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Guten Morgen vom Untertor Ich weiss noch genau wie es war, als ich in der Papeterie Schoch meinen Schulthek aussuchen durfte. Selten ging ich stolzer heim. Schultheks gibt es seit dem Umbau der Papeterie 2022 keine mehr zu kaufen. Nun geht am Untertor zudem eine 144-jährige Ära zu Ende: Die Papeterie Schoch wird verkauft. |
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| Karin Schoch führte die Papeterie Schoch seit 2020. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Papeterie Schoch: Ende eines Familienunternehmens |
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Die Papeterie Schoch ist seit Jahren das letzte Familienunternehmen, das sich am Untertor halten kann. Nun ist damit Schluss: Karin Schoch übergibt das Geschäft an die Orell Füssli Thalia AG. von Gioia Jöhri |
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Seit 144 Jahren betreibt die Familie Schoch am Untertor 7 ihr Geschäft, nun wird es verkauft. «Der Entscheid hat mir einige schlaflose Nächte bereitet», sagt Karin Schoch am Montagnachmittag beim Besuch in ihrer Papeterie. «Man will ja eigentlich nicht die Generation sein, die verkauft.» Schoch ist seit 2021 Alleineigentümerin des Geschäfts und führt dieses bereits in fünfter Generation. An fehlendem Umsatz oder zu wenig Kundschaft leidet die Papeterie nicht. Im Gegenteil, der Laden läuft: «Ich verkaufe lieber ein Geschäft, das gut läuft, als eines, das ich gezwungenermassen verkaufen muss», sagt Schoch. Vom Zeitpunkt her sei es eigentlich noch ein bisschen früh. Aber mit der Orell Füssli Thalia AG habe alles gepasst. «Nun freue ich mich darauf, dass ich ab dem 18. November zum ersten Mal Teil des Teams bin und nicht mehr Chefin», erzählt sie. Mitte Februar ist dann definitiv Schluss, bis dahin steht sie der neuen Eigentümerin noch beratend zur Seite. |
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| An einer Messe sei sie zufällig in Kontakt mit der Orell Füssli Thalia AG gekommen, sagt Karin Schoch. (Bild: Gioia Jöhri) |
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«Orell Füssli hat grosses Interesse gezeigt und in der Familie haben wir niemanden, der übernehmen wollte», sagt Schoch. Ihre Tochter Muriel Sager habe sich vor drei Jahren im Betrieb umgeschaut, sich dann aber für die Büro Schoch Werkhaus AG entschieden, dem anderen Geschäft der Familie. Dort wird sie per 1. Januar 2027 stellvertretende Geschäftsführerin. In Oberohringen bestand zudem mit Schoch Vögtli ein weiterer Zweig, der 2022 an Competec (betreibt unter anderem Brack.ch) veräussert wurde. |
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| Gründer Wilhelm Heinrich Schoch und das Gründungsbuch von 1882 im Büro von Karin Schoch. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| «Ich wäre nicht bereit gewesen zu verkaufen, wenn die Marke Schoch verschwunden wäre.» Karin Schoch, Inhaberin Papeterie Schoch |
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Für die Kundschaft und auch für die Mitarbeitenden wird sich laut Schoch und Orell Füssli in Zukunft nichts ändern. «Ich wäre nicht bereit gewesen zu verkaufen, wenn die Marke Schoch verschwunden wäre», sagt Karin Schoch. Das sei sie nicht nur den Mitarbeitenden schuldig gewesen, sondern auch ihrem Vater Urs Schoch, der das Geschäft lange Jahre geprägt hat. Bei Orell Füssli sei man sich der Verantwortung bewusst, die das traditionsreiche Unternehmen mit sich bringt: «Die Papeterie Schoch ist weit über Winterthur hinaus bekannt und steht seit Generationen für persönliche Beratung, Fachkompetenz und ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment», sagt CEO Pascal Schneebeli. Man freue sich besonders, dass alle Mitarbeitenden übernommen werden können. Zur Orell Füssli Thalia AG gehören in Winterthur die drei Buchhandlungen im Einkaufszentrum Rosenberg, am Bahnhof und in der Marktgasse. Das Unternehmen investiert seit einigen Jahren ins Papeteriegeschäft, beispielsweise mit der Übernahme von 13 Köhler-Papeterien Anfang Jahr. Die Identität der lokal verankerten Geschäfte soll dabei erhalten bleiben, schreibt die Orell Füssli Thalia AG in ihrer Medienmitteilung. |
