|
| | Guten Morgen Auf der Schützi gabs am Sonntag den 50. Cupfinal im Frauenfussball zu feiern ‒ Sebastian Galli war für uns da. Gar nicht in Feierlaune sind die Elsauer und Wiesendangerinnen. Ihre Gemeinden rekurrieren gegen ein Bauprojekt in Hegi, man befürchtet Mehrverkehr in den eigenen Dörfern. Unser Tipp gegen schlechte Laune: Eine Vorstellung im Kellertheater ‒ heute Abend gibts eine Zusatzvorführung!
|
|
|
| |
| Die Genferinnen feierten am Sonntag auf der Schützi den dritten Cupsieg in der Geschichte des Frauenteams. (Bild: Philipp Kresnik / freshfocus) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Servette Chênois feiert auf der Schützi den Cupsieg |
|
| Sonntag. Spieltag. Doch für einmal waren die Ränge der Schützenwiese nicht rot-weiss, sondern gelb-schwarz, mit vereinzelten granatroten Sprenkeln. Gestern war die Schützi zum dritten Mal Bühne des Cupfinals der Frauen. Das Ensemble? YB Bern und Servette Chênois, zum 50. Cupfinal des Schweizer Frauenfussballs. von Sebastian Galli |
|
| Das Jubiläum begann mit einem Abschied. Die silberne Schale mit dem Schweizerkreuz in der Mitte, welche die Gewinnerinnen seit 50 Jahren am Ende in die Höhe stemmten, ging in den Ruhestand. Ein neuer, goldener Pokal ersetzt sie. Als offizielles Abschiedskomitee fungierten neun Spielerinnen des FC Sion, welche die Schale vor einem halben Jahrhundert zum ersten Mal gewonnen haben. Es treffen Platz 1 und Platz 2 der Liga aufeinander. Auf dem Papier schienen die Teams also auf Augenhöhe zu sein. Doch das tatsächliche Kräfteverhältnis war ungleich. Ohne Niederlage und mit 14 Punkten Abstand auf die zweitplatzierten Bernerinnen führten die «Grenats» aus Genf die Ligatabelle an. Im Viertelfinal des Cups hatten sie auch Rapperswil-Jona ausgeschaltet, welche zwei Runden zuvor die Cup-Ambitionen des FC Winterthur beendet hatten. Aber in einem KO-Spiel ist ja bekanntermassen alles möglich. Wer nach Farben der Schals wetten müsste, würde auf YB setzen. Dort, wo sonst die Bierkurve steht, prangte ein schwarz-gelbes Banner. Sie kamen mit dem Extrazug der SBB zum Spiel ‒ eine Premiere im Schweizer Frauenfussball. Doch auch die Genferinnen konnten sich auf lautstarke Unterstützung verlassen. Ihre Fansektion sass auf der Haupttribüne, direkt über der Genfer Bank. Im Mittelkreis eröffnete Schiedsrichterin Déborah Anex mit einem Pfiff die Partie. |
|
|
| Gewinnen ist Kopfsache, lange bleibt die Partie umkämpft. (Bild: Philipp Kresnik / freshfocus) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Die Bernerinnen starten druckvoll in die Partie. Von ihren Gegnerinnen aus Genf ist in den ersten Minuten nicht viel zu sehen. In der 14. Minute allerdings entwischt eine Genferin der YB‑Verteidigerin Schlup und droht über die linke Seite davonzuziehen. Schlup bleibt aber im Laufduell und entschärft die Situation mit einer präzisen Grätsche im Strafraum. Eine unterhaltsame Partie, allerdings ohne viele konkrete Chancen. In der ersten Hälfte leihen sich die YB-Fans das Fangesang-Pingpong aus, das an einem normalen Spieltag zwischen der Bierkurve und den Fans im Sektor C stattfindet. Statt «Schützewiese», «Schützewiese» spickt ein «Hopp YB», «Hopp YB» durch das Stadion. In der 35. Minute kommt dann die erste wirkliche Grosschance. Josten in Gelb verlädt mit einer geschickten Körpertäuschung an der rechten Strafraumgrenze ihre Gegnerin Bourma und zieht ab. Der Ball segelt Richtung rechtes oberes Eck, doch Servette-Keeperin Marcuello springt, macht sich lang und klärt den Ball hinter die Grundlinie. Es wird laut auf der Schützenwiese ‒ dabei bleibt es dann aber auch. In der Pause werfen einige Zuschauer:innen ihre Becher in die Spendencontainer. Gesammelt wird für die FCW-Frauen. |
|
|
| Mit der Schulter: Paula Serrano trifft zur Genfer Führung. (Bild: Philipp Kresnik / freshfocus) |
|
| Die zweite Halbzeit beginnt, wie die erste aufgehört hat. YB läuft an, Servette hält gekonnt dagegen. In der 50. Minute trifft dann aber der granatrote Dolch in schwarz-gelbe Herzen. Die Genferinnen erhalten einen Freistoss. Aus etwa 20 Metern bugsiert Captain Bourma die Kugel in den Fünfmeterraum. Dort läuft Serrano perfekt ein, schickt den Ball mit der Schulter ins Tor und die Romands ins Glück. Von den Bernerinnen kommt danach nichts mehr. Das grosse Aufbäumen bleibt aus. 20 Minuten vor Ende hat Simonsson sogar die Chance, den Vorsprung noch zu erhöhen. Ihr flacher Schuss rollt aber knapp am Pfosten vorbei ins Aus. Beim Abpfiff eskaliert die kleine Servette-Fansektion auf der Haupttribüne. Die «Grenats» liegen sich in den Armen, schwarz-gelb am Boden. Während «Unstoppable» von Sia aus den Stadionboxen schallt, feiern die Genferinnen den verdienten Sieg mit ihren Fans. Der neue Pokal wandert auf seiner ersten Reise wie seine Vorgänger in die Romandie. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| | | | Wiesendangen und Elsau legen Rekurs gegen Hochhaus in Neuhegi einNeuhegi wächst ‒ 4500 Einwohner:innen soll das junge Quartier bei einem Vollausbau Platz bieten. Die Erschliessung ist jedoch kompliziert. Einem Tunnel von der Autobahn her erteilte der Kanton im vergangenen Jahr eine Absage. Nun legen Wiesendangen und Elsau Rekurs gegen ein privates Bauprojekt der Swisslife ein, wie der «Landbote» berichtet. Nebst 150 Wohnungen plant die Versicherung dort rund 300 Studios für Studierende. Bereits heute bildet sich Schleichverkehr durch die Dörfer der beiden Gemeinden in Richtung Autobahn, wenn die städtischen Zubringer verstopft sind. «Die Stadt hat in Neuhegi falsch geplant und sich ihre Optionen selber verbaut. Wir sind nicht länger bereit, dass unsere Bevölkerung unter diesen Planungsfehlern leiden muss», wird Urs Borer, der Gemeindepräsident von Wiesendangen, im Text zitiert. Man habe nach der Sistierung des Tunnelprojekts kommuniziert, dass man sich gegen grössere Bauprojekte wehren würde. |
|
| | Die SKKG ist jetzt auch Saunameisterin
100’000 Objekte aus Bruno Stefaninis Kunst- und Kuriositätensammlung, 70 Wohnungen und die Büros der Immobilienverwaltung Terresta wird der Neubau der SKKG am Eulachpark einst beherbergen. Erstmal gibts dort aber eine Sauna. Das Künstler:innenkollektiv «Hotel Regina» hat sie im Design einer Tankstelle gestaltet. Offen ist sie für alle, die schwitzen möchten ab Freitag, 17. April, 18 Uhr. (Bild: Nelly Rodriguez) |
|
| | Flucht über den Balkon: Am Samstagnachmittag wagte ein Mann in Oberi den Sprung von seinem Balkon aus dem 1. Stock ‒ angeblich, weil er von zwei unbekannten Personen vor seiner Wohnungstür bedroht wurde. Die Nachbarin im Erdgeschoss alarmierte schliesslich die Polizei, wie diese am Sonntag mitteilte. Die ausgerückten Beamten fanden von den beiden Männern keine Spur. Regierungsrat setzt Mobilitätsinitiative um: Im November stimmten 56.7 Prozent der Stimmberechtigten dafür, den Städten Zürich und Winterthur die Tempohoheit auf den eigenen Hauptverkehrsachsen zu entziehen. Nachdem das Bundesgericht im Februar eine Beschwerde der Stadt Zürich abgewiesen hat, setzt der Regierungsrat die Initiative um. Die Änderungen des Strassengesetzes und der Signalisationsverordnung treten am 1. Juni in Kraft. Quartier Feld kriegt grüne Parkplätze: Ab Ende 2026 will die Stadt die engen Strassen im Veltemer Quartierteil sanieren. Im Sommer lag das Projekt auf, nun ist klar, welche Einwendungen aus der Bevölkerung berücksichtigt werden. So werden die Planer:innen etwa den Vorschlag umsetzen, alle Parkplätze mit einer Art Rasengittersteinen zu begrünen. Ausserdem gibt es ein Fahrverbot, damit das Rotlicht Bachtel- / Schaffhauserstrasse nicht mehr umfahren werden kann. Und an einer Stelle verschmälert die Stadt einen Grünstreifen, um die Zufahrt für das Gewerbe zu vereinfachen. Reto Diener tritt aus Vorstand der Grünen zurück: Das gab die Stadtpartei am Freitag bekannt. Diener habe die Partei während über 20 Jahren «massgeblich geprägt», wie es in der Mitteilung heisst. Der pensionierte Informatiker sass 17 Jahre im Stadtparlament, doch bei den Erneuerungswahlen Anfang März verloren die Grünen zwei Sitze, Diener wurde nicht wiedergewählt. Aus dem Co-Präsidium verabschiedete sich Isabelle Meier, neu gewählt wurde Ilona Molnar als Vizepräsidentin. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
| «Echoes and Highlands» – Konzert des Oratorienchors Winterthur ⌚ 17. und 18. April, 19.30 Uhr 📍 Festsaal Kirchgemeindehaus Liebesstrasse, Winterthur Ein Abend ganz im Zeichen der britischen Spätromantik: Das Konzert führt in eine warm leuchtende Klangwelt voller Gefühl, Naturbilder und feiner Melancholie. Im Zentrum steht «From the Bavarian Highlands» von Edward Elgar, eine musikalische Liebeserklärung an die bayerische Landschaft mit Anklängen an Volkslieder und Schnadahupfler. Ergänzt wird das Programm durch weitere Werke von Edward Elgar und Ralph Vaughan Williams. |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Wärmstens empfohlen: «Vrenelis Gärtli» im Kellertheater
 |
| Wenn eine Pünt, dann Vrenelis Gärtli Das Kellertheater führt in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Groupe Nous eine prächtige Eigenproduktion nach Tim Krohns Buchvorlage auf. Der Kellerraum in der Altstadt, der unter normalen Umständen schon nicht üppig daherkommt, wirkt in dieser Produktion noch einmal kleiner: Das Bühnenbild wird dominiert von einem riesigen Scheiterberg. Während Winterthurer:innen nun geneigt sein können, den zu Kleinholz zerlegten Holidi zu erkennen, repräsentiert er die Bergspitze, die dem Stück in überraschender Form den Namen leiht. Jenes Vreneli, gespielt von Annina Walt, stürmt den Raum und sucht verzweifelt einen Menschen namens Melk. Gleich zu Beginn entfaltet sich die gelungene Mischung aus Hochsprache und Ausdrücken der Glarner Mundart, die der Buchvorlage ihren Charme verleiht. Die Szenerie, über eine lange Dauer in ein gelbliches Licht gehüllt, verleiht dem Stück eine Zeitlosigkeit. Vreneli trifft bald auf das Bersiänel, gespielt von Catriona Guggenbühl, welches bereits eine Ewigkeit auf die Ewigkeit wartet. Vreneli, die ihren Platz im Leben zwischen den Moralvorstellungen der Glarner Talschaft und den Träumen eines jungen Menschen sucht, regt zum Nachdenken, Hinterfragen und zum Schwelgen in einer vergangenen, nur auf den ersten Blick einfacheren Zeit an. Die Theatermachenden um Patrick Slanzi und Jonathan Bruckmeier transportieren mit allerlei spannenden und klug inszenierten Einfällen den Stoff ins Hier und Jetzt. Dieser blumige Abend im Kellertheater hat mich wirklich verzückt. (Text: Martin Badertscher / Bild: Ingo Hoehn) Heute Montag gibt es eine Zusatzvorstellung, bei Redaktionsschluss waren noch Karten erhältlich. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| | Hilf mit, WNTI gross zu machen!
📢 Bleib dran: Folge uns auf Instagram und LinkedIn für die neuesten Updates.
🌺 Wirb bei WNTI und unterstütze unabhängigen Lokaljournalismus. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| | Falls du es noch nicht mitbekommen haben solltest. In der Nacht auf Sonntag war Zeitumstellung. Der Wintibrief kam also auch heute pünktlich um sechs Uhr morgens. Bis bald, dein WNTI-Team |
|
| |
|
|
|
| |
|