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| | Liebe Stadt Winti hat die Haare schön: Alle paar Meter kannst du dir hier eine neue Frisur kaufen – wir sind reich an Haarsalons und ich persönlich bin froh, denn manchmal überkommt es mich spontan und dann will ich eine Veränderung. Mehr als nur ein «Bad Hair Day» hatte kürzlich der Omni Salon, als es ihm buchstäblich auf den Kopf regnete.
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| Das Team des überfluteten Omni Salon sitzt zum Glück nur für das Foto auf der Strasse. Momentan schneiden sie die Haare ihrer Kundschaft bei Amor Artis. (Bild: Maria Wyler) |
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| Büsi setzt den Haarsalon Omni unter Wasser |
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Nach strengen Wochen eine Auszeit zu Hause in Winti mit Sport, Lesen und Entspannung. Cyrine Serghini ist gerade im Fitness, als ihre Arbeitskollegin anruft und sagt: «Dein Geschäft steht unter Wasser.» Per Facetime schaut sie zu, wie im Haarsalon Omni Wasser von der Decke strömt und ihn regelrecht überflutet. Schuld daran ist offenbar ein Büsi. von Maria Wyler |
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| Seit sechs Jahren ist der Omni Salon an der Neustadtgasse zuhause. Davor arbeitete Serghini gleich nebenan im La Cyma, einer Bar mit integriertem Haarsalon. «Ich brauchte etwas Neues, einen kleineren Rahmen», erzählt sie. 2020 gründete sie zusammen mit Ranja Salomon das Omni – «ein Traum» und mehr als ein Coiffeursalon, wie sie betont. Es gibt ein grosses Sortiment an Getränken, ausgewählte Musik, Bücher, Kunst. Es ist ein Begegnungsort. Und dann werden dort auch Haare geschnitten. Ich treffe die Winterthurerin allerdings nicht an diesem Ort, sondern im Amor Artis Hairdesign am Oberen Graben, wo die Haarstylist:innen vorübergehend untergebracht sind – während ihr eigener Laden bis auf das Innerste ausgehölt wird. |
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| | «Ich wusste sofort: es ist heftig.» Cyrine Serghini, Coi-Inhaberin Omni |
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| Am 19. Februar ist Serghini gerade am fitten, als sie erfährt, dass ihr Geschäft unter Wasser steht. «Ich wusste sofort: es ist heftig», so die 40-Jährige. Über Facetime sieht sie auch gleich, dass die Arbeitskollegin nicht übertreibt und stürmt vom Training an die Neustadtgasse, wo bereits die Feuerwehr und die Polizei warten. Von der Decke tropft Wasser in grossen Mengen, der Boden ist regelrecht überflutet. Verantwortlich für den Schlamassel soll das Büsi der Nachbarin im zweiten Stock sein: Es spielte in der Nacht am Duschhahn herum und liess das Wasser laufen. Die Wohnung verfügt über ein altes Ablaufsystem, bei dem das Dusch- oder Badewasser nicht sofort automatisch abläuft, sondern erst durch einen Hebel oder eine Klappe freigegeben werden muss. Was die Katze verständlicherweise nicht wissen konnte. So sammelte sich das Wasser in der Dusche und verbreitete sich über Stunden im ganzen Badezimmer, bis es sich schliesslich einen Weg über die untere Wohnung in den Omni Salon suchte. |
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| So sieht die Oase, wie Cyrine Serghini ihren Salon nennt, im Moment aus. (Bild: Maria Wyler) |
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| Für Serghini und das Team ein Horror. Nicht nur sei es ein emotionaler Schock gewesen, die ganze administrative Arbeit mit den Versicherungen und der Verwalterin Terresta hätten ihr sehr zugesetzt. «Wir sind ausgebucht und mussten alle Kund:innen informieren. Zudem standen wir mit einem Schlag auf der Strasse, obwohl wir hätten arbeiten müssen.» Was ihr besonders zu schaffen machte und immer noch für Unsicherheit sorgt: Sie seien rundum sehr gut versichert und optimal auf so ein Unglück vorbereitet, aber es fühle sich gar nicht so an. Bisher ist immer noch nicht klar, wie es genau weitergeht, versicherungstechnisch. «Wir fühlen uns etwas hängengelassen», so Serghini. «Ich habe das Gefühl, niemand sei richtig zuständig. Aber vielleicht müssen wir einfach zuwarten.» Letzten Freitag räumte das Team den Laden mit Hilfe des Läbesruum. Gestern begannen die Bauarbeiten – Alles muss herausgerissen und der Laden totalsaniert werden. |
