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| | Salü Winti!
Hast du sie auch schon gehört? Die Vögel am Morgen, die dich mit ihrem Singen wecken? Während Vögel den Morgen einläuten, beginnt das eigentliche Leben oft erst im Verborgenen. Insekten, Spinnen und kleine Tiere prägen unsere Umgebung stärker, als wir denken – nur bleiben sie meist unbeachtet.
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| Ein leuchtendes Weibchen des Grossen Glühwürmchens (Bild: Michael Landert/Stadt Tiere) |
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| Auf der Spur der Glühwürmchen |
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| Nachts könnte es wieder leuchten – oder auch nicht: In Winterthur beginnt eine besondere Spurensuche nach einem fast verschwundenen Naturphänomen. |
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| Früher sollen sie auch in Winterthur geleuchtet haben – kleine Lichtpunkte in der Dunkelheit, flackernd über Wiesen und an Waldrändern. Heute fehlt von ihnen vor allem eines: aktuelle Nachweise. Genau hier setzt das Projekt «Glühwürmchen in Winterthur» an. Stadtgrün Winterthur, die Winti Scouts, Natur- und Vogelschutzvereine, die Naturwissenschaftliche Gesellschaft sowie das Naturmuseum Winterthur wollen gemeinsam herausfinden, ob die leuchtenden Käfer noch im Stadtgebiet vorkommen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der ZHAW Wädenswil im Rahmen einer Bachelorarbeit. Rund 30 Freiwillige sollen diesen Sommer auf Spurensuche gehen. |
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| | «Man weiss, dass es frühere Beobachtungen gab, aber keine aktuellen Vorkommen.» Alex Borer, Biologe und Projektleiter |
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| Klar ist: Ganz verschwunden sind die Glühwürmchen wohl nicht. «Man weiss, dass es frühere Beobachtungen gab, aber keine aktuellen Vorkommen», sagt der Projektleiter Alex Borer. Während noch in den 1950er-Jahren Glühwürmchen beispielsweise in Wülflingen vorkamen, sind aus heutiger Zeit nur wenige Beobachtungen bekannt. Einzelne Sichtungen stammen teils aus früheren Jahrzehnten, teils aus den Jahren um 2010. Wo genau die Tiere heute noch leben könnten, ist jedoch unklar. Die Suche konzentriert sich auf eine kurze Zeitspanne: «Sie leuchten nur als erwachsene Tiere und das gerade einmal zwei bis drei Wochen zwischen Mitte Juni und Mitte Juli.» In dieser Phase sind die Tiere nachts sichtbar, davor und danach leben sie unauffällig als Larven im Boden. |
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| Der Biologe Alex Borer begleitet das Projekt. (Bild: greenmanagement.ch) |
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| Die Freiwilligen werden deshalb in genau diesen Sommernächten unterwegs sein. Gesucht wird vor allem an Waldrändern, in Hecken oder auf feuchten Wiesen. «Es muss ein bisschen feucht sein, damit es auch Schnecken hat», erklärt Borer. Von diesen ernähren sich die Larven. Ebenso entscheidend sei die Dunkelheit: «Unter einer Strassenlampe sieht man sie nicht.» Daher muss die Suche über die Nacht hinweg erfolgen. Dass die Glühwürmchen selten geworden sind, hat mehrere Gründe. «Wenn ein Lebensraum einmal zerstört ist, können sie sich schlecht an einem neuen Ort ansiedeln», sagt er. Besonders problematisch sei, dass die Tiere wenig mobil sind – vor allem die Weibchen können nicht fliegen. Somit können sie sich nur schlecht ausbreiten. Gerade deshalb gelten Glühwürmchen als wichtiger Indikator für intakte Natur. «Wenn ein Glühwürmchen vorkommt, ist das ein gutes Zeichen für den Lebensraum», so der Projektleiter. Naturnahe Flächen mit genügend Struktur und Feuchtigkeit seien nicht nur für sie wichtig, sondern auch für viele andere Arten. |
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| Eine gezielte Ansiedlung ist derzeit nicht geplant. «Die Idee ist im Moment nicht, Glühwürmchen anzusiedeln. Zuerst wollen wir wissen, ob sie überhaupt noch vorkommen.» Entsprechend bescheiden sind auch die Erwartungen: «Wenn wir überhaupt ein aktuelles Vorkommen finden, wären wir schon sehr zufrieden.» Ob die Glühwürmchen zurück sind, wird sich erst zeigen. Bis dahin gilt: Wer genau hinschaut, könnte die oder der Erste sein, der ihr Leuchten entdeckt.
