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| | Hallo Parlamentsfan Die gestrige Sitzung war die erste der neuen Legislatur ‒ also nach den Wahlen. Da übernehmen sich die Mitglieder traditionellerweise nicht, die Traktandenliste bleibt schlank. Dafür steht im Festsaal ein Apéro bereit. Wir haben uns trotzdem die Zeit genommen und stellen euch die neun neuen Gesichter im Ratssaal vor. Eines sei jetzt schon verraten: Sie drücken den Altersschnitt kräftig.
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| Felix Helg (FDP) und Valeria Muster (SP) eröffneten die erste Sitzung der neuen Legislatur als amtsältester und jüngste Parlamentarier:in. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Präsidiumswahlen mit einem Fingerzeig |
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| Das Stadtparlament traf sich gestern erstmals in neuer Formation. Die Kommissions- und Präsidiumswahlen verliefen reibungslos. Bis auf ein kleines Protestvotum. von Tizian Schöni / Mitarbeit: Gioia Jöhri |
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| «Das Winterthurer Stadtparlament ist besser, als viele denken.» Diesen Satz hatte Felix Helg (FDP) schon vor einem Jahr gesagt, als er als Parlamentspräsident abtrat. Nun wiederholte er ihn zur Eröffnung der neuen Legislatur. Das erste Wort gebührt jeweils dem amtsältesten und dem jüngsten Mitglied, Helg ist seit 2006 dabei. «Aber was nützt ein schöner Garten, wenn man ihn nicht sieht?», fragte er rhetorisch. Und rief seine Kolleg:innen dazu auf, das Parlament bei den Einwohnenden bekannt zu machen. Auch Valeria Muster (SP), mit 24 das jüngste Mitglied («um einen Tag, aber das reicht!») machte sich für Mitsprache stark: «Die Stadt gehört allen ‒ aber nicht alle können gleich teilhaben.» Sie hatte verschiedene Kolleg:innen gefragt, was sie sich für Winterthur wünschen und liess sie in ihrer Rede zu Wort kommen. |
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| Das frisch gewählte Präsidium (von links): Philipp Angele (SVP) ist neu erster Vizepräsident, Samuel Kocher (GLP) Parlamentspräsident und Livia Merz (SP) zweite Vizepräsidentin. (Bild: Tizian Schöni) |
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| Traktandiert waren für die erste Sitzung die verschiedenen Wahlen der Präsidien und Kommissionen. Eigentlich eine abgekartete Sache, die Fraktionspräsidien einigen sich im Vorfeld auf die Kandidierenden, es gibt fixe Rhythmen, welche Partei wann zum Zug kommt. Samuel Kocher (GLP), bisher erster Vizepräsident, wurde entsprechend als Parlamentspräsident vorgeschlagen ‒ aber «nur» mit 49 der 58 Stimmen gewählt. |
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| | «Das Stadtparlament mag im globalen klein erscheinen. Aber hier entscheidet sich, ob vertrauen wächst oder schwindet.» Samuel Kocher (GLP), Parlamentspräsident |
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| Weil die Wahlen geheim sind, ist nicht klar, woher die acht Protestvoten (und eine ungültige Stimme) kamen. Aber das Resultat ist jeweils ein Gradmesser, wie zufrieden der Ratsaal mit der Personalie ist. Einstimmig als Parlamentspräsidentin wurde zuletzt 2023 Barbara Huizinga (EVP) gewählt. Vom zweiten zum ersten Vizepräsidenten stieg Philipp Angele (SVP) auf. Allerdings nur mit 43 Stimmen ‒ 15 gingen an seine Fraktionskollegin Gabi Gisler. Eine gut informierte Quelle klärte diese Redaktion nach der Sitzung auf: Man könne die 15 Stimmen für die einzige Frau in der SVP-Fraktion auch als Zeichen auslegen. Erhält ein nicht zur Wahl vorgeschlagenes Parlamentsmitglied mehr als zehn Stimmen, wird der Name genannt. Als zweite Vizepräsidentin wurde neu Livia Merz (SP) mit 49 Stimmen gewählt. |