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| Serghini ist überwältigt von der Solidarität und Freundlichkeit, die sie seit der ersten Sekunde erfahren hätten. Besonders das Zügelteam des Läbesruum sei bei der emotionalen Räumung eine Wohltat gewesen. (Bild: zvg) |
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| Gar nicht im Stich gelassen fühlt sich das Team von der Winti-Community. Was unmittelbar nach der Hiobsbotschaft passierte, beschreibt Serghini als «wunderschön». Das Roxy Vinyl Cafe nebenan habe gleich zwei Spendenaufrufe gemacht, ohne dass sie davon gewusst hätten. «Alle haben sofort Hilfe Angeboten. Beim Studio Freisein durften wir unsere Pflanzen reinstellen, einige boten uns Lagerräume an. Blumen Müller beliefert uns weiter mit Blumen.» Auch die vermeintliche Konkurrenz reagierte schnell: Die Mitarbeitenden von Amor Artis Hairdesign und The Chair rückten zusammen und stellten den Frauen per sofort Arbeitsplätze zur Verfügung. «Es war so schön, zu sehen, wie Winti ‹ume› ist», so Serghini. Sogar beim Zügeln, welches für sie sehr schwer und emotional gewesen sei, habe sie sich dank dem Läbesruum-Team richtig getragen gefühlt. «Es war so schön, zu sehen, wie Winti ‹ume› ist», so Serghini. Sogar beim Zügeln, welches für sie sehr schwer und emotional gewesen sei, habe sie sich dank dem Läbesruum-Team richtig getragen gefühlt. |
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| Trotz allem strahlen sie noch: Moira Amstutz, Ranja Salomon und Cyrine Serghini nehmen es mit Fassung. |
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| Die Co-Geschäftsführerin sieht es trotz allen Herausforderungen positiv. Auf die Frage, ob sie schon Ideen habe, jetzt, da sie sich als Omni neu erfinden könnten, sagt sie lachend: «Ich arbeite im Moment zum ersten Mal in einem 80 Prozent Pensum. Von Donnerstagabend bis Montagmorgen frei zu haben, fühlt sich an wie eine Woche Ferien. Und hier bei Amor Artis ist alles so ordentlich, modern und gut organisiert. Bei uns war es eher chaotisch. Ich sehe schon Dinge, die man auch anders machen könnte.» |
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| | | Neue Verordnung für Energie-FörderprogrammDer Stadtrat will dem Förderprogramm Energie Winterthur eine eigene Rechtsgrundlage geben und hat dazu eine neue Verordnung ans Stadtparlament überwiesen – dies teilte die Stadt gestern mit. Hintergrund ist die Überarbeitung der Verordnung über die Abgabe von Elektrizität (VAE) wegen neuer Bundesgesetze im Energiebereich. Künftig soll das Förderprogramm separat geregelt werden. Die neue Verordnung übernimmt weitgehend bestehende Regeln, erweitert den Zweck aber um die Reduktion des Gesamtenergie- und Ressourcenverbrauchs sowie die Förderung erneuerbarer Wärme. Neu gilt zudem ein Förderhöchstbetrag von 200’000 Franken pro Projekt, damit mehr Vorhaben unterstützt werden können. Die Abgabe zur Finanzierung wird vereinheitlicht und der bisherige Fonds in einen Energiefonds überführt. Förderzusagen sollen bis Ende 2039 möglich sein, passend zum Klimaziel «Netto null CO₂ bis 2040». |
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| | Stadt besitzt 56’000 Quadratmeter BaulandDas geht aus einer schriftlichen Anfrage von Andreas Geering (Mitte) hervor. Eigentlich hatte der Parlamentarier «eine Liste der möglichen Flächen inklusive Quadratmeterangaben» angefragt. Die Stadt nannte jedoch nur ein konkretes Grundstück: die Bauland-Parzelle «Maienried» an der Autobahnausfahrt A1 in Wülflingen. Dort liegen insgesamt 15’000 unbebaute Quadratmeter in einer dreigeschossigen Wohnzone. Sie könnten im Baurecht beispielsweise an eine Wohnbaugenossenschaft abgegeben werden, heisst es in der Antwort. Insgesamt gibt es in der Gemeinde Winterthur laut Bauzonenstatistik bebaubare Grundstücke in Wohn- und Mischzonen auf einer Fläche von insgesamt 76.8 Hektaren ‒ rund 7,3 Prozent davon befinden sich also im Besitz der Stadt. (tz) |
