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Guten Morgen Es gibt heute leider keine Bundesräte mehr, die der Bevölkerung zeigen, wie Eier stromsparender gekocht werden. Dafür erklärt Tizian, wie ab nächstem Jahr schlauer Strom verbraucht wird. Und: Seba und ich durften uns von Stadtrat Galladé erklären lassen, worum es beim Erweiterungsbau des Alterszentrum Adlergarten geht.
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Wer smart verbraucht, zahlt weniger |
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Stadtwerk senkt ab kommendem Jahr die Preise und passt das Tarifmodell an. Das sorgt zwar für günstigeren Strom ‒ aber nur für jene, die ihn dann verbrauchen, wenn es niemand sonst tut. von Tizian Schöni |
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Um acht Prozent sinken die Kosten für private Stromverbraucher:innen ‒ das teilte Stadtwerk gestern mit. Und es stimmt: Insgesamt addieren sich die tieferen Kosten für Energie und Netznutzung zu einigen Rappen pro Kilowattstunde. Aufs Jahr gerechnet, so der Energieversorger, müsse ein Familienhaushalt rund 108 Franken weniger ausgeben als 2026. Sparen ist möglich ‒ aber nicht garantiertDas von Stadtwerk in der Medienmitteilung verwendete Rechenbeispiel zeigt aber auch: Besonders, wer seinen Strombezug in Zukunft ausgeglichen über den Tag verteilen kann, zahlt weniger. Denn der Energieversorger führt auf das kommende Jahr eine Sanktion für Leistungsspitzen ein. Bei Gewerbekund:innen ist das bereits üblich: Bezieht ein Unternehmen viel Strom gleichzeitig, zahlt es für diese «Spitze» eine Sonderabgabe. Bei Privatkund:innen wird die Spitze monatlich ermittelt, pro Kilowatt kostet dieser «Leistungstarif» 1.50 Franken. Ein Haushalt, der gleichzeitig kocht, wäscht, mit einer Wärmepumpe heizt und ein E-Auto lädt, käme so auf 342 Franken Mehrkosten pro Jahr. Wer seinen Stromverbrauch besser auf den Tag verteilt, fährt in Zukunft deutlich günstiger. Beträgt der höchste gemessene Stromverbrauch im Monat 3.7 Kilowatt, was einem langsamen Laden eines E-Autos entspricht, werden hochgerechnet auf ein Jahr nur 67 Franken fällig, wie Stadtwerk in der Medienmitteilung vorrechnet. Für die meisten Verbraucher:innen dürfte die Spitze in diesem Bereich liegen. Laut Stadtwerk beträgt sie pro Familienhaushalt im Schnitt vier Kilowatt. Gegenüber 2026 sinken dafür die Stromtarife, ausserdem entfällt ein Grundpreis von 2.70 Franken pro Monat. |
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| Ein Haushalt mit hoher Leistungsspitze könnte künftig deutlich mehr zahlen als in Vorjahren. Und: Gegenüber den EKZ- und EWZ-Preisen ist Stadtwerk auch 2027 noch im Hintertreffen. (Grafik: WNTI) |
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Komplexer, dafür fairerStadtwerk bietet drei Stromprodukte an, in ihnen galten bisher zwei Energiepreise: Der «Hochtarif» unter der Woche von 7 bis 20 Uhr, weil dann besonders viele Kund:innen Strom beziehen wollen und das auf die Kosten für den Netzausbau schlägt. In der Nacht und am Wochenende galt der «Niedertarif». Neu gilt dieser zusätzlich von Montag bis Freitag zwischen 13 und 16 Uhr. Dieses System der Hoch- und Niedertarife bleibt erhalten ‒ hinzu kommt nun noch ein saisonal tieferer Preis für den Sommer, beziehungsweise ein höherer für den Winter. Pro Stromprodukt gibt es neu also vier verschiedene Energietarife. «Am Markt laufen die Winter- und Sommerpreise immer weiter auseinander», sagt Urs von Burg, Bereichsleiter Vertrieb und Beschaffung bei Stadtwerk. Besonders, weil im Sommer immer mehr günstiger Solarstrom zur Verfügung stehe. «Diese Preiswahrheiten wollen wir an die Kundschaft weitergeben.» Dass die neuen Energietarife und der Leistungspreis nicht für alle Kund:innen einfach nachvollziehbar sind, sieht auch Urs von Burg: «Für den Kunden ist es schwer einzuschätzen, wie eine Leistungsspitze entsteht.» Man habe dazu eigens ein Video produziert. Und seit der Einführung der smarten Stromzähler kann der eigene Verbrauch online akribisch nachverfolgt werden. |
