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| | Guten Morgen Wunder gibt es immer wieder. Aber gestern nicht, um es in Sebas Worten zu sagen. Er war am Match und hat für uns alle mitgeweint. Für die emotionslosen Fussballmuffel gibt es heute trotzdem was: Ich habe die Abstimmungen vom Juni für euch zusammengefasst.
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| Ehrerbietung gestern im Letzigrund ‒ ohne Pfiffe, ohne Anfeindungen. Dafür mit Applaus für die Mannschaft. (Bild: Sebastian Galli) |
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| Zu wenig, zu spät ‒ der Abstieg ist Tatsache |
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| Zuerst Feuer und die 2:0-Führung ‒ dann die kalte Dusche mit drei Gegentoren in zehn Minuten. GC besiegelt den Abstieg des FCW. von Sebastian Galli |
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| Gestern um 20:30 Uhr lag ein Wunder in der Zürcher Abendluft des Letzigrunds. Der FC Winterthur war praktisch bereits abgestiegen. Nur drei Siege aus den letzten drei Spielen hätten die Hoffnung auf einen Klassenerhalt am Leben gehalten. Dann kam der Sieg gegen Lausanne am Samstag. Gleichzeitig verlor GC das Zürcher Stadtderby – umstrittene Rote Karte, verschossener Penalty. Das Momentum drehte: GC hatte alles zu verlieren und Winterthur alles zu gewinnen. Klar, auch wenn Winti seine Pflicht erfüllen würde – die Grasshoppers dürften gleichzeitig keines ihrer verbleibenden Spiele gewinnen. Als Schiri Wolfensberger die Partie um 20:30 Uhr eröffnete, waren sich die beinahe 3000 mitgereisten FCW-Fans einig: Alles auf rot-weiss, heute gehen wir mit drei Punkten heim. Knapp zwei Stunden später dann die krachende Realität. 3:2 für GC. Der FC Winterthur verabschiedet sich nach vier Jahren aus der Super League und steigt ab. Winti startet mit Feuer in die Partie. Druckvoll, zwingend und effizient. Pajtim Kasami trifft innert drei Minuten doppelt. Nach zehn Minuten führt der FCW mit zwei Toren. Und Winterthur spielt gross auf. Sicher. Abgeklärt. Wie eine Mannschaft, die den Klassenerhalt nicht nur will, sondern weiss, dass sie ihn erreicht. Das kommt gut. Winterthur verliert die NervenDie erste Hälfte warf die Frage auf, wie sich eine Mannschaft, die zu solchen Leistungen fähig ist, sich überhaupt in diese Lage bringen konnte. Die zweite beantwortete diese Frage auf bittere Art. Winti fängt sich innerhalb von zehn Minuten drei Tore ein. Nach einem Penalty für GC passierte, was diese Saison schon so oft passierte. Winterthur verliert die Nerven, wird fahrig und gibt das Spiel aus der Hand. In der 70. Minute führt GC. Trotz eines Lattenknallers bleibt das grosse Aufbäumen aus. Kurz vor 23 Uhr ist der Abstieg Tatsache. Doch statt Wut und Frustration macht sich ein beinahe andächtiges Gefühl in der Kurve breit. Kein einziger Pfiff, keine Anfeindungen. Stattdessen Applaus an die Mannschaft. Während auf der anderen Seite bereits das Kurvenbanner eingerollt wird, singen sich die FCW-Fans die Niederlage von der Seele und verabschieden die Mannschaft, wie es sich gebührt. Winti bleibt stabil. Eine Enttäuschung, aber keine ÜberraschungJa, Wunder gibt es immer wieder. Gestern nicht. Die Enttäuschung ist zwar gross, aber keine Überraschung. Nachdem der FCW im letzten Sommer die beiden Offensivspieler Matteo Di Giusto und Christian Gomis verkauft hatte, versäumte es der Verein, den im Vergleich mit dem Rest der Liga ohnehin schon schwächelnden Kader schlagkräftig zu verstärken. Auch die Entlassung von Ulli Forte nach neun sieglosen Spielen und die Rückkehr von Patrick Rahmen konnten daran nichts mehr ändern. Rahmen bescherte dem FCW vor zwei Jahren seine beste Ligaplatzierung in den letzten 52 Jahren. Immerhin weiss Winti, wie Challenge League funktioniert. Und den passenden Fangesang gibt es ja auch bereits. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht wieder 37 Jahre lang erklingt. Immer wiiter. |
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| AL, Juso und die IG Camping bei der Unterschriftenübergabe zu den Referenden im August. (Bild: Tizian Schöni) |
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| 10 Abstimmungen ‒ so behältst du den Durchblick |
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| Über mindestens zehn Vorlagen stimmen wir in einem Monat ab, alleine drei davon zum Thema Wohnen. Bei einer dürfen auch Ausländer:innen mitbestimmen. |
