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Einen schönen Freitagmorgen Heute schon gewaschen? Bei mir ist fängs fast jeden Tag Waschtag – eine mühsame und auch etwas einsame Sache. Da kommt der Pop-up-Waschsalon auf dem Lagerplatz gerade recht: Der soll nämlich das öde Waschen zum sozialen und kreativen Happening machen. Unten mehr dazu.
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| Waschmaschinen und Waschmittel stehen bereit für Wintis dreckige Wäsche. (Bild: Maria Wyler) |
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Ab kommendem Dienstag kannst du für kurze Zeit auf dem Lagerplatz deine Wäsche waschen. Dort entsteht gerade der Pop-up-Waschsalon «Soap for Public» – ein öffentlicher Begegnungsort für den alltäglichen Wäschebedarf, aber auch Kunstbühne und Kreativwerkstatt. |
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Die Idee des Waschsalons stammt von den beiden Winterthurerinnen Stefanie Frey und Pia Meier. «Wir wollten einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um zu waschen – was auch etwas Rituelles und Entschleunigendes hat. Die Waschküche wurde mit der Zeit vom sozialen, öffentlichen Ort des Austausches immer mehr ins Private verbannt. Zuerst stand sogar die Idee, einen richtigen, nicht temporären Waschsalon zu eröffnen», erzählt Frey. Das Projekt habe sich erst im Prozess entwickelt, ausgehend von den Themen, die die zwei Frauen am Waschsalon spannend fanden. Ihr Interesse an diesem besonderen Begegnungsort wurde unter anderem in New York geweckt, wo das gemeinsame Waschen in der Öffentlichkeit gang und gäbe ist. Eine Rolle spielte auch der Film «My beautiful laundrette» (Mein wunderbarer Waschsalon), der die Geschichte eines jungen Pakistanis erzählt, der in den Achtzigern in London mit seinem früheren Schulfreund und späteren Geliebten einen heruntergekommenen Waschsalon renoviert, inmitten von Rassismus, sozialen Spannungen und wirtschaftlichem Aufstieg. |
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Stefanie Frey und Sophie Stalder vom Kollektiv Soap for Public besprechen letzte Details vor der Eröffnung des Waschsalons. Frey ist Vermittlungs-Leiterin im Oxyd, beide studierten zusammen Szenographie. Zum Kollektiv gehören ausserdem Co-Produktionsleiterin Pia Meier und Bühnenbildner Lük Stucki. (Bild: Maria Wyler) |
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Der Waschsalon vereine ganz viele Themen, so Frey. Dazu gehöre einmal Alltag und Routine, aber er biete auch Stoff für den feministischen Diskurs. Wie stark und direkt dieser mit dem Waschen verknüpft ist, sei ihnen erst durch die Recherche des am Projekt beteiligten Kollektivs Salon Liz bewusst geworden. «Das Wort Tratschen kommt ursprünglich vom Aufklatschen von Wasser. Dass es später zu einem Synonym für ‹Herumreden› wurde, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Waschplätze als feste soziale Treffpunkte für Frauen galten, an denen eben auch geschwatzt wurde. Abwertende Begriffe wie ‹Waschweib› oder ‹Tratschtante› haben ihren Ursprung im Waschsalon.» Die Lecture Performance am 31. Mai von Salon Liz befasst sich mit dieser Thematik. Sie ist Teil des Rahmenprogramms, welches im Prozess zustande kam, mit der Idee, Wartezeiten zu überbrücken und die Winterthurer:innen in den Salon zu holen. So wird der Begegnungort auch zur interaktiven Bühne. |
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| «Falls Leute, wenn sie kommen, in eine Performance hineinstolpern und sich etwas Ungeplantes ergibt, ist das so gewollt.» Stefanie Frey |
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Zuerst suchte das vierköpfige Kollektiv nach einem Ladenlokal, welches einem klassischen Waschsalon optisch etwas ähnelt. Gelandet sind sie dann auf dem Lagerplatz – genauer auf dem Ölsee, dem Platz direkt hinter dem Kino Cameo. |
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Hier verschränken sich Alltag, Kunst und soziale Interaktion: Tagsüber ist der Salon frei zugänglich und kann zum Waschen genutzt werden. (Bild: Maria Wyler) |