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| In einem Video erklärt Stadtwerk der Kundschaft, wie das neue Tarifmodell funktioniert. |
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Die Tarifanpassung führt laut Stadtwerk nicht zu Mehreinnahmen. Urs von Burg sagt sogar: «Wenn wir die Leistung wegen dieses Preismodells besser verteilen können, sparen wir Kosten beim Netzausbau.» Was wiederum allen Kund:innen zugutekäme. |
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| An der gestrigen Pressekonferenz präsentierte Stadtrat Nicolas Galladé das Projekt Adlergarten. (Bild: Sebastian Galli) |
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85,18 Millionen Franken für den Erweiterungsneubau Adlergarten |
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Die Stadt will ihre Alterszentren sanieren. Dafür braucht es einen Neubau beim Alterszentrum Adlergarten als Rochadenfläche. Mehr Pflegeplätze gibt es aber nicht. von Linus Fischer |
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Am 27. September stimmt Winterthur über einen massigen Kredit ab. Die Stadt will das Alterszentrum Adlergarten für 85 Millionen Franken erweitern. Ein wichtiger Grund für die Erweiterung mit 120 Pflegebetten: Die Alterszentren Oberi, Brühlgut und Rosental sind über 40-jährig und sanierungsbedürftig. Wenn der Neubau fertig gebaut ist, können die Alterszentren ihre Bewohnenden dort unterbringen, während die Gebäude renoviert werden. Danach soll er vom Alterszentrum Adlergarten genutzt werden. |
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| Mehr Pflegeplätze entstehen durch den Neubau und die Sanierungen insgesamt nicht. (Bild: Sebastian Galli) |
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Der Umbau von Mehrbettzimmern zu Einzelzimmern kompensiert die neuen 120 Pflegebetten im Neubau. Die Ansprüche hätten sich verändert, sagt der zuständige Stadtrat Nicolas Galladé: «Während bei der Kriegsgeneration klar war, dass sie sich zufriedengeben mit den Zimmern, sind die Babyboomer anspruchsvoller.» Die Pensionstaxe der Einzelzimmer kostet grundsätzlich 180 Franken pro Tag, also 15 Franken mehr als ein Platz in einem Zwei-Bett-Zimmer. Bei Gesamtkosten von 248 Franken pro Tag mit Betreuung und Pflege ist das allerdings ein kleiner Unterschied. |
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| Johann Jakob Sulzer errichtete den Park Adlergarten. 1947 kaufte ihn die Stadt mit der Auflage, ein Alterszentrum zu bauen. (Bild: Julian C. Fischer Architekt:innen) |
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Der Erweiterungsbau schliesst direkt an das Hauptgebäude an. Der Haupteingang wird um ein paar Meter Richtung Neubau in den Verbindungsbau verschoben. Im Erdgeschoss wird Platz sein für Mehrzweckräume, Bibliothek und Werkstatt, in den fünf Stockwerken kommt je eine Wohngruppe unter. Eine davon wird eine geschützte Demenzgruppe mit einem Garten auf der Dachterrasse des Verbindungsbaus sein. Alle Zimmer erhalten ein eigenes Badezimmer und ein Grossteil Zugang zur Laube Richtung Park. Anpassungen an künftige Hitzesommer sind auch vorhanden: Mit Kühlung über die Bodenheizung und einer isolierenden Gebäudehülle seien die Räume auch ohne Klimaanlagen gewappnet für warme Sommertemperaturen, sagt Projektleiterin Milena Isler. |
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| In den Gängen sollen verschiedene Begegnungszonen entstehen. So können die Bewohnenden im Austausch mit anderen sein, auch ohne das Gebäude zu verlassen. (Bild: Studio Diode) |
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Um Platz zu schaffen für den Erweiterungsbau, werden das Personalhaus 1 und der befristete Modulbau zurückgebaut. Im Personalhaus sind zurzeit ukrainische Geflüchtete untergebracht, es werde dann verschiedene Nachfolgelösungen geben, sagt Nicolas Galladé. Im Modulbau befinden sich Pflegezimmer, deren Bewohner:innen in anderen Alterszentren untergebracht werden. Wird die Vorlage angenommen, beginnen die Arbeiten im Herbst 2027. Im Frühsommer 2031 soll der Erweiterungsneubau fertiggestellt sein. Das Stadtparlament hat den Verpflichtungskredit einstimmig angenommen. |
