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Guten Morgen! Vielleicht liest du den Wintibrief gerade im Zug zur Arbeit. Dann gehörst du zu den 150’000 Pendler:innen, die den Bahnhof Winterthur täglich nutzen. 2050 werden es 180’000 sein – doch dafür ist der heutige Bahnhof zu klein. Der Verein «Unser Bahnhof Winterthur» will den Bahnhof mitprägen. Und stellt zu seinem fünften Geburtstag drei spektakuläre Planungsideen vor.
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| In Zukunft könnte es in Winti ein paar Hochhäuser mehr haben. (Bild: Linus Fischer) |
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Drei spektakuläre Planungsideen zum fünften Geburtstag |
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Vor fünf Jahren wurde der Verein «Unser Bahnhof Winterthur» gegründet, um die Anforderungen der Winterthurer:innen an ihren Bahnhof einbringen zu können. Am Dienstag feierte der Verein Geburtstag und sprach über Trams, Hochhäuser, fliegende Velowege. von Linus Fischer |
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«Es ist nie eine gute Idee einen Architekten über etwas, was ihn fasziniert, vortragen zu lassen», sagte Raphael Perroulaz etwa in der Hälfte seines Vortrags, nachdem er bereits sein 15-minütiges Kontingent aufgebraucht hatte. Er und drei weitere Winterthurer Architekten und Stadtplaner wurden vom Verein «Unser Bahnhof Winterthur» zum fünften Geburtstag eingeladen. Der − wie sie sich selbst nennen ‒ Quartierverein entstand aus dem Ballungsraum des Forums Architektur, um sich in die Bahnhofsplanung einzubringen. Wie sich der Bahnhof entwickeln könnte, zeichnet der Verein an regelmässigen Anlässen und Echoräumen (WNTI berichtete) auf. Der grosse Traum: Ein Tiefbahnhof, so wie ihn Luzern erhalten soll. Zum fünften Geburtstag sei es wichtig, nach vorne zu schauen, sagte das Co-Präsidium am Dienstagabend. |
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| Architekt und Stadtparlamentarier Raphael Perroulaz (FDP) mag schwarze Präsentationen. Dann müssen halt die Lichter ausgeschaltet werden, damit auch alles sichtbar wird. (Bild: Linus Fischer) |
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Denn: Winterthur wächst. Bis 2050 wird die Bevölkerung auf rund 155’000 Personen ansteigen und der Winterthurer Hauptbahnhof muss laut Prognosen 180’000 Pendler:innen auf die Schienen bringen. Damit in der Stadt 30’000 mehr Menschen Wohnraum finden, gibt es für Raphael Peroullaz (FDP) nur eine Lösung: konsequentes Verdichten am richtigen Ort. Ungenutztes Potenzial sieht Perroulaz beispielsweise rund um die heutige Tankstelle an der Zürcherstrasse. Seine Vision für eine Mischnutzung von Arbeitsplätzen sowie Wohnraum im 123 Meter hohen Hochhaus hat er detailliert nachgezeichnet. |
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| Die Vision von Raphael Perroulaz: Hunderte Menschen würden auf dem überbauten Areal bei der heutigen Migrolino-Tankstelle wohnen können. (Bild: zvg) |
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Die Verdichtung an der Zürcherstrasse hätte jedoch verkehrstechnische Folgen: Circa 800 Neuzuzüger:innen müssten im bereits gut ausgelasteten Bussystem Platz finden. Wie einige Stadtparlamentarier:innen, träumt auch der eingeladene Verkehrsplaner Claudio Büchel von der Entlastung durch eine Tramlinie. Ab einer Frequenz von einem Bus alle fünf Minuten je Richtung sei ein Tram nämlich effizienter. Oder noch besser: Light-Rail, etwas zwischen einem Tram und einem Thurbo-Zug. Seine Idee wäre ein Tram, das nach der Stadtgrenze als Regionalzug weiterfährt, zum Beispiel von Seen bis nach Wila. In der Stadtplanung sei alles darauf ausgelegt, Wege um und über Gleise zu finden, sagt der Architekt Elias Leimbacher. Dabei könnten die Gleisräume auch genutzt werden. Nach Hochhäusern und Light-Rails präsentierte Leimbacher die Idee einer Highline. Wie die ähnliche Konstruktion am Bahnhof Stadelhofen könnte über den Gleisen ein Veloweg von Spital bis Wylandbrücke die Quartiere längs zum Bahnhof, wie Töss, Rychenberg und Veltheim, miteinander und dem Bahnhof verbinden. Das heutige Bahnhofparking könnte zum Veloparkplatz umgebaut werden. |