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Nebst Angeboten wie dem Wäsche-Orakel, einem Konzert in Kurzwaschgang-Länge und Socken-Upcycling gibts eine waschechte Seifenoper: «Suds and Secrets» von Dominik Wolfinger wird in drei Akten an drei Abenden aufgeführt und verwandelt den Waschsalon in Bühne und Tatort für dramatische Waschküchen-Geschichten. In einem Ohrfeigenworkshop darf übrigens bezugnehmend zum letzten Akt mit dem Cast das Ohrfeigen geübt werden. Die Proben zum Stück und der Bühnenaufbau finden auch mal einfach so während des normalen Waschbetriebs statt. «Wir wollen absichtlich mit der Grenze zwischen Privat und Öffentlichkeit spielen», so Frey. Dieses «Verschwimmen» stehe auch sinnbildlich dafür, wie wir heute leben würden. Das Private werde immer mehr performt. «Dass sich die Leute einbringen, wird sowieso passieren», ist sie sich sicher. «Falls sie, wenn sie kommen, in eine Performance hineinstolpern und sich etwas Ungeplantes ergibt, ist das so gewollt.» |
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Die Waschmaschinen im Retro-Look wurden von Electrolux gesponsert. (Bild: Maria Wyler) |
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Die Waschküche ist vom 26. Mai bis zum 6. Juni montags bis freitags von 15 bis 21 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Waschmittel hat es vor Ort, mitbringen musst du lediglich deine dreckige Wäsche – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn. Denn «dreckige Wäsche waschen» steht auch für das Verbreiten von Gerüchten – laut Frey «Wieder ein Begriff, der in patriarchal geprägten Strukturen genutzt wird, um privaten, solidarischen oder kritischen Austausch unter Frauen als ‹böses Geschwätz› zu diskreditieren.» |
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Soap «Suds and Secrets»: 28. Mai | 2. Juni | 6. Juni | 20.00 - 20:30 Rahmenprogramm: 26. Mai 19.00 Eröffnung | Konzert | BRING YOUR LONELY SOCKS – 27. Mai 15.00 - 21.00 Gemeinsam Lismen – 29. Mai 17.00 - 20:30 Wäscheorakel mit Weichspülerbar – 30. Mai 13:30 - 17:30 DIY Press-On Nails (Anmeldung) – 31. Mai 14:30, 15:45 und 17.00 Gossip Club Lectureperformances – 3. Juni 16.00 - 20.30 Kleidertusch | 16.00 - 20.30 Druckwerkstatt | 18.00 Ohrfeigenworkshop | 17.30 und 20.00 Kurzwaschgang Soundperformance |
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| Die ganze Winterthurer Velokultur an einem Ort Feier am 30. Mai die Winterthurer Velokultur am Lagerplatz! Am Velofrühling findest Du alles, was die Velostadt bewegt: Neue Velos und E-Bikes stehen zum Test bereit. Lokale Sammler und lernende Mechaniker bieten Velogeschichte(n). Erlebe Radsport in allen Disziplinen und fahr aus mit Gleichgesinnten. Miss dich in freundschaftlichen Contests, experimentiere mit Velophysik und erwecke alte Veloteile zu neuem Leben. Oder geniesse einfach die Velokultur im Film und an Tischen der örtlichen Gastgeber. Mehr zum Programm findest Du auf |
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| | Neuer Zugtyp nach Bauma und direkt nach RapperswilDie SBB haben ihren Fahrplanentwurf für 2027 vorgestellt. Neben vielen spannenden internationalen Neuerungen (zum Beispiel neu zwei täglichen Verbindungen Zürich-Venedig, ganzjährig nach La Spezia und im Sommer nach Rimini) gibt es auch für S-Bahnen in Winterthur einige. Die S8 fährt neu nach Pfäffikon SZ weiter als S5 nach Rapperswil und Zürich HB bis Zug. Zudem sorgt neu der Zugtyp Regio Dosto für mehr Sitzplätze. Einen neuen Zugtyp gibt es auch für die S26 nach Bauma. Dort verkehrt neu der Thurbo Flirt Evo. (gj) |
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| | Stadtbus und Fahrpersonal einigen sich Nach drei Verhandlungsrunden haben sich die Geschäftsleitung von Stadtbus, eine Vertretung des Fahrdienst-Personals und die Gewerkschaft VPOD auf Anpassungen der Anstellungs- und Arbeitsbedingungen geeinigt. Laut Stadt hat der Stadtrat diese zur Kenntnis genommen. Das Stadtbus-Betriebsperonal erhält zwischen 20 und 22 Uhr eine Zulagenentschädigung und eine branchenübliche Lösung bei Ersatzdiensten. Das Fahrpersonal soll aktiv in die Gestaltung der Dienstplanung einbezogen werden. Die Vereinbarung trete per 1. August 2026 in Kraft. |
