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| | Guten Morgen Heute gehen Türen zu statt auf. Eine Kindergartenklasse in Iberg muss aufs nächste Schuljahr den Standort wechseln. Und die Patient:innen des Privatspitals Lindberg müssen künftig nach Schaffhausen oder Zürich, ganz zu schweigen von den 125 Jobs, die in Winterthur verloren gehen. Warum? Das wüssten Kinder, Eltern, Ärztinnen und Patienten gerne. Du auch? Dann los!
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| 1700 Patient:innen behandelte die Klinik Lindberg pro Jahr stationär. (Bild: Swiss Medical Network) |
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| Die Privatklinik Lindberg schliesst |
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| Der Privatklinik Lindberg droht die Schliessung ‒ und den 125 Angestellten die Entlassung. Die Eigentümerin will die «Effizienz des regionalen Gesundheitssystems gezielt verbessern». von Tizian Schöni |
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| Am Freitag berichtete das Portal «Medinside» zuerst: Die Privatklinik Lindberg in Winterthur soll geschlossen werden, den stationären Betrieb will die Betreiberin Swiss Medical Network Holding AG auf zwei andere Standorte in Schaffhausen und Zürich umlagern. 125 Personen verlieren voraussichtlich ihren Job. Das Konsultationsverfahren wurde eingeleitet, die Mitarbeitenden können jetzt Vorschläge machen, inwiefern «Kündigungen vermieden» oder «ihre Folgen gemildert» werden könnten. Wer ist verantwortlich? Die Swiss Medical Holding AG gehört zu drei Vierteln der Aevis Victoria SA, einer Investmentgesellschaft aus Freiburg. Und diese wiederum zu drei Vierteln dem französischen Milliardär Michel Reybier und dem Schweizer Multimillionär Antoine Hubert. Sie verwaltet Beteiligungen im Wert von 1,9 Milliarden Franken. Und schreibt in ihrem Geschäftsbericht: «Die Swiss Medical Network Holding AG bleibt 2025 der wichtigste Wachstumstreiber.» Die Gruppe habe durch den Zukauf des Spitals Zofingen und einem Kliniknetzwerk im Tessin rund 1000 Mitarbeitende hinzugewonnen ‒ sie weist ein Umsatzwachstum von 21,7 Prozent aus, Resultat vor Steuern: 133 Millionen Franken. Der Gruppe geht es also blendend. Den Standort in Winterthur scheint sie für die exzellenten Geschäftszahlen nicht zu benötigen. Gegenüber dem «Blick» sagte eine Mitarbeiterin, sie habe schon länger das Gefühl gehabt, dass die Besitzer das Lindberg ausbluten lassen wollten. Kantonsspital will Räumlichkeiten mietenZumindest der Standort dürfte jedoch weiterhin als Gesundheitseinrichtung genutzt werden. Wie das KSW gleichentags mitteilte, möchte es die Akutgeriatrie und die Palliativpflege in den Lindberg verschieben, beide bräuchten zusätzliche Flächen. Michel Reybier und Antoine Hubert wirds freuen: Ihnen gehört über ihre Beteiligungsgesellschaft rund 30 Prozent der Immobiliengesellschaft, die das Lindberg besitzt. Du arbeitest an der Klinik Lindberg und weisst etwas, das wir wissen sollten? Schreib uns an redaktion@wnti.ch. |
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| Betroffene Eltern, darunter Stephanie Flunser-Pfister (r.) wehren sich gegen die Verlegung der Kindergartenklasse. Insgesamt unterzeichneten rund 60 Iberger:innen ihre Petition. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Eltern lancieren Petition gegen Kindergarten-Schliessung |
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| Auf das kommende Schuljahr soll die Kindergartenklasse in Iberg an einen anderen Standort verlegt werden. Das sorgt bei betroffenen Eltern und Anwohnenden für Unmut. Mit einer Petition fordern sie Transparenz und eine Überprüfung des Entscheids. von Tizian Schöni |
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| In Iberg, da steht der Kindergarten noch im Dorf. Oder genauer gesagt: Das alte Schulhaus, in dem eine Kindergartenklasse untergebracht ist. Vom Pausenplatz eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die Glarner Alpen, aber was noch wichtiger ist: Für die Iberger Kinder bedeutet der Standort bisher ein Schulweg von wenigen hundert Metern, den sie zu Fuss zurücklegen. Ab Sommer wird sich das ändern: «Der Kindergarten Iberg wird auf Beginn des kommenden Schuljahres nicht mehr weitergeführt», heisst es in einem Schreiben der Leitung Bildung an die Eltern vom März. Grund dafür seien zu tiefe Schülerzahlen. |
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| Die vier Schulstandorte der Schule Aussenwachten. (Grafik: WNTI) |
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| Iberg gehört mit weiteren Dörfchen und Weilern zum Einzugsgebiet der Schule Aussenwachten, die vier verschiedene Standorte betreibt: Das Schulhaus in Eidberg, das Schulhaus «Weierweid» und das alte Schulhaus Iberg, in dem der nun von der Auflösung betroffene Kindergarten untergebracht ist. Und den Kindergarten in der nahegelegenen Siedlung Weierhöhe. In diesem werden heute bereits zwei Klassen geführt. In sie soll die Iberger Klasse nun integriert werden. Für eine Gruppe von rund 60 Iberger:innen ist das nicht nachvollziehbar. Sie haben bei der Stadt eine Petition eingereicht, in der sie «eine Überprüfung des Entscheids sowie mehr Transparenz hinsichtlich der zugrunde liegenden Zahlen» fordern. «Uns fehlen die klaren Argumente, die zu diesem Entscheid geführt haben», sagt Stephanie Flunser-Pfister, die selbst ein Kind in der betroffenen Kindergarten-Klasse hat und für die Gruppe spricht. Tatsächlich wurden in dem Schreiben der Leiterin Bildung an die Eltern keinerlei Zahlen genannt. Auch wie die Räumlichkeiten weiter genutzt werden sollen, ist nicht bekannt. Wie die Stadt auf Anfrage gegenüber WNTI bekanntgibt, rechnet sie im kommenden Schuljahr mit insgesamt 41 Kindern im Kindergarten der Schule Aussenwachten, davon 17 im ersten, 24 im zweiten oder dritten Kindergarten. Aus Sicht der Verwaltung zu wenige für drei Klassen. Aber warum wird nicht sowohl in Iberg als auch am Standort Weierhöhe eine Klasse weitergeführt? Laut Auskunft von Schulpflegepräsidentin und Stadträtin Martina Blum erhofft man sich organisatorische Vorteile: «Zwei Klassen am gleichen Standort ermöglichen eine engere Zusammenarbeit der Lehrpersonen, eine bessere Abstimmung im Alltag und eine insgesamt tragfähige Organisation.» Um den Schulweg bewältigbar zu machen, werde ein Schulbustransport angeboten. |
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| | «Es kann nicht sein, dass eine Turnstunde ausfällt, weil der Bus nicht kommt.» Stephanie Flunser-Pfister, Petitionärin |
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| Genau diesen sehen die Eltern kritisch. Man habe in der Schule Aussenwachten schlechte Erfahrungen gemacht. «Erst kürzlich fiel eine Turnstunde aus, weil der Bus, der die Kinder in die Turnhalle Büelwiesen bringen sollte, einfach nicht kam», sagt Flunser-Pfister. Auch im Stadtparlament war dies kürzlich Thema. In der Fragestunde vom März sagte Jan Fehr (FDP), es seien «erneut Stimmen zu hören, wonach Service und Zuverlässigkeit nachlassen.» Martina Blum antwortete, man habe mit Eurobus Welti-Furrer anfangs tatsächlich Mühe gehabt, mittlerweile funktioniere die Lösung jedoch «zuverlässig». Erst kürzlich erhielt der Transportdienstleister den Auftrag im Wert von 18 Millionen Franken erneut bis 2029 zugeschlagen.
«Mit dem Umstieg auf den Schulbus im Kindergartenalter wird den Kindern ein wichtiges Entwicklungs- und Lernfeld genommen», findet Stephanie Flunser-Pfister. Gemeinsam und zu Fuss in die Schule zu gehen, fördere die Selbstständigkeit der Kinder. Und nicht zuletzt sei der Kindergarten ein zentraler Treffpunkt im Quartier. Deshalb hätten sich auch Anwohnende der Petition angeschlossen. Immerhin: Einen Verlust des Schulstandorts als Ganzes müssen die Iberger:innen nicht befürchten. Langfristig will die Stadt in Iberg ein neues Schulhaus bauen und die ganze Schule Aussenwachten dort zusammenziehen. Das alte Schulhaus soll dann als Kindergarten und für die schulergänzende Betreuung genutzt werden. Die heutigen Kindgärtler:innen werden das nicht mehr erleben. Die Verwaltung rechnet frühestens 2030 mit dem Gebäude. |
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| «Echoes and Highlands» – Konzert des Oratorienchors Winterthur Schon Pläne für Freitag oder Samstag? Lass dich verzaubern: Ein Abend voller britischer Spätromantik, warmer Klangfarben und feiner Melancholie. Im Zentrum: Elgars From the Bavarian Highlands, eine musikalische Liebeserklärung an die bayerische Landschaft. Der Oratorienchor Winterthur freut sich auf dich! 📅 17. und 18. April, 19.30 Uhr 📍 Festsaal Kirchgemeindehaus Liebesstrasse, Winterthur |
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| | | Kita erhielt schon früher Hinweise auf MissbrauchsfälleMutmasslich sieben Kinder soll ein heute 33-Jähriger in einer Winterthurer Kita sexuell missbraucht haben, bevor er im Sommer 2022 entlassen und angezeigt wurde. Trotzdem konnte der Mann unbehelligt in eine Kita nach Bern wechseln und dort weitere Sexualdelikte an Kindern begehen. Nun schreibt die NZZ am Sonntag, die Kita in Winterthur habe bereits im Oktober 2020 die Warnung einer Mutter erhalten, deren Tochter zu Hause von einem Übergriff erzählt hatte. Also rund zwei Jahre vor der Entlassung. Zudem habe es einen zweiten Hinweis gegeben. Konfrontiert mit der Recherche teilte die Dachorganisation der betroffenen Kita schriftlich mit, es handle sich um «völlig neue Sachverhalte, die den heutigen Verantwortlichen komplett neu» seien. |
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| | Nicolas Galladé schielt auf den Regierungsrat: 2027 wählt der Kanton Zürich seine Regierung neu. Weil Jacqueline Fehr (SP) im Januar bekanntgab, nicht mehr anzutreten, sucht die Partei nach einer Kandidat:in. Nun bringt sich der Winterthurer Sozialvorsteher Nicolas Galladé in Stellung. «Ja, ich bin interessiert», sagte er dem «Landboten» und der Findungskommission. Sophie Haslinger übernimmt Direktion des Fotomuseums: Die 40-jährige Kuratorin folgt im August auf Nadine Wietlisbach, wie das Museum am Freitag bekanntgab. Zuvor war sie Kuratorin am Kunsthaus Wien und für das Fotofestival Foto Wien tätig gewesen. Neue Migros an der Tösstalstrasse: Am Donnerstag eröffnet die neue Migros-Filiale an der Tösstalstrasse 139. Die «Migros Mattenbach» wird zehn Mitarbeitende beschäftigen. Zuvor war auf dem 440 Quadratmeter-Ladengeschäft ein Spar eingemietet gewesen. Birdlife Töss-Tössfeld bereits gegen 100 Mitglieder: Erst im September war der neue Naturschutzverein gegründet worden. Nun berichtet der «Tössemer», dass Birdlife Töss-Tössfeld nach seiner ersten GV schon gegen 100 Mitglieder zähle. |
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| Die Villa Wolfer steht zum Verkauf
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| Welches Haus du auch noch kaufen könntest So sehr suchen Winterthurer:innen nach Eigenheimen, dass sogar Zeitungsredaktionen anfangen, Immobilienwerbung zu übernehmen. Den Trend greifen wir auf: Die Villa Wolfer-Sulzer steht für 8,5 Millionen Franken zum Verkauf. Weshalb sich das aktuelle Besitzerpaar Beatrice und Herwig Waldenberger vom 10’000 Quadratmeter-Anwesen trennen wollen, geben sie auf Anfrage nicht bekannt. Sie hatten die Villa 2020 erworben und an Wochenenden ein öffentliches Café betrieben, dieses aber vor zwei Jahren wegen des zu grossen Andrangs wieder geschlossen. Zuvor hatte das «Haus zur Eichholtern» mit seinen 18 Zimmern dem Kanton gehört, der darin ein Studierendenwohnheim untergebracht hatte. Erbaut wurde es vor exakt 100 Jahren für Lucie und Heinrich Sulzer, letzterer hatte in die reiche Industriellenfamilie eingeheiratet. |
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| | | Am Freitag haben wir unser Büro für einen Nachmittag auf die Steibi gezügelt. Und waren überwältigt von euren Besuchen, den bestärkenden Worten, dem vorbeigebrachten Prosecco und Kuchen. Und dann hat uns sogar noch der «Landbote» interviewt. Wir starten aufgetankt ins zweite Jahr ‒ danke Winti! Tizian |
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