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| | 200 Millionen Franken Hagelschaden
Bisher seien rund 11’600 Schadensmeldungen bei der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) eingetroffen. Das teilte die Versicherung gestern mit. Nach dem Hagelsturm vom Freitag hatte sie laut dem «Landboten» vorerst nur mit 30 Millionen Franken Schadenssumme gerechnet, nun wurde die Hochrechnung angepasst. |
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| | Sensoren überwachen Brücke rund um die Uhr
Die Überführung der St. Galler- über die Seenerstrasse muss Fahrzeuggewichten von bis zu 480 Tonnen standhalten können. Kistler hat nun erstmals ein neues System zur Zustandsüberwachung an dem Bauwerk vor dem Ohrbühlkreisel installiert. Dies teilte das Unternehmen gestern mit. Die vollständig digitale Anlage zur Erfassung von Schwingungen, Dehnung oder Rissen in der Brücke liefere genauere Messdaten als frühere, analoge Systeme. (tz / Bild: Kistler Gruppe) |
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| | Weitere Kurz-News
SVP stellt Kantonsratskandidaten vor: Neben den beiden bisherigen Kantonsräten René Isler und Thomas Wolf stellt die SVP Winterthur für die Kantonsratswahlen 2027 auch die Stadtparlamentarier Christian Hartmann und Marco Graf sowie Parteivizepräsident Manuel Zanoni zur Wahl auf. Mit den fünf Kandidaten will die Partei einen dritten Sitz gewinnen. Rennen, werfen und springen bei schlechtem Wetter: Trotz unsicheren Wetterverhältnissen traten am Freitag rund 240 Turnende zu den Dreikampfmeisterschaften der Region an. Auf den insgesamt acht Podien der Veranstaltung konnten mit Iris Seiler (1. Platz Juniorinnen) und Dejan Quendler (3. Platz Jugend) vom TV Veltheim zwei Winterthurer:innen eine Medaille ergattern. Strampeln für das gute Bild: Am Samstag, 5. September ab 20.30 Uhr organisiert der Quartierverein Wildbach auf dem Viehmarkt ein Velo-Kino. Der Strom für den Film «Captain Fantastic» wird von zehn Velos produziert, die in Trainingsrollen eingespannt sind. Idee ist, dass freiwillige Zuschauer:innen abwechselnd kräftig in die Pedale treten. Der Eintritt ist kostenlos. Es wird empfohlen, eine eigene Sitzgelegenheit mitzunehmen. (mm) |
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| Komm zum Klimatag Winterthur! Am Sonntag, 13. September, verwandelt sich die Technikumstrasse zur autofreien Begegnungszone. Von 11 bis 16.30 Uhr gibt es ein vielseitiges, kostenloses Programm zu entdecken: Konzerte von Fiddle Jammer und Laurent & Max, ein Foodsave-Picknick, Tanz- und Zaubershows, Infoangebote rund um Klimaschutz und vieles mehr. Ein Tag ganz im Zeichen des Winterthurer Klimaziels «Netto-Null 2040». |
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Über den Weg gelaufen: Christina Gehrig
 | Christina Gehrig, Grossmutter, Neuwiesen-Quartier |
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| Was machst du hier im Brunnen? Ich bin hier mit zwei meiner Enkelkinder. Wir testen alle Brunnen in Winterthur, bisher waren wir in Oberi und in der Steinberggasse. Später kommt dann ihre Mutter, also meine Tochter, dazu und wir gehen nach Hause und kochen etwas Leckeres. Was gefällt dir an Winterthur? Eigentlich fast alles: Es hat so viele Bäume hier und alles ist grün. Als ich mit 16 Jahren aus Griechenland hierherzog, wusste ich, dass ich hierhergehöre. Dabei konnte ich noch nicht einmal die Sprache. Wenn du Königin von Winterthur wärst, was wäre dein erster Erlass? Ich würde dafür sorgen, dass allen Drogensüchtigen und Kindern ohne Familie geholfen wird. Ich würde ein grosses Heim machen für alle, die Hilfe brauchten. |
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Die Pensionskasse hat einmal einen Brief an mich mit dem Datum meiner ordentlichen Pensionierung begonnen: 1. Dezember 2068. Es wird also noch ein wenig dauern, bis ich in einem Altersheim wohne. Bis bald, Linus |
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