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Guten Morgen Winti Der Messerangriff am Bahnhof von vergangener Woche wirft noch immer einen langen Schatten über Winterthur. Doch das Wochenende brachte auch Nachrichten, die Mut machen und Menschen zusammenbrachten. |
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| Die Sonntagspresse zum Messerangriff in Winterthur. (Grafik: WNTI) |
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Motiv unklar – aber Kapo wusste von Gefährdung |
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Am Bahnhof war schon wenige Stunden nach dem Messerangriff vom Donnerstag alles wieder wie vorher. In den Medien hat die Aufarbeitung ‒ und Verwertung ‒ der Tat erst begonnen. Was ist neu? von Tizian Schöni |
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Psychische Erkrankung, extremistisches Gedankengut ‒ oder beides? «Für eine klare Aussage ist es noch zu früh», sagte etwa der Forensiker Frank Urbaniok in einem Interview mit den «Freiburger Nachrichten». Weitere Expert:innen stimmen ihm zu. Während die Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren wegen mehrfachen versuchten Mordes sowie Unterstützung einer terroristischen Organisation eröffnet hat, zog auch die Integrierte Psychiatrie Winterthur (IPW) eine erste Konsequenz: Sie leitete eine Administrativuntersuchung ein. Expert:innen in verschiedenen Medien warnen derweil davor, den Angriff vorschnell als Behördenversagen abzustempeln.
IPW leitet Administrativuntersuchung ein
Der Forensiker Jérôme Endrass weist in der «NZZ» darauf hin, dass es bei einer fürsorgerischen Unterbringung nicht primär um eine forensische Risikoeinschätzung gehe. Sicherheitsdirektor Mario Fehr hatte an einer Pressekonferenz vom Donnerstag von einer «offensichtlichen Fehleinschätzung» gesprochen. Während er hier klare Kritik übte, blieb das Verantwortungsbewusstsein für seine eigene Behörde auf der Strecke ‒ am Sonntag fand der «Blick» heraus, dass eine Sonderkommission der Kapo von der Einweisung des Mannes gewusst hat. |
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Trotz Hitze starten die Sporter:innen voller Power. (Bild: Marit Langschwager) |
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Ein rekordverdächtiger Grand Prix |
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Tausende Läufer:innen, hunderte Helfende und eine Stadt im Lauf-Fieber: Eindrücke vom zweiten Grand Prix Winterthur zwischen Startschuss, Verpflegungsposten und Zieleinlauf. von Marit Langschwager |
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Schon früh am Morgen brennt die Sonne auf die Strassen. Doch von der Hitze lässt sich am Teuchelweiher kaum jemand aufhalten. Im Startbereich wird gedehnt, getrunken und ein letztes Mal die Startnummer kontrolliert. Während sich die Sonne immer höher über die Stadt schiebt, wächst die Nervosität bei den Läufer:innen. Für viele geht es an diesem Sonntag nicht nur um Kilometer oder Zeiten, sondern um eine persönliche Herausforderung. Einer von ihnen ist Dario, 32 Jahre alt. Eigentlich wollte er beim Halbmarathon an den Start gehen. Doch eine Krankheit machte ihm in dieser Woche einen Strich durch die Rechnung. Statt der geplanten 21 Kilometer läuft er nun die Fünf-Kilometer-Distanz. «Ich hätte den Lauf geschmissen, wenn er nicht in Winterthur stattgefunden hätte», sagt er. Bei einem anderen Anlass hätte er unter diesen Bedingungen wohl verzichtet. Seit zweieinhalb Jahren lebt er in Winterthur. Nun geht er erstmals beim Grand Prix an den Start. Gerade deshalb sei der Lauf für ihn etwas Besonderes. Die Strecke führt durch die eigene Stadt, vorbei an vertrauten Orten. |
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Während Dario (links) seine Pläne ändern musste, haben Julia und Nadia (rechts) ein klares Ziel vor Augen. (Bilder: Marit Langschwager) |