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| Leimbach findet, man könne eigentlich gleich ein ganzes Gebäude aus der Highline machen, so könnten Wohnraum, Schatten und Windzirkulation geschaffen werden. (Bild: Linus Fischer) |
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| «Im Umfeld des Bahnhofs hat man die härtesten Mitspieler.» Stefan Kurath, Architekt und ZHAW-Dozent |
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«Im Umfeld des Bahnhofs hat man die härtesten Mitspieler», sagte ZHAW-Dozent Stefan Kurath zu Beginn des Anlasses. Wenn die ÖV-Betreiber etwas nicht wollen, dann geschehe auch nichts. Es gebe schlicht kein Argument gegen das nationale Interesse der SBB. Viele im Saal wissen, dass die Umsetzung einer High-Line oder eines Trams sehr schwierig werden könnte. Und trotzdem liefern solche Ideen Gedankenanstösse, wie der Gleisraum zukünftig genutzt werden könnte. |
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| «Dächer wie nach einem Bombenanschlag» schrieb ein Leser zu diesem Bild einer PV-Anlage in Veltheim. (Bild: zvg) |
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Nach Hagel: jede fünfte Schadensmeldung aus Winterthur |
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Die Gebäudeversicherung spricht vom grössten Einzelereignis in ihrer Geschichte, die Swiss Re schätzt eine Schadenssumme in Milliardenhöhe. Und der Regierungsrat hält das Ereignis für kaum vorhersehbar. von Tizian Schöni |
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1,7 Milliarden Franken betragen die geschätzten Schäden an Autos, Gebäuden, PV-Anlagen und landwirtschaftlichen Kulturen, die das Hagelgewitter vom 28. August in Teilen des Mittellandes verursacht hat. Das sagten Verantwortliche des Rückversicherers Swiss Re im Rahmen einer Tagung, wie die Nachrichtenagentur awp berichtete. Davon seien 800 Millionen Franken alleine auf die Schäden an Fahrzeugen zurückzuführen. Wie gross das Ausmass in Winterthur war, lassen Zahlen der Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) erahnen: 4827 Schadenmeldungen zählte sie auf Stadtgebiet. Das geht aus einer Präsentation für Kund:innen hervor. Insgesamt erhielt die GVZ rund 20’000 Schadensmeldungen ‒ damit stammt jede fünfte aus Winterthur. Weil die Schätzungen noch liefen, könne man sich zu konkreten Beträgen noch nicht äussern, schreibt eine Sprecherin auf Anfrage. Die Anfang September genannten 200 Millionen Franken dürften mittlerweile weit übertroffen sein. Die GVZ spricht vom «grössten Einzelereignis seit der Gründung 1808». Man habe 20 zusätzliche Mitarbeitende eingestellt, um die Fälle zu bearbeiten. |
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Kantonsrat fordert frühere Alarmierung
«Eine frühere Warnung hätte sowohl Sach- als auch Personenschäden reduzieren können», schrieben der Neftenbacher Kantonsrat Urs Wegmann (SVP) und weitere Unterzeichnende in einer Anfrage an den Regierungsrat. Darunter waren auch fünf Kantonsrät:innen von Mitte, EVP, Grünen, SP und AL aus Winterthur. Sie kritisierten, dass die Alarmierung über die Alertswiss-App von Bund und Kantonen viele Bürger:innen zu spät erreicht habe. Eine «hochdynamische» Gewitterzelle wie jene Ende August zeige die Grenzen der Vorhersagbarkeit auf, schrieb der Regierungsrat in seiner Antwort. Entsprechende Warnungen ‒ etwa von Meteo Schweiz ‒ hätten bestanden. Die Alertswiss-App sei für kurzfristige Alarmierungen nicht geeignet. |
