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| | Guten Morgen ☀️ Neue Woche, neues Glück und … eine neue Brücke! Tizian und Linus haben diese ganz genau unter die Lupe genommen und unter anderem mit dem ersten Velofahrer gesprochen, der über die Leonie-Moser-Brücke gefahren ist. Wieso dieser dabei abgestiegen ist, liest du im Text von Tizian.
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| Am Samstag war die Leonie Moser-Brücke das erste Mal für die Bevölkerung geöffnet. (Bild: Linus Fischer) |
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| Die Leonie-Moser-Brücke ist eröffnet |
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| Die grösste Brücke Winterthurs verbindet seit diesem Wochenende drei Quartiere. Geladene Gäste durften sie bereits am Freitag besichtigen, am Samstag tummelte sich die Bevölkerung auf dem Bauwerk. von Tizian Schöni |
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| Noch als die letzten VIP’s am Freitagabend hinunterspazierten, bog der erste Velofahrer von der St. Gallerstrasse auf die breite Fahrbahn der Leonie-Moser-Brücke ein. Doch nach wenigen Metern steigt er ab ‒ trotz Elektromotor. «Ich finde es ein bisschen steil», sagt er. Das wäre Wasser auf die Mühlen der Gegner:innen des Projekts. Noch Ende August hatte Manuel Zanoni, Vizepräsident der Winterthurer SVP, in der «Winterthurer Zeitung» geschrieben, die Brücke sei «für viele Velofahrer zu steil». Und WNTI-Lesenden war bis vor kurzem nicht klar, ob die Überfahrt per Velo überhaupt erlaubt sei. Tatsächlich ist es erlaubt. Steil bleibt es aber auch. Auf der Südrampe sind es statt der empfohlenen Neigung von sechs Prozent 9,3. Unbefahrbar? Keineswegs, wie unser Praxistest am Freitag zeigt. Zwar kommt man etwas ins Schnaufen, aber die Aussicht auf die umliegenden Quartiere ist es wert. |
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| Geladene Gäste durften die Brücke am Freitag besichtigen. V.l.: Alt-Stadtpräsident Michael Künzle, Bauvorsteherin Christa Meier, Regierungsrätin Carmen Walker Späh, Vorsteherin der Technischen Betriebe Martina Blum. (Bild: Linus Fischer) |
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| Das 71-Millionen-Franken-Bauwerk bietet aber mehr als eine neue Veloroute zwischen Stadtzentrum und Neuhegi. «Wir entlasten den Hauptbahnhof mit einer zweiten Drehscheibe», sagt Regierungsrätin Carmen Walker-Späh in ihrer Festrede. Und schiebt nach: «Ihr richtiges Potenzial wird die Brücke erst entfalten, wenn die Haltestelle Grüze Nord kommt». Sie steht derzeit auf der Kippe: Der Bund liess im vergangenen Jahr alle grossen Verkehrsinfrastrukturprojekte neu priorisieren, «Grüze Nord» droht von der Liste zu fallen. Auch für das innerstädtische ÖV-Netz ist es ein historischer Schritt: «In der 128-jährigen Geschichte von Stadtbus ist der Bahnhof Grüze erstmals ans Busnetz angeschlossen», erinnerte Stadträtin Christa Meier, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Martina Blum (Grüne) sprach. «So eine Brücke, die bauen wir nicht für uns, sondern für kommende Generationen», sagte letztere. Bereits ab 2030 rechnen die SBB mit rund 12’000 Personenbewegungen am Bahnhof Grüze pro Tag. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es an Werktagen 2300 gewesen.
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| Die einzige Brücke der Schweiz, die nach einer historischen Frauenfigur benannt ist. (Bild: Linus Fischer) |
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| Die einzige Brücke mit FrauennameZur Feier des Tages überfährt der erste Stadtbus am Freitag die mit knapp 400 Metern längste Brücke Winterthurs. Er wird anschliessend auf den Namen «Grüze» getauft. Diese Ehre hätte ebenfalls Leonie Moser zuteilwerden sollen, finden danach zwei Festbesucherinnen. Nach der Röntgenkrankenschwester ist das Bauwerk selbst benannt. Die Querung ist damit die einzige Brücke in der ganzen Schweiz, die nach einer historischen Frauenfigur benannt ist. Der Verein Frauenstadtrundgang Winterthur hat dafür extra eine Liste des Bundesamts für Landestopografie (Swisstopo) durchforstet. Stadtbus liess zudem Modelle des «Grüze»-Bus anfertigen, die am Freitag an die anwesenden VIP’s abgegeben wurden. An der öffentlichen Einweihung standen die Miniaturen dann für 40 Franken zum Verkauf. «Ein Sammler ist dafür extra aus dem Tessin angereist», sagt der Kommunikationsverantwortliche von Stadtbus, Matthias Gerth. Manche hätten auch acht Stück gekauft.
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| Das Stadtmodell mit künftigen (möglichen) Bauten: Links im Bild in weiss das Gelatine-Areal und das Leonie Moser-Sekundarschulhaus, ganz rechts das Alterszentrum «Oase». (Bild: Linus Fischer) |
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| | Entwicklungsschub für das QuartierWenn die Leonie-Moser-Brücke am 13. Dezember für den Verkehr geöffnet wird, sind bisher von der Stadt abgeschnittene Gebiete auf einen Schlag bestens erschlossen. Das bietet Potenzial für neue Bauten ‒ Ideen dafür konnten am Stadtmodell besichtigt werden. Konkret geplant sind zum Beispiel das Leonie Moser-Sekundarschulhaus auf einer Brache direkt neben der Brücke oder das Alterszentrum «Oase». Viele Flächen würden noch bis «Ende der 2030er-Jahre» brach liegen, ist auf einem Infoplakat zu erfahren. Was wiederum Potenzial für Zwischennutzungen eröffnet.
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| Steigung kein Problem: 4,91 Sekunden war der Rekord beim Leonie-Moser-Sprint. (Bild: Linus Fischer) |
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| Am Samstag ist die Brücke rappelvoll mit Kindern, die den «Leonie-Moser-Sprint» auf der Südrampe versuchen, Senioren, die in der Trafostation unter dem Bauwerk über Hochspannung fachsimpeln und Quartierbewohnerinnen, die sich neugierig über die Geländer beugen. Ein Dorfplatz in luftiger Höhe ‒ auf dem sich schon bald Fussgängerinnen, Velofahrer und Busse tummeln werden. |
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| | | | Klimastreik meldet sich zurückAm Freitagnachmittag nahmen etwa 90 Menschen am «Hitzestreik» in der Steinberggasse teil. Organisiert wurde dieser vom Klimastreik Winterthur, der damit erstmals seit 2022 wieder eine solche Kundgebung durchführte. Unter dem Motto «Wasser für Menschen und nicht für Datenzentren» wurde mit Musik, Reden und Aktionen auf die Klimakrise aufmerksam gemacht. Samuel, einer der Organisatoren, betonte, das Thema sei nach wie vor sehr wichtig und interessiere viele junge Menschen, die sich stärker fürs Klima engagieren wollen. |
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| | Bei rund 30 Grad versammelten sich Jugendliche am Freitagnachmittag in der Steinberggasse zum «Hitzestreik». (Bild: Yvonne Samsarova) |
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| | Weitere Kurz-News
FCW feiert klaren Heimsieg: Der FC Winterthur hat am Freitagabend auf der Schützenwiese mit 4:0 gegen Neuchâtel Xamax gewonnen. Brian Beyer brachte den FCW mit einem sehenswerten Volley in Führung, Théo Golliard und Luca Zuffi erhöhten noch vor der Pause per Penalty auf 3:0. Elias Maluvunu sorgte in der Schlussphase für den Endstand. Mit 7300 Zuschauer:innen wurde zudem ein neuer Saisonrekord aufgestellt. Der FCW steht damit vorerst auf Platz zwei der Challenge League.
Winterthurer Turnvereine holen 21 Podestplätze: Rund 1900 Kinder und Jugendliche traten am Samstag beim Jugendwettkampf des Turn-, Spiel- und Stafettentags im Sportpark Deutweg gegeneinander an. In Disziplinen wie Seilziehen, Springseilen, Ballwurf und Hindernislauf waren auch die Winterthurer Turnvereine erfolgreich: Insgesamt holten Oberi, Pflanzschule, Seen und Veltheim 21 Podestplätze, wie es in einer Mediemitteilung heisst. Schlosstalstrasse wird saniert – Tempo 50 bleibt: Die Schlosstalstrasse zwischen der A1-Autobahnbrücke und dem Aldi soll saniert und aufgewertet werden, wie die Stadt mitteilt. Vorgesehen sind unter anderem breitere Velostreifen und Trottoirs sowie zusätzliche Bäume, wie die Stadt in ihrer Medienmitteilung schreibt. Auf Tempo 30 verzichtet die Stadt, die Strasse soll weiterhin mit 50 km/h befahren werden. Das rund sieben Millionen Franken teure Projekt liegt während 30 Tagen öffentlich auf. Ein Baubeginn wäre frühestens im Frühjahr 2028 möglich. Stadtrat empfiehlt Nein zum Lehrpersonalgesetz: Der Stadtrat empfiehlt, die Änderung des kantonalen Lehrpersonalgesetzes am 27. September abzulehnen. Bei einer Annahme rechnet die Stadt mit jährlichen Mehrkosten von 5,4 Millionen Franken, wie sie in ihrer Medienmitteilung schreibt. Insgesamt würde die Gesetzesänderung den Zürcher Gemeinden rund 80 Prozent der erwarteten Mehrkosten von 83 Millionen Franken aufbürden. Der Stadtrat unterstützte zwar eine Entlastung der Lehrpersonen, hält die geplante Regelung aber für finanziell nicht tragbar. Grüne fordern dauerhafte Nachtzüge ab Winterthur: Wegen Bauarbeiten verkehren internationale Nachtzüge noch bis zum 14. Oktober über Winterthur und St.Gallen und bieten direkte Verbindungen unter anderem nach Wien, Budapest, Ljubljana und Zagreb. Die Grünen Winterthur gaben am Freitag bekannt, dass sie gemeinsam mit den Grünen Stadt und Region St. Gallen in einer Petition einen dauerhaften Anschluss Winterthurs an das europäische Nachtzugnetz fordern. Die Reithalle bleibt weiterhin geschlossen: Die Reithalle bleibt aus Sicherheitsgründen weiterhin geschlossen, wie der Kavallerieverein Winterthur auf seiner Seite schreibt. Beim schweren Sturm vom 28. August wurde das Dach beschädigt. Über der Reiterstube sei inzwischen ein provisorisches Notdach errichtet worden. Auch für die Reithalle sei ein solches geplant. Wann die Halle wieder geöffnet werden könne, sei derzeit noch unklar. Der Sandplatz könne weiterhin genutzt werden. Auf der Suche nach den Göttern von Winterthur: Sato Code hat ein neues Escape Game in Winterthur lanciert: «The Gods of Winterthur». Die Spieler:innen begeben sich dabei auf eine Mission durch die Stadt und suchen an verschiedenen realen Orten nach fünf sagenumwobenen Göttern, die den Geist Winterthurs geprägt haben sollen. Begleitet werden die Teams dabei von Beni Thurnheer, der als «Hüter von Winterthur» durch das Spiel führt. |
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| ALLES IST GROSS In «Alles ist gross» erzählt Zsuzsa Bánk von einem Mann, der unentbehrlich ist und doch unsichtbar sein soll: Dem Grabmacher. Mit Genauigkeit und Wärme zoomt das Stück auf ein einzelnes Leben und stellt dabei fundamentale Fragen: Wann ist ein Leben «richtig» gelebt? Und warum suchen wir angesichts des Todes nach Zeichen, Ordnung und Sinnhaftigkeit in unserem Leben, das doch letztlich so klein erscheint? Ein Theaterabend über Abschied, Menschlichkeit und die grosse Kunst, das Leben zu feiern. Laufzeit: 25. September – 27. November 2026. |
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| Warum heisst Seen Seen?
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| Warum heisst Seen Seen? Eine Person hat uns gefragt, warum Seen so heisse, wenn es dort gar keinen See gäbe.
Gioia hat im Artikel über den möglichen See in Seen geschrieben, der Name komme vom Wort «Sehen». Das «Winterthur Glossar» schreibt, dass der Ort Seen erstmals als «Sehaim» auftauche. Am 28. August im Jahr 774 in einer Schenkungsurkunde. Dort hat der Grossgrundbesitzer Bitgaer den Winterthurer Stadtteil – mir nichts, dir nichts – dem Kloster St. Gallen geschenkt. Der Name «Sehaim» hat sich über die Jahrhunderte immer weiter abgewandelt. So las man bald schon von «Seheim», dann «Sechen», dann «Sehen» und schlussendlich «Seen». Im Buch «Die wahre Bedeutung unserer Ortsnamen» entschlüsselt der Autor solche, indem er sie aus dem Keltischen übersetzt. Auch in diesem Buch geht Seen auch auf Sehaim zurück. Der Autor übersetzt dabei Sehaim mit: «Heim im Flussbogen». Meiner Meinung nach ganz schön viele Blumen für den Mattenbach. (mm) |
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| | | Heute ist es etwas leerer im Büro, denn Mattia (mm) startet diese Woche wieder mit seinem Studium. Wir danken Mattia für seinen tollen Einsatz und freuen uns, wenn er demnächst auf einen Kafi vorbeikommt. :)
Ich hoffe, du konntest deinen Montagskaffee schon geniessen, Yvonne ☕ |
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