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| | Der Spielplatz Inneres Lind ist fertig
Der «orange Spielplatz» an der Hermann-Götz-Strasse ist nicht mehr so orange. Er wurde für 270'000 Franken komplett saniert und ist ab sofort wieder offen. Eine Schwebebahn, ein Trampolin, eine Steilrutsche sowie eine Slackline zählen zu den neuen Elementen. Tischtennis kann weiterhin gespielt werden. Neu ist die Anlage ebenerdig zugänglich, Betonplattenbelag und Hackholzschnitzel wurden durch wasserdurchlässige Rasenwaben ersetzt. Um seinen 25-jährigen Vorgänger in Ehren zu halten, sei der Farbton in etwas dezenterer, zeitgemässer Ausführung wieder aufgenommen worden. (Bild: Stadt Winterthur) |
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| | Init7 rekurriert erfolgreich gegen Netzsperre: Der Winterthurer Internetanbieter wehrte sich im Februar gerichtlich gegen die Sperrung einer Website militanter Umweltaktivist:innen (WNTI berichtete). Die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt hatte die Sperrung von verschiedenen Providern verlangt ‒ ohne Rechtsgrundlage, wie die zuständige Strafrekurskammer nun entschied. Künzler veröffentlichte das Urteil via LinkedIn-Post. (tz) Co-Präsidium der EVP Winterthur tritt zurück: Sowohl Barbara Huizinga als auch Sämi Müller haben sich an der gestrigen Generalversammlung der EVP Winterthur nicht mehr zur Wahl gestellt. Beide nannten fehlende Zeitressourcen als Grund für den Rücktritt. Ad Interim übernimmt EVP-Kantonsrat Michael Bänninger, bis die definitive Nachfolge geklärt ist. Bänninger ist ehemaliger Stadtparlamentarier und kenne sowohl die Parteibasis als auch die Lokalpolitik bestens, wie die EVP mitteilte. (gj) Stadtrat erlässt IT-Strategie 2025+: Wie die Stadt mitteilt, soll mit der neuen Strategie die bereichsübergreifende Zusammenarbeit gefördert, die Nutzung von Cloud-Diensten erweitert und die Cyber-Sicherheit gestärkt werden. Sie erlaube es den Departementen zudem, ihre Dienstleistungen und internen Arbeitsabläufe auf dem neusten Stand zu halten. Mehr über die Strategie und deren Umsetzung hier. Massnahmen gegen Schleichverkehr im Eichliacker: Aufgrund einer Petition von Anwohnenden wurden die geplanten Massnahmen im Bereich der Dammbrücke angepasst. Vorgesehen war eine Sperrung für den motorisierten Verkehr. Wie die Stadt mitteilt, verzichtet sie auf das Fahrverbot, hält jedoch am Einbahnregime auf der Reutgasse fest. Velos dürfen in beide Richtungen verkehren. |
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| 10 Jahre The Zurich Chamber Singers Das gefragte Winterthurer Vokalensemble feiert Jubiläum: Himmlische A-cappella-Klänge der englischen Renaissance treffen auf neue Schweizer Werke. |
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Lesendenbilder zu Mineralwasser aus Winti
 | Im Wintibrief zum schiefen Haus ging es auch um eine ehemalige Mineralwasser-Produktion. Viele Winterthurer:innen erinnern sich noch lebhaft an weitere Mineralwasser aus Winterthur. Hier ein paar Beweisbilder. Winterthurs vergangene Mineralwasser |
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| «Diesen Flaschenverschluss habe ich vor einigen Jahren in meinem Garten gefunden.» Judith Rinklef |
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| «Ich wunderte mich schon mein ganzes Leben lang, was das wohl für ein Getränk war und wieso ausgerechnet meine Veltemer Grossmutter Anna Kuratle das aufgehängt hatte. Jetzt ist mir alles klar - dank deinen Recherchen!» Rolf Kuratle |
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| «Dieses Blechschild hängt in meinem Haus. Neben anderen interessanten Dingen aus Winterthurs Vergangenheit.» Stephan |
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Das war er bereits, mein Kurzwaschgang des Tages für dich. Obacht: Wir gehen in ein verlängertes Wochenende. Am Pfingstmontag erscheint kein Wintibrief. Am Dienstag bekommst du wieder Post von mir. Bis dann, deine Maria |
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