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| | Die EVP bewahrt dank des Zusammenschlusses mit der EDU und Simon Gonçalves (rechts) die wichtige Fraktionsstärke. Andreas Geering (Mitte) und Romana Heuberger (FDP) verfolgen die Sitzung aus dem Publikum. (Bilder: Tizian Schöni) |
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Eine neue Fraktion und zwei freie PlätzeDie grossen Kräfteverschiebungen bei den Wahlen sind ausgeblieben. Entsprechend rückten die einen Parteien leicht zusammen, andere dehnten sich im Saal etwas aus. Einer aber wechselte die Seiten: Simon Gonçalves (EDU) bildet neu mit den drei verbliebenen EVP-Parlamentsmitgliedern eine neue Fraktion. Der Zusammenschluss ist deshalb bemerkenswert, weil die EDU eigentlich am rechten Rand der Parteienlandschaft steht, während sich die EVP tendenziell an die Linke anschmiegt. Gonçalves hat nun auch im Ratssaal die Seite gewechselt. Ein wichtiger Schritt für die EVP, sie hätte sonst die Fraktionsstärke und damit wichtige Privilegien verloren ‒ zum Beispiel das Recht, in den wichtigen Kommissionen einzusitzen. Und noch zwei Personen sassen auf ungewohnten Stühlen. Die Ex-Parlamentsmitglieder Romana Heuberger (FDP) und Andreas Geering (Mitte) verfolgten die Sitzung von den Besuchsrängen aus ‒ sie wurden im März in den Stadtrat gewählt und verliessen deshalb das Parlament. |
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| Das sind die neuen Parlamentsmitglieder |
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| 32 Jahre ist das Durchschnittsalter der neun neuen Parlamentsmitglieder, 47 das der Bisherigen. WNTI stellt die frisch gebackenen Lokalpolitiker:innen vor. von Tizian Schöni / Cartoon: Fabian Meister |
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| Tim Kramer, SVPDer gelernte Forstwart befindet sich im Studium zum Wirtschaftsingenieur und wohnt in der Aussenwacht Stadel. Mit Jahrgang 2001 ist der Präsident der Jungen SVP Winterthur knapp 20 Jahre jünger als das nächstälteste Fraktionsmitglied ‒ die SVP hat damit erstmals einen Vertreter der Gen Z in ihren Reihen. Gab es in der Vergangenheit einen Entscheid aus dem Parlament, der Sie so richtig genervt hat? Es kommt mir spontan kein Entscheid, dafür eine schriftliche Anfrage in den Sinn, in der es um die Berücksichtigung von Floristik-Geschäften bei Blumeneinkäufen der Stadt geht. In Anbetracht der aktuellen Probleme der Stadt erscheint mir eine solch triviale Anfrage als Zeitverschwendung. Was hat Sie politisiert und/oder zur Kandidatur bewegt? Und haben Sie mit der Wahl gerechnet? Politisiert wurde ich zu Hause, wir haben viel über Politik gesprochen. Zur Kandidatur bewegte mich mein Drang, Dinge zu verbessern und eine nachhaltige Stadt mitzugestalten. Das Thema Finanzen und Bau (Wohnungsnot) interessieren mich besonders. Denn vor allem mit diesen Themen formen wir die Zukunft der Winterthurer Stadtbevölkerung. Ich habe nicht direkt mit der Wahl gerechnet, trotz hoher Listenplatzierung. Ich dachte, es stehe 50/50. Ihr Geheimtipp nach einer besonders nervenaufreibenden Parlamentssitzung? Seinem Gegenüber die Hand zu reichen, und sich an die gemeinsamen Ziele erinnern. Auch daran zu denken, dass auch der politische Gegner grundsätzlich nur das Beste will. |
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| Franziska Tschirky, SPSeit 2024 ist Franziska Tschirky Co-Präsidentin der SP Winterthur und von den neuen Parlamentsmitgliedern deshalb wohl am tiefsten im Politikbetrieb verankert. Die 55-Jährige arbeitet als Berufsbildungsexpertin am Zürcher Unispital. Was hat Sie politisiert? Ein konkretes Erlebnis hat mich besonders beschäftigt: ein Interview im Tagi über den Vaterschaftsurlaub. Schon das Wort «Urlaub» hat mich gestört – es wertet implizit die Arbeit aller Mütter ab. Solche sprachlichen Selbstverständlichkeiten zeigen, wie viel im Bereich Gleichstellung noch