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| | Hallo Winti Einen guten Zeitpunkt, um über unangenehme Dinge zu sprechen, gibt es nie. Die Zeit dafür müssen wir uns nehmen – aber erst weiter unten. Jetzt ist zuerst das Leben dran: mit seinen Bauprojekten, Beschwerden und Rekursen.
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| 150 Wohnungen und doppelt so viele Studios für Studierende sind im «Towerkomplex» von Swiss Life geplant. (Bild: Graf Biscioni Architekten) |
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| Gericht tritt nicht auf Rekurs aus Wiesendangen ein |
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Das Baurekursgericht tritt nicht auf den Rekurs gegen das Bauprojekt der Swiss Life in Hegi ein. Für den Einzelrichter ist die Gemeinde Wiesendangen nicht ausreichend betroffen ‒ und damit auch nicht beschwerdeberechtigt. von Tizian Schöni |
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| Keine zwei Wochen benötigte das Baurekursgericht, um über den Rekurs der Gemeinden Wiesendangen und Elsau zu entscheiden. Diese hatten gegen das private Bauprojekt «Towerkomplex» rekurriert, wie der «Landbote» am Freitag berichtete. Dies, weil die Gemeinden durch die zusätzlichen Wohneinheiten mehr Schleichverkehr durch ihre Dörfer befürchten. Man sei «verkehrstechnisch direkt betroffen». In Neuhegi will die Versicherung Swiss Life ein Hochhaus inklusive Anbau mit 150 Wohnungen und rund 300 Studios für Studierende bauen ‒ unter anderem ist auch eine Tiefgarage mit 96 Plätzen vorgesehen. In dem jungen Quartier wäre das Megaprojekt aber nur eines von vielen. Die Überbauung «Kim» in direkter Nachbarschaft, an der die Swiss Life ebenfalls beteiligt ist, besteht aus sieben Gebäuden mit rund 450 Wohnungen. Einen Steinwurf entfernt stampfte die Implenia schon die Überbauungen «Liz», «Max», «Roy» und «Sue&Til» mit teilweise mehreren hundert Wohneinheiten aus dem Boden. Der Rekurs kommt jetzt, weil Stadt und Kanton vor einem Jahr die geplante Erschliessung des Gebiets über einen Tunnel hin zur Autobahn A1 sistiert hatten. Wiesendangen hatte damals umgehend reagiert und einen «Entwicklungsstopp» für Neuhegi-Grüze gefordert. Nun machte der Gemeinderat Ernst und legte Rekurs gegen das private Bauprojekt ein. Doch vor dem Baurekursgericht hatte er keine Chance. |
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| Stauen sich die Autos auf der Frauenfelderstrasse, weicht der Verkehr aus Neuhegi über Wiesendangen oder Elsau aus. Die Erschliessung des Quartiers über einen Tunnel (blau) ist vom Tisch. (Grafik: WNTI) |
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| Anders als eine Privatperson, beispielsweise eine Nachbar:in, könne die Gemeinde nicht geltend machen, vom Projekt direkt betroffen zu sein. Ausserdem verlange sie im Wesentlichen eine Neuregelung der Verkehrsführung, auf die das Bauprojekt aber keinen Einfluss habe. Und gemäss Rechtsprechung müsse das Vorhaben mindestens eine Zunahme von zehn Prozent des durchschnittlichen Verkehrsaufkommens verursachen. Das sei im Hinblick auf die «bisher erfolgte Entwicklung des Quartiers» trotz der Grösse des Projekts nicht zu erwarten. Der Entscheid kann an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden. |
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| Im Café Goodbye treffen sich Menschen allen Alters, um Tabus zu brechen und offen über den Tod und das Sterben zu sprechen. (Bild: Maria Wyler) |
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| Wir sterben alle. Doch niemand spricht gern darüber |
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| Wir müssen reden! Und zwar über den Tod. Das findet ein Winterthurer Paar. Es hat das Angebot «Café Goodbye» lanciert – ein niederschwelliges Format, das die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterblichkeit im ungezwungenen Rahmen ermöglicht. Unabhängig von Alter, Kultur, Tradition, Religion und Lebensphilosophie. von Maria Wyler |
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| Nichtsahnend platze ich an einem Sonntagmorgen mitten in das Café Goodbye rein. Ich habe die Zeitumstellung vergessen. Etwa 50 Menschen schauen mich gwundrig an – sie alle sind hier, um über das Lebensende zu sprechen. Peinlich ist die Situation nur kurz. Ich werde herzlich begrüsst von Carla Soldato, die zusammen mit ihrem Mann, Wolfgang Weigand, vor elf Jahren diese Veranstaltung ins Leben rief. Sie ist Dozentin an der PH Zürich und freischaffende Supervisorin, er ist Theologe, Erwachsenenbildner und Autor. Weigand hat in 30 Jahren Trauerbegleitung sehr viel Sprachlosigkeit und Überforderung erlebt. Das Café Goodbye soll dieser Sprachlosigkeit entgegenwirken. Es findet an vier Sonntagen im Jahr statt, jeweils von 9.30 bis 11.30 Uhr. Gastgeberin ist seit zwei Jahren die Rauke / das Lokal auf dem Zeughaus-Areal. Fachkundige Personen geben Impulse zu allen erdenklichen Themen rund ums Sterben. Unter anderem waren schon Ärztinnen, Filmemacher, Krebs-Betroffene, Bestatterinnen, Philosophinnen, Sterbebegleiter, Theologinnen, Künstler und ein Medium zu Gast. Eine Fachperson für digitalen Nachlass sprach über die Herausforderung mit hinterlassenen Onlinekonten, Abos, Krypto-Vermögen und Daten, ein Ordnungscoach über das organisierte Räumen eines Haushaltes. Mindestens so wichtig wie das jeweilige Thema ist der Austausch bei Kaffee und Gipfeli. |
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| Carla Soldato und Wolfgang Weigand aus Winterthur haben eine gemeinsame Praxis. Mit dem Café Goodbye haben sie einen Ort geschaffen, wo Menschen entspannt über das Thema Tod sprechen können. (Bild: Maria Wyler) |
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| Heute geht es um Waldbestattung. Die Rednerin Sabine Weber ist Geschäftsleiterin von Friedwald, einem Angebot für Waldbestattungen. Der am nächsten bei Winti liegende Friedwald befindet sich in Winterberg und ist äusserlich kaum von einem herkömmlichen Wald zu unterscheiden. Ab 4900 Franken kann man sich das Recht an einem Baum kaufen und dort die Asche eines einzelnen oder mehrerer Verstorbener einbringen. Anders als auf dem Friedhof dürfen hier keinerlei Schmuck oder Namen angebracht werden. Die Bäume sind auf einem Plan verzeichnet und mit dezent gemalten Buchstaben gekennzeichnet. |
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| So oder ähnlich sieht ein für die Bestattung vorbereiteter Baum aus: eine einfache Verzierung aus saisonalem Waldgut um die Wurzelöffnung, nebenan eine Schaufel und Erde zum Auffüllen. (Bild: Friedwald) |
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| Geduldig beantwortet Sabine Weber die Fragen der Anwesenden. Auch wenn sie von der Bühne aus in ein Mikrofon spricht, ist das Gespräch offen und auf Augenhöhe, alle beteiligen sich. Ob denn die Asche mit der Urne begraben werde, will jemand wissen. Weber erklärt: «Alles, was mit der Asche in die Erde kommt, muss ökologisch sein. Blütenköpfe, Briefchen oder Zeichnungen gehen. Oder ein Naturstoffsack, sollte jemand Mühe damit haben, dass die lose Asche in den Boden kommt.» Jemand fragt, wie es mit der Bodenbelastung aussehe, wenn jemand vor dem Tod Chemotherapie gehabt habe. Es gibt auch einiges zu schmunzeln: «Sie glauben nicht, was für Telefonate ich bekomme», sagt die Referentin. Von Angehörigen, die sich über die Zecken im Wald beschweren. Oder einen Ast, der auf dem Weg zum Grab liegt. Manche hätten Mühe mit dem Gedanken, dass Hunde an den Baum eines lieben Verstorbenen pinkeln könnten. Ich beobachte verständnisvolle Reaktionen. Es hat alles Platz: Unsicherheiten und Bedenken. Witziges und Ernstes. |
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| Die Teilnehmenden stecken über die Diskussionsfrage die Köpfe zusammen, im Hintergrund ertönt Vogelgezwitscher aus einem Lautsprecher. (Bild: Maria Wyler) |
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| Im letzten Teil wird in Gruppen diskutiert: Was braucht es, dass ein Abschied stimmig ist? In der Rückmelderunde sagt eine Frau: «Wir finden, dass man mit den Liebsten Wünsche und Vorlieben besprechen, die Umsetzung aber ihnen überlassen sollte.» Ein Mann meint: «Über mich soll man einfach sagen: Er war ein freiheitsliebender, kreativer Idealist. Punkt.» Beim Kaffee nach dem Schlussgedicht meint Wolfgang: «Ich glaube, die Themen Vergänglichkeit und Tod sind in den letzten Jahren mehr ins Bewusstsein gerückt. Viele wollen darüber reden, finden aber kein verständnisvolles Gegenüber.» Durch die Gespräche und die Themenvielfalt im Café Goodbye würden sie anderen Sichtweisen begegnen. Und den Raum bekommen, um sich zu äussern und gehört zu werden. Die Beschäftigung damit nehme die Angst. Carla Soldato fügt an: «Für die Vorbereitung auf eine Geburt gibt es ein riesiges Angebot an Kursen. Eigentlich müsste es beim Sterben genauso sein. Es gehört gleichermassen zum Leben dazu.» Das Angebot findet grossen Anklang. Heute seien eher wenige da, so Weigand. Das liege aber vielleicht an der Zeitumstellung.
Das nächste Café Goodbye findet am 21. Juni zum Thema «Was Grabsteine über Leben und Tod sagen» statt. Mit dabei ist der Bildhauer und Künstler Gabriel Mazenauer. Hier gehts zum Flyer. |
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| Authentisch, fair – made in Winti. Es geht auch anders. Während andere Internetanbieter Preise erhöhen, investiert Init7 in Infrastruktur statt in kurzfristige Gewinne. Direkte Glasfaser statt geteilter Leitungen. Keine Engpässe. Keine Kompromisse. Du hast die Wahl! |
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| | | Wieder schliesst ein Kiosk «Herr Sauter muss aus gesundheitlichen Gründen den Kiosk schliessen.» Diesen Kommentar schrieb die Tochter von Roland Sauter letzte Woche unter einen «Landbote»-Artikel vom letzten Juli, der den Betreiber des Kiosks Sauter am Lindspitz porträtierte. Am Freitag fand dort ein letzter Ausverkauf statt. Fast 34 Jahre lang stand der 79-Jährige hinter dem Fenster seines Privatkiosks. Er akzeptierte nur Bargeld und machte gelegentlich nach Feierabend Lieferdienst mit dem Velo für die, die nicht mehr zu ihm kommen konnten. Mit den Einnahmen finanzierte der Rentner sein einfaches Leben. Nun geht eine weitere Kiosk-Ära zu Ende. Das Fenster, durch das kürzlich noch Heftli, Getränke, Zigis, Süssigkeiten und Lose gereicht wurden, ist nun geschlossen.
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| | Auf frischer Tat ertappt: Wie die Stadtpolizei mitteilt, hat sich am Sonntagabend ein Mann unberechtigt Zutritt zu einem geschlossenen Indoor-Spielplatz im Stadtkreis Mattenbach verschafft. Kurz nach 22 Uhr habe eine Frau dies beobachtet und sich dann bei der Polizei gemeldet. Die Einsatzkräfte der Stapo durchsuchten mithilfe der Kantonspolizei Zürich und eines Diensthunds das Gebäude und fanden einen 38-jährigen Schweizer. Er wurde verhaftet. Winti fördert energieeffiziente Haushaltsgeräte: Laut einer Medienmitteilung unterstützt Stadtwerk Winterthur den Ersatz alter, stromfressender Geräte und hilft beim Kauf von besonders effizienten. Unterstützungsberechtigt sind Geräte, die ab dem 1. April gekauft werden und vom Bund definierte Effizienzkriterien erfüllen. Voraussetzung ist zudem, dass das neue Gerät ein altes ersetzt – beispielsweise einen Kühlschrank oder einen Wäschetrockner. Der Unterstützungsbeitrag kann erst nach dem Kauf beantragt werden. |
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| Eie-Ei-Eichwäldli
 | Ei-Ei-Eichwäldli Am Ostermontag siehst du den Wald vor lauter Eiern nicht. Denn der Quartierverein Eichwäldli verteilt im kleinen Waldstück nahe Oberi nicht weniger als 500 Eier, die gefunden werden wollen. Die Eiersuche ist gratis, startet punkt 11.30 Uhr und ist offen für alle. Mit etwas Glück findest du eines von zehn goldenen Eiern und kannst es in der Freizeitanlage gegen einen ein Kilogramm schweren Lindt-Schoggihasen eintauschen. (tz) |
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| | Heieiei, Wintibrief schon wieder vorbei. Einen guten Sprint durch die kurze Woche wünsch ich dir und nicht zu viel Schoggi-Stress. Wer warten kann, kauft sich diese sowieso nächste Woche im Ausverkauf. Tschüss, deine Maria |
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