|
|
Gumo! Theater machen können wir alle. Manche professionell, manche, weil sie nicht anders können, und nochmals andere, weil es einfach Spass macht. Letztere finden sich auf der Laienbühne Römerhof, dem Amateur-Theater aus Oberwinterthur. Dieses lädt am 5. Oktober zur offenen Probe ein. Und: Im Inneren Lind gibt es neuen Schulraum. |
|
|
|
| Noch ist die Bühne spärlich möbliert. Bis zur Premiere am 7. November wird sich das geändert haben. (Bild: Sebastian Galli) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Laientheater zwischen Bühne und Spaghettiplausch |
|
|
Die Laienbühne Römerhof aus Oberwinterthur bringt seit 45 Jahren jährlich ein neues Stück auf die Bühne. Doch im Verein geht es um mehr als nur die Bretter. Am 5. Oktober öffnet die Laienbühne für eine offene Probe ihre Vorhänge. von Sebastian Galli |
|
|
«Brügger kommt von rechts auf die Bühne und setzt sich aufs Bett.» Regieanweisungen im kirchlichen Begegnungszentrum Oberwinterthur. Von den rund 300 Vereinsmitgliedern der Laienbühne Römerhof sind an diesem Dienstagabend nur acht vor Ort. «Die meisten sind auch nur Passivmitglieder», sagt Andri Heeb, Vorstandsmitglied des Vereins. Knapp 40 würden sich an der jährlichen Theaterproduktion beteiligen, zwölf bis 14 als Darsteller:innen. «Früher haben wir zuerst das Stück ausgewählt und dann Darsteller dafür gesucht», sagt Heeb. «Heute schauen wir zuerst, wie viele mitmachen wollen. Dann suchen wir ein Stück, das passt.» |
|
|
| Michel Carruzzo und Andri Heeb sind beide seit 14 Jahren Teil des Vereins. (Bild: Sebastian Galli) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Heeb ist seit 14 Jahren im Verein engagiert. Lange sei er der Jüngste gewesen, sagt der 43‑Jährige. «Wir haben ein kleines Nachwuchsproblem.» Das sei einer der Gründe, weshalb die Laienbühne Römerhof am 5. Oktober zum zweiten Mal eine offene Probe veranstalte. «An solchen Proben können wir neue Leute für die Bühne begeistern», sagt Heeb. Bei der letzen hätten sie zwei neue Mitglieder gewinnen können. Auch für die Schauspieler:innen seien solche offenen Proben eine gute Gelegenheit, einen Eindruck davon zu erhalten, wie das Stück beim Publikum ankomme. «Auch wenn es jetzt natürlich zu spät wäre, es zu wechseln», fügt Heeb hinzu.
Seit 1980 führt die Laienbühne Römerhof jedes Jahr ein Theaterstück auf. Es sind eigentlich immer Komödien. «Es sind teils rechte Schenkelklopfer», sagt Michel Carruzzo, Regisseur und Vorstandsmitglied. Anderes sei beim Publikum auf wenig Resonanz gestossen. Und das kommt auch rund 45 Jahre später noch immer zahlreich. 1200 Zuschauer:innen über acht Vorstellungen. Auch der ehemalige Stadtpräsident Mike Künzle sei ein treuer Gast gewesen, sagt der Regisseur. Und fügt schmunzelnd hinzu: «Jetzt, wo er wieder Zeit hat, könnte er eigentlich mal mitmachen.» |
|
|
| Schon in den 80er-Jahren brachte die Laienbühne Römerhof Mundart-Theater wie «D Langfingerzunft» auf die Bühne. (Bild: zvg) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Carruzzo macht seit über 35 Jahren Theater, teils auch zusammen mit professionellen Schauspieler:innen. Dabei habe er einiges gelernt, das nun bei den Produktionen der Laienbühne Römerhof helfe. Das sei auch der Hauptgrund, weshalb er die Regie übernommen habe. Auf der Bühne steht er trotzdem auch selbst. Die Stücke werden in der Tradition des Schweizer Laientheaters auf Mundart aufgeführt. Sehr zum Leidwesen des Westschweizers. «Wir haben uns schon oft zusammen über den einen oder anderen Versprecher von mir amüsiert.» Die Stimmung während der Proben sei ohnehin immer gut. Carruzzo und Heeb sind sich einig: Der Austausch untereinander sei genauso wichtig wie auf der Bühne zu stehen. Diesen Austausch pflegen die Vereinsmitglieder auch ausserhalb des Theatersaals rege. Unter dem Jahr gibt es gemeinsame Wanderungen, Velotouren und am ersten Donnerstag im Monat jeweils den Stammtisch. Im Sommer findet der in der Badi Oberwinterthur statt. Und im Dezember gibt es den «Chlausen-Stamm». Dann wird Lotto gespielt. Der Verein engagiert sich auch anderweitig für ein besseres Miteinander. An der Freitagsvorstellung koste das Billett jeweils fünf Franken mehr, der Fünfliber gehe an eine gemeinnützige Organisation. Und am Sonntag gebe es jedes Jahr den Seniorennachmittag. «Die Vorstellung beginnt dann um 14 Uhr und alle backen vorher etwas», sagt Heeb. Die Dernière werde dann mit einem Spaghettiplausch gefeiert. «Diese Vorstellung ist meist als erste voll.» |
|
|
| «Am Seniorennachmittag beginnt die Aufführung bereits um 14 Uhr und alle backen vorher etwas.» Andri Heeb, Vorstandmitglied, Laienbühne Römerhof |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Am 7. November führt die Laienbühne Römerhof das Stück «Der Killer und die Nervensäge» auf. Eine Komödie. Logisch. Heeb wird dann zum Auftragsmörder Remo Brügger, der einen Zeugen ausschalten muss, bevor dieser vor Gericht aussagen kann. In einem Hotel trifft er auf Carruzzo, der den deprimierten Fotografen Urs Gisler spielt, der seinem Elend ein Ende setzen will. Nur eine Schiebetür trennt die beiden. Und vorher gibt’s Apéro. |
|
|
|
|
| «Alles ist gross» von Zsuzsa Bánk erzählt die Geschichte eines Grabmachers in Winterthur. Ein Theaterabend im Kellertheater Winterthur über Abschied, Menschlichkeit und die grosse Kunst, das Leben zu feiern.