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| | Winti goes Ireland: Heute ist St. Patrick`s Day. Der irische Feiertag – ein ursprünglich religiöser Gedenktag zu Ehren von Saint Patrick, dem Schutzpatron von Irland – wird auch in den Winterthurer «Irish Pubs» gefeiert. Im Molly Malone mit Irish Folk von Mate Collective ab 20.30 Uhr. Im Paddy O`Briens kannst du ausnahmsweise an einem Dienstag irisches Frühstück schmausen und um 20 Uhr spielen The Beermats. Paddy`s-Ikone Dave O`Reilly feiert übrigens seinen 30. St. Patrick`s Day in Winti, wie die Winterthurer Zeitung weiss. Es ist zum krähen: Wie der Landbote schreibt, sind bei der Stadt letztes Jahr über ein Dutzend Reklamationen wegen Krähen eingegangen. Letztes Jahr seien in der ganzen Stadt Brutstandorte mit insgesamt 400 gezählt worden – 164 mehr als im Jahr davor. 2027 findet die nächste Zählung statt und Stadtgrün geht davon aus, dass die Anzahl weiter steigt. Die Handlungsmöglichkeiten seien aber begrenzt und häufig wenig wirksam. Das Jagen ist übrigens nur Personen erlaubt, die eine Berechtigung vom Kanton haben. |
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| «So, hesch widr zauberet?» Kann das Theater ein Zuhause sein? «Vrenelis Gärtli» nach Tim Krohns gleichnamigem mythischen Alpenroman will uns die mensch- und unmenschlichen Sehnsüchte unmittelbar erleben lassen: Mit Geschichten von Einsamkeit und Lebensfreude, von Ausgrenzung und Aufbruch. Ein Theaterabend, der Herz und Sinne öffnet, uns zusammenführt und spüren lässt, dass Gemeinschaft noch immer möglich ist – mitten im digitalen Zeitalter. Vom 14. bis 29. März im Kellertheater Winterthur. |
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| Was machsch ide Ferie?
 | Was machsch ide Ferie? Bald sind wieder Frühlingsferien und bei vielen Eltern drängt sich bereits die Frage auf: Was machen mit den Kindern, wenn man selbst arbeiten muss oder nicht verreist? |
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| Längst nicht alle Familien verbringen ihre Ferien so. (Bild: Am Strand 1958, ETH-Bibliothek Bildarchiv) |
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| Während vieler Jahre organisierte die Quartierentwicklung Winterthur Kurse für schulpflichtige Kinder, welche nicht in die Ferien fahren konnten. 2014 wurde das städtische Programm wegen Sparmassnahmen gestrichen. Daraufhin gründete ein Vater den Verein Ferienprogramm und lancierte die Webseite, auf der der Verein mit Sitz in Winterthur Ferienangebote für Kinder sammelt, bündelt und kuratiert. Das komplette Angebot ist hier zu finden. Obwohl es in allen ausser den Weihnachtsferien Angebote gibt, betont Co-Geschäftsstellenleiterin Fränzi Bachmann, die Zeit der Frühlingsferien sei für den Verein die wichtigste im Jahr. Zudem sagt sie, dass heute, da in vielen Familien beide Elternteile arbeiten würden, Ferienbetreuung längst kein «Nice-to-have» mehr sei. Vielmehr sei sie eine echte gesellschaftliche Notwendigkeit. Das zeigen auch die Statistiken von Ferienprogramm: |
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| Der Verein will das Angebot weiter ausbauen und das Thema Ferienbetreuung stärker sichtbar machen. Du kannst ihm helfen, noch mehr Familien zu erreichen, indem du anderen von dem Angebot erzählst oder es grad selbst ausprobierst. Auch der Verein Kinder-Camps ist ein gemeinnütziger Verein, der schweizweit Sport-Camps für Kinder von 6 bis 13 Jahren in der Ferienzeit organisiert. Im Fokus stehen tägliche Bewegung, altersgerechte Sportspiele sowie das gemeinsame Erleben in der Gruppe. Hier findest du die Angebote in Winterthur. |
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| | Da bleibt mir nur noch eines zu sagen: AufwiedHAIRsehen und heb der Sorg. Du weisst nie, wann dir der Himmel auf den Kopf fällt. Oder Wasser. Oder Krähenkacke. Bis bald, deine Maria |
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