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| | Knapp 65 Prozent der queeren Menschen in der Schweiz schauen mit Sorge in die Zukunft. Sie haben Angst, dass LGBTIQ+ Rechte wieder rückgängig gemacht werden könnten. Zu diesem Schluss kommt die neueste Ausgabe des «Swiss LGBTIQ+ Panel», das alljährlich eine grossangelegte Umfrage durchführt. Wie geht es schwulen, lesbischen oder trans Menschen in Winterthur? Und was macht unsere Stadt für sie lebenswert? |
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| Barbara Läuchli und Annette Rafeld gehen in Winterthur unbeschwert Hand in Hand. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| Im Café Neumarkt, das von der Brühlgut-Stiftung im Alterszentrum geführt wird, treffe ich Barbara Läuchli und Annette Rafeld zum Gespräch. Barbara Läuchli wird dieses Jahr 72 Jahre alt, ist Winterthurerin und engagiert sich im Vorstand der Lesbenorganisation Schweiz (LOS). Ihre Partnerin Annette Rafeld (67) wohnt seit vier Jahren in Winterthur. «Ich finde Winterthur angenehmer als Zürich. Zum einen habe ich hier Barbara und zum anderen ist es überschaubarer», sagt sie schmunzelnd. Auch sonst sei Winterthur eine gute Stadt, gerade auch für die queere Community: «Der Zusammenhalt in der Community ist toll», sagen sie. Der letztjährige erste CSD (Christopher-Street-Day) in Winterthur habe sie sehr gefreut und sei ein wichtiges Zeichen der Sichtbarkeit in der Stadt, meint Barbara. «Als lesbische Frau fühle ich mich sehr sicher in Winterthur. Man kann ohne Probleme Hand in Hand durch die Stadt spazieren», meint sie. Und fügt an: «Es hat sich vieles zum Positiven verändert. Früher wurde ich im Bus oft von jungen Männern angerempelt und manchmal sogar als ‹gruusig› beschimpft.» |
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| Kim und Saskia treffe ich im Sumak Sumak. Sie wollen anonym bleiben, da sie in der Lehre nicht geoutet sind. (Bild: Gioia Jöhri) |
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| | «Es ist mega cool und wichtig, dass Winti den CSD hat.» Kim, 19-Jährige aus Winterthur |
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| | Kim (19) und Saskia (17) treffe ich im Sumak Sumak, die beiden Kolleg:innen gehen dort gerne zusammen essen. Beide identifizieren sich als queere Frauen. «Wir fühlen uns als queere Personen in Winti sehr wohl», sagt Saskia. Man merke das städtische Umfeld. «Das macht es offener», ist Kim überzeugt. Die Steibi beispielsweise sei ein Safe Space, also ein Ort, an dem sie sich wohlfühle und sich selbst sein könne. Auch die jungen Queers haben den letztjährigen CSD in sehr guter Erinnerung. «Es ist mega cool und wichtig, dass Winti den CSD hat», sagt Kim. Beide kennen die Welt nicht mehr ohne Diskriminierungsschutz oder ohne die Ehe für alle. Machen sie sich Sorgen, dass LGBTIQ+ Rechte wieder abgebaut werden könnten? «Ich merke, dass sich die Stimmung ändert. Es gibt politische Tendenzen, die mir Angst machen», erzählt Kim und Saskia nickt. Blöde Sprüche hätten beide schon gehört, in der Schule und in der Lehre. An beiden Orten sind sie nicht geoutet. Bei Freund:innen und in der Familie hingegen sei das Queersein einfach normal. «So wie es sein soll.» |
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| | «Die Community kann sich der gesellschaftlichen Akzeptanz nie sicher sein.» Annette, 67-Jährige aus Winterthur |
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| | Auch Annette und Barbara machen sich Sorgen um LGBTIQ+ Rechte. «Die Community kann sich der gesellschaftlichen Akzeptanz nie sicher sein», sagt Annette. Dass sich die Zeiten ändern, merkt beispielsweise gerade der Verein Zurich Pride. Gerade gestern hat er beschlossen, auf ein Pride-Festival zu verzichten, unter anderem weil Sponsoring-Gelder im grossen Stil ausfallen. Die Pride-Demonstration wird aber bleiben. Barbara und Annette sind in Zeiten aufgewachsen, in denen gleichgeschlechtliche Liebe alles andere als akzeptiert war. «Ich hatte Angst, meine Familie und Freund:innen zu verlieren, wenn ich mich oute», erzählt Barbara. Dass es heute queere Vorbilder für junge Menschen gibt, sei für sie eine der wichtigsten Errungenschaften. Heute können die beiden Frauen selbst ein Vorbild sein, wie eine Anekdote von Annette bestätigt: «Negative Reaktionen auf uns als Paar haben wir sehr selten. Meist sind es freundliche Reaktionen von jungen Menschen, die mich auf den kleinen Regenbogen-Anhänger an meinem Rucksack ansprechen.» |
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| Die wilsch auf den Strassen unterwegs. (Bild: zvg) |
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| Die Sorgen von queeren Menschen kennt auch Roger vom Verein «wilsch». Seit 1998 bietet der Verein an der Badgasse einen Treffpunkt für queere Menschen. «Der Backlash macht Sorgen und verursacht Ängste und darüber wird bei uns in der wilsch viel gesprochen», sagt Roger. Der Verein organisiert für verschiedene Alters- und Zielgruppen der queeren Community Anlässe und gemütliches Zusammensein. Barbara und Annette sind immer wieder in der wilsch anzutreffen, manchmal schmeissen sie die Bar. «Es ist ein wertvoller Ort, einfach sehr klein und versteckt», meint Barbara. Schön fänden die beiden ein Regenbogenhaus in Winterthur, so wie es in Zürich eines hat. |