zu tun ist. Ihr Geheimtipp nach einer besonders nervenaufreibenden Parlamentssitzung? Im Beruf habe ich gelernt, abzuschalten – das war kein Naturtalent, sondern echte Übungsarbeit. Diesen Schalter werde ich auch nach Parlamentssitzungen brauchen. Und dazu kommt, dass ich gut schlafen kann. Welches Mitglied einer anderen Partei hat Sie im Wahlkampf beeindruckt? Warum? Julius Praetorius von den Jungen Grünen. Am WNTI-Podium trat er so klar und bestens informiert auf – er hob sich deutlich von allen anderen ab. Das hat mir imponiert und wiederholt gezeigt, dass die Grünen die Partei sind, mit der ich mich als Sozialdemokratin verbunden fühle. |
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| Dominik Kern, Die MitteAuf Listenplatz 7 startete Dominik Kern nicht mit den besten Voraussetzungen in den Wahlkampf. Doch ein Sitzgewinn der Mitte und der Wechsel von Andreas Geering in den Stadtrat bescherten dem 34-jährigen Software-Entwickler den Platz im Parlament. Was hat Sie politisiert? Am ehesten meine Eltern. Ein Elternteil war rechts-konservativ, der andere langjähriger SP-Wähler. Das gab zu Hause immer spannende Diskussionen. Scherzhaft hiess es oft, sie müssten eigentlich gar nicht abstimmen gehen, weil sie ohnehin immer gegenteilig stimmen würden. Dadurch habe ich früh gelernt, dass man politische Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Das hat mich wahrscheinlich stärker geprägt als jede Parteiveranstaltung. Vor welchem Teil der parlamentarischen Arbeit haben Sie den meisten Respekt? Vor allem davor, innerhalb der eigenen Fraktion Themen zu vertreten, bei denen ich im Voraus weiss, dass viele anderer Meinung sind. Es braucht Mut, eine unbequeme Position einzubringen. Gleichzeitig gehört genau das zu einer ehrlichen politischen Kultur. Welches Mitglied einer anderen Partei hat Sie im Wahlkampf beeindruckt? Nicolas Galladé hat mich beeindruckt. Obwohl er an einer Fragerunde die ideale Gelegenheit gehabt hätte, sich selbst und die SP zu profilieren, hat er ausgewogen und sachlich geantwortet. Das wirkte auf mich sehr glaubwürdig. |
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| Tobija Fischer, SPIn der SP machen die 90er-Jahrgänge gerade stark Karriere. Ein halbes Dutzend dieser «Jungen» sprang auf der Liste der Sozialdemokrat:innen nach vorne, einer von ihnen ist Tobija Fischer. Der 29-Jährige arbeitet als Webdesigner (im Auftragsverhältnis auch für WNTI). Was hat Sie politisiert? Politisiert hat mich bereits als Kind unsere kollektive Unfähigkeit, dem Planeten, auf dem wir leben, Sorge zu tragen. Daraus wuchs zunehmend eine Frustration über die Art und Weise, wie wir unsere Gesellschaft organisieren. Ich glaube mit dem nötigen Mut und Willen könnten wir viel fairere und nachhaltigere Systeme schaffen. Dass aus diesem Glauben dann eine konkrete Kandidatur für das Stadtparlament entstand, ist vor allem meiner guten Freundin und jetzigen Ratskollegin Katja Hager zu verdanken. Und haben Sie mit der Wahl gerechnet? Auch wenn ich die direkte Wahl mit Listenplatz 19 für theoretisch möglich hielt, war ich schlussendlich mindestens genauso überrascht wie erfreut. Was ist der beste Rat, den Sie bisher zu Ihrem neuen Amt erhalten haben? Von wem? Regula Ziegler, die früher ebenfalls für die SP Winterthur politisiert hat, riet mir, den Menschen in der politischen Zusammenarbeit genügend Raum zu geben, damit ich ihre Werte verstehen kann. Das leuchtet mir nicht nur ein, sondern entspricht auch meinem Naturell. |
