil Autofahrer längere Wartezeiten fürchten. Einsprachen und Rekurse sind nicht selten, der Prozess dauert in der Regel dann mehrere Jahre», heisst es bei der Stadt auf Anfrage. Aus Sicht des Tiefbauamts sei eine zeitnahe Umsetzung zugunsten des behindertengerechten Ausbaus im Fokus gestanden. Auch ein Fussgängerstreifen ohne Mittelinsel sei an diesem Standort nicht möglich, weil die Anforderungen dafür nicht gegeben seien. Die erforderliche Sichtweite bei haltendem Bus fehle für Autolenkende und Fussgänger:innen und sowieso sei das Verkehrsaufkommen an diesem Standort zu hoch. |
|
|
| Die Überholmanöver führen oft zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen. (Bild: Gioia Jöhri) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Stadt verweist nun auf die anderen Fussgängerstreifen in Laufdistanz. Laut Verkehrsregelverordnung sind Fussgänger:innen dazu angehalten, Fussgängerstreifen zu benutzen, wenn diese nicht mehr als 50 Meter entfernt sind. Da im Streckenabschnitt rund um die Bushaltestelle Römertor insgesamt fünf Fussgängerstreifen vorhanden sind, seien laut Tiefbauamt «alle Wunschlinien für den Fussverkehr weiterhin ohne Umwege möglich». Fussgänger:innen, welche die Strasse regelkonform über einen Fussgängerstreifen queren wollen, müssen nun 80 Meter weiter laufen. Martin Kämpf betont aber, dass dieser Umweg gerade für ältere Personen einen Unterschied mache: «Für uns hat man hier mit dem Wegfall sicherheitstechnisch verschlimmbessert.» Toni Patscheider zeigt sich zudem enttäuscht darüber, dass die Stadt ohne die Anwohnenden zu konsultieren geplant habe. «Wir wünschten uns einfach eine Kultur des Austausches, vielleicht hat ja der eine oder die andere auch noch eine gute Idee», sagt er. |
|
|
| Toni Patscheider sorgt sich um die Verkehrssituation am Römertor. (Bild: Gioia Jöhri) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Für die Zukunft mache man sich keine Illusionen, der Fussgängerstreifen werde wohl nicht zurückkommen, sind sich Martin Kämpf und Toni Patscheider einig. Beim städtischen Tiefbauamt heisst es, man plane keine weiteren Massnahmen: «Die Verkehrsregelverordnung regelt diese Situation bereits abschliessend.» |
|
|
|
|
| Ein Coup, eine Jagd, zwei Männer: Mit «Heat» (1995) zeigt Kiwi Classics Michael Manns packendes Duell zwischen Robert De Niro und Al Pacino. Dienstag, 13. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Kiwi Center, Englisch ohne UT. |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| | Winduction baut Testlabor für kabellose ElektrobusseIn Winterthur entsteht ein Versuchslabor mit eigener Testhaltestelle für Elektrobusse. Ziel von Winduction ist es, Elektrobusse über Bodenplatten an Haltestellen kabellos aufladen zu können. Bereits bei einem kurzen Haltestopp könnte so über die Räder aufgeladen werden. Die Batterien von Elektrobussen würden damit in Zukunft viel kleiner, was den Betrieb erheblich vergünstigen könnte, wie das Wirtschaftsmagazin punkt4info schreibt. Winduction ist eine Ausgliederung der ETH Zürich und will bereits 2028 mit einem Testbetrieb starten. Gespräche mit mehreren Schweizer Verkehrsbetrieben laufen laut der Firma aus Töss bereits. |
|
| | Fünf Winterthurer Restaurants mit «Gault-Millau»-PunktenDie Spitze mit je 15 Punkten teilen sich das Restaurant Reinecke im Museum Oskar Reinhart am Römerholz und das Rosa Pulver, wie der Landbote schreibt. Beide Restaurants sind jüngst umgezogen: Das Reineke wird von Alex Bindig geführt, der früher im Trübli am Neumarkt gewirtet hat. Und das Rosa Pulver zog von der Stadthausstrasse an die Steinberggasse. Das Menoir in Oberwinterthur und das Taggenberg in Wülflingen bringen es auf 14 Punkte, darauf folgt das Bloom mit 13 Punkten. Nicht mehr dabei ist dieses Jahr das National. |
|
| | Mike Künzle plaudert im Gesprächskultur-Podcast: Mike Künzle spricht im Podcast Gesprächskultur mit Journalistin Karin Landolt darüber, wie ihm seine Amtszeit in Erinnerung bleibt, was er zum Namen «House of Winterthur» meint und wie er sich in der Rolle als Stadtvater gefällt. Winterthurer Debütroman «Röstibeef»: Seit dem 5. Oktober gibt es in den Buchhandlungen einen neuen Winterthurer Roman zu kaufen. Sebastian Henn debütiert mit seinem Roman «Röstibeef» mit einer Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit und Selbstbewusstsein. Laut Buchbeschrieb sei das Buch zudem «ein Liebesbrief an die Jugend, irgendwie auch an die Schweiz und natürlich den Hip-Hop». Die Vernissage findet am 11. November 2026 im Orell Füssli in der Marktgasse statt. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Über den Weg gelaufen: Wilhelm Leuzinger
 | Wilhelm Leuzinger, pensionierter Posthalter aus Turbenthal |
|
|
| Trifft man dich oft in Winti an? Ich bin relativ viel hier. Sicher zweimal in der Woche fürs Posten und aber auch für Arzttermine. Was gefällt dir an Winterthur? Den Stadtpark finde ich schön, vor allem jetzt, wo er wieder offen ist. Das war vorhin etwas mühsam. Die Stadt selbst gefällt mir aber auch gut. Ich war zwar lange in Zürich, aber Winterthur gefällt mir besser, auch von den Leuten her. Wenn du König von Winterthur wärst, welches wäre dein erster Erlass? Weniger Verkehr wäre sicher wünschenswert. Das ist sicher überall ein Problem, nicht nur hier. Aber wenn ich es mir recht überlege, ist man auch schnell aus der Stadt draussen. Ich laufe zum Beispiel oft zum Restaurant Goldenberg. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Wilhelm musste mir erst einmal erklären, was ein Posthalter genau ist. «Das war früher so etwas wie der Filialleiter einer Post», erzählte er mir. Man könne den Jungen nicht vorwerfen, dass sie das nicht mehr wüssten. Denn heute gehe ja schliesslich eine Postfiliale nach der anderen zu. Bis bald und hebs guet, Gioia |
|
|
|