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| | Mehr Schulraum im Inneren LindIm ehemaligen Bürogebäude der Swica im Inneren Lind hat die Stadt drei Kindergartengruppen sowie Räume für die schulergänzende Betreuung geschaffen. Das Parlament hat im vergangenen Jahr den Verpflichtungskredit von jährlich 480’000 Franken für die Mietkosten sowie 330’000 Franken für den Umzug und die Erstausstattung einstimmig bewilligt. Das Gebäude wurde mit gezielten baulichen Anpassungen für die schulische Nutzung umgebaut. Zudem wurden vorhandenes Mobiliar und Inventar übernommen und weiterverwendet. Die ehemalige Kantine, inklusive Geschirr, könne optimal für die Betreuung und Verpflegung über den Mittag genutzt werden, schreibt die Verwaltung in einer Mitteilung. |
|
| | Yellow mit knapper Niederlage
Yellow lieferte sich mit LC Brühl St. Gallen ein spannendes, ausgeglichenes Duell. Beim 22:20 vergab das Heimteam die Chance zur Vorentscheidung. Die Gäste drehten die Partie kurz vor Schluss und siegten. Die Winterthurerinnen forderten die Tabellenleader aus der Ostschweiz lange, verschenkte aber mindestens einen wertvollen Punkt. |
|
| | SLRG holt ihre Meisterschaft ins Geisi: 2027 wird die Schweizermeisterschaft der Rettungsschwimmer:innen am 4. und 5. September im Freibad Geiselweid stattfinden. Dies gab die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) am Freitag bekannt. An der diesjährigen SM in Netstal (GL) nahmen knapp 750 Athlet:innen teil. Das «Masterteam» der Frauen der Sektion Winterthur holte dabei den ersten Rang, die Männer den zweiten. (tz) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Umweltfilmfestival in Winterthur Vom 23. bis 25. September 2026 zeigt das Filme für die Erde Festival eine Auswahl der neusten Umweltdokumentarfilme im Kino Cameo in Winterthur unter dem Motto: «Welt im Wandel – von der Tiefsee bis in die Atmosphäre». Mit drei fesselnden, informativen und bewegenden Umweltdokus reisen wir einmal quer durch alle Naturelemente. Lass dich von den beeindruckenden Filmaufnahmen und dem vielfältigen Rahmenprogramm inspirieren. |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Winti weiss wer einen Stand aufstellen darf
 | … wer einen Stand aufstellen darf. |
|
|
| | Das fragte sich eine Leser:in an den Musikfestwochen und hängte ein Post-it an unseren Container.
Zuerst: Citizens Commission on Human Rights (CCHR) ist eine von der Scientology-Sekte gegründete Lobby-Gruppe. Seit Ende der 60er-Jahre machen sie Stimmung gegen «die Psychiatrie», mit Behauptungen wie: Diagnosen wie ADHS oder eine bi-polare Störung seien von der Pharmaindustrie erfunden worden, um Medikamente zu verkaufen. Antidepressiva seien verantwortlich für den Anstieg an Amokläufen. Die Psychiatrie sei verantwortlich für den Holocaust. Behauptungen, für die es keine wissenschaftlichen Beweise gibt.
Um von der Stadt eine Bewilligung für einen Stand zu bekommen, ist das aber auch nicht nötig. Es gilt die Meinungsfreiheit. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, sei es lediglich relevant, ob eine Gruppe oder ihre Forderungen gesetzeswidrig sind. Heisst: Wer nichts Illegales sagt oder tut, darf einen Stand beantragen. Ideologische Position oder wissenschaftliche Korrektheit spielen keine Rolle. Deshalb ist auch Scientology immer wieder in Winterthur anzutreffen. Meist allerdings nicht in dieser Grösse.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Das war’s auch schon wieder. Ich wünsche dir einen Tag ohne Theater. Oder eben mit. Bis bald, Sebastian von WNTI |
|
|
|