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| Auch das ausgewählte Sortiment soll bestehen bleiben. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Mit dem Verkauf der Papeterie geht für das Untertor eine Ära zu Ende, die 1882 mit der Buchbinderei und Schreibmaterialhandlung von Wilhelm Heinrich Schoch begonnen hatte. Die Familie Schoch ist eng mit der Untertor-Vereinigung verbunden, auch heute noch amten Muriel Sager und Urs Schoch im Vorstand. Karin Schoch freut sich, dass ihr Lebenswerk in gute Hände kommt. Wie es für sie weitergeht, weiss sie noch nicht genau: «Ich habe mich erst einmal für den Engadiner Marathon angemeldet», erzählt sie lachend. «Und ich freue mich einfach auf mehr Zeit, die ich beispielsweise mit meinem Enkel verbringen kann.» |
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| Du denkst, du kennst das Technorama? Aber was passiert dort, wo die Türen für Gäste normalerweise geschlossen bleiben? Bei der Spätschicht «Behind the Scenes» am 30. Oktober findet ihr es heraus! |
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| | Ehemalige Weinbar neu für private Anlässe offen
Wie der «Landbote» berichtet, hat das Bistro-Café «Punkt» an der Stadthausstrasse ein neues Konzept. Nach der Schliessung der Weinbar im Frühjahr 2025 kann das Lokal nun für geschlossene Gesellschaften von bis zu 44 Personen gebucht werden. Die Betreiber Vrendli und Arnold Amsler, beide über 80, haben das Interieur umgestaltet. Das Architektenpaar ist unter anderem für den Bau der Kantonsschule Büelrain bekannt. (zot) |
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| | Start-Up gewinnt Nachhaltigkeitspreis
«Winduction» hat den ersten Platz bei den «Pax Sustainability Awards» geholt. Die Preisverleihung fand am 21. Oktober 2026 in Basel statt. Das Start-up, das ins Vitus-Areal gezogen ist, hat einen alternativen Ladevorgang entwickelt, der Elektrobusse induktiv lädt. Spezielle Reifen übertragen beim Fahren Energie in die Fahrzeugbatterie. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert. (zot) |
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| | Und noch ein Preis: Die 19-jährige Leila Minder gewinnt den Jugend-Innovationspreis 2026 für ihre Maturaarbeit am Büelrain. Sie entwickelte ein Licht aus Bakterien und zeigt so eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichem Licht. Ihre Idee wird mit 1’000 Franken belohnt. (lf) Auch Erwachsene dürfen schnitzen: Am Donnerstag will das Kraftfeld dem inneren Kind freien Lauf lassen und organisiert dafür «Bar und Räbeliechtlischnitzen». Ab 17 Uhr wird geschnitzt und um 22 Uhr werden die Laternen beim Umzug präsentiert. Die Räbe kostet 6 Franken. (lf) |
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Winti weiss...wie es um die Qualität der Medien steht
 | … wie es um die Qualität der Medien steht |
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| Auf diesem Post-It erkundigt sich ein:e WNTI-Leser:in nach Entwicklungen in der Medienlandschaft. (Bild: WNTI) |
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| Gestern veröffentlichte das Forschungszentrum «Öffentlichkeit und Gesellschaft» das Jahrbuch 2026 zur Qualität der Schweizer Medien. Das Jahrbuch kommt zum Schluss: Die Medienqualität bleibt konstant. Während Professionalität und Themenvielfalt in den letzten Jahren sanken, stieg die Einordnungsleistung und die Relevanz der Berichterstattung. Durch Pandemie, Kriege und ausschlaggebende Wahlen stehen häufiger «Hard News» wie Politik und Wirtschaft im Vordergrund. Sortiert nach Medientypen steht die SRG an erster Stelle: Die Top drei in Punkto Qualität bilden öffentliches-rechtliches Radio und Fernsehen sowie die Onlineangebote der SRG. Bei Pressetiteln führen die Zürcher Riesen NZZ und Tages-Anzeiger. Darüber hinaus lag der diesjährige Fokus der Auswertung bei den Themen Desinformation und Fake News und lieferte erschreckende Beispiele. So fanden über 40 Prozent der Befragten die Behauptung (eher) plausibel, dass politische Eliten Migration nach Europa fördern, um die Zusammensetzung der Bevölkerung langfristig zu verändern. |
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Nach dem eher ernüchternden Blick ins Jahrbuch zur Qualität der Schweizer Medien kann ich dir eine positive Nachricht zum Abschluss servieren: Unsere Redaktion hat neue und flauschige Verstärkung! Bis bald und hebs guet, Gioia |
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