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Guten Morgen Winterturo So wurde Winterthur um das Jahr 1209 laut Historischem Lexikon der Schweiz genannt. In diesem Wintibrief reisen wir mit dem Schulhaus Guggenbühl ins Mittelalter. Und räumen mit ein paar Klischees über Mittelalter-Fans auf.
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| An der Mittelalter-Projektwoche kommen im Kampf nur Schaumstoffschwerter zum Einsatz. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Schaumstoffschwerter auf Schloss Hegi |
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450 Kinder wuselten an der Mittelalter-Projektwoche der Primarschule Guggenbühl im Schloss Hegi herum. Und übten vor perfekter Kulisse Schwertkämpfe oder stellten heilende Kräutersalben her. von Gioia Jöhri |
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Eine Klasse steht im Schlossgarten und beobachtet Schwalben, die laut Vogelexpert:innen mit 120 Kilometern pro Stunde in ihre Nistkästen an der Schlossmauer fliegen. Eine andere Klasse lauscht einem Konzert mit mittelalterlichen Instrumenten im Schloss, und wieder andere Kinder sammeln im Schlossgarten Kräuter. Die Fünftklässlerinnen Anna, Alice und Iduna sind begeistert: «Uns gefällt der Schlossgarten. Da konnten wir Kräutersalz machen und auch spezielle Pflanzen probieren», erklären sie. Zusammen mit 450 anderen Kindern der Primarschule Guggenbühl in Oberwinterthur haben sie eine ganze Woche lang das Thema Mittelalter behandelt. «Jede Altersstufe hat sich ein bisschen anders damit beschäftigt, vielleicht mit Theater, Geschichten oder kleinen handwerklichen Projekten», sagt Klassenlehrerin Lara Gretener-Steiger. Sie hat die Projektwoche Ende Mai mitorganisiert und ist begeistert davon, was auf dem Schloss Hegi möglich gemacht wurde: «Das Schloss-Team war wirklich super, sie bringen viel Wissen und auch ein Netzwerk mit, und so konnten wir viele spannende Leute anfragen.» |
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| Die Fünftklässlerinnen Alice, Anna und Iduna im Schlossgarten. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| «Ich bin nicht als Mittelalter-Fan zu Hema gekommen, sondern wegen des spannenden Sports und der gesunden Bewegung.» Michael Spring, Präsident Verein Hadu |
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So wie die Mitglieder der Vereine Swiss Hema und Hadu Wetzikon. Michael Spring ist Präsident des Vereins Hadu und erklärt: «Bei uns kann man historisches Fechten lernen.» Heute bringt er zusammen mit Jeannine Friedrich den Kindern die Sportart Hema (Historical European Martial Arts) mithilfe von Schaumstoffschwertern näher. Hema sei eine sehr diverse Sportart, in der bis zu 15 verschiedene Disziplinen im historischen europäischen Nahkampf trainiert werden. Wie kommt man dazu, sich mit mittelalterlichen Kampftechniken zu beschäftigen? Muss man sich fürs Mittelalter interessieren? «Ich bin nicht als Mittelalter-Fan zu Hema gekommen, sondern wegen des spannenden Sports und der gesunden Bewegung», sagt Michael und entkräftet damit das Mittelalter-Nerd-Vorurteil. Und Jeannine, die bei ihm im Verein trainiert und vom Bühnenfechten kommt, fügt an: «Für mich ist es eher faszinierend, zu sehen, wie man mit dem Langschwert schön kämpfen kann, so wie in Filmen und Serien.» |
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Im weissen Zelt vor dem Schloss Hegi wird gekämpft. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Swiss Hema ist der Dachverband aller Vereine, die historische Nahkampftechniken trainieren. Vereinspräsident Dominik Eaton betreibt seit Jahren seine eigene Kampfsportschule in Basel und kommt auf Anfrage auch zu Veranstaltungen wie der Mittelalter-Projektwoche. «Hema ist nicht nur Sport, sondern auch historische Forschung. Anhand historischer Quellen versuchen heute Praktizierende mit diversen Hintergründen, Kampfsysteme verschiedener Epochen zu rekonstruieren», erklärt er. Dies tue man anhand von alten Aufzeichnungen, und man versuche beispielsweise anhand von Bildern die Bewegungsabläufe nachzuvollziehen. |
