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| | Guten Morgen :) Am Dienstagabend war ich bei der Mitgliederversammlung der Mattenbach-Allianz zu Gast. Was diskutiert wurde und welche Themen im Zentrum standen, liest du in meinem neuen Text. Und Sebastian verrät dir, wann die ersten Busse in der neuen Halle des Busdepots stehen sollen. |
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| Der Vorstand der Mattenbach-Allianz (v. l. n. r.): Sonja Bolla, Rosmarie Graf, Amadeo Rodriguez, Gabi Stritt und das neue Vorstandsmitglied Karin Bätz.(Bild: Yvonne Samsarova) |
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| Teure Mieten bewegen das Mattenbach-Quartier |
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| An der Mitgliederversammlung der Mattenbach-Allianz diskutieren die Gäste über die Zukunft der Sulzer-Siedlung, steigende Mietzinse und Extremismusprävention. Auch die Quartierpolizei gab Einblicke in ihren Alltag. von Yvonne Samsarova |
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| «Schön, dass heute Abend sowohl bekannte als auch neue Gesichter hier sind», so eröffnet Rosmarie Graf die Mitgliederversammlung der Mattenbach-Allianz im ehemaligen Bistro Chile Grüze. Rund 15 Personen nehmen am Dienstagabend teil. Die Versammlung findet in einem Stadtkreis mit rund 13’000 Einwohner:innen statt. Im Zentrum steht ein Thema, das die Allianz derzeit besonders beschäftigt: die Leerkündigungen im Endliker-Quartier. Sabeth Tödtli von Urban Equipe und Eveline Kunz vom Mieterinnen- und Mieterverband Zürich sind an diesem Abend zu Gast. Sie stellen ihren ausgearbeiteten Bericht zur Sulzer-Siedlung im Endliker-Quartier vor. Rund 360 Menschen leben dort in 168 Wohnungen. Die Eigentümerin, die Sulzer Vorsorgeeinrichtung, plant, die Siedlung durch Ersatzneubauten zu erneuern. Im Mai dieses Jahres kündigte sie den Mieter:innen auf Frühling 2028. Dabei sind keine besonderen Massnahmen vorgesehen, um sicherzustellen, dass sich die bisherigen Mieter:innen die neuen Wohnungen leisten können oder eine passende Alternative finden. WNTI berichtete. |
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| Bei der Mitgliederversammlung der Mattenbach-Allianz ging es unter anderem um die Leerkündigungen im Endliker-Quartier. (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| Betroffene wandten sich an den Mieterinnen- und Mieterverband Zürich. Für eine genauere Analyse befragte dieser die Bewohnenden von 46 Haushalten. Das Ergebnis fällt deutlich aus, zeigt Tödtli an einer Grafik: 96 Prozent der befragten Haushalte möchten in der Siedlung oder zumindest im Quartier wohnen bleiben. Doch für viele dürfte dies kaum möglich sein. «Bisher zahlten die Menschen dort rund 900 Franken Miete für eine Dreizimmerwohnung. Wenn sich die neuen Mietzinse am mittleren Mietzinssegment in Winterthur orientieren, dürften viele die rund 2400 Franken pro Monat nicht bezahlen können», erklärt Tödtli. |
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| | «Wenn so vielen Menschen, die für unser System wichtig sind, die Wohnung gekündigt wird, haben wir ein Problem.» Eveline Kunz, Geschäftsstellenleiterin MV Winterthur |
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| 84 Prozent der Bewohnenden in der Siedlung arbeiten in der Grundversorgung, etwa als Pflegekräfte. Rund die Hälfte besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit. «Diese Menschen sind besonders stark von der Wohnkrise betroffen», sagt Tödtli. «Wenn so vielen Menschen, die für unser System wichtig sind, die Wohnung gekündigt wird, haben wir ein Problem», betont auch Eveline Kunz vom Mieterinnen- und Mieterverband Zürich. Kunz macht deutlich, wie gross der Druck auf die Betroffenen sei, innerhalb von zwei Jahren eine neue Wohnung zu finden. «Wir alle wissen, wie schwierig die Wohnungssuche derzeit ist. So kann es nicht weitergehen.» Im Anschluss entwickelt sich eine Diskussion im Publikum. Die Betroffenen hätten sich eine andere Lösung gewünscht. Gabi Stritt, die für die SP im Stadtparlament sitzt und dem Vorstand der Mattenbach-Allianz angehört, signalisiert dem Mieterinnen- und Mieterverband ihre Gesprächsbereitschaft für den Fall, dass dieser Unterstützung benötigt. «Ihr könnt euch jederzeit an uns wenden», sagt sie. ExtremismuspräventionAuch Serena Gut von der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention ist zu Gast. Sie ist in Mattenbach aufgewachsen und nimmt an der Mitgliederversammlung der Allianz teil, um die Arbeit der Fachstelle vorzustellen und auf deren zunehmende Bedeutung für die Schulen im Stadtkreis aufmerksam zu machen. Sie berichtet, dass sich vermehrt Eltern mit Fragen und Unsicherheiten an die Fachstelle wenden. Serena Gut weist die Teilnehmenden darauf hin, dass die Fachstelle bei solchen Anliegen jederzeit als Anlaufstelle zur Verfügung steht. Zum Abschluss ihres Vortrags weist Gut auf die Flyer hin, die sie mitgebracht hat. Diese informieren über das Erkennen von Radikalisierung, den Umgang mit radikalisierten Personen und die Merkmale problematischer Gruppen. |
