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| | Hallo liebes Stadtgspänli Winti ist «on fire» – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn. Gestern hielt der zweite Brand innert drei Tagen die Einsatzkräfte auf Trab. Und am Samstag spielten sich in Oberi grosse und kleine Gaming-Fans die Finger heiss. |
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| Gamen, das beliebteste Hobby der Welt. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Spielerisch zu einem besseren Umgang mit Gamen am «Gaming Day Oberi» |
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| Am «Gaming Day Oberi» konnten Besucher:innen vergangenen Samstag alle möglichen Videospiele ausprobieren. Dabei ging es um mehr als nur Vergnügen. Der Verein «Let’s Talk: Gaming» will mit dem Event Eltern die Welt des Gaming näherbringen und Kinder für einen besseren Umgang sensibilisieren. von Sebastian Galli |
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| Die Halle des Campo Neuhegi war am Samstag voll mit Bildschirmen, Konsolen – und Kindern mit ihren Eltern. Von «FIFA» und «Minecraft» bis zu «Donkey Kong» und «Street Fighter» konnten Besucher:innen des «Gaming Day Oberi» Spiele aus allen Epochen der Gaming-Geschichte anspielen. Der Event des Vereins «Let’s Talk: Gaming» stiess auf grossen Anklang. Knapp 160 grosse und kleine Menschen hantierten an diesem Samstag mit Joysticks in allen möglichen Formen. |
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| | «Wenn man besser versteht, was dahintersteckt, hat man auch einen besseren Zugang zu seinen Kindern.» Nyima Tsering |
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| «Mehr, als ich erwartet habe», sagt Nyima Tsering mit einem Grinsen. Der Sozialarbeiter hat den Event im Namen des Vereins organisiert. Auch wenn sich der Anlass gerade bei den Kindern vor allem ums Gamen selbst dreht, steckt mehr dahinter als nur reine Unterhaltung. Gamen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer Nischenkultur für Nerds zum meistverbreiteten Hobby der Welt gewandelt. Auch hierzulande. Laut der James-Studie der ZHAW spielen 92 Prozent der 12‑ bis 13-Jährigen in der Schweiz zumindest «ab und zu» Videospiele. Trotzdem wüssten viele Eltern noch immer nicht viel über das Hobby, sagt Nyima. Das Ziel des Anlasses sei es deshalb gerade, den Eltern diese Faszination näherzubringen. «Wenn man besser versteht, was dahintersteckt, hat man auch einen besseren Zugang zu seinen Kindern», sagt Nyima. Am «Gaming Day Oberi» hätten die Eltern die Möglichkeit, diese Welt von innen zu sehen und sie zusammen mit ihren Kindern zu erleben. Durch das gemeinsame Spielen entstehe ein besserer Umgang damit. «Wir spielen noch eine Runde, dann ist fertig» sei etwas anderes als «Stell jetzt ab», sagt Nyima. |
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| Gemeinsam macht es mehr Spass, auch wenn nur ein Controller eingesteckt ist. (Bild: Sebastian Galli) |
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| An einer Nintendo 64 aus den 90ern versucht Tobias gerade, mit seinen Kindern Annika und Jorina den Endgegner des ersten Levels zu besiegen. Sie seien mehr aus Neugier hier – Gamen sei bei ihnen zu Hause kein grosses Thema, sagt Tobias. Sie hätten keine Konsole und keinen Fernseher zu Hause. Er sei selbst auch ohne aufgewachsen. «Ich habe aber manchmal bei meinen Nachbarn gespielt», gibt er zu. Die Kleinen scheinen ihren Spass zu haben – unabhängig davon, ob sie oder ihr Vater den Controller in der Hand haben. «Ihre Finger sind noch etwas zu klein dafür», sagt Tobias. Sie hätten sich dafür an der Zeichnungswand der Bibliothek Oberwinterthur ausgetobt. |
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| Nicht nur in der Liebe sind es die inneren Werte, die zählen. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Der «Gaming Day Oberi» fand in Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Organisationen wie der Bibliothek statt. An ihrem Stand konnten Interessierte auf dem Nachhauseweg gleich noch ein relevantes Buch zum Thema Gaming mitnehmen. Aber auch am Anlass selbst gab es etwas zu lernen. Am Stand von «Pixelgipfel» zum Beispiel. Das Geschäft aus Oberwinterthur baut High-End-Gaming-Computer. Neben den fertigen Exemplaren, an denen gerade vier Kinder in «Minecraft» Blöcke abbauen und Jagd auf Monster machen, liegt auf einem Tisch ein Computer, in seine Einzelteile zerlegt. Prozessor, Speicher, Grafikkarte. Hier erfahren Kinder und Erwachsene, was eigentlich die Pixel auf ihre Bildschirme zaubert. Für die kleinen Historiker:innen unter den Besucher:innen – und deren Väter – stehen auf der gegenüberliegenden Seite der Halle Retrospielautomaten vom Zürcher Videospielmuseum «Game Plaza» und bringen einen Hauch 80er-Jahre in die Halle. Und im Eingangsbereich erklärt «Speed-Runner» Camille live auf einer grossen Leinwand, wie man möglichst schnell «Mario Sunshine» durchspielt. |
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| | «Wir haben eigentlich nur Multiplayer-Spiele aufgestellt. Das fördert den Austausch.» Nyima Tsering |
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| Die Besucher:innen jagten an diesem Samstag aber nicht nur digital Highscores. Beim «Questing» sammelten Kinder durch Absolvieren verschiedener Aufgaben Punkte, die sie am Schluss gegen Preise eintauschen konnten. Ein Level auf Schwierigkeitsstufe «Einfach» im Spiel «Beat Saber» bestehen? Ein Punkt. Mit einer anderen Person, die mindestens zehn Jahre jünger oder älter ist, eine Partie «FIFA» spielen? Zwei Punkte. Am Fussballspiel draussen auf der Wiese teilnehmen? Vier Punkte. «Wir wollten den Anlass so partizipativ wie möglich gestalten», sagt Nyima. Deshalb seien fast alle Aufgaben beim «Questing» so konzipiert, dass man sie mit jemand anderem zusammen bestehen müsse. Zudem seien die Kinder so animiert, auch alles auszuprobieren, statt bei Spielen hängen zu bleiben, die sie bereits kennen. |
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| Cathy schmeisst die Küche, Nyima koordiniert und Camille spielt schneller «Mario Sunshine» als alle anderen. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Für Nyima war der Event ein Erfolg. «Wir haben viel gutes Feedback bekommen», sagt er um 18 Uhr, als die letzten Besucher:innen aus der Halle laufen. Möglich sei das nur dank der vielen freiwilligen Helfer:innen aus dem Verein und dem privaten Umfeld. Es war der dritte «Gaming Day Oberi». Die ersten beiden hätten noch in kleinerem Rahmen, im Gemeinschaftsraum des Mehrgenerationenhauses Giesserei, stattgefunden. «Wir wohnen fast alle in Oberi», sagt Nyima. «Wir sind alle selbst Gamer und wollten etwas für unser Quartier tun.» |
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| | | | | Brand an der Paulstrasse sorgt für Grosseinsatz
Hinter dem Hauptbahnhof sorgte am gestrigen Morgen ein Brand für Aufregung. Bei den betroffenen Räumlichkeiten handelt es sich um das Untergeschoss des Gebäudes an der Paulstrasse 12, in dem sich ehemals das Rechenzentrum der Axa befand. Im leer stehenden Gebäude finden derzeit Umbauarbeiten statt, wie die Stadtpolizei schreibt. Drei mit dem Umbau beschäftigte Personen seien beim Brand leicht verletzt worden, eine von ihnen musste zur weiteren Kontrolle ins Spital gebracht werden. Mutmasslich sei der Brand im Zusammenhang mit den Bauarbeiten ausgebrochen. Vor Ort waren mehrere Feuerwehrfahrzeuge, Polizei und Sanität im Einsatz. (Bild: Melanie Widmer) |
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| | Stadtwerk macht GewinnStadtwerk Winterthur schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Betriebsgewinn von 36,4 Millionen Franken ab – die 10 Millionen Vergütung an die Stadt abgezogen. Das positive Ergebnis sei durch die Witterung und eine günstige Energiebeschaffung im Gashandel beeinflusst, heisst es in der Medienmitteilung. 2024 beschloss die Schweiz ein neues Stromgesetz, den sogenannten Mantelerlass. Winterthur setzt diesen unter anderem mit Verträgen für alpinen Solarstrom, lokalen Stromgemeinschaften und einem neuen Vergütungsmodell für Solarstrom um. Zudem plant die Stadt grosse Investitionen für die Erneuerung der Kehrichtverwertungsanlage: Das Baubewilligungsgesuch wurde bereits eingereicht. Am 14. Juni stimmt Winti über den Ausbau der ARA ab. |
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| | Ohne Stau nach Italien: Am Wochenende kannst du ganz bequem nach Italien reisen und musst nicht mal durch den Gotthard. In der Reithalle findet von Donnerstag bis Sonntag das My Italy Festival statt – vier Tage Dolce Vita mit italienischem Street-Food, Marktständen und Musik. Zirkus Notre Duo kommt nach Winterthur: Vom 13. bis zum 17. Mai finden am Oberen Graben fünf Vorstellungen des Zirkus Notre Duo statt. Zwei Akrobat:innen führen das Stück «The Truth …?» auf, in dem zwei Figuren um Kontrolle, Zufall und Bedeutung ringen. Die Vorstellungen finden ohne Tickets oder Reservationen statt und sind offen für alle. (vh) |
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| Das KSW lädt zum Spitalfest ein Seit 150 Jahren ist das KSW für die Menschen in und um Winterthur da. Dieses Jubiläum feiert das KSW am Samstag, 6. Juni, mit einem grossen Spitalfest. Von 9 bis 17 Uhr erhalten Besucherinnen und Besucher Einblick in das umfassende Angebot eines modernen Zentrumsspitals. Bei einem Rundgang können die Gäste Operationsroboter testen, medizinische Geräte kennenlernen und vieles mehr. Das Spitalfest lädt Gross und Klein zum Ausprobieren und Entdecken ein. Der Eintritt ist kostenlos. Das KSW empfiehlt die Anreise mit Velo oder ÖV. |
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| Wärmstens empfohlen
 | Offenes Zeichnen im Naturmuseum Für spontane und kreative Naturfreund:innen gibt es heute Abend die Möglichkeit, Tiere und Objekte im Naturmuseum zeichnerisch zu erkunden. |
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| Zeichnung eines Kiebitzes, von Hans Rutschmann. |
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| Nach einem kurzen Input um 18.30 Uhr darfst du loslegen und individuell im Naturmuseum zeichnen – nach Bedarf gibt es Anregungen und Austausch. Willkommen sind alle, mit oder ohne Material. Der künstlerische Abend kostet dich 10 Franken, anmelden musst du dich nicht. Begleitet wird der Anlass von Erika Looser, Museumspädagogin und Werklehrerin. |
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| Winti weiss
 | Yes you can! Folgende Frage hing an unserer Post-it-Wand in der Steibi: |
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| Die kurze Antwort: Ja, kannst du. Aber erst ab dem 14. Dezember. Die lange Antwort – falls du dich fragst, von welcher Brücke wir hier sprechen: Die Leonie-Moser-Brücke ist die 400 Meter lange Querung, welche Neuhegi mit der St. Gallerstrasse verbinden soll und an deren Planung die Stadt schon mehr als zehn Jahre dran ist. Die längste Brücke Winterthurs wird, sofern alles nach Plan läuft, noch dieses Jahr fertig werden. Die Leonie-Moser-Brücke wird autofrei sein. Tönt nach einem regelrechten Veloparadies, aber Achtung: Das Millionenprojekt gilt als zukünftig wichtiger ÖV-Knotenpunkt im Quartier Neuhegi-Grüze. Es entsteht eine Art Busbahnhof. Velofahrerinnen, Fussgänger und ÖV teilen sich die Brücke und die Rampen, welche, besonders auf der Seite Neuhegi, eher schmal und steil ausfallen. Im Abstimmungsheft vom November 2020 bezeichnete die Stadt die Brücke als «wenig attraktive Verbindung» für Velofahrende – was sie auf Anfrage heute allerdings anders formulieren würde, da die Verbreitung von E-Bikes seither deutlich zugenommen habe. |
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| Die Steigung der Rampe Ost (links) beträgt rund 8 Prozent. (Visualisierung: Stadt Winterthur) |
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| Du darfst also mit dem Velo über die Brücke, allerdings erst ab dem 14. Dezember, dann wird sie für den Busbetrieb geöffnet. Die Einweihung der Querung findet am 5. September statt. Später dürfte es noch einen angenehmeren Weg geben: Die Stadt plant ebenfalls eine neue Velounterführung beim Bahnhof Grüze. Diese wird voraussichtlich nicht vor dem Frühling 2028 realisiert. In Neuhegi wohnen rund 3000 Personen und der Stadtteil wächst weiter. Deshalb ist die Vernetzung der Velowege um Hegi und in Richtung Stadt wichtiger Bestandteil des Verkehrskonzepts Neuhegi-Grüze. Die bisher umgesetzten Abschnitte der Velorouten verlaufen weitgehend auf dem bestehenden Strassennetz. Und wer zum Gugger ist Leonie Moser? Moser gilt als Röntgenpionierin und war in den Fünfzigern leitende Röntgenschwester am Kantonsspital Winterthur. Sie setzte sich für die Anerkennung und Professionalisierung der Arbeit von ihresgleichen ein. Mehr dazu in unserer Kolumne vom letzten September. |
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| | Jetzt aber ab mit dir in den Tag. Ich weiss gar nicht, ob ich dir noch einen guten Start in die Woche oder schon einen guten Endspurt wünschen soll. Zählt der Donnerstag als Sonntag, ist heute eigentlich schon wieder Donnerstag. So oder so: Hebs guet. Deine Maria |
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