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| Wer Hema trainiert, schaut sich oft auch in alten Quellen zu Nahkampf um. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Heute geht es mit den Kindern weniger um Theorie als darum, einmal ein Langschwert in den Händen zu halten und die Grundlagen des Ringens zu erlernen. Viele haben zum ersten Mal ein richtiges Schwert in der Hand. «Nerds gibt es bereits bei den Kindern. Man merkt schnell, wen es total fasziniert. Auch bei den Lehrpersonen», sagt Dominik Eaton lachend. Und: «Meistens können es Mädchen über alle Altersspannen besser, weil sie in der Regel besser zuhören. Die Jungs gehen einfach mal rein.» |
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| Florian Sieber und Dominik Eaton zeigen, wie es geht. (Bild: Gioia Jöhri) |
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Für die drei Fünftklässlerinnen war aber nicht der Schwertkampf, sondern das Konzert mit den alten Instrumenten der Höhepunkt dieser Mittelalterwoche. Aber auch sonst können sie einiges mitnehmen: «Wir wissen nun, mit welchem Material man Burgen gebaut hat, was man gegessen hat oder was es heisst, adelig zu sein», sagen Alice, Iduna und Anna. Beim Mittagessen im Schatten der Bäume neben dem Schloss sind sich alle einig: Die Kinder haben viel gelernt diese Woche. |
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| Über 350 Weiterbildungen an der OST Von Cybersecurity über Mechatronik bis hin zu Traumapädagogik: Die OST – Ostschweizer Fachhochschule bietet an den Standorten Buchs, Rapperswil-Jona und St.Gallen insgesamt über 350 Weiterbildungen in verschiedenen Themenbereichen an. Besuchen Sie den Online-Infoanlass vom 16. Juni 2026 und erfahren Sie, wie Sie mit einer Weiterbildung an der OST weiterkommen. |
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| | Wechsel in der Hämatologie am KSWGayathri Nair wird Chefärztin in der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie. Sie folgt auf Jeroen Goede und hat bereits gestern gestartet, wie das KSW mitteilte. Nair hat lange Erfahrung in der Behandlung von Bluterkrankungen, beispielsweise war sie bereits in den Universitätsspitälern Zürich und Basel sowie bei der Blutspende SRK Schweiz tätig. |
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| | Neue Geschäftsleitung in der Fortuna Die bisherige Geschäftsführerin Kathrin Krebs tritt ihre Pension an. Auf sie folgt ab August Francesco Borgia mit einem neu formierten Team, wie die Fortuna Feinkost GmbH gestern mitteilte. Der Fokus des Delikatessengeschäfts in der Altstadt bleibt jedoch unverändert bei Spezialitäten aus der Schweiz und Europa. (Bild: Fortuna Feinkost GmbH)
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| | Unterbruch auf Strecke Winterthur–Henggart: Das Tiefbauamt Winterthur verlegt vom 5. bis 8. Juni neue Werkleitungen unter der Bahnstrecke Winterthur–Henggart. In dieser Zeit ist die Bahnstrecke gesperrt, wie die SBB heute mitteilen. Reisende der S-Bahnen S33, S12, S24 oder SN3 können während der Sperrung auf die Bahnersatzbusse umsteigen. Grillfreudige gesucht: Wer seine Qualitäten am Grill unter Beweis stellen will, kann dies diesen Samstag im Grüze-Markt Winterthur tun. Am Qualifikationsevent der Bell BBQ Single Masters können sich Teilnehmende für das Finale im August qualifizieren. Bereits zum 14. Mal findet der Event statt. Bisher jedoch ohne Winterthurer Sieger:in. Mehr Förderung von jungen Gründer:innen: Der Winterthurer Standortförderer Home of Innovation geht eine Partnerschaft mit Youngpreneurs ein. Damit sollen unternehmerisch denkende Jugendliche und junge Erwachsene gezielter unterstützt und gefördert werden können.
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Schlossgarten für alle
 | Schlossgarten für alle Um in den Genuss des schönen Schlossgartens zu kommen, muss man nicht an einer Mittelalter-Projektwoche teilnehmen. Der Garten von Schloss Hegi ist von April bis Oktober täglich öffentlich zugänglich. Gepflanzt und gejätet wird ehrenamtlich, und auch hier können donnerstagabends alle mitmachen, die Lust auf Gartenarbeit und eine reiche Ernte haben. Mehr Infos zum Garten und zur Mithilfe gibt es hier. |
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| Es blüht und duftet im Schlossgarten – dank zahlreichen Freiwilligen. (Bild: pflanzgarten.ch) |
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Als ich das letzte Mal über das Schloss Hegi geschrieben habe, habe ich euch nach dem Schlossgespenst gefragt. Da sich niemand gemeldet hat, gehe ich nun offiziell davon aus, dass es keines gibt! Bis bald und hebs guet, Gioia |
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