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| In ihrem Vortrag gibt Serena Gut den Gästen auch einen Einblick in die Themen, die die Ratsuchenden der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Winterthur aktuell beschäftigen. (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| Baustellenlärm und lästige RollerAn dem Abend erfahren die Gäste auch, welche Themen die Quartierpolizei derzeit besonders im Stadtkreis beschäftigt. Dazu gehören der Lärm rund um die Baustelle des Busdepots und weitere Baustellen in der Umgebung. Auch Rollerfahrer:innen, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, sorgen bei der Quartierpolizei für Arbeit. Zum Schluss gibt es jedoch auch eine positive Nachricht: Seit der Einführung des neuen Parkregimes gäbe es im Stadtkreis weniger Falschparker. Danach folgt eine Pause. Die Gäste nutzen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und weiterzudiskutieren. So sieht gelebte Demokratie mitten in Mattenbach aus. Seit ihrer Gründung im Jahr 2021 setzt sich die Mattenbach-Allianz für die Anliegen der Bevölkerung im Stadtkreis Mattenbach ein. Als Dachorganisation lokaler Institutionen, Organisationen und Vereine koordiniert sie deren Zusammenarbeit und fördert den Austausch. Gleichzeitig vertritt sie die Interessen der Bevölkerung gegenüber der Stadt Winterthur und anderen Stellen und dient diesen als Ansprechpartnerin. |
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| Die beiden Stadträtinnen Christa Meier und Martina Blum beim Spatenstich. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Erweiterung Busdepot: Neue Halle aus Holz bereits 2027 bezugsbereit |
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| Gestern Mittwoch war der Spatenstich zur Erweiterung des Busdepots. Der Holzbau für fünf Millionen soll bereits nächsten Frühling bezugsbereit sein. von Sebastian Galli |
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| Die ÖV-Nutzung in Winterthur steige seit Jahren, sagte Stadträtin Martina Blum gestern am Spatenstich zur Erweiterung des Busdepots. 32 Millionen Fahrgäste habe Stadtbus letztes Jahr befördert. Ein neuer Rekord. Kein Wunder also, dass auch die Busflotte wächst. Auf rund 1875 Quadratmetern wird die neue Halle Platz bieten für 15 Doppelgelenkbusse oder neun Gelenkbusse. Auch den Strom für den Betrieb der Busse wird die Halle gleich selbst liefern. Zumindest indirekt. Denn auf dem Dach der Halle ist eine Solaranlage geplant. Eine weitere wird gerade auf dem Dach des bestehenden Gebäudes gebaut. Zusammen werden sie 960 Kilowattstunden pro Jahr liefern – genug, für rund 426 Kilometer Busfahrt.
Der Erweiterungsbau sei bewusst einfach gehalten, sagt Stadträtin Christa Meier. Der Holzbau soll ohne Heizung auskommen. Auch eine Lüftung wird es nicht geben, Sauerstoff kommt durch Schlitze in der Fassade in die Halle. Somit sei die Bauzeit kurz. Bereits im Frühling 2027 sollen die ersten Busse in der neuen Halle stehen. Die Kosten belaufen sich auf fünf Millionen. |
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| English Stand-Up Comedy im KOPFBAU Mit Adam Fields und Teddy Hall stehen am 5. November erneut zwei starke Comedians auf der Bühne. Adam bringt schnelles britisches Stand-up, spontane Publikumsinteraktion und viel Energie mit, während Teddy mit seinem optimistischen Blick auf Alltag, Gesellschaft und persönliche Absurditäten überzeugt. Türöffnung: ab 18.30 Uhr, Showstart: 19.00 Uhr |
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| | | | Stadtrat setzt politische Schwerpunkte bis 2030Der Stadtrat Winterthur teilt in einer Medienmitteilung mit, dass er für die Legislatur 2026-2030 acht Ziele mit 19 Massnahmen festlegt. Im Fokus stehen Klimaschutz, Lebensqualität und soziale Vielfalt, die Stärkung des Wirtschaftsstandorts sowie finanzielle Stabilität und Digitalisierung. Die Massnahmen sollen bestehende Strategien gezielt voranbringen und die Stadt nachhaltig weiterentwickeln. Die Legislaturschwerpunkte können unter stadt.winterthur.ch heruntergeladen werden. |
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| | Grüne Winterthur nominieren 13 Kandidierende: Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, haben die Grünen Winterthur ihre Liste für die Kantonsratswahlen vom 4. April 2027 verabschiedet. Angeführt wird sie von den bisherigen Kantonsräten Florian Heer und Jonas Pfister. Zudem beschlossen die Mitglieder die Nein-Parole zur städtischen Initiative «Ja zu weniger Schulden». Über die Schuldeninitiative und die deutliche Ablehnung im Stadtparlament haben wir hier berichtet.
Sulzer vereinbart Zusammenarbeit mit Venezuelas Ölkonzern: Sulzer hat mit dem staatlichen venezolanischen Ölkonzern PDVSA eine strategische Zusammenarbeit für zunächst fünf Jahre vereinbart. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, liefert Sulzer Technologien für die Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas. Venezuela will damit unter anderem seine Ölförderung steigern.
Umbau im Migros Rosenberg abgeschlossen: Die Migros im Einkaufszentrum Rosenberg wurde während rund sechs Monaten umgebaut. Erneuert wurden der Supermarkt, die Hausbäckerei, das Restaurant und die Gebäudetechnik. Neu gibt es vor Ort zubereitetes Sushi, warme Snacks an der Fleischtheke und eine Kinderspielecke im Restaurant, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Zum Abschluss der Umbauarbeiten nahm Stadtpräsident Stefan Fritschi am Mittwochabend einen Check über 5000 Franken vom Migros-Kulturprozent entgegen. Das Geld geht an die Stiftung Hülfsgesellschaft Winterthur.
Kompotoi scheitert in Deutschland: Wie der «Landbote» berichtet, ist die deutsche Tochter des Winterthurer Start-ups Kompotoi insolvent. Der Kompost-WC-Hersteller unterschätzte den Preiskampf im Nachbarland: Hohe Transportkosten, knappe Budgets und günstigere Konkurrenz machten die Expansion unrentabel. In der Schweiz wächst das Unternehmen mit rund 1400 vermieteten WCs weiter.
Premiere im Cameo: In «Das geträumte Abenteuer» kehrt Archäologin Veska in ihre bulgarische Heimat zurück und gerät in die Welt der organisierten Kriminalität. Regisseurin Valeska Grisebach verwebt Vergangenheit und Gegenwart zu einem vielschichtigen Porträt der Balkanregion. Der Film wurde am Filmfestival von Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und ist ab heute im Cameo zu sehen. |
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| Wärmstens empfohlen: Halloween in Winterthur
 | Halloween in Winterthur: Gruselspass für Gross und Klein Dieses Wochenende wird es in Winterthur schaurig-schön! Für Kinder gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, Halloween zu feiern: Im Pearl Event findet am Samstag von 14 bis 18 Uhr eine Kinderdisco mit Musik, Animationen, Glitzertattoos und kleinen Überraschungen statt. Am Abend, von 17 bis 20 Uhr, lädt der Quartierverein Gutschick-Mattenbach zur Halloween-Party in die Villa Spooky im Quartierzentrum ein. Auch für Nachtschwärmer:innen ist einiges los: Am Freitag steigt im Move Club eine grosse Halloween-Party mit Charts, Hip-Hop, Latin-Hits und Clubklassikern. Am Samstag geht es direkt dort weiter mit einer Latin-Halloweenparty. Elektronische Sounds findest du im Kraftfeld mit «SPUK». Wer Techno mag, kommt bei der «Scary Night Vol. 5» im Stadtchäller auf seine Kosten. Im Funpark erwartet Partygäste zudem eine Halloween-Tech-House-Party mit Kostümwettbewerb und freiem Eintritt. Bei allem Spass: Vergiss die Gesetze nicht! Die Winticops erinnern in einem neuen Video auf Instagram daran: Sachbeschädigungen sind ein No-Go. Feier ausgelassen, aber respektvoll! 🎃 |
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| Über den Weg gelaufen: Dino Brandão
 | Dino Brandão, Musiker, aus Brugg im Aargau |
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| Was bringt dich heute nach Winti? Ich bin hier, um backstage die Gitarren und die technischen Sachen für den 3. November zu regeln. Da eröffne ich mit meiner Crew die 30. Ausgabe der Kurzfilmtage mit der Musik- und Tanzperformance «Kartell Mukanda» im Theater Winterthur. Bist du gerne in Winterthur? Ja, mega gerne! Ich habe eine Verbindung zu Winterthur. Hier habe ich den Vorkurs für mein Musikstudium gemacht. Ausserdem arbeite ich mit einem Musikmischer aus Winterthur – Manuel Egger hat mein letztes Album gemischt. Und mit der Musikfestwoche verbinde ich auch viel. Beim letzten Jubiläum hatte ich einen Auftritt. Was würde man über dich nie vermuten, wenn man dir auf der Strasse begegnet? Dass ich die Buchhaltung meiner eigenen Firma selbst mache (lacht). Das habe ich eigentlich schon immer selbst erledigt. Wenn du König von Winti wärst: Was wäre dein erster Erlass? Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Damit sich jeder Mensch die Miete, ein Dach über dem Kopf und genügend Essen leisten kann. |
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| | | 2016 gab es übrigens eine Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen». Damals stimmten rund 75 Prozent im Kanton Zürich dagegen. Ob das heute noch genauso aussehen würde? Eine Frage, über die sich am Mittagstisch sicher spannende Diskussionen ergeben. In diesem Sinne: gute Gespräche und bis bald, Yvonne |
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