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| Zwei Referenden gegen Schützenweiher-AufwertungIm Juli entschied das Parlament in drei Abstimmungen über die Aufwertung des Gebiets Schützenweiher. Stossend ist für die IG Camping und die AL, dass rund 50 Dauercamper:innen nach der Neuverpachtung gehen müssten. Sie ergriffen deshalb das Referendum gegen zwei der drei Entscheide, über die wir nun abstimmen. Das Resultat der Volksentscheide wird auf das Schicksal der Bewohnenden allerdings keinen grossen Einfluss haben. Weil es sich bei dem Gebiet um eine Erholungszone handelt, ist wohnen dort schlicht nicht legal, sondern war bisher lediglich «geduldet». Das hatte der Stadtrat immer wieder bekräftigt. Sauberes Wasser dank ARA-AusbauEs ist der zweitgrösste Kredit, über den Winterthur jemals entschieden hat: Für 276 Millionen Franken soll die ARA Hard ausgebaut werden (WNTI berichtete). Die Investition gilt als unbestritten, im Parlament wurde sie ohne Gegenstimmen und mit einer Enthaltung angenommen. Das Projekt ist aber noch von einem zweiten Volksentscheid abhängig: Voraussichtlich im September kommt das Referendum gegen eine geplante Ersatzaufforstung zur Abstimmung. Eine Annahme könnte den ARA-Ausbau empfindlich verzögern. Über den Kredit lässt der Stadtrat trotzdem bereits jetzt abstimmen. «Hätten wir beide Vorlagen zusammen gebracht, hätten wir die Projektierung der ARA bis im Herbst auf Eis legen müssen», erklärt Stefan Fritschi als Vorsteher der Technischen Betriebe auf Anfrage. |
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| Das Sigristenhaus am Kirchplatz 3 soll für 2,3 Millionen Franken totalsaniert werden. (Bild: zvg) |
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| Hier stimmen Ausländer:innen mit abEs ist die einzige Abstimmung, bei der auch Ausländer:innen und Teenager mitentscheiden: 952 reformierte Personen mit B-, C- oder Ci-Ausweis sind in Winterthur stimmberechtigt und dürfen über die Sanierung des Sigristenhauses am Kirchplatz abstimmen. Dazu kommen rund 500 16- bis 18-Jährige, die dieses Mini-Privileg ebenfalls geniessen. Insgesamt sind etwas über 24’000 Personen bei den Geschäften der evangelisch-reformierten Kirche stimmberechtigt. Das Wirrwarr an Wohninitiativen … haben wir bereits einmal versucht zu entflechten. Jetzt kommen gleich drei ‒ alle auf Kantonsebene ‒ zur Abstimmung. Die «Wohnungsinitiative» von SP, AL und Grünen, die «Wohnschutz-Initiative» vom Mieter:innenverband und den linken Parteien und die «Wohneigentums-Initiative» des Hauseigentümerverbands, unterstützt von SVP und Mitte. |
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| Unser etwas zugespitztes Flussdiagramm, um das richtige Massnahmenpaket gegen die Wohnungsnot zu finden. (Grafik: WNTI) |
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| Vertretung für ParlamentsmitgliederParlamentarier:innen sollen sich bei Krankheit, Mutterschaft oder bei einem Unfall von der ersten nicht gewählten Person auf derselben Wahlliste vertreten lassen können. Das empfiehlt der Kantonsrat, für den die Regelung denn auch gelten würde. Zudem schaffen wir bei einem Ja die Grundlagen, damit auch Parlamentsgemeinden wie Winterthur eine Vertretung einführen könnten. Gegner:innen bemängeln die demokratische Legitimation der nicht gewählten Vertretung und befürchten, die Qualität der parlamentarischen Arbeit könne dadurch abnehmen. Weniger Steuern zahlen, wenn die Krankenkasse teurer wirdDie Krankenkassenprämien können im Kanton Zürich von den Steuern abgezogen werden. Wie hoch dieser Abzug ist, hängt bisher von der Teuerung ab. Künftig soll der Abzug direkt an den durchschnittlichen Anstieg der Prämien gekoppelt sein ‒ das fordert eine Volksinitiative der SVP, sie wird von der FDP und der EDU unterstützt. Die Linke mochte sich der Idee nicht anschliessen. Und auch eine Mehrheit im Kantonsrat argumentierte, die Abzüge von der Einkommenssteuer seien sozial nicht zielgerichtet, da Personen mit höherem Einkommen stärker profitieren würden als Geringverdienende. Letztere erhalten im Kanton Zürich bereits eine individuelle Prämienverbilligung. Zuwanderung begrenzen und den Zivi mühsamer machenFür eine hohe Stimmbeteiligung dürfte die «Nachhaltigkeits-Initiative» der SVP sorgen. Als erstes Land weltweit entscheidet die Schweiz am 14. Juni über eine harte Bevölkerungsobergrenze. Bei einer Annahme müssten Bundesrat und Parlament erst Massnahmen gegen das Bevölkerungswachstum ergreifen, erreicht die ständige Wohnbevölkerung zehn Millionen, stünden internationale Abkommen auf dem Spiel. Bundesrat und Parlament wollen ausserdem den Zivildienst unattraktiver machen (WNTI berichtete). Schon heute leisten Zivis einen 1,5-mal längeren Dienst als Soldat:innen, nun soll der Dienst zudem weniger flexibel planbar werden, nicht als Berufserfahrung dienen (wie heute zum Beispiel in der Medizin), und im Militär geleistete Diensttage sollen nicht mehr an den Zivi anrechenbar sein. |