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| Tanzen wie im ehemaligen Café Punkt an der Stadthausstrasse, das wünscht sich Barbara. (Bild: Sammlung Winterthur) |
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| Saskia und Kim wünschen sich generell mehr gesellschaftliche Akzeptanz. «Ich hoffe, dass es irgendwann gar keine Coming-outs mehr braucht», sagt Saskia. «Es wäre auch schön, wenn die Leute einschreiten würden, wenn mal ein blöder Spruch fällt», fügt sie an. Barbara hofft, dass sich die Community nicht von den Sorgen lähmen lässt: «Genau das wollen die Leute, die LGBTIQ+ Rechte einschränken wollen. Ich versuche, nicht in der Angst zu verharren und mich für mehr Sichtbarkeit von queeren Menschen zu engagieren.» Und wenn sie sich für Winterthur noch etwas wünschen könnte, dann wären das wieder mehr Tanzanlässe – so wie vor 25 Jahren im Café Punkt: «Das Tanzen fehlt mir sehr. Ich denke, dass gerade Tanzanlässe viele ältere queere Frauen wieder in die Öffentlichkeit locken würden.» |
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| | | | «EPiC: Elvis Presley in Concert» im Kiwi Kino Baz Luhrmann lässt Elvis neu aufleben: verloren geglaubte Aufnahmen, Welthits und seine unvergleichliche Stimme in nie dagewesener Tonqualität. Ein Konzertfilm-Erlebnis, wie es das Kino noch nicht kannte! Donnerstag, 26. Februar 2026 |
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| Umsteigen ja, verweilen nein: So sehen es zumindest die meisten der Befragten, wenn sie sich in der Umfrage der Stadt Winterthur zu unserem Bahnhof äusserten. Wobei es durchaus Unterschiede gibt: Beim Neuwiesen, auf dem Kesselhausplatz und an der Rudolfstrasse verweilen die Leute lieber als beim Pilz oder an der Museumstrasse, wo es an Grün fehle, wegen unübersichtlichem Verkehr gefährlich werden könne und Schatten und Sitzgelegenheiten fehlen. Drei Planungsteams machen sich nun daran, Lösungsvorschläge für die Gestaltung der Bahnhofsumgebung zu erarbeiten, die in der Folge öffentlich ausgestellt werden.
Für ARA sollen Bäume weichen und andernorts aufgeforstet werden: Dagegen hat sich im Niederfeld in Wülflingen nun aber Widerstand aus der Landwirtschaft angekündigt, wie die Winterthurer Zeitung schreibt. Damit die Abwasserreinigungsanlage ausgebaut werden kann, will die Stadt 30’000 Quadratmeter Wald roden und im Niederfeld wieder aufforsten. Für Landwirt Stefan Märki, der das Land dort pachtet, wäre dies «existenzbedrohend», wie er sagt.
FCW kassiert deutliche Niederlage: Die Nachholpartie gegen St. Gallen endete mit einer 1:5-Niederlage auf der Schützenwiese. Immerhin gelang dem Winterthurer Randy Schneider in der 90. Minute noch der Ehrentreffer. Nächstes Wochenende wird es kaum einfacher für den FCW: Tabellenleader Thun kommt auf die Schützenwiese.
Pfadi Winterthur siegt in St. Gallen: Mit 23 zu 22 Toren gewinnt Pfadi Winterthur auswärts gegen TSV St. Otmar St. Gallen. Damit festigen die Handballer ihren zweiten Platz in der QHL hinter den Kadetten Schaffhausen. Am 25. Februar empfängt Pfadi Winterthur zuhause in der Axa Arena GC Amiticia Zürich.
Stadtgrün züchtet «Winti-Bäume»: Diese sollen in zwei bis drei Jahren parat sein und stressresistenter sein als bisherige gepflanzte Bäume auf dem Stadtgebiet. Zudem werden abgestorbene Bäume nicht mehr zwingend gefällt, sondern können als Biotop weiterhin Lebensraum bieten und die Biodiversität auf Stadtgebiet fördern, schreibt die Stadt in einer Medienmitteilung.
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| Queer Space mitprägen in der wilsch Jeden Donnerstag- und Freitagabend öffnet das wilsch-Lokal an der Badgasse 8 seine Türen für gemütliches Zusammensein. Heute Abend findet zusätzlich eine offene Vereinssitzung statt, an der alle Interessierten willkommen sind. Wer queeres Engagement und Orte in Winterthur mitprägen will, ist hier am richtigen Ort. Lob, Kritik und Vorschläge sind erwünscht. Zudem wird diskutiert, wie die wilsch barrierefreier werden kann und ob es bald mehr queere Partys in Winterthur geben könnte. |
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| | | Wer macht das Rennen für den Stadtrat? Finde es heute Abend heraus!
Wir stellen die Kandidierenden vor und prüfen sie auf Herz und Nieren. Donnerstag, 19. Februar
19 Uhr
Kirchgemeindehaus Liebestrasse, Liebestrasse 3
Jetzt kostenlos anmelden!
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| | Ob du nun heute an die offene Vereinssitzung der wilsch gehst oder an unser Stadtrats-Podium kommst, es wird bestimmt ein guter Abend werden. Aber Achtung: Unser Podium ist aus Platzgründen ins Kirchgemeindehaus Liebestrasse gezügelt. Nur dass du dann nicht alleine in der Coalmine stehst. Bis bald und hebs guet, Gioia |
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