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Wenige Meter weiter warten Julia (28) und Nadia (30) auf den Startschuss zum Halbmarathon. Für beide ist es die Premiere am Grand Prix Winterthur. Julia wohnt in Winterthur, Nadia ist extra vom Bodensee angereist. Nadia bringt bereits Erfahrung aus vier Halbmarathons mit. Trotzdem steigt kurz vor dem Start die Nervosität. Die Strecke ist ihnen vertraut, angepeilt wird eine Zeit zwischen 1:45 und 1:50 Stunden. «Heute passt es, wir fühlen uns fit», sagt Nadia. Während sich im Startbereich die Läuferinnen und Läufer für die Distanzen über fünf Kilometer, zehn Kilometer und den Halbmarathon vorbereiten, haben Joris (5) und Marvin (8) ihren grossen Moment bereits erlebt. Die beiden tragen ihre Medaillen stolz um den Hals. Der Kids-Lauf von rund einem Kilometer sei «cool» gewesen, erzählen sie. Beide sind bereits zum zweiten Mal dabei. Die Freude über die Medaille und das absolvierte Rennen ist ihnen anzusehen. |
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Joris und Marvin haben sich eine Medaille erkämpft. (Bild: Marit Langschwager) |
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Punkt 10 Uhr fällt der Startschuss. Für einen Moment richtet sich der Blick aller nach vorne. Dann setzt sich das Feld in Bewegung. Hunderte Laufschuhe klackern über den Asphalt, während die ersten Halbmarathonläufer:innen ihre Reise durch Winterthur beginnen. Darunter auch Julia und Nadia, die ihrem Ziel von unter 1:50 Stunden entgegenlaufen. Dass an diesem Sonntag Tausende Menschen an den Start gehen können, ist der Arbeit im Hintergrund zu verdanken. Rund 400 Helferinnen und Helfer sorgen entlang der Strecke, an Verpflegungsposten, bei der Startnummernausgabe oder im Zielbereich für einen reibungslosen Ablauf. Für OK-Präsident Daniel Hegewald ist das keine Selbstverständlichkeit. Seit 13 Jahren engagiert er sich für den Anlass und hat den Grand Prix in verschiedenen Funktionen begleitet. |
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| «Es zeigt sich, dass der Anlass einem Bedürfnis entspricht.» Daniel Hegewald, OK-Verantwortlicher |
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Besonders freut ihn in diesem Jahr der grosse Zuspruch. Mit rund 3800 Teilnehmenden dürfte der Anlass einen neuen Rekord erreichen. «Es zeigt, dass der Anlass einem Bedürfnis entspricht», sagt Hegewald. Gleichzeitig werde es immer schwieriger, genügend Freiwillige zu finden. Umso wichtiger sei das gewachsene Netzwerk aus Vereinen und langjährigen Helfenden, die den Anlass Jahr für Jahr mittragen.
Eine der Helfenden ist Nicole. In Seen steht sie mit ihrem Aerobic-Verein SAWIN Winterthur an einer Verpflegungsstation bereit. Seit neun Uhr morgens werden Tische aufgebaut, Becher bereitgestellt und Bananen geschnitten. Seit zehn Jahren hilft ihr Verein am Anlass mit. Sie erhalten die Lieferung, sind für den Aufbau zuständig und sorgen dafür, dass die Läufer:innen mit Energie versorgt sind. |
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Nicole (links) und ihr Vereinsteam (rechts) sorgen dafür, dass die Läufer:innen während des Laufs versorgt sind. (Bilder: Marit Langschwager) |
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«Es macht immer Spass und ist auch für den Zusammenhalt des Vereins eine tolle Möglichkeit», sagt sie. Alle Sportler:innen seien sehr dankbar für die Unterstützung und über die Jahre sei eine besondere Verbundenheit zwischen den Helfenden entstanden.
Etwas weiter entlang der Strecke stapelt Sepp Frei sorgfältig Absperrzylinder aufeinander. Der 69-jährige Pensionär reist extra aus der Ostschweiz an, um als Streckenposten mitzuhelfen. «Man kennt sich mittlerweile untereinander und das macht es interessant», sagt er. Ob er nächstes Jahr wieder dabei sei? Sepp lächelt. «Wahrscheinlich schon.»