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| | | Abgelehnte Portraits von Martin Neukom werden verkauftJedes Mitglied des Zürcher Regierungsrats wird malerisch festgehalten. Nachdem der grüne Regierungsrat und Winterthurer Martin Neukom die Gemälde von Künstler Hans Witschi abgelehnt hat (der «Sonntagsblick» berichtete), stehen sie nun in einer Zürcher Galerie zum Verkauf. Neukoms Ablehnung der Bilder hat in der Öffentlichkeit eine breite Debatte über die Bilder ausgelöst. Laut dem Galeristen liegen bereits Angebote im fünfstelligen Bereich für zwei der Bilder vor. Die ganze Geschichte zusammengefasst hat Tsüri.ch. |
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| | 55,4 Prozent bestehen Gymiprüfung: Im Bezirk Winterthur hat sich dieses Jahr jede fünfte Sechstklässler:in an der Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium versucht. 248 Schüler:innen oder 55,4 Prozent haben sie bestanden ‒ damit liegen die Winterthurer Schulkinder leicht über dem kantonalen Durchschnitt von 52,7 Prozent.
Spitäler in Thurgau und Winterthur kaufen gemeinsam OP-Roboter: Das Kantonsspital Winterthur (KSW) und das Spital Thurgau teilen sich neu einen Bronchoskopie-Roboter, wie der Landbote schreibt. Damit sei eine frühere Diagnose von Lungentumoren möglich, weil der Roboter bereits kleinste Tumore erkennen kann. Beide Spitäler sparen mit der gemeinsamen Anschaffung je eine halbe Million Franken. |
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| Die lauschig-Saison startet heute Abend! Uiii, es geht los mit lauschig! Der richtige Sommer kommt noch und dann geniessen wir Lesungen, Musik, Gespräche und Begegnungen mit spannenden Menschen. Entweder vom Liegestuhl aus mit einem kühlen Drink in der Hand. Oder spazierend und lauschend mit Kopfhörern ausgerüstet. Dieses Jahr gibt’s bei der Open-Air-Literaturreihe lauschig besonders viele Frauen im Programm. Der Frauenanteil liegt bei den auftretenden Autor:innen bei fast 70 Prozent. We like! Heute Abend lesen zum Beispiel Gabriele von Arnim und Zsuzsanna Gahse. |
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| Die neue Velomechanikerin im Tössfeld
 | Kathleen, Velomechanikerin im Tössfeld Im Januar eröffnete an der Veloroute Töss eine neue Velowerkstatt: Kathleens Velowerkstatt. Wer steckt dahinter? |
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| Kathleen, wolltest du schon immer Velomech werden? Nein, gar nicht. Wir sind mit der Sek zur Berufsberatung, dort hat man dann aus diesen Karteikärtchen ausgewählt. Danach habe ich auf dem Beruf geschnuppert und dachte mir, das passt eigentlich noch gut. Jetzt hast du deinen eigenen Laden. Wie kam es dazu? Nach der Lehre und sechs Jahren im Beruf wollte ich eine Station weiter. Zuerst hatte ich einen Laden zur Miete in Aussicht, in dem vorher schon eine Velowerkstatt war. Das hat dann aber nicht geklappt. Eines Tages fuhr ich dann hier vorbei und sah, dass die Fläche zu vermieten ist. Ich habe mich zwar gefragt: «Machst du das jetzt aus Frust, weil das andere nicht funktioniert hat, oder aus Bock?» Aber dann bekam ich den Raum hier und war schon mitten im Einrichten. Mittlerweile sind wir komplett ausgebucht. Wir? Die Werkstatt macht mir richtig Freude, aber sie gibt auch viel zu tun. Als ich das zu Hause erzählt habe, hat mein Vater mir Denis vermittelt. Er ist handwerklich sehr geschickt, drei Tage die Woche arbeitet er hier. Als Königin von Winterthur, was ist deine erste Tat? Ich staue einen See auf, um darin zu baden! |
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| | An Feiertagen kommt doch immer irgendwann die Frage auf: Warum ist eigentlich Feiertag? Hier der Fakt zum Bluffen, falls du es noch nicht gewusst hast: An Auffahrt ist Jesus zu seinem Vater «aufgefahren», deshalb der Name. Und zwar 39 Tage nach dem Ostersonntag ‒ deshalb ist Auffahrt immer an einem Donnerstag. Wir feiern zwar nicht unbedingt, haben aber trotzdem frei. Der nächste Wintibrief kommt am Freitag. Bis dann! Tizian |
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