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| Benjamin Kuratli, SPAuch er machte fünf Plätze auf der SP-Liste gut und schaffte es dank der beiden Sitzgewinne der Sozialdemokrat:innen ins Parlament. Benjamin Kuratli ist Geografielehrer am Gymi und drückt auch mit Jahrgang 1993 den Altersschnitt noch deutlich. Gab es in der Vergangenheit einen Entscheid aus dem Parlament, der Sie so richtig genervt hat? Welchen? Es nervt mich jedes Mal, wenn das Parlament kurzsichtig Sparmassnahmen durchdrückt, die langfristig zu Schäden an unserer Gesellschaft mit enormen Folgekosten führen. Das passiert beispielsweise immer wieder im Bereich Bildung. Wenn Sie sich etwas für alle Parlamentsmitglieder wünschen dürften: Was wäre es? Verständnis füreinander, Geduld und (mindestens) eine Prise Humor. Was ist der beste Rat, den Sie bisher zu Ihrem neuen Amt erhalten haben? Von wem? Der Rat von der Grossmutter meiner Partnerin, welche selber aktiv in der Politik war: Gut einlesen in Geschäfte und Haare auf den Zähnen haben. |
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| Simon Bründler, die MitteDem «Landboten» sagte er, ihm sei am wichtigsten, dass das Parlament jünger wird. Dazu trägt Simon Bründler definitiv bei. Der 25-Jährige ist bereits seit vier Jahren Vizepräsident der Stadtpartei und arbeitet als Verbandssekretär für die Handelskammer und die Arbeitgebervereinigung. Was hat Sie politisiert? Und haben Sie mit der Wahl gerechnet? Mich hat die Beobachtung politisiert, dass sich viele Menschen zwar über Fehlentscheide in unserer Stadt ärgern, aber nur wenige bereit sind, selbst Verantwortung zu übernehmen. Ich wollte nicht mehr nur zuschauen, sondern eine proaktive Stimme für die junge Bevölkerung sein. Da ich bereits vor vier Jahren viele Plätze gutmachen konnte und im Wahlkampf sehr präsent war, habe ich insgeheim mit der Wahl gerechnet. Es freut mich aber riesig, dass das Vertrauen so deutlich ausgefallen ist. Was ist der beste Rat, den Sie bisher zu Ihrem neuen Amt erhalten haben? Der Tenor aus meinem Umfeld war: «Bleib authentisch und ehrlich.» Sich zu verstellen bringt in der Politik nichts. Man muss auch mit Niederlagen und Konsequenzen leben können. Solange man dabei sich selbst treu bleibt, hat man alles richtig gemacht. Welches Mitglied einer anderen Partei hat Sie im Wahlkampf beeindruckt? Beeindruckt hat mich Timon Günthard von der FDP. Er ist ein sehr bodenständiger und zuverlässiger Typ. Dass er im Wahlkampf ganze 16 Listenplätze gutgemacht hat, spricht für seine Qualität. Ich hoffe, ihn bei den nächsten Wahlen im Parlament begrüssen zu dürfen. |
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| Valeria Muster, SPKeine der neuen Kandidat:innen fürs Parlament wurde besser gewählt als Valeria Muster: Die 24-Jährige holte 9575 Stimmen und sprang damit auf der SP-Liste fünf Plätze vor. Die gelernte Musikinstrumentenbauerin war zuvor für ein Jahr Co-Präsidentin der Juso Kanton Zürich gewesen. Was hat Sie politisiert? Politisiert hat mich meine Lehre in einem eher konservativen Familienbetrieb, ich war oft die einzige Frau / das einzige Mädchen unter Männern in der Werkstatt. Diese Erfahrung hat mir vor Augen geführt, wie präsent patriarchale Strukturen im Alltag noch immer sind. 2019 hat mich das zum Feministischen Streik in Weinfelden geführt, und kurz darauf bin ich der JUSO beigetreten. Vor welchem Teil der parlamentarischen Arbeit haben Sie den meisten Respekt? Im Stadtparlament treffen viele verschiedene Perspektiven aufeinander, das gilt auch innerhalb der eigenen Fraktion. Die SP ist eine Partei mit einer grossen Meinungsvielfalt. Ich freue mich auf diese Diskussionen, auch wenn sie manchmal herausfordernd sein werden. Den grössten Respekt habe ich davor, diese Vielfalt konstruktiv zu gestalten und gemeinsam Lösungen zu finden. Welches Mitglied einer anderen Partei hat Sie im Wahlkampf beeindruckt? Rona Jung (AL). Ich durfte sie bei der Radiosendung «Violette Welle», beim Radio Stadtfilter, im Rahmen des Wahlkampfes kennenlernen. Ihr feministisches Engagement hat mich sehr beeindruckt!