Falls du das ein oder andere Tier oder Insekt beobachtest, kannst du dein Sichtung hier direkt melden. |
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| | | | Neuer Monitor misst Nachrichtenkompetenz in der SchweizDer Verein «UseTheNews» hat einen nationalen Nachrichtenkompetenz-Monitor lanciert. Dieser soll erstmals erfassen, wie gut die Schweizer Bevölkerung mit digitalen Informationen und Online-Nachrichten umgeht. Der Monitor basiert unter anderem auf einer Online-Befragung und wurde gemeinsam mit Partnerorganisationen wie der Universität Bern und der ZHAW entwickelt. Vorgestellt wurde das Instrument an einer Fachtagung in Winterthur. |
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| | Im Gewerbemuseum glitzerts
Die aktuelle Ausstellung widmet sich dem glamourösen, manchmal aber auch «billigen» Material. Genau dieses Thema nahm die Schweizerische Textilfachschule (STF) nun auf, die seit dem letzten Jahr auf dem Vitus-Areal in Töss zu Hause ist. Gemeinsam mit ihrer Dozentin Sara Camenzind kreierten Studierende 28 Looks und präsentierten sie am Donnerstagabend im Museum. Rund 200 Personen verfolgten die Modeschau. (tz / Bild: Christian Hutter) |
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| | FCW verliert trotz Überzahl gegen FC Basel: Der FC Winterthur hat sein Heimspiel gegen den FC Basel mit 0:2 verloren. Trotz Chancen blieb Winterthur ohne Treffer. Basel ging früh in Führung und baute diese in der zweiten Halbzeit aus. Zwar spielte Winterthur nach einer roten Karte für Basel in der Schlussphase in Überzahl, konnte daraus aber keinen Nutzen ziehen. In der Tabelle bleibt Winterthur damit weiter das abgeschlagene Schlusslicht.
Zwei mutmassliche Fahrzeugeinbrecher verhaftet: In der Nacht auf Freitag hat die Stadtpolizei Winterthur zwei mutmassliche Fahrzeugeinbrecher festgenommen. Eine Anwohnerin meldete kurz vor 4 Uhr eine verdächtige Person, die versuchte, parkierte Autos zu öffnen. Wenig später kontrollierte die Polizei zwei Männer und nahm sie fest. Bei ihnen wurde mutmassliches Deliktsgut sichergestellt. Die beiden werden der Staatsanwaltschaft zugeführt, die Ermittlungen laufen. Überführung Aspstrasse während Sanierung gesperrt: Die Überführung an der Aspstrasse in Oberohringen wird wegen Bauarbeiten vom 23. März bis 6. Mai 2026 vollständig gesperrt. Die Sanierung steht im Zusammenhang mit dem Ausbauprojekt auf der A4. Während dieser Zeit ist die Durchfahrt nicht möglich. Für Fussgänger:innen und Velofahrende wird eine Umleitung signalisiert.
Schäden von vier Millionen Franken nach Explosion in Illnau: Nach der Explosion in der Anlage Tätsch bei Illnau-Effretikon hat die Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren gegen eine Person eingeleitet. Der Verdacht betrifft unter anderem Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz, wie der Landbote schreibt. Beim Vorfall explodierten mehrere hundert Kilogramm Sprengstoff unkontrolliert (auch WNTI berichtete). Die Druckwelle war bis nach Winterthur spürbar. Die Gebäudeversicherung verzeichnete 165 Schadensmeldungen, der Schaden wird auf rund vier Millionen Franken geschätzt. |
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| Lebensräume hautnah erleben im Naturmuseum
 | Lebensräume hautnah erleben im Naturmuseum Wie leben Tiere in unserer Umgebung? Welche Spuren hinterlassen sie – und was passiert, wenn Lebensräume verschwinden? Eine aktuelle Ausstellung im Naturmuseum Winterthur widmet sich genau diesen Fragen und nimmt Besucher:innen mit auf eine Entdeckungsreise durch die heimische Natur. Im Fokus stehen dabei nicht einzelne Arten, sondern ganze Lebensräume: Von Wiesen und Wäldern bis hin zu versteckten Nischen in der Stadt zeigt die Ausstellung, wie vielfältig die Biodiversität direkt vor der Haustür ist. Interaktive Elemente und anschauliche Beispiele machen sichtbar, was im Alltag oft übersehen wird. Dabei wird auch deutlich, wie empfindlich diese Ökosysteme sind – und welche Rolle der Mensch dabei spielt. Die Ausstellung schlägt so eine Brücke zwischen Wissen und aktuellem Handeln, etwa bei Projekten zur Förderung der Artenvielfalt in Winterthur.
Wo? Naturmuseum Winterthur Wann? Vom 22. März bis 18. Oktober 2026 Für wen? Für Familien und Naturfreunde |
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| | Das war ein überraschend krabbelreicher Start in die Woche. Und dass heute auch noch der Welttag der Meteorologie ist, passt fast schon zu gut. Schliesslich geht es darum, genau hinzuschauen. Ob in den Wolken oder im hohen Gras: Wer weiss, vielleicht entdeckst du ja schon heute Abend das nächste kleine Naturwunder. Herzlichst Marit |
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