«Schulzuteilungen: Reklamationen gehen zurück»
Leserbrief von Lorenz Keller
Noch ein paar informelle Insights zum Thema Schulzuteilung von jemandem, der seit acht Jahren im Elternrat Schulhaus Eulachpark ist.
Mir ist bewusst, dass die Schulzuteilung ein schwieriges Thema ist, bei dem man nie allen gerecht werden kann. Aber das Thema hat sich verstärkt. Aus meiner Erfahrung ist das neue System daran schuld.
Es wird an der Karte und anhand von Akten zugeteilt. Früher waren die Schulleitungen noch stärker einbezogen. Die kennen einen Grossteil der Schüler und ihre Familiensituationen. Das hat Einsprachen und Rekurse verhindert. In Hegi war ja nicht die Einteilung das Problem, sondern Umteilungen. Über die Jahre teils sogar mehrfach.
Ich bin froh, hat die Leitung Bildung aus dieser Situation gelernt. Denn die Kommunikation mit den Elternräten war total unprofessionell und von oben herab. Die Elternräte hatten immer gut und eng mit den Schulleitungen und den Lehrern zusammengearbeitet.
Am liebsten wäre es der Leitung Bildung wohl, wenn die Elternräte ein paar lustige Feste veranstalten und Geld für Aktivitäten sammeln würden, sich ja nicht einmischen. Vielleicht ist es ein Zeichen, dass die Lehrpersonen einiger Schulhäuser den Leiter Bildung Nord nie kennengelernt haben. Er hat sich nie im Schulhaus vorgestellt.
Rein rechtlich gesehen darf die Schule einteilen, wie sie will. Das hat ja auch das Bundesgericht bestätigt. Wäre die Leitung Bildung näher an den Schulkreisen und Schulhäusern dran, liesse sich da viel verhindern.
Leserbrief redaktionell redigiert.