Auch Heidi gehört seit mehreren Jahren zum Helferteam. Sie ist für die Streckensicherung rund um Start und Ziel verantwortlich und kennt die Abläufe längst auswendig. «Es hat sich eine richtige Gruppe gebildet», sagt sie. «Ich finde es cool, was jedes Jahr aufs Neue auf die Beine gestellt und koordiniert wird.» Vor dem Anlass erhalten alle Helfenden genaue Instruktionen und Einsatzpläne. Je nach Standort unterstützen zusätzlich Verkehrskadetten. Mittlerweile engagieren sich auch Menschen von Plusport, erzählt sie. Für Heidi ist das ein wichtiger Teil des Anlasses: «Man kennt sich immer besser.» |
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Sepp (links) und Heidi (rechts) kümmern sich um die Streckenabsicherungen. (Bilder: Marit Langschwager) |
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Für Daniel Hegewald sind genau diese Begegnungen der Grund, weshalb er sich seit Jahren engagiert. Oft steht er selbst im Zielbereich und gratuliert den Finisherinnen und Finishern persönlich. «Wenn man in die glücklichen Gesichter schaut, finde ich das mega aufbauend», sagt er.
Wenig später liefert Alexandra genau dieses Bild. Die Winterthurerin läuft erschöpft, aber glücklich ins Ziel. Kaum hat sie die Ziellinie überquert, entdeckt sie ihre Familie am Streckenrand. Wenige Augenblicke später fällt die Anspannung ab. Eigentlich habe sie sich ganz spontan für den Lauf angemeldet. «Es war mega cool mit den Leuten. Alle sind gut drauf und das motiviert.» |
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Die Winterthurerin Alexandra ist zufrieden mit ihrem Lauf. (Bild: Marit Langschwager) |
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Alexandra atmet tief durch und lächelt. Ihr Ziel hat sie erreicht. Während um sie herum weitere Finisherinnen und Finisher die Ziellinie überqueren, wird deutlich, worum es an diesem Tag eigentlich ging: um persönliche Ziele, kleine und grosse Erfolge. Und um die vielen verschwitzten, aber glücklichen Gesichter, die Winterthur an diesem Sonntag geprägt haben. |
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| Zum 50. Jubiläum kehrt «The Omen» (1976) zurück auf die Kiwi-Leinwand: Richard Donners okkulter Horror-Klassiker um Damien, düstere Vorzeichen und tödliche Geheimnisse. Mit Gregory Peck und Lee Remick. Samstag, 6. Juni 2026, Kiwi Center, Englisch ohne UT. |
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| | Ludotheken werden in Bibliotheken integriert
Die drei Spielzeugverleihe in Oberwinterthur, Seen und in der Altstadt bleiben erhalten. Sie werden jedoch schrittweise in die von der Stadt geführten Bibliotheken integriert. Das Amt für Stadtentwicklung und die Ludotheken hätten diese Lösung gemeinsam erarbeitet, wie beide am Freitag übereinstimmend bekanntgaben. Vor einem Jahr gab der Stadtrat bekannt, zwei der drei Standorte komplett schliessen zu wollen. Eine Petition der freiwilligen Betreiber:innen und ein Postulat aus dem Parlament bewogen die Exekutive schliesslich zum Umdenken. (tz) |
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| | Über 400 Teams beim Schulsporttag
Rund 2500 Schüler:innen aus der ganzen Schweiz und Liechtenstein nahmen am Freitag am Schweizerischen Schulsporttag in Winterthur teil. In elf Sportarten traten insgesamt 459 Teams gegeneinander an – so viele wie seit 2019 nicht mehr. Die Wettkämpfe fanden an verschiedenen Sportanlagen in Winterthur statt. (Bild: Luca Uloth) |
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| | Weitere Kurz-News