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| Rona Jung, ALGestartet war sie auf Listenplatz zwei, gewählt wurde Rona Jung von den drei AL-Parlamentsmitgliedern am besten. Die 27-Jährige doktoriert an der Uni Zürich am Zentrum für Migrationsrecht. Was hat Sie politisiert und zur Kandidatur bewegt? Politisiert hat mich vor allem die Auseinandersetzung mit feministischen Themen und Gleichstellungsfragen. Dabei ist mir auch im direkten Umfeld immer wieder aufgefallen, wie stark gesellschaftliche Rollenbilder bis heute wirken. Zur Kandidatur bewegt hat mich insbesondere die Beobachtung, dass viele kompetente FINTA-Personen an sich selbst zweifeln und sich oft erst «bereit genug» fühlen müssen, während Männer den Schritt in die Politik häufig selbstverständlicher wagen. Was ist der beste Rat, den Sie bisher zu Ihrem neuen Amt erhalten haben? Bisher habe ich vor allem den Eindruck, dass viele davon ausgehen, dass man mit der Zeit einfach in die neue Rolle hineinfindet. Ein Rat meines Parteikollegen Hugi ist mir aber besonders geblieben: Wenn man wirklich etwas bewegen möchte, muss man nicht überall gleichzeitig dabei sein, sondern sich auf einige Themen fokussieren und dort hartnäckig bleiben. Das fand ich einen sehr einleuchtenden und gleichzeitig beruhigenden Gedanken.
Welches Mitglied einer anderen Partei hat Sie im Wahlkampf beeindruckt? Valeria von der JUSO, weil sie mit grosser Klarheit und einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit aufgetreten ist. Man hat sofort gemerkt, dass sie sehr genau weiss, was sie politisch bewegen möchte, und ihre Positionen konsequent vertritt. |
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| Martina Pfirter, SPDie 36-jährige Gerichtsschreiberin ist seit dem letzten Jahr Ersatzrichterin am Bezirksgericht Andelfingen, auch sie sprang auf der SP-Liste ganze sechs Plätze vor. An ihrer ersten Parlamentssitzung war sie krankheitshalber abwesend. Was hat Sie politisiert? Ich war schon länger politisch interessiert und in der SP engagiert, aber eher im Hintergrund. Politisiert hat mich mein Geschichtslehrer im Gymnasium, da haben wir spannende Diskussionen über aktuelle politische Themen geführt. Haben Sie mit der Wahl gerechnet? Mit der Wahl gerechnet habe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht, gerade auch, weil ich noch nicht lange in Winterthur wohne. Umso grösser war die Freude – und auch der Respekt vor der Aufgabe. Was ist der beste Rat, den Sie bisher zu Ihrem neuen Amt erhalten haben? Von einem ehemaligen Mitglied des Zürcher Gemeinderats habe ich den folgenden Tipp erhalten: zuerst zuhören, beobachten und Fragen stellen – das sei keine Schwäche, sondern klug. |
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| | Auch für WNTI ist es ein kleines Jubiläum: Mit der gestrigen Sitzung beobachten wir das Parlament von den Medienplätzen nun seit einem Jahr. Shoutout an Felix Helg an dieser Stelle, der den Parlamentsbrief in seiner Rede dankenswerterweise erwähnt hat! Wir freuen uns auf das nächste Jahr! Bis bald, Gioia & Tizian |
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