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| | Guete Morge Winti :) Wann hast du zum letzten Mal in einem Thurbo gesessen? Bei mir ist es schon eine Weile her. Ich erinnere mich an späte Heimfahrten in den Sechser-Abteilen mit den bunten Kopflehnen. Auch dank Regionalbahn hat Winterthur den drittgrössten Bahnhof der Schweiz – zumindest nach Anzahl Passagieren. Jetzt erneuert Thurbo seine Zugflotte. Ich bin den Evo Flirt probegefahren.
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| Ab sofort fährt auf der Linie der S26 der neue Thurbo Flirt Evo. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Zwischen Winterthur und Rüti fährt ein neuer Thurbo |
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| Gestern gab es auf der Linie der S26 von Winterthur nach Rüti eine Premiere: Flirt Evo, der neue Zug von Thurbo, hatte seine Jungfernfahrt. von Sebastian Galli |
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| Es sei ein grosser Tag, sagt Thurbo-Chefin Claudia Bossert. In den nächsten Jahren ersetzt die Regionalbahn ihre 107 alten GTW-Züge durch den neuen Flirt Evo – es ist das grösste Projekt in der Firmengeschichte. Auch für Zugführer Marco Annaheim ist diese Fahrt ein Ereignis. Einen neuen Zug zum ersten Mal zu fahren, sei aufregend. «Ich habe mich richtig gefreut, als ich heute Morgen aufgestanden bin», sagt er im Führerstand. Er hoffe nun einfach, dass alle Einstellungen auch «verheben». |
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| ZVV-Direktor Brühwiler und Thurbo-Chefin Claudia Bossert vor der ersten Fahrt des neuen Zuges. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Von aussen sieht der neue Thurbo-Zug beinahe schon wie eine S-Bahn aus. Aber es sind bekanntermassen die inneren Werte, auf die es ankommt. Optisch ist noch fast alles beim Alten – Der Zug immer noch sehr farbenfroh, wenn auch etwas aufgeräumter als im Vorgänger. Einen entscheidenden Unterschied gibt es allerdings: Der Flirt Evo hat keine Sechser-Abteile mehr. Es habe sich gezeigt, dass die Mittelsitze nicht allzu beliebt waren, sagt ZVV-Direktor Brühwiler. «Gerade zu später Stunde.» Weniger Sitzplätze hat der neue Zug deshalb aber nicht. Die wegfallenden Mittelsitze werden durch längere Waggons kompensiert – und mit einem Detail, das Leute freuen dürfte, deren Handy-Akku leer ist, oder die gerne unterwegs arbeiten: Die Sitze haben jetzt auch eine Steckdose. |
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| Keine Sechser-Abteile mehr, dafür aber mehr Platz für Velos und Kinderwägen. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Auch zwischen den Sitzen gibt es einige Neuerungen. Der Flirt Evo ist barrierefrei konzipiert. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können sich im Zug gut bewegen – zwischen den Waggons gibt es beispielsweise keine Stufen mehr. Zudem hat der Zug im Gegensatz zu seinem Vorgänger einen Schiebetritt, der den Abstand zwischen Perron und Zug überbrückt. Der Schiebetritt ist laut Claudia Bossert auch ein Grund dafür, dass der neue Zug eine höhere Beschleunigung hat. Sie mache die Zeit wett, die der Schiebetritt für das Ein- und Ausfahren brauche. Erfreuliche Neuigkeiten gibt es auch für Leute, die gerne im Tösstal eine Velotour machen oder mit dem Kinderwagen unterwegs sind: Der Eingangsbereich der Waggons ist einiges geräumiger als beim Vorgänger. Der Flirt Evo hat neu zwei Info-Bildschirme. Der zusätzliche soll primär Informationen zu Fahrplanänderungen oder Störungen anzeigen. «Die meisten Leute haben Kopfhörer in den Ohren und bekommen deshalb die Durchsagen nicht mit», sagt Bossert. So seien auch sie immer informiert. Die Fahrt von Winterthur nach Bauma ist angenehm. Zugführer Annaheims Einstellungen scheinen zu passen. Bleibt noch die Frage nach dem Namen. Wieso «Flirt»? Gibt es da etwa Blind-Dating-Anlässe auf Schienen? Die Antwort ist etwas banaler. Es sei ein Akronym des Produzenten Stadler, sagt Bossert auf der Rückfahrt. Es stehe für «flinker, leichter, innovativer Regionaltriebzug». Nicht gerade ein Name zum Verlieben. Aber eben – die inneren Werte zählen. Bequem ist der neue Thurbo allemal. |
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| | | | Befristete Verlängerung für den Camping SchützenweiherWie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, hat sie den Pachtvertrag des Campings Schützenweiher um ein halbes Jahr verlängert. Der Grund dafür seien die letzten Abstimmungsresultate. Einerseits hat Winterthur der Neuerschliessung des Erholungsgebiets Rosenberg zugestimmt, aber gleichzeitig den Kredit für den Neubau des Campingplatzes am Schützenweiher abgelehnt. Nun müssten die beiden Projekte neu aufeinander abgestimmt werden. Konkret wird der laufende Vertrag bis zum 31. März 2027 verlängert. Die Stadt betont allerdings, dass die Pachtverlängerung nichts an der rechtlichen Ausgangslage ändere. Der Campingplatz liege in der Erholungszone, wo dauerhaftes Wohnen nicht zulässig sei und künftig auch nicht mehr möglich sein werde. |
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| | Weitere Kurz-NewsTechnorama mit «Sinneswelten» bis um 22 Uhr: Am 9. Juli übernehmen im Technorama die Mitarbeitenden die Regie und «zeigen ihre Talente weit über Labor, Werkstatt und Ausstellung hinaus», wie es in einer Mitteilung heisst. Versprochen werden interaktive Kunstaktionen, verblüffende Experimente, kulinarische Entdeckungsreisen und «Science-Cocktails». Ja, solche zum Trinken. Als Höhepunkt spielt die Technorama-eigene Band. Gleich zwei Velounfälle: Laut der Stadtpolizei kam es Samstags zu Unfällen mit Velofahrer:innen. Wie die Stapo in einer Mitteilung schrieb, habe ein Autofahrer an der oberen Briggerstrasse einen Velofahrer übersehen, als er in die Strasse einbog. Bei der folgenden Kollision habe der Velofahrer sich eine Rissquetschwunde sowie Schürfungen zugezogen und sei hospitalisiert worden. Am selben Tag kollidierte ein Motorradfahrer an der Auwiesenstrasse frontal mit einem Velofahrer, der darauf auch ins Spital musste. |
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Kraftorte von Martin Frischknecht |
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| Am Scheideweg: Rinks oder Lechts? |
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| Links oder rechts, Stadt oder Land, ab in den Ausgang oder gemütlich zu Hause bleiben – das Leben steckt voller Entscheidungen. Und oft tun wir uns peinigend schwer, die Wahl zu treffen. Vor lauter Aufschieben ergibt sich die Entscheidung dann meist aus dem Leben selbst. Schon bald sehen wir uns vor die nächste Wahl gestellt: Nach links geht es an den Bodensee, rechts nach Sankt Gallen. Die Entscheidung fällt im Hauptbahnhof. Beide Schnellzüge rollen zunächst zwischen Innerem und Äusserem Lind gen Nordosten. Dann fällt die Entscheidung. Die eine Strecke führt nach Oberwinterthur, die andere ostwärts nach Grüze und Hegi. Wo liegt das genau? Ein Blick auf den Stadtplan lässt mich eine grüngefärbte spitze Fläche im Nirgendwo zwischen Gleisen, Strassen und Eulach entdecken. Da will ich hin. Und habe Glück, dass ich den Zugang auf Anhieb finde. Im Hintergrund wird an der «Gleisquerung Grüze» gebaut. Über einen provisorischen Steg zwischen Baulatten gelange ich zu einer bedenklich morschen Holzbrücke, und die führt auf ein schmales Areal mit Gartenhäuschen, Hühnerställen und Taubenschlägen. |
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Dann stehe ich vorne auf der spitz zulaufenden Wiese und lasse links und rechts die Züge an mir vorbeirauschen. Die Erfahrung ist weniger aufregend, als ich sie mir ausgemalt hatte. Wohl auch, weil das Rollmaterial so effizient und nahezu geräuschlos vorbeizieht. Nicht mal die Hühner hinter mir merken auf. Der Aha-Moment kommt auf dem Rückweg. Vor dem Gang über die Holzbrücke blicke ich in die Gesichter von zwei Wärtern, die das verwunschene Reich von einem Holderbusch aus bewachen. Der eine ist ein fröhlich lachender Gartenzwerg mit Nietengurt und Punknadel am Revers. Der andere eine grimmige Holzmaske mit schiefen Zähnen. «Good Cop» oder «Bad Cop»? Am liebsten beide. |
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| | Martin Frischknecht veröffentlicht «SPUREN – Magazin für Spiritualität und Ökologie» und praktiziert verschiedene Formen von Meditation. Zugezogen aus Zürich, fühlt er sich Winterthur heute so sehr verbunden, dass er die Kraftorte hier kennt. |
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| | | Alright, das war’s auch schon wieder. Ich wünsche dir gute Fahrt und Hopp Schwiz! Grüessli, Sebastian von WNTI |
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