Mitte-Stadtrat Andreas Geering für Wohnschutz-Initiative: Am vergangenen Mittwoch hoben SVP, FDP, GLP, Mitte und der Hauseigentümerverband an einem Anlass noch einmal heraus, dass sie die beiden Wohn-Initiativen der Linken deutlich ablehnten. Für die bürgerliche Gruppierung ist die Wohneigentums-Initiative des HEV der richtige Weg ‒ sie will für vom Staat mitfinanzierte Bauprojekte eine Wohneigentumsquote festlegen. Nicht auf dem Gruppenfoto der Veranstaltung war der frisch gewählte Stadtrat Andreas Geering ‒ denn der tritt im Ja-Komittee der Wohnschutz-Initiative des Mieterverbands auf. Sie will Mietzinserhöhungen nach einer Sanierung für Gemeinden steuerbar machen. Eine Übersicht aller wohnpolitischen Anliegen findest du hier. (tz)
Widerstand gegen Schulhaus-Stopp in Dättnau: Wie der Landbote berichtet, regt sich im Dättnauer Quartier Widerstand gegen den Entscheid der Stadt Winterthur, den geplanten Ausbau des Schulhauses Laubegg zu stoppen. Anwohnende und der Quartierverein halten die Erweiterung weiterhin für notwendig und verweisen auf den Platzbedarf sowie das Wachstum des Quartiers. Die Stadt begründet den Baustopp mit tieferen Schülerprognosen, weniger Geburten und einer abgeschwächten Bautätigkeit. Während die Stadt derzeit keinen zusätzlichen Schulraumbedarf sieht, befürchtet das Quartier langfristig Engpässe.
Range Rover brennt an Schaffhauserstrasse aus: Kurz vor dem Bahnübergang kam es am Freitagmorgen zu einem Fahrzeugbrand. Wie die Stadtpolizei vor Ort mitteilte, konnte die Feuerwehr den Brand jedoch schnell unter Kontrolle bringen. Der Besitzer des Range Rovers gab an, dass der rund 220’000 Franken teure Neuwagen erst einen Tag zuvor im Service gewesen sei. (tz) |
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| Mach deinen Balkon zum kleinen Stadtgarten Chilis vom eigenen Balkon, frische Kräuter direkt vor der Küche oder essbare Blüten im Balkonkistli? Schon eine kleine Flächen reicht, um mit Urban Gardening loszulegen. Mit den richtigen Pflanzen wird dein Balkon zur grünen Wohlfühloase – zum Ernten, Geniessen und Abschalten. Schau im VEG and the City-Store im Unteren Graben 1 vorbei und pflanz dein eigenes kleines Paradies. Viele Bio-Setzlinge wie Kohlrabi, Rande oder Erdbeeren kannst du auch bequem online vorbestellen und direkt nach Hause liefern lassen. |
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Frühe Lauftradition in Winterthur
 | Frühe Lauftradition in Winterthur
Bereits 1940 fanden in Winterthur die Schweizer Marathonmeisterschaften statt. Damit spielte die Stadt bereits früh eine wichtige Rolle im Schweizer Laufsport. 1937 stellte Fritz Rutschmann sogar einen neuen Schweizer Marathonrekord auf. Mit einer Zeit von 2:40:25 Stunden unterbot er die bisherige Bestmarke um rund zweieinhalb Minuten. Der Winterthur Marathon wurde 1999 erstmals durchgeführt und entwickelte sich über viele Jahre zu einem festen Bestandteil des Winterthurer Sportkalenders. Neben dem Marathon gehörten später auch Halbmarathon- und Kurzstrecken zum Programm. Die Organisation war aufwendig und erforderte jedes Jahr mehrere hundert Helferinnen und Helfer sowie umfangreiche Bewilligungen und Sicherheitsmassnahmen. 2025 wurde der Anlass zum Grand Prix Winterthur weiterentwickelt, der heute verschiedene Distanzen für Laufbegeisterte aller Alters- und Leistungsklassen anbietet. |
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| Startschuss zum Winterthur Marathon 2018. (Bild: wintipix.com) |
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Ob ohne oder mit Lauf, ich wünsche dir einen guten Start in die Woche. Denk dran: Es braucht nicht immer einen Sprint, manchmal sind es die kleinen Schritte, die zählen! Herzlichst Marit |
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