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| Spätschicht «Behind the Scenes» im Technorama Blick hinter die Kulissen am 30. Oktober ab 17 Uhr Bei der Spätschicht «Behind the Scenes», öffnen sich Türen, die sonst geschlossen sind. Auf exklusiven, geführten Touren geht es in Werkstätten, Entwicklungsbereiche und Büros. Begegnet den Menschen hinter dem Technorama und erfahrt aus erster Hand, wie dieser einzigartige Ort funktioniert. Danach: After-Work-Party! |
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| | SBB-App ghostete alle StadtbusseAm Dienstagabend staunten viele nicht schlecht, die auf dem Nachhauseweg auf einen Stadtbus wechseln wollte: Jeder einzelne Bus schien gestrichen zu sein. Keine Begründung und keine andere Lösung zeigte das SBB-App dazu an. Auf Anfrage teilt die SBB mit, dass es bei einem Update der App zu einer Störung gekommen sei. Diese habe dazu geführt, dass «der Nahverkehr als Ausfall gemeldet wurde». Eigentlich halb so schlimm, denn: Wer der App nicht traute, merkte schnell, dass alle Stadtbusse normal unterwegs waren. |
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| | Direktorin des Naturmuseums tritt zurück: Daniela Zingg verlässt das Naturmuseum und geht frühzeitig in Pension, wie sie auf Anfrage bestätigt. Die Winterthurer Biologin startete ihre Karriere am Naturmuseum bereits 1996, wurde 2016 Direktorin und verlässt das Museum nun zehn Jahre später. Ihre Nachfolge sei noch völlig offen und werde zu gegebenem Zeitpunkt kommuniziert. Stadtpolizei stellt 220 Gramm Heroin sicher: Am Dienstagnachmittag kontrollierten Fahnder der Stadtpolizei Winterthur einen jungen Mann und stellten fest, dass dieser 10 Gramm Kokain dabei hatte. Daraufhin wurde er verhaftet und von der Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung angeordnet, schreibt die Stadtpolizei. Dabei wurden 220 Gramm Heroin, 30 Gramm Kokain und Bargeld von mehreren tausend Franken gefunden. Die Stadtpolizei Winterthur ermittelt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland weiter. |
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Winti weiss...dass ein Tram in der Stadt nichts Neues ist.
 | … dass ein Tram in der Stadt nichts Neues ist. Nicht nur, weil Parlamentarier:innen in regelmässigen Abständen ihren Wunsch nach einem Winti-Tram äussern (wir berichteten), sondern auch, weil es eine lange Zeit mehrere Tramlinien gab in unserer Stadt. Ab 1898 fuhr ein Tram nach Töss, bald folgten weitere Linien nach Seen, Wülflingen und Oberwinterthur. Eine Einzelfahrt kostete in den Anfangsjahren 10 Rappen und fuhr alle zehn Minuten. In den 1930er Jahren überlegte sich die Stadt eine Erweiterung des Liniennetzes zum Friedhof Rosenberg – und liess es dann zugunsten des aufkommenden Trolleybusses sein. Ab 1951 verschwanden die Tramgleise und sind bis heute nicht zurückgekehrt. |
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| Der Bahnplatz mit Trams im Jahr 1916. (Bild: Sammlung Winterthur) |
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Ich weiss ja nicht, ob ich ein Tram in Winti will. In Zürich werde ich nämlich immer fast überfahren… In den 1930er Jahren hat sich die hiesige Stimmbevölkerung damals gegen das Tram und für die Trolleybusse entschieden. Und du, bist du Pro-Tram oder Pro-Bus? Bis bald und hebs guet, Gioia |
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