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| | Und weiter gehts in eine neue Woche…!
Ein sonniges Frühlingswochenende, volle Ränge auf dem Eschenberg, tosender Jubel und gleichzeitig auch ernste Nachrichten aus der Stadt: In Winti war wieder einiges los. Und wir waren wieder mittendrin!
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| Am Sonntag haben sich mehrere Schwinger aus verschiedenen Kantonen duelliert. (Bild: Marit Langschwager) |
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| Wenn auf dem Eschenberg das Sägemehl fliegt |
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Zwischen Musik, Zuschauerrängen und spannenden Duellen kämpfen sich die Schwinger Gang für Gang nach vorne – ein früher Saisonhöhepunkt voller Emotionen. von Marit Langschwager |
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| Der Duft von Sägemehl und frisch gegrillten Würsten liegt in der Luft. Dazu mischen sich Jodelklänge sowie das Klatschen und Rufen der rund 1200 Zuschauer:innen. Auf dem Festplatz Eschenberg oberhalb von Winterthur herrscht Volksfeststimmung. Zwischen Grillständen und dicht gedrängten Reihen rund um den Ring wird geschwungen – wie jedes Jahr am traditionellen Eschenbergschwinget. Seit Jahrzehnten organisiert der Schwingklub Winterthur den Anlass, der zu den ersten grösseren Kräftemessen der Saison zählt. Schon am Samstag standen über 170 Nachwuchsschwinger im Einsatz, bevor am Sonntag die 65 Aktivschwinger antraten. In Abwesenheit des sechsfachen Siegers Samir Leuppi rückten andere Namen in den Fokus. Am Brunnen am Rand des Platzes steht Janos Bachmann. 21 Jahre alt. Er beugt sich vor, schöpft Wasser und wirft es sich ins Gesicht. Einmal, dann noch einmal. Kurz die Augen schliessen, durchatmen. Gleich ist sein Gang. «Heute Morgen war ich noch etwas nervös, aber das hat sich gelegt», sagt er. Seit elf Jahren steht er im Sägemehl. Sein Vater hat ihn damals mitgenommen, in den Schwingerkeller im Winterthurer Deutweg. Heute arbeitet Bachmann als Landmaschinenmechaniker – und gilt als stärkster Winterthurer im Teilnehmerfeld. |
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| Janos Bachmann lebt in Wildberg und trainiert beim Schwingklub Winterthur. (Bild: Marit Langschwager) |
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| Seine bisherigen Erfolge zeigen, dass er längst mehr ist als nur ein Talent: 2023 gewann er seinen ersten Kranz am Zürcher Kantonalschwingfest in Zürich, 2025 hat er erstmals am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest teilgenommen. Und nun kämpft er auf dem Eschenberg. «Die Vorbereitung war dieses Jahr nicht so intensiv, darum bin ich zufrieden, wenn ich vorne mitmischen kann», sagt er. Dann fügt er hinzu: «Das Schönste wäre aber schon der Sieg.» Was ihn am Schwingen besonders fasziniert, ist mehr als nur der Wettkampf. «Das Besondere ist die Kollegschaft», sagt Bachmann. «Die Trainings sind lustig, und man geniesst es, miteinander unterwegs zu sein.» Trotz aller Rivalität im Ring bleibe der Respekt zentral – vor, während und nach jedem Gang. Im Ring geht alles schnell. Zwei Schwinger greifen sich am Hosenbund, versuchen den Gegner mit einem Wurf auf den Rücken zu bringen. Gelingt das sauber, gibt es die Höchstnote. Bleibt der Kampf offen, entscheiden Punkte. Nach jedem Gang werden die Paarungen neu festgelegt und nur die Besten erreichen den Schlussgang. Doch nicht nur im Ring wird gearbeitet. Nebenan drehen Helferinnen und Helfer Würste auf dem Grill, schenken Getränke aus, organisieren den Ablauf. Viele von ihnen sind ehrenamtlich im Einsatz und halten das Fest überhaupt am Laufen. «Man unterstützt sich eben, und alle sind gerne dabei», sagt eine Helferin und wendet die nächste Bratwurst. |
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| Auf dem Eschenberg haben sich viele Zuschauer:innen versammelt, um die Schwinger anzufeuern. (Bild: Marit Langschwager) |
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| Während Bachmann sich konzentriert vorbereitet, bewegt sich Stephanie Lanter durch die Menge. Seit acht Jahren ist sie dabei und ist nun die Medienverantwortliche im Verein. «Mein Bruder schwingt auch, deshalb war ich schon immer an den Festen», sagt sie. Auch hier ist die Kollegenschaft spürbar: Sie geht durch die Reihen, bleibt immer wieder stehen und schüttelt eine Hand nach der anderen. Für sie beginnt das Wochenende bereits am Freitag mit dem Aufbau – und endet erst am Sonntag nach dem Abbau. Es wird ruhigIm Sägemehl steigt die Spannung. Nach sechs Gängen steht fest: Janos Bachmann macht das Rennen. Mit 48,50 Punkten steht er ganz vorne – punktgleich mit Gian Maria Odermatt. Dann wird es plötzlich ruhig auf dem Platz. Die beiden stehen sich im Ring gegenüber. Ein kurzer Blick, dann greifen sie zu. Dann geht alles schnell. Bachmann setzt an – ein Gammen. Er hakt mit dem Bein ein, bringt seinen Gegner mit Druck aus dem Oberkörper aus dem Gleichgewicht. Eine Bewegung, die viele im Publikum sofort erkennen. Nach zwei Minuten liegt Odermatt im Sägemehl. Einen Moment lang ist es still. Dann bricht der Jubel los. Zum ersten Mal in seiner Laufbahn gewinnt Janos Bachmann ein Schwingfest bei den Aktivschwingern. |
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| Das Publikum bejubelt den Sieger des Tages. (Bild: Marit Langschwager) |
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| Hinter ihm reiht sich das Klassement ein: Der Winterthurer Christian Lanter sichert sich mit 57,50 Punkten den zweiten Rang. Für Bachmann ist es ein weiterer Schritt in seiner noch jungen Karriere. Sein grosses Ziel bleibt klar: das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2028 in Thun.
Rund um den Ring brandet Applaus auf, Stimmen überschlagen sich, Kinder drängen nach vorne. Die Musik setzt wieder ein, Gespräche füllen den Platz. Am Ende geht man nach Hause und merkt: Es sind nicht nur die Kämpfe, die bleiben, sondern die Stimmung, die Leute, das Ganze drumherum. |
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| Die Meisterwerke sind zurück! Feierliche Wiedereröffnung am 9. Mai Die Wiedereröffnung der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» ist endlich da. Goya, Cézanne, Renoir, Monet, Van Gogh, Picasso: Während die Meisterwerke das Haus verliessen und zum Teil auf Reisen waren, wurden die Villa und die Galerie behutsam modernisiert und die historische Parkanlage in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt. Damit präsentiert sich das Römerholz als erneuertes Gesamtkunstwerk mit internationaler Ausstrahlung. Türöffnung: 9. Mai um 10.45 Uhr, Festakt mit Ansprache von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider. Eintritt gratis. |
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| | | HC Rychenberg holt sich Schweizer Meistertitel
Der HC Rychenberg ist erstmals Schweizer Meister im Unihockey. Die Winterthurer gewannen den Superfinal in der Freiburger BCF Arena gegen Titelverteidiger Zug United mit 5:4 nach Penaltyschiessen und krönten damit eine historische Saison. Der Titel ist eine Premiere für den 1983 gegründeten Verein, der bislang mehrmals Vizemeister war, nun aber erstmals die nationale Meisterschaft gewinnt. (Bild: Martin Deuring)
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Allmend Grüzefeld-Initiative hat Unterschriften zusammen1272 Unterschriften sammelte die EVP für ihre Initiative Allmend Grüzefeld, die sie im Oktober lanciert hatte. Am Freitag reichte die Partei die Unterschriften bei der Stadtkanzlei ein. Ziel der Initiative ist es, die Allmend Grüzefeld bei Seen für alle zugänglich zu machen. In dem aktuellen Gebiet für landwirtschaftliche Nutzung «stecke mehr drin». Die EVP-Stadtparlamentarierin Franziska Kramer-Schwob liess sich in einer Medienmitteilung zitieren: «Ein grüner, naturnaher Park, in dem man entspannen, spielen und Gemeinschaft geniessen kann». Auf die Frage, wie viel Geld sie für das Projekt sprechen würde, wollte sie noch keine Antwort abgeben. «Das haben wir noch nicht überlegt.» Aber es müsse die städtische Finanzlage beachtet werden. Eine konkrete Planung kann erst nach der Volksabstimmung aufgenommen werden. (vh) |
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| | Weitere Kurz-NewsFoodtrucks messen sich in Winterthur: Auf dem Archplatz fanden am Wochenende die Swiss Street Food Awards («Best of Deutschschweiz») statt. Rund zehn Foodtrucks traten gegeneinander an und kämpften um die Qualifikation für das nationale Finale in Basel. Neben einer Jury bewertete auch das Publikum die Angebote. Die Pre-Finals werden in allen drei Sprachregionen der Schweiz durchgeführt – in der Westschweiz, im Tessin und in der Deutschschweiz. Die jeweils drei besten Teilnehmenden qualifizieren sich für das grosse Schweizer Finale in Basel, das noch ansteht.
Verletzter nach Verkehrsunfall: Bei einer Auffahrkollision in Wülflingen ist am Samstagabend ein Mann leicht verletzt worden. Der 39-jährige Lenker des vorderen Fahrzeugs wurde vom Rettungsdienst versorgt und zur Abklärung ins Spital gebracht, während der 45-jährige Fahrer unverletzt blieb. Laut ersten Erkenntnissen der Stadtpolizei wurde der hintere Lenker von der Sonne geblendet und bemerkte das abbremsende Fahrzeug vor einem Fussgängerstreifen zu spät. An beiden Autos entstand Sachschaden, eines erlitt Totalschaden. |
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| | Das Erbe der Winterthurer Schwinger-Legende
 | Das Erbe der Winterthurer Schwinger-Legende
Karl Meli wurde 1938 in Veltheim geboren. Nach seiner Ausbildung als Zimmermann arbeitete er zunächst bei der Stadt, später als Polizist, bevor er ab 1968 als Wirt tätig war – zuletzt im Restaurant «Sternen». Parallel dazu prägte er als Schwinger und Nationalturner über viele Jahre die Schweizer Sportszene: Mit 124 Kränzen sowie zahlreichen Siegen gehörte er zu den erfolgreichsten Athleten seiner Zeit. Besonders eindrücklich ist, dass er bei allen neun besuchten Eidgenössischen Schwingfesten einen Kranz gewann und zweimal Schwingerkönig wurde. 2008 übergab Meli den Restaurantbetrieb an seine Tochter Irène Bodenmann-Meli, selbst eine erfolgreiche Schwingerin. Sie richtete 2009 im «Sternen» ein Schwingermuseum ein, das die Geschichte und Tradition dieses Nationalsports lebendig machte. Nach Melis Tod im Jahr 2012 im Alter von 73 Jahren wurde ihm zu Ehren 2014 erstmals das Karl-Meli-Festival durchgeführt. Als sich der Gesundheitszustand seiner Tochter verschlechterte, setzte sich der ehemalige Schwinger Hans Sigrist dafür ein, die Sammlung zu sichern. Sie wurde schliesslich vom Freilichtmuseum Ballenberg übernommen und bleibt so der Öffentlichkeit erhalten. Ein grosser Teil der Objekte war von 2023 bis 2025 in der Sonderausstellung «Die Hose der Bösen: Schwingen – eine lebendige Tradition» zu sehen. Künftig soll die Sammlung im neuen Depotgebäude erneut zugänglich gemacht werden und das Erbe von Karl Meli weitertragen.
Bis der geplante Depot-Neubau fertiggestellt sein wird, können kleine Gruppen auch auf Nachfrage diese Gegenstände exklusiv sehen. Mehr dazu erfährst du hier. |
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| Diese Glocken und Treicheln brachte Meili als Gaben von vielen Schwingfesten mit nach Hause. (Bild: Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz) |
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| Wie soll WNTI KI deklarieren?
 | Ooops… Leider hat der Link am Freitag zu unserer Umfrage nicht funktioniert, scusi! Daher versuchen wir es heute noch einmal und sind gespannt, was du uns zu sagen hast! Wie soll WNTI KI deklarieren? Fast immer lernen auch Journalist:innen bei ihrer Recherche dazu. Dieses Mal zum Beispiel, dass auch wir besser erklären könnten, wie wir KI einsetzen. Das haben wir hier für dich getan. Oder, dass sich 60 Prozent der Lesenden wünschen, beim Einsatz von KI in «ihren» Medien mitreden zu können. Wenn du also zu diesen 60 Prozent gehörst: Lass uns deine Meinung da. |
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| | Auch wenn du dich heute tapfer durch all die Sport-News gekämpft hast – selbst wenn sie dich eher mässig interessiert haben – keine Sorge: Morgen wartet schon wieder frischer Stoff auf dich. Ganz ohne Aufwärmtraining